Feste feiern mit den Rittern von der Eiersburg
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(dnm) Gäste aus aller Herren Länder kamen auf Einladung der „Ritter von der Eiersburg“ zum Dorfgemeinschaftsabend in die Turnhalle und feierten eine rauschende Faschingsparty. Grobschlächtig grüßten die Ritter beim Einmarsch ihre närrischen Untertanen, in deren Reihen viele holde Jungfrauen, Prinz Eisenherz und galante Edelmänner gesichtet wurden. Auf der Bühne angekommen, stellte Präsident Uto seine „Söldner, den letzte Rest einer desaströsen Mannschaft“ vor und meinte: „Egal was hier heroben steht, die Hauptsach' ist, die Zeit vergeht.“
Das Narrenvolk nahm die Ankündigung gelassen hin. Mit stehenden Ovationen begrüßte es das Prinzenpaar vom Eiersberg, Simone I. aus dem Geschlecht derer von Handkäs und Prinz Jürgen II. von der Gänsewiese. Anschließend zeigten anmutig die Gardemädchen ihr Können – welch ein Unterschied zu den „derben Auswüchsen“ der räuberischen Ritter von der Eiersburg. Und dann musste Bürgermeister Matthias Liebst „quasi darum betteln“, endlich den Rathausschlüssel übergeben zu dürfen. Abbitte leistete Präsident Uto Ziegler, indem er den „entthronten Gemeindeobersten“ zum Ritter schlagen ließ.
Ihr Eheleben breiteten Kornelia Guck und Johannes Bender vor dem Publikum aus, bevor es akrobatisch weiterging: Die Artistikflips aus Bastheim zeigten eine tolle Show. Die Juniorengarde trat als Engelchen und Teufelchen auf, und dann tanzten die furchteinflößenden Nordmänner aus Oberstreu mit ihrem blond-gelockten Wickie in den Saal und ließen den Hallenboden vibrieren. Wie die Exerzitien der Eiersbergmönche aussehen, zeigten zur Freude aller die Traumtänzer. Das Prinzenpaar und der ritterliche Anhang auf der Bühne traten bei den flotten Auftritten fast vollständig in den Hintergrund.
Die Jungs von der „Hühnerbude“ brachten sie wieder in Erinnerung, allerdings anders, als es sich die Elferräte und ihr Präsident dachten. Das Jungvolk war es nämlich überdrüssig, einen „ungehobelten“ Narrenrat zu haben. Der selbst ernannte Präsident der „MiKaDo“ (Mittelstreuer Karneval-Doofies), Christian Franke, begab sich auf die Suche nach neuen Kandidaten, fand jede Menge Aspiranten, die eine harte Ausbildung im „geheimen Lager für Elferräte“ durchliefen, und brachte Zucht und Ordnung in das Helau-Rufen und Marschieren. Die MiKaDo-Elfer stellten schließlich noch ihr eigenes Prinzenpaar vor: „Fabi, der Letzte“ (Fabian Liebst) und „Uline, die Erste“ (Thomas Mültner). Der Clou war jedoch die Garde Rot-Weiß der MiKaDo – die jungen Männer hatten sich als Mädels verkleidet und tanzten sich in die Herzen der Zuschauer.
Im Tross der MiKaDo befanden sich auch zwei Blondinen, Berta und Gretel (Ramona Nöth, Steffi Wilterius), die „so gerne Mittelströer sein“ wollten. Bei vielen Vereinen hatten sie angeklopft, unter anderen auch beim Taubenverein „Heimattreue 03306“. Bei Hubert (Sven Ziegler), Konrad (Stefan Link) und Günther (Uto Ziegler) waren sie abgeblitzt, schließlich schafften sie es aber doch.
Am Ende zeigte die Große Garde noch eine mitreißende Hommage an die Neue Deutsche Welle und Nena.









