publiziert: 07.03.2011 15:45 Uhr
aktualisiert: 07.03.2011 16:52 Uhr
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Steedemer sin gscheite Leut

Bei den Büttenabenden der Feuerwehr-Narren blieb kein Auge trocken
  • Steede Helau: Bei den Büttenabenden im Rhöndorf gab es viel zu lachen. Die Büttenreden, Showbeiträge und Gardetänze sorgten für viel Frohsinn im Publikum.
    Hälker
  • Steede Helau: Bei den Büttenabenden im Rhöndorf gab es viel zu lachen. Die Büttenreden, Showbeiträge und Gardetänze sorgten für viel Frohsinn im Publikum.
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  • Steede Helau: Bei den Büttenabenden im Rhöndorf gab es viel zu lachen. Die Büttenreden, Showbeiträge und Gardetänze sorgten für viel Frohsinn im Publikum.
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Wenn gehobene französische Küche auf Hausmannskost und Tüten-Suppen trifft, ist Chaos in der WG vorprogrammiert. Wenn dann unter den zwei Köchen noch geklärt wird, wofür Muskat außerhalb der Küche noch zu gebrauchen ist, dann ist die Faschingswelt in der Rhön wieder in Ordnung. Die Steedemer Feuerwehr-Narren (SFN) sorgten jedenfalls mit ihren drei Büttenabenden für reichlich Frohsinn bei den Narren von nah und fern.

    
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Steede Helau 2011
Stetten
06.03.2011
    

Urgesteine des Steedemer Faschings sind die Rhöntaler Hosenjäger. Die vier Frauen wussten, warum es „Sondheimer“ und „gscheide Leut“ gibt und warum in Stetten alles etwas anders ist. Von ihren musikalischen Ergüssen blieb keiner verschont, aber auch kein Auge trocken.

Was an der Bushaltestelle alles passiert und was man dort erfährt und sieht, ist erstaunlich. Besonders, wenn man auf dem Bus zur Kaffeefahrt wartet. Der Ehemann, die Spaßbremse, muss zu Hause bleiben – überhaupt hatte Helga Weyrich nichts Gutes über ihn zu berichten. Und auch andere Ortsbewohner zog sie durch den Kakao – zum Beispiel zwei Sondheimer Angler, die auf der neuen Brücke zwischen Sondheim und Stetten angeln, obwohl gar kein Fluss unten durchfließt.

Ganz ohne Untertitel trug Horst Wahl als gebürtiger Hesse und „neigschmeckter Steedemer“ seine Bütt vor. Als Hausputzgeschädigter wollte er nicht verstehen, warum jeden Samstag aufs Neue Wienern ansteht. Wie beim Militär geht es da zu, alles hat sein Ritual und seine Regeln. „Das Beste ist, man zieht aus und kommt erst wieder, wenn der Hausputz vorbei ist, oder man bleibt mit Hund und Katze in der Garage wohnen.“

Ein Mann allein in einer Frauenrunde, die dazu noch als Kummerkasten für manch körperliches oder psychisches Leiden herhalten muss – diese Konstellation ist zum Scheitern verurteilt, das merkten die erheiterten Zuschauer ganz schnell.

Wenn einer eine Reise macht, hat er viel zu erzählen – vor allem, wenn die Reise von Stetten direkt nach Nordamerika geht. Schon beim Hinflug gab es Probleme mit dem Flugzeug und dem Steedemer Sitznachbarn. Überhaupt waren das Essen, die Hunde, die Berge und die Täler auch nicht anders wie daheim in der Rhön, nur ein bisschen größer. Bitter enttäuscht war die Urlauberin von den Cowboys, die daheim viel schöner sind. Fazit der Reise: „Amerika muss man nicht sehn, am schönsten ist es in der Rhön.“

Quer durch alle Kontinente zogen sich die Tänze der Garden – sie reichten vom traditionellen Gardetanz aus dem Frankenland über die Münchner Wiesn bis hin zu Showtänzen mit afrikanischen und orientalischen Facetten. Die kleinsten Tänzerinnen bekamen den größten Applaus. Die elfjährige Janine Sillmann konnte als Funkenmariechen überzeugen und bekam für ihre akrobatischen Einlagen viel Beifall.

Für Prinzessin Angie I. und Prinz Kai I. (Angie und Kai Kummer) hätte sich die Session ausgezahlt, hätten sie an den drei Büttenabenden Kilometergeld bekommen – sie begleiteten jeden einzelnen Akteur persönlich auf und von der Bühne. Dass diese nicht wenige waren, zeigte das große Programm, das die Steedemer zusammengestellt und für alle Zuschauer zu drei Faschingsabenden mit Spaßgarantie umgesetzt haben.

ONLINE-TIPP

Mehr Bilder und Narretei unter www.mainpost.de/fasching

Von unserem Mitarbeiter Thomas Hälker
    
    

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