aktualisiert: 07.03.2011 16:50 Uhr
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BAD NEUSTADT
Neuschter Nachtumzug: Loveparade statt Gaudiwurm
Viel laute Musik, wenig Fasching
(eh) Ein Ermüdungsprozess scheint bei den Teilnehmern des Nachtumzugs eingesetzt zu haben. Mit 21 Wagen und sieben Fußgruppen wurden frühere Größenordnungen deutlich unterschritten. Auch die Art des Zugs hat sich verändert. Bei einer Einsatzbesprechung nach dem Spektakel hatten sich Feuerwehr, Veranstalter, Rettungskräfte, Polizei und Verantwortliche der Stadt auf die Einschätzung verständigt, dass die Zugteilnehmer immer jünger werden und das Ganze immer mehr den Charakter einer Loveparade annimmt, berichtete Arno Büttner vom Ordnungsamt: Ein Wagen mit Musik vorneweg und eine meist tanzende Fußgruppe hinterher. Immerhin 8000 Narren sollen am Straßenrand gestanden haben.
Offensichtlich lasse das Engagement der Wagenbauer etwas nach, denn aufwendig bearbeitete neue Motive seien eher rar gewesen, befand Nes-Ka-Ge-Chef Klaus Ziegler. Dass es weniger Wagen gewesen sind, findet Ziegler nicht schlimm. Geärgert habe ihn bloß, dass über Facebook ein Boykott des Umzugs provoziert worden sei. Denn dort grassierte das Gerücht, dass 300 Euro Startgeld verlangt würden, was völliger Unsinn sei. Es wurde lediglich eine Kaution von 100 Euro erhoben, die bis auf einmal an alle wieder zurückgezahlt worden sei.
Alles in allem ist Ziegler aber zufrieden, vor allem mit der Party in der Stadthalle. Es seien inzwischen zwei völlig getrennte Veranstaltungen. „Da geht richtig die Post ab“, während in der Altstadt schon langsam Nachtruhe einkehre.
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