publiziert: 03.02.2008 13:31 Uhr
aktualisiert: 08.01.2010 11:23 Uhr
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Weit und breit die lockerste Prunksitzung

Großeibstädter Fasching mit Lokalmatador Fredy Breunig als Präsident

Für manche Menschen gehört die Faschingszeit zu den schönsten Wochen des Jahres, andere verkriechen sich dann lieber unter der Bettdecke. Das die Besucher der 13. Prunksitzung der Gro-Ka-Ge (Großeibstädter Karnevals-Gesellschaft) eindeutig zur größeren Gruppe der Freunde der Narretei zählten, wurde durch die ausgezeichnete Stimmung deutlich, für die neben zahlreichen Akteuren auch Sitzungspräsident Fredy Breunig maßgeblich ausschlaggebend war.

  • Die kleinen Piraten eroberten zwar keine anderen Schiffe, aber die Herzen der Zuschauer. Mit ihrer „Beute“ – einem großen Beifall – gingen sie von der Bühne.
    FOTOs (2) Maximilian Stuhl
  • Da darf auch der Präsident mal herzhaft lachen. Auch Fredy Breunig hatte seinen Spaß am Fasching „Made in Großeibstadt“.
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„Herzlich Willkommen zur lockersten Prunksitzung im ganzen Landkreis“, begrüßte ein gut gelaunter Sitzungspräsident pünktlich zum Start des Gaudiums und durchaus konnte man während der Veranstaltung immer mal wieder den Eindruck gewinnen, dass nicht immer ganz klar war, ob der Einzugsmarsch nun von der Technik, oder von Musikant Manfred Filbry eingespielt wurde.

    
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max.gro-ka-ge
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Prunksitzung
Großeibstadt
Februar 2008
    

 Alle Kenner des Großeibstädter Faschings wissen allerdings die lockere Art des Vollblut-Karnevalisten zu schätzen. Breunig ist ja bekanntermaßen eine Faschingshochburg für sich, der sich weit über die närrischen Landkreisgrenzen hinaus einen Namen gemacht hat.

Keine Zeit für Zugaben 

Perfektioniert wurde das Bühnenbild zum Auftakt der Sitzung vom Elferrat, der örtlichen Großen Garde, sowie dem Prinzenpaar Melanie I. und Michael I. aus Birnfeld, die sich im wahren Leben Melanie Reß und Michael Memel nennen.

Gleich zu Beginn erwähnte Breunig eine Neuerung, die man dem wortgewandten Präsidenten zunächst nicht wirklich abnehmen wollte. Zum ersten Mal sollen die Zugabe-Rufe des Publikums aus Zeitgründen nicht erhört werden, die Folge lag für Breunig auf der Hand: „ Wer den Tanz beim ersten Mal nicht kapiert hat, hat Pech gehabt.“

Den Auftakt der Sitzung übernahm anschließend die Purzelgarde, die verkleidet als Piraten einen flotten Tanz auf die Bühne des Großeibstädter Gemeindehauses legten. Insgesamt 21 Akteure waren bei diesem Tanz involviert, der von den Trainerinnen Birgit Knobling Susanne Bauer, Renate Lurz und Silvia Hoffmann einstudiert worden war und tatsächlich bewahrheitete sich die „Androhung“ Breunigs und die Kinder wurden ohne die Gelegenheit einer Zugabe von der Bühne verabschiedet.

Ein alter Bekannter

Dann folgte Otto Knobling als „alter Bekannter“ und fester Bestandteil der Großeibstädter Prunksitzung mit seiner Tochter Sonja Knobling in der Bütt. „Da kommt ein Handwerker, bei dem immer was läuft.“ Mit im Gepäck hatte Knobling als Klempner nette Witze, mit denen er das Publikum auch langsam in Fahrt brachte.

Es folgte mit dem Tanz der Großen Garde der Gro-Ka-Ge ein echter Höhepunkt. Mit neuen Kostümen ausstaffiert, marschierten die jungen Damen stolz auf die Bühne und demonstrierten, was sie gemeinsam mit Trainerin Stefanie Schulz gelernt hatten. Im Anschluss bedankte sich die Gruppe bei ihrer Trainerin und beim Publikum, das bei der letzten Sitzung für die neuen Kostüme spendete. Insbesondere der Familie Reinhard Welser wurde für das Kostüm-Sponsoring gedankt.

Nach dem Tanz zündete Breunig die erste Rakete des Abends und das Publikum in Großeibstadt zeigte, das es über die Jahre hinweg viel vom Sitzungspräsident, der natürlich eigentlich keine Rakete braucht, weil er selbst eine Kanone ist, gelernt hat.

Es folgte der Showtanz der Mittleren Garde aus Großeibstadt, der unter dem Motto „Engel und Teufel“ stattfand. Federführend bei der Einstudierung des Tanzes war wie bei der Großen Garde Stefanie Schulz.

Im Wein liegt die Wahrheit

Dann hieß es „Bühne frei für den Weinkenner“. Humorist Rainer Breunig, besser bekannt als „Sir“, schlüpfte in diese Rolle. Er berichtete von einem Essen mit seiner Ehefrau, bei dem auch ihr Chef eingeladen war. Anstatt Bier sollte es Wein geben. Der Weinkenner stellte sich bei der Wein-Auswahl als absolut unwissend heraus. Um eine weitere Blamage zu verhindern, schickt die Frau ihren Gatten auf ein Weinseminar, bei dem der Akteur ebenfalls negativ auffiel. Anstatt die Weinproben im Weinkeller zu genießen und den guten Tropfen wieder auszuspucken, verschwand jede Probe in seinem Magen, schließlich, so begründete er sein Verhalten, habe er dafür auch gezahlt.

Volles Programm

Während des Abends folgten zahlreiche weitere Einakter, sowie Auftritte der Großen Garde der Abschter Fosenöchter, der Prinzengarde Saal und ein weiterer Auftritt der Großen Garde der Gro-Ka-Ge. Den Schlussakkord der stimmungsgeladenen Prunksitzung bildete das traditionelle Männerballett.

 
Von unserem Mitarbeiter Maximilian Stuhl
    
    

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