aktualisiert: 17.02.2010 11:26 Uhr
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RAUM MARKTHEIDENFELD
Rosenmontagsumzüge: Mit Heiterkeit bis zur Heiserkeit
Hunderte Narren säumten die Straßen und feierten ausgelassen
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Einmarsch der Strohbären: Gar schreckliche Zeitgenossen machten die Straßen von Rothenfels unsicher.Foto: JOACHIM SCHWAMBERGER -
Ahoi: Diese hübschen Matrosinnen stachen beim Lengfurter Rosenmontagszug mit ihrem „Drachenkahn“ in See.Foto: RAYMOND ROTH -
In diesem Fall stimmt's: Alter ging in Rothenfels wirklich vor Schönheit.Foto: JOACHIM SCHWAMBERGER -
Ich wollt', ich wär' ein Huhn? – Von Wegen!!!: Ein Wagen setzte sich in Kreuzwertheim thematisch mit Problemen bei der Legehennenhaltung auseinander.Foto: HELLMUT WINKLER -
Sie sind Kälte gewohnt: Die coolen Pinguine marschierten beim Lengfurter Zug mit.Foto: RAYMOND ROTH -
Im Gleichschritt: musikalische Nonnen in Kreuzwertheim.Foto: WINKLER
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Rote Augen, rote Haare: ein Furcht einflößender Maskenmann in Rothenfels.Foto: JOACHIM SCHWAMBERGER
Die Umzüge in Rothenfels, Kreuzwertheim, Lengfurt und Hasloch haben am Rosenmontag Hunderte von Narren begeistert. Trotz kühler Temperaturen ließen sich die Faschingsfreunde die gute Laune nicht verderben.
In Rothenfels war um die Mittagszeit die Hölle los. Jedenfalls ließen die grausligen Fratzen darauf schließen. Auch heuer haben die Strohbären aus Bergrothenfels die „Unterstadt“ wieder heimgesucht, allerdings in friedlicher Absicht. Daran konnte und sollte auch das heftige Peitschenknallen nichts ändern. Groß und Klein mischten sich unter die Furcht erregend ausschauenden Gestalten und hatten nichts gegen eine Strohdusche von oben. Anschließend traf man sich im Rathaus zum Rosenmontagsschoppen. Die Strohbären folgen später einer zünftigen Vespereinladung „hoch dob'n aufm Berg“. Das zurückgelassene Stroh wird heute zusammen mit dem Fasching verbrannt.
Zwölf Gruppen waren beim Zug in Kreuzwertheim mit von der Partie. Da ging es um die Ortschronik und darum, wann sie endlich fertig sein würde. Ein Wagen war der „Werdemer Mess“ gewidmet, ein anderer den „armen“ Ölmultis aus Dubai: „Die Scheichs ham keine Kohle mehr, da muss wohl ein Baustopp her!“ Ein Eierfuhrwerk wies auf Schwierigkeiten bei der Hühnerhaltung hin. „Wir holen uns den Titel ab“, stand hoffnungsfroh auf dem Fußball-Weltmeister-Wagen. Auch die „Schweinegrippe“ wurde nicht vergessen. Besonders klagten die Bettinger über den Rummel im Factory Outlet Center (FOC): „Nachts kannst Du keine Sterne mehr sehn, weil's FOC in Bettingen leuchtet so schön. Bettingen war einmal ein schönes Stück, nun leiden wir an der anderen Glück!“
35 Fußgruppen und Wagen prägten den Zug der Lengfurter „Schnagge“. Abordnungen aus Erlenbach, Homburg, Marktheidenfeld, Rettersheim und Trennfeld, die FLS-Garden sowie die Musikkapelle Lengfurt waren bestens drauf. Im Mittelpunkt der Wagen standen Triefensteiner Themen: Jugendhäuser und Hallen, „Hawaii“ am kalten Main-Strand, Winter-Streudienst, Rentner-Autofahrer Michael Schumacher, Einkaufen auf dem Bauernhof nach dem vorläufigen Aus des Edeka-Markts, Rentnerschwemme in Trennfeld und Dachlawinen im Winter. Der Mittwochsstammtisch „Weißes Ross“ hatte zudem die verschollenen „Schwellköpf“ aus den 1930er Jahren wieder getragen. Für die Narren gab es noch die Après-Zug-Party an der Dreschhalle. Karl „Charly“ Kaufmann von den „Schnagge“ moderierte mit Heiterkeit bis zur Heiserkeit.













