aktualisiert: 16.03.2011 09:00 Uhr
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BINSBACH
Das große Dingsda und als Narkose einen Schlag auf den Kopf
Binsbacher Narren boten ein vierstündiges Stimmungsprogramm vor ausverkauftem Haus
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Operationen in deutschen Arztpraxen: Die Gesundheitsreform und ihre Auswirkungen zeigten in Binsbach (im Bild von links): Heinz Wecklein, Arno Issing und Julia Wecklein.Fotos (3) Ulrike Wecklein -
Statistik: Der Statistikmann Kurt Wecklein belegte, dass Frauen und Männer nicht zu vergleichen sind.
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Stimmung im Saal: Das Binsbacher Männerballett brachte den Saal zum Toben. Sechs junge Männer stürmten cool und sportlich fit die Bühne mit Surfbrett, Sonnenbrille und Hanteln.
(uw) Mit einem tollen Faschingsprogramm begeisterten die Binsbacher Akteure beim Fasching in Binsbach. Das DJK Sportheim war voll ausverkauft, als die Binsbacher Faschingsnarren für einen Super-Stimmungsabend sorgten. Moderator und Organisator Heinz Wecklein führte wortgewandt und locker-leicht durch den Abend, sodass das vierstündige Faschingsprogramm im Nu vorüberrauschte.
Zur Eröffnung tanzten die kleinen Gardemädchen. Mit viel Witz und Schwung eroberten sie sofort die Herzen der Zuschauer. Gekonnt präsentierten sie ihren Schautanz. Typische Szenen einer Ehe boten Kurt Wecklein und Martina Weidingen in einem Zwiegespräch. Denn selbst der bravste Mann kann nicht in Ruhe sitzen bleiben, wenn es seiner Ehefrau nicht gefällt. „Ich will einfach nur hier sitzen“, beharrte er. Doch seine liebe Ehefrau wolle ihn nur zum Spaziergehen schicken, zum Zeitung lesen oder gar zum Kaffee trinken animieren, bis es schließlich im heftigen Ehestreit endete.
Rakete für die Garde
Mit viel Gesang und gutem Humor heizte Günter Krönert die Faschingsstimmung weiter an. Als die Schulmädchengarde die Bühne betrat, tobte bereits der gesamte Saal. Mit tollen Schrittfolgen und guter Choreographie erntete auch sie eine Binsbacher Stimmungsrakete für ihre gelungene Darbietung.
„Wie war das einst mit Opa und Dir?“, fragte die Enkelin ihre Oma. Eine Frage, die oftmals sehr verfänglich war. In der guten, alten Zeit waren alle ganz brav und sittsam. „Frag' des mal lieber Deine Mutter“, rettete sich Oma gewitzt. Stimmungsrunden überbückten die kurzen Umbauphasen auf der Bühne bis zum nächsten Sketch.
„Hast du das große Dingsda schon gesehen?“, war die simple Frage. Jeder hatte eine andere Idee, was das „Dingsda“ da wohl sein könnte: vom Hightech-Kochtopf bis hin zum intergalaktischen Flugkörper – gemeint war einfach nur der große, neue Traktor vom Nachbarn.
Nach der Pause eröffneten die zwei Binsbacher Tanzmariechen den zweiten Teil des Abends. Im Duett überzeugten sie das närrische Volk von ihrem tänzerischen Können. Auch ihnen war eine Rakete sicher. Der Statistikmann Kurt Wecklein belegte mit faszinierenden Zahlenspielen, dass Frauen ganz anders „ticken“ als Männer, eine Tatsache, der er sich dann doch selber ergeben musste. Ist es der Frau zu kalt, ist es dem Mann schon viel zu warm. Und was groß ist, ist nicht immer groß.
Weiteres Highlight des Abends war Situation in deutschen Arztpraxen. Zu Anästhesie dient ein etwas größerer Kopfschlag, und Schmerztabletten verweichlichen nur den Mann von heute. Denn nach der Devise „Ein Mann kennt keinen Schmerz“ sind Medikamente ab sofort überflüssig.
Beim Binsbacher Männerballett bebte der gesamte Saal. Sechs junge Männer stürmten cool und sportlich fit die Bühne. Mit Surfbrett, Sonnenbrille und Hantel eroberten sie sämtliche Blicke des schwungvoll klatschenden Narrenvolkes.
Die Binsbacher Boochprunzer brachten viel Lokalkolorit auf die Bühne. Verliert ein Autofahrer während der Fahrt unbemerkt seinen Autoanhänger, ist er selber schuld. Doch räumt ein nachfahrender Autofahrer den Anhänger pflichtbewusst von der Straße, kann der Autofahrer natürlich lange danach suchen. Kleine Episoden von gemeinschaftlichem Schneeschippen bis hin zum Neubau des Binsbacher Feuerwehrhauses, zu allem hatten die Binsbacher Boochprunzer ihre ganz persönliche Ansicht.
Playbackshow
Die tolle Playbackshow sorgte nochmals für echte Faschingslaune, sodass viele der Narren auf Stühlen nicht mehr zu halten waren. Die Bäckereiweiber gaben nochmals das Dorfgeschehen zum Besten: Von Beinaheunfällen, von Getreide, das aus Kostenersparnis mit den Wassermassen nach Arnstein transportiert wird, und von Ortsschildern, die sich näher an Gänheim ranmachen. Das Binsbacher Faschingslied beendete den schwungvollen Faschingsabend in Binsbach.
Weitere Bilder und Informationen gibt es unter www.djkbinsbach.de.
ONLINE-TIPP
Mehr vom Fasching in der Region unter www.mainpost.de/fasching
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