aktualisiert: 10.03.2011 15:39 Uhr
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NEUENDORF/ RECHTENBACH/ NEUSTADT
Narren ziehen durch die Straßen
Faschingsveranstaltungen in Altlandkreis
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Glücksspiel ganz legal: beim Rechtenbacher Zug marschierte ein Kartenspiel an den Narren vorbei.Fotos (5): Yvonne Vogeltanz -
Gewürfelt: zum Pasch reichts nicht.
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Das wars: Zug-en(t)de.
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Elvis lebt: the King of Rock 'n' Roll.
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Mit Elch: Gesehen auf dem Neustadter Faschingszug.Foto: Schneider -
Mit Blechbüchse: In Neustadt auf der Suche nach dem Zauberer von Oz.Foto: Martina Schneider -
Verrucht: Rocky Horror Picture Show.
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Dorftradition: die „Näudoffer Köalstiel“.Foto: Heilgenthal -
Dampfross: Die Proazeller kamen mit der Dampflok.Foto: Heilgenthal
(thal/yvv/mds) Rund um Poker, Black Jack und sonstige Glücksspiele drehte sich alles beim Rechtenbacher Zug. Passend zum Motto „Casino Royale“ zogen ein Kartenspiel durch die Hauptstraße, lebendige Würfel kullerten zwischen den Narren hindurch. Aber auch ein quicklebendiger Elvis wurde gesehen. Gleich mehrere Gruppen aus Gemünden, darunter die „Rocky Horror Picture Show“ bereicherten den Gaudiwurm. Nicht fehlen durften auch die Akteure der Faschingssitzungen: Prinzenpaar, Garden, Tanzgruppen Elferrat und die Rechtenbacher Musikanten.
Rund drei Dutzend Zuschauer verfolgten am Dienstagnachmittag das „Zügle“ der Neustadter „Hamber, Schluri und Säu“. Dort gab sich Asterix mit seinem Gefolge die Ehre, Piraten schwangen die Säbel, eine Blechbüchsensarmee marschierte mit und zwei „gefährliche“ King Kongs erschreckten die Zuschauer. Ganz „frisch“ und erst am Morgen hergestellt tuckerte Emma mit Jim Knopf am Steuer durchs Dörfle. Drei Stunden hatten Florian, Christina, Lars und Thorsten gebastelt. „Dass wir das machen, ist uns erst gestern Abend eingefallen“, erzählen die „Handwerkerkönige von Näuscht“. Nach einem ausgedehnten Zug durch die Spessartstraße und den Michaelsberg fanden sich die Neustadter Narren zum Kehraus im Pfarrheim ein.
Es müssen nicht immer Riesengaudiwürmer sein, auch überschaubare traditionelle Faschingszüge durchs Dorf haben ihren Reiz. Der Neuendorfer Fasenachtsverein konnte in diesem Jahr sogar das 33. Zug-Jubiläum feiern, nur einmal musste er wegen des Irak-Krieges ausfallen, berichtete Präsident Hilmar Ebert, der zusammen mit dem Vorsitzenden Gerald Ebert und den Vereinsmitgliedern den Zug organisierte. Von der Lohrer- über die Franken- und Schönrainstraße zogen die drei Wagen und neun Fußgruppen in Richtung Nantenbach und zurück zur Schönrainhalle.
Mit viel Helau führte der Elferrat auf seinem Wagen die Narrenschar an, ihm folgten die mit Schellen und Besen bewaffneten „Näudöffer Köalstiel“ vor der Neuendorfer Blaskapelle, die mit flotter Stimmungsmusik die Zuschauer zum Mitsingen und Schunkeln einlud.
Hinter grün gewandeten Fantasiewesen fuhren die Mönche auf dem Wagen mit den Mauern vom „Kloster Neuendorf“, verfolgt von den Teufelsmüttern und ihren Kindern. Zwischendurch grüßten die feschen Gardemädchen, während Marienkäfer, Pilze und Marsmännchen sich gelegentlich unter die Zuschauer mischten. Die Waldfeen fegten sogar auf Inlinern durch das Dorf, in das der Nachbarelferrat aus Langenprozelten mit einer ausgewachsenen Dampflokomotive gekommen war. „400 Stunden Arbeit stecken da drin“, verriet Wagenbaumeister Sascha Just und ließ mit „Helau“ den Schlot kräftig qualmen.
Die 150 Teilnehmer und ein Großteil der etwa 500 Zuschauer trafen sich anschließend zum Kehraus in der Schönrainhalle, wo die Besucher zum Faschingsausklang Showeinlagen aus den Prunksitzungen und eine Tanzaufführung der Garde aus Aschfeld genießen konnten.
ONLINE-TIPP
Mehr Bilder unter www.mainpost.de/fasching
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