publiziert: 08.03.2011 12:00 Uhr
aktualisiert: 08.03.2011 14:52 Uhr
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Schweinsohren, Nasen und Rüssel

Professor Dr. Beckmann und Dr. Chaos operierten live am Rosenmontag in Neustadt
  • Schönheitswahn: Mit „Extrem Schön“ gastierte am Rosenmontag eine einzigartige mobile Schönheitsfarm in Neustadt. Doch wehe dem, der es wagte, sich von Professor Dr. Beckmann und Dr. Chaos verschönern zu lassen.
    Foto: Martina Schneider
  • Nachher-Effekt: So sollten die Patienten nach dem Eingriff aussehen.
    Foto: Martina Schneider
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Mit „Extrem Schön“, gastierte am Rosenmontag eine einzigartige „Mobile Schönheitsfarm“ in Neustadt. Doch, wem etwas an seinem Leben lag, der ließ sich weder von Professor Dr. Beckmann (Matthias Pfeuffer) noch von Dr. Chaos (Wolfgang Kachel) operieren oder von Schwester Agine (Roland Zeuch) betreuen.

Einige „Unbedarfe“ wagten es denn doch und ihnen verging gehörig das Lachen nach der OP, die Dr. Chaos – der seine jahrelange Erfahrungen bei diversen Hausschlachtungen gesammelt hatte – vollbrachte. So gingen die beiden Zehnjährigen (Phillip Schwab und Marco Harth), die sich sehnlichst ein Aussehen von 20 Lenzen wünschten, weil „dann höm mir unnern Führerschein, die Mädlich gucke uns nach und mir könne beim Club Fußball gespiel“. Dr. Chaos' OP-Saal verließen die beiden jedoch als Greise. „Etz könne mir beim Club zu Spielen ach vergess und ke Sau schaut uns noch nach“, jammerten beide. Aber sie sahen auch das Positive: „Naja, für die Bayern tät's noch lang.“

Heiko Schramm kam und verlangte nach Muskeln „wie der Schwarzen Eegger“. „Kein Thema, Muskeln haben wir jede Menge, der Tarzan aus Näuscht wird ein Dreck sein gegen dich“, versprach der Professor vollmundig und schickte den Delinquenten zu Dr. Chaos. Der hantierte mit Flex, Hammer und Silikonspritze und fabrizierte alle Muskeln an eine Stelle: Den Bauch.

Florian Pfeuffer trachtete es nicht nach Muskeln sondern nach einer neuen, langen Nase, mit der er die Säu im Wald und die Mädlich gut riechen könne. Dr. Chaos fabrizierte ihm eine Schweinsnase, die zwar dekorativ aussah, dem jungen Mann aber keineswegs zum besseren Riechen verhalf. Überhaupt flogen beim Operieren Schweinsohren, -nase und -rüssel freigiebig von der Bühne und ins Publikum. Alles, was die Herren Operateure nicht brauchen konnten, warfen sie den Zuschauern freigiebig vor die Füße.

Thorsten Schwab, der ein Lächeln im Gesicht wollte und ein paar Füass, mit denen er wieder Tore schießen könne, verbringt sein restliches Leben jetzt als idiotisch grinsender Fußballer mit Füßen, über die er stolpern kann. Tja und dann ist da noch das „schreckliche Schicksal“ der Frau, die dem Ruf Hollywoods folgen und zu Baywatch gehen wollte. Leider reichte ihre Oberweite dazu nicht aus. Kein Problem für Professor Beckmann und Doktor Chaos: Die schnallten ihr kurzerhand einen „neuen Busen auf den Buckel“ und modellierten das Gesicht gleich noch dazu.

Harry Burk (1,58 Zentimeter) und Klaus Schwab (1,99 Zentimeter) betraten die Bühne. Allein schon der Anblick der beiden riss das Publikum zu Lachsalven hin. Burk bat Professor Beckmann, ihn größer zu machen, damit er „dem Schwab amol auf den Kopf spucken“ könne. Eine „Kleinigkeit“ für Professor und Chaosdoktor. Schlussendlich hatte Schwab zwar keine Beine mehr, war aber nun weitaus kleiner als der 1,58-messende Burk, der ihm nun mit einem erleichterten Grinsen über den Kopf spucken konnte.

Die ultimative Herausforderung für die beiden Operateure mit gesteigertem Ego war zum Schluss Gerti Hirsch. Sie bekniete den Professor, sie doch so schön zu machen wie „Daniela Katzenberger“. Tausende von Reichsmark wollte sie dafür zahlen, denn „so lange spare ich schon“, erzählte die Hässlichkeit in Person. Dreimal schickte sie der Professor von der Bühne, aber die Verzweifelte kam so lange wieder, bis er sich endlich erbarmte. „Es ist zwar ein hoffnungsloser Fall, aber auch eine Herausforderung“, murmelte er, als er die hässliche Fratze der Frau betrachtete. Mit Hammer, Flex, Bohrer und Tacker machten sich Professor und Dr. Chaos sogleich ans Werk. Und man glaubt es kaum: Daniela Katzenberter (Laura Höfling) trat schließlich „strahlend schön“ vors Publikum und Professor Dr. Beckmann war zufrieden, denn er hatte es endlich geschafft, „einen Hirsch in ein zartes Rehlein“ zu verwandeln.

ONLINE-TIPP

Mehr Bilder unter www.mainpost.de/fasching/

Von unserer Mitarbeiterin Martina Schneider
    
    

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