publiziert: 07.03.2011 14:20 Uhr
aktualisiert: 07.03.2011 14:42 Uhr
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Doberweilerdackel und Kloster-Sauna

Tolle Gags und fantasievolle Kostüme: Bei der Lumpazia-Faschingssitzung blieb kein Auge trocken

Egal ob Männerballett mit acht gelben „Entlein“, Mönch Meier oder die „hübsch-hässliche Lückenfüllerin“ – eines hatten ihre Auftritte am Faschingssamstag in der voll besetzten Escherndorfer Winzerhalle gemeinsam: Bei den Zuschauern blieb kein Auge trocken.

  • Alle meine Entchen: Das Männerballett begeisterte beim Fasching der DJK Lumpazia in Escherndorf.
    Foto: Jan Speth
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Die Faschingssitzung der DJK Lumpazia beeindruckte mit Garde- und Schautänzen, vielen Büttenreden und temperamentvollen Soloeinlagen. 18 Programmpunkte sorgten so für einen kurzweiligen Faschingsabend. Unterstützung gab es dabei durch den Karnevals-Club Hausen (KCH) und den Obervolkacher Karnevalsverein (KVO).

Den Auftakt machten die jüngsten Narren der Lumpazia: Die „Bambinis“ entführten mit fantasievollen Kostümen in das Reich der Lillifee. „Euch muss man einfach mögen“, bedankte sich Sitzungspräsident Christoph Weinig bei den Kleinsten. Lob gab es auch für die Nachwuchs-Garde der Lumpazia, die zur Titelmelodie von „Fluch der Karibik“ eine Piratenschau präsentierte.

Strahlend: Radio Radioaktiv

Mit einem „Hallo Nordheimer“ betrat Rolf Herzel als „Hauptmann Küppers“ vom VCC Veitshöchheim die (Escherndorfer!) Bühne. Mit viel Ironie und seiner Gitarre nahm er nationale wie lokale Politiker auf die Schippe und ließ auch aktuelle Themen, wie die Atomkraft, nicht außen vor. In seinem Lied „Radio Radioaktiv“ pries er, dass man dank der Strahlung nicht mehr zum Friseur müsse und hatte so die Lacher auf seiner Seite.

    
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Lumpazia-Sitzung 2011
Escherndorf
    
Für nicht weniger Stimmung sorgte außerdem Mönch Meier, ein beleibter katholischer Priester, der aus dem Kloster berichtete. So sei eine Sauna eingerichtet worden, die besonders beim Bischof Anklang fand. Die Bedenken Meiers, eine „gemischte Sauna“ wäre doch nichts für den Bischof, wies dieser schlagfertig zurück: „Die paar Protestanten machen mir keine Probleme.“

Allein durch ihr Erscheinungsbild begeisterten die „hübsch-hässliche“ Lückenfüllerin“ (Thomas Kleedörfer aus Rimbach), der Masseur (Herbert Blattner KVO), der Vollblutmusiker (Michael Bechold) und der fränkische Drachenflieger mit einem Lenkdrachen auf dem Kopf (Matthias Ringelmann aus Köhler). Während Letzterer von kuriosen Beobachtungen aus der Luft und seinen fehlenden Flugkünsten berichtete, schilderten Lückenfüllerin, Masseur und Musiker Szenen aus „ihrem“ alltäglichen Leben und brachten mit ihrer Bütt die Winzerhalle zum Kochen. So erzählte die Lückenfüllerin beispielsweise von ihrem Hund, einem „Doberweilerdackel“, und band auch das Escherndorfer Publikum aktiv ein.

Zugabe vom Männerballett

Begeisterte Zugabe-Rufe gab es auch fürs Männerballett: Mit teils halsbrecherischer Akrobatik lenkten die acht als Enten verkleideten Escherndorfer die Aufmerksamkeit auf sich. Nicht weniger spektakulär war der Schautanz „Sister Act“ des KVO, bei dem sich fromme Nonnen zu attraktiven Damen wandelten. Neidisch zeigte sich Sitzungspräsident Weinig vor allem bei den „Lumpazia Minis“, wo ein Junge als Hahn im Korb mit acht Damen auftrat.

Wie es in Escherndorf üblich ist, gab es mit Klatschen, Stampfen und Pfeifen für viele Auftritte eine „Rakete“ zur Belohnung. Höhepunkte waren daneben die verschiedenen Gardetänze der Karnevalsvereine und des Volkacher Tanzsportclubs. Beifall erhielten auch die Solotänzerin Amelie Troll aus Volkach und Alina Bätz als Tanzmariechen. Das Finale des Fasenacht-Abends gestaltete der Lumpazia-Schautanz, der mit viel schwarz-rot-gold und WM-Liedern vom Fußball geprägt war.

Von unserem Mitarbeiter Jan Speth
    
    

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