aktualisiert: 16.02.2010 20:16 Uhr
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RAUM MARKTHEIDENFELD
Fasching in den letzten Zügen
Zum Abschluss der fünften Jahreszeit starteten die Narren noch einmal voll durch
Gaudiwürmer in der Region
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Auf den Mond mit den Windrädern: die Urspringer Jugend in orangefarbenen Astronauten-Outfits.Foto: HEIDI VOGEL -
Polonaise Grundenese: Der Oberndorfer Elferrat machte es in Bischbrunn vor, wie gute Stimmung aussieht.Foto: JOACHIM SCHWAMBERGER -
Auf der Suche nach den Außerirdischen: Sabine von der Milchstraße beim Zug in Urspringen.Foto: HEIDI VOGEL -
Bleiche Gestalt: Maskenmann in Bischbrunn.Foto: JOACHIM SCHWAMBERGER -
Leichte Kavallerie: weibliche Musketiere mit Schlachtrössern beim Faschingszug in Bischbrunn.Foto: JOACHIM SCHWAMBERGER -
Zauberhafte Hexen: Auf ihren Besen ritten sie durch Uettingen.Foto: FRIEDHELM KUNZ -
Lecker: Susanne Nätscher beim Verteilen von Süßigkeiten in Urspringen.Foto: H. VOGEL
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Scharf: Senf auf der Suche nach Würstchen. Gesehen in Bischbrunn.Foto: J. SCHWAMBERGER
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Guten Rutsch: Die Uettinger haben Toilettenhäuschen als Alternative – wenn mal wieder kein Wasser aus der Leitung kommt.Foto: FRIEDHELM KUNZ -
Freche Früchtchen: Als Ananasse verkleideten sich diese hübschen Damen beim Zug in Bischbrunn.Foto: JOACHIM SCHWAMBERGER
Die fünfte Jahreszeit ging am Faschingsdienstag in die letzte Runde: In Marktheidenfeld, Bischbrunn, Oberndorf, Esselbach, Uettingen und Urspringen gaben die Narren bei den letzten Umzügen dieser Saison noch einmal so richtig Vollgas.
Den längsten Weg zurückzulegen hatte der Gaudiwurm des Oberndorfer Carnevalvereins (OCV) „Die Rattel“ in den Grundgemeinden. Rund fünf Kilometer marschierten sie von Bischbrunn über Oberndorf und Esselbach bis zur Spessarthalle. Insgesamt 28 Wagen und Fußgruppen hatte Zugmarschall Wilhelm Weidner eingeteilt. Die Motive waren aktuell, zum Beispiel Bankenkrise oder Schweinegrippe, aber auch altbekannt wie Cowboys, Priester und Nonnen, die Ranzengarde oder die 1970er Jahre. Ein Papst-Darsteller war in seinem Jo-Jo-Mobil unterwegs. Angeführt wurde der Zug vom Spielmannszug der königlich-bayerischen Landwehr. Allerdings legten nicht alle Musiker die Strecke zu Fuß zurück; ein Teil ließ sich auf einem Wagen durch den Grund chauffieren. In der Spessarthalle feierten die großen und kleinen Narren, darunter viele von auswärts, ausgiebig Kehraus.
In Uettingen zog der Gaudiwurm mit 19 Fußgruppen und Wagen durch den Ort. Da ging es um die marode Kanalisation und die vielen Wasserrohrbrüche in jüngster Zeit. Abhilfe wurde beim Zug des Kleinpariser Faschingsclubs (KFC) in vielen Variationen angeboten. So zeigte das „Schwimmbadteam“, das beim Uettinger Maskenball den Siegerplatz belegte, dass man sich mit dem guten alten Plumpsklo von der örtlichen Wasserversorgung unabhängig machen kann. Beim Zug mit dabei waren auch Zauberer, Hexen, der Stammtisch der Herzen, der Hühnerball, die Struwwelpeter (2. Platz beim Maskenball), die Musikkapellen des AMV und die Garden des Faschingsclubs. Der Zug endete mit dem Elferratswagen des KFC. Nach dem Zug ging es dann zum Kehraus in die Aalbachtalhalle.
Auf direktem Weg in den Weltraum waren die Narren in Urspringen. Die rund 120 Teilnehmer, die sich für den Faschingszug in Astronauten, Außerirdische, Sonnen, Sterne und Weltraum-Moskitos verwandelt hatten, ließen sich von der geringen Zuschauerzahl die gute Laune nicht verderben. Auf ihrem Weg von der Festhalle zum Sportheim machten sie einen kurzen Zwischenstopp bei Bürgermeister Heinz Nätscher, von dem sie mit Schnäpsen und Süßigkeiten versorgt wurden. Nach einer guten Stunde war der Wagen, auf dem die Urspringer Jugendlichen bildlich die Windräder auf den Mond schossen, zusammen mit den zahlreichen Fußgruppen am Sportheim angelangt, wo der Faschingskehraus stattfand.













