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Special
08.02.2010 15:48 Uhr
HOFSTETTEN

Samba für die Fränglisch-Lehrerin

Zahlreiche Akteure trugen zum Erfolg des bunten Faschingsabend im ASV-Sportheim in Hofstetten bei

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Das Rezept für den bunten Faschingsabend im voll besetzten ASV-Sportheim war einfach: Man nehme eine Handvoll fasenachtserprobte Naturtalente, zwei Dutzend tanzbegeisterte junge Damen und dazu einige Herren, die über sich selbst lachen können – und fertig ist ein Überraschungsmenü, das man mit wachsender Begeisterung drei Stunden lang genießen kann.

Zum Auftakt begrüßte Sprecher Andreas Bachmann mit einem dreifachen „Höscht Helau“ die kleine Garde, die schwungvoll die Bühne stürmte und den Abend mit einem Tanz zum Titel „Shake it“ eröffnete. Etwas ruhiger ging es danach „sunndichs in der Höschter Kirch“ zu. Die Aktivitäten spielten sich eher im zwischenmenschlichen Bereich ab. Da wurde der Stammplatz in der Kirchenbank verteidigt, über das alte Kostüm der Nachbarin gelästert und zudem störten gewisse Ernährungsgewohnheiten die Andacht der Gläubigen: „Die Buohnsuppe vo gestern awend – jetz' isse weg“.

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Hofstetten 11.11.2007



Mit dem Haremstanz brachten die Gardemädchen einen Hauch von Tausendundeiner Nacht an das linke Mainufer, bevor mit Karola Markert ein Multitalent des bodenständigen Humors in die Bütt ging. Sie berichtete aus dem Eheleben, dass es für den Erhalt des Familienfriedens oft schon grundlegend wichtig sei, wie man die Zahnpastatube ausrückt. Anschließend versuchte sie als Lehrerin in einem Fränkisch-Kurs den Zerfall des heimischen Dialekts aufzuhalten. Aus Sorge um den Erhalt der Sprache fand sie besonders beim „Fränglisch“, die Vermischung mit englischen Worten fatal. Da sei von der „Afderwöagbaady“ und „dobb Sigrid“ die Rede, was kein Mensch mehr verstehe.

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Nach einer weiteren Tanzeinlage zogen Hiltrud Breitenbach und Monika Seeger alle Register der Fränkischen Fasenacht. Ihr mit Lokalkolorit angereichertes deftiges Zwiegespräch als Paar im Ehebett riss die Zuhörer zu Beifallstürmen hin, zum Beispiel in der Szene, als sich die Gattin für das Geschenk zur Silberhochzeit bedankt: „So etwas Besonderes, eine Reise nach Grönland. Ja, was schenkst Du mir dann erst zur Goldenen? Die Antwort des Gatten: „Da hol' ich dich wieder ab“.

Der tänzerischen Kampfdarbietung „Kung Fu“ folgte eine spektakuläre Tischtennisdemonstration. Dank eines „magischen Balls“ besiegte Danilo Marras als „David“ an der kleinen Platte den „Goliath“ Florian Salomon. Unter UV-Licht konnten die Fans geradezu atemberaubende Ballwechsel und akrobatischen Körpereinsatz bestaunen.

Mit dem Showtanz „Pokerface“ ging es über den großen Teich nach Amerika, bevor nach einer weiteren Schunkelrunde das Männerballett den Saal zum Toben brachte. Anmutig und filigran tanzten die sechs Nixen ihr Wasserballett zu klassischer Musik.

Farbenprächtige Sambagruppe

Beim Eintauchen und Auftauchen gingen nicht nur Arme und Beine in die Höh' – es waren, wie bei den Enten, auch schon einmal die Hinterteile ganz oben, sehr zur Freude des Publikums, Nach kurzweiligen dreieinhalb Stunden stand das Finale an. Farbenprächtig zog die Sambagruppe ein, deren Federkleider und Kopfschmuck so üppig waren, dass sie wegen der geringen Saalhöhe vor der Bühne tanzen mussten.

Das förderte natürlich die Verbindung zum begeisterten Publikum, das sich nicht zweimal bitten ließ, den Abend bei „Karneval Brasil in Höscht“ ausklingen zu lassen.

 

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