Fernöstliches Flair und Hexen auf der Bühne
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Das freute Veranstalter: Bis auf den letzten Platz besetzt war das Jugendhaus am Dicken Turm beim Faschingsabend der Kolpingfamilie. Viele Gäste war sogar kostümiert gekommen.
Mit viel Elan, witzigen Büttenreden, flotten Gardetänzen, Stimmungsmusik, Klamauk und Unterhaltung wurden die fünf närrischen Stunden gestaltet. Die weiß-blaue Elferratsgarde eröffnete den bunten Reigen mit einem flotten Tanz. „Ein Kind braucht Platz, um Mensch zu sein“, verkündete danach die zehnjährige Chelsey Meza, ehe dann die Symbolfigur der Kolpingfastnacht, der Mürschter Nagel alias Wilhelm Schmitt, in die Bütt stieg. Er hält seit vielen Jahren Gesellschaft und Politik den Spiegel vor.
| FOTOSERIE Kolpingfasching 2010 ![]() Münnerstadt 08.02.1010 |
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Schaurig-schön wurde es, als die kleinen Hexen der Juniorgarde um ihren brodelnden Hexenkessel mit Besen und wallenden Gewändern einen Showtanz hinlegten. Bereits alte Hasen bei der Kolpingfastnacht sind Franziska Eckert und Carolin Schwarz. Diesmal lieferten sie sich ein heiter-bissiges Zwiegespräch zwischen Gardemädchen und Weihnachtsmann, bei dem vor allem auch die Narren ihr Fett weg bekamen. Danach wirbelten hübsche Mädchen über die Bühne, die im Disco-Outfit einen modernen Showtanz zu Abba-Melodien darboten.
Ein Höhepunkt war der Auftritt von Arnold Nöth als der „Tapferste der Tapferen“, der schon einmal den angekündigten Hindernislauf „Breave heart battle“ im Vorfeld durchleiden durfte. Total geschafft von dem überbordenden Englisch-Kauderwelsch, erreichte er mit Müh und Not die Bütt, um dort vor allem über die Veralberung des Deutschen in seinem urigem Fränkisch vom Leder zu ziehen. Nöth verstand es dabei wieder auf das Beste, die Schrecknisse und die zu erwartenden „Hinterlassenschaften“ des geplanten Riesenspektakels humorvoll und direkt anzusprechen.
Märchenhaftes boten anschließend Edi und Rita Schmitt mit ihrem Lakai Siegfried. Sie zerpflückten rund um das „dumm gelaufene“ Märchen vom wachgeküssten Frosch die Stadtpolitik.
In das Land der Geishas entführte die Elferratsgarde mit einem fernöstlichen Showtanz, den die Mädchen anmutig und gekonnt darboten. Nach dem Motto „Ich bin dann mal weg“ stieg Rosina Eckert im Pilgergewand, mit Pilgerstab und umgehängter Jakobsmuschel in die Bütt. Gemeinsam mit vielen Heiligen und Scheinheiligen wollte sie sich eigentlich „auf die Socken machen“ und den Narrhalla-Marsch nach Santiago de Compostela auf sich nehmen. Doch verhinderten viele Auffälligkeiten, Besonderheiten und Berichtenswertes in und rund um Mürscht ihr geplantes Pilgererlebnis.
Eine wohl proportionierte Blondine vom Mee hatte sich bei der Kolpingfamilie angesagt und eroberte das närrische Haus mit vielfältigen Erlebnissen und einem wahren Erguss von härtesten Witzen, so dass die Stimmung im Saal beinahe überkochte. Nach dem Motto „Lieber dick geplatzt als dürr verreckt“, verstand es Gastredner Wolfgang Düringer, die Narren im Saal zum Lachen zu bringen.
Traditionsgemäß mit viel Mut zur Verkleidung, zu verrückten Rollenspielen, zum Parodieren und Albern, zu gewagten Tänzen und Gesängen, machte die Gruppe „Mamas und Papas“ dann noch einmal richtig etwas los und verwandelte den Saal in ein Tollhaus. In einer Live-Playback-Show tingelte die Akteure in schneller Abfolge durch die Welt der Musicals, nicht ohne den Sinn der Fastnacht, nämlich Unsinn und Veralberung, sowie sich selbst auf den Arm nehmen und die Welt auf den Kopf stellen. Mitwirkende waren Thomas Meckel, Gabi und Norbert Gopp, Claudia und Klaus Skuppin, Andrea und Michael Winkler, Monika Petsch, Rudi Rippstein, Birgit und Hans Georg Hey, Renate und Thomas Kersten, Andres Albert sowie Meinrad Götz. Sie setzten den närrischen Schlusspunkt, der den Saal nochmals in Bombenstimmung versetzte. Mit einer Polonaise der Mitwirkenden und mit dem Schlachtruf „Mürscht Helau!“ endete der Kolpingfasching.





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