aktualisiert: 08.01.2010 11:52 Uhr
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WILLMARS
Piraten hängen die Stange für Limbo-Tänzer mächtig tief
Beim Faschingsabend des TSV Willmars führt die närrische Reise von Waikiki bis ins Dschungelcamp
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Tänzerisches Talent bewiesen vier Männer aus dem Publikum beim Limbo-Tanz auf der Willmarser Narrenbühne, wenngleich der ästhetische Aspekt etwas auf der Strecke blieb. Die Lachmuskeln wurden dann stark strapaziert, als sich die Männer unter einer etwa einen Meter über dem Boden angebrachten Stange hindurchzwängen wollten.
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Das Südseefeeling in der Willmarser Schulturnhalle wurde zu sommerlichen Partyklängen vom Showtanz der Minis gestärkt. Die Jüngsten zeigten ihre tänzerischen Fähigkeiten und sorgten so für die ersten „Zugabe“-Rufe am noch jungen Abend.FOTOS (2) Ralph Rautenberg
(rar) Überall stehen derzeit die Zeichen auf Narretei und Fröhlichkeit. In Willmars sorgte der TSV mit einer Prunksitzung für Frohsinn in der Schulhalle. Gardetänze, eine gelungene Mischung aus Show- und Komikeinlagen sowie zahlreiche Anspielungen und Witze zu lokalen Begebenheiten heizten den Gästen im vollbesetzten Saal ein, so dass weit nach Mitternacht noch ausgelassene Stimmung herrschte.
Unter der Regie von Sitzungspräsident Rüdiger Hander hatte das Prinzenpaar Michael I. und Kerstin I. samt Eskorte passend zum Motto „Piraten der Willmarser Südsee“ seinen Platz eingenommen. Zu einem waschechten Piraten gehört neben Augenklappe, Holzbein und Hakenhand auch ein Papagei auf der Schulter, doch diese sind mitunter recht problematisch. So hatte der Papagei des Sitzungspräsidenten schon vor Beginn der Veranstaltung mit dem Gleichgewicht zu kämpfen. Und die geplagte Wanda (Silke Hartmann) klagte dem Pfarrer (Cornelia Hergenhahn) ihr Leid, denn ihre neu erstandenen Papageien mit den verfänglichen Namen Moulin und Rouge (Beatrix Böhnke und Ivonne Nöthling) schienen zuvor in zweifelhaften Etablissements zu Hause gewesen zu sein. Dementsprechend fielen nun ihre Kommentare aus. Der Pfarrer schlug vor, sie von den Papageien Moses und Abraham (Uwe Leiber, Udo Kessemeier) im Pfarrhaus bekehren zu lassen, was gründlich schief ging: Anstatt ihre Frömmigkeit auf die Weibchen zu übertragen, verfielen sie den ruchlosen Damen.
Schließlich konnte Rüdiger Hander mit einem „echten Weltstar“ aufwarten. Niemand geringeres als Tina Turner (Udo Kessemeier) hatte sich in die fränkische Rhön verirrt und beglückte das Willmarser Publikum mit ihrem Welthit „Simply the best“.
Ein weiterer Höhepunkt des Abends war der „Auslandseinsatz“ der Los Krawallos aus Mellrichstadt, die mit ihren schmissigen und mitreißenden Melodien wie „Viva Colonia“, dem „Kreuzberglied“ oder dem „Anton aus Tirol“ dem Publikum tüchtig einheizten.
Das Willmarser Alltagsleben wurde in zwei Beiträgen behandelt. Zunächst wurde nahezu jede erwähnenswerte Anekdote des vergangenen Jahres von Andrea Krech, Claudia Barthelmes, Anja Pieczonka und Reimund Voss im „Willmarser Dorfklatsch“ durchgehechelt, wobei auch diverse Irrwege eines Willmarser Mitbürgers in einer fränkischen Großstadt nicht verschwiegen blieben.
Nach der Pause wurde dann ins Dschungelcamp eingeladen, wo die Kandidaten vor Dirk Bach (Beatrix Böhnke) und Sonja Zietlow (Udo Kessemeier) Dschungelprüfungen ablegen mussten. Vier Willmarser Prominente – Zigarren-Horst (Cornelia Hergenhahn), Pommfriteusen-Ursula (Andrea Krech), Aga Uga (urkomisch, der TSV-Vorsitzende Marco Baumbach) sowie Gleitzeit-Julian (Sandra Storath) – bevölkerten das spartanische Lager. Nach und nach musste jeder seine Dschungelprüfung ablegen, wobei die Zuschauer entschieden, wer sich am meisten überwinden musste. Am Ende wurde Aga Uga mit überwältigender Mehrheit zum Dschungelkönig gewählt.
Die Gardemädchen zeigten im ersten Teil einen klassischen Gardetanz und begeisterten im Showtanz als Piratenbräute. Einen hervorragenden Abschluss setzten die Auftritte von Thomas Pieczonka und Frank Kürschner als Pantomimen sowie das anschließende Männerballett. Während die beiden Stummkünstler mit ihren Tricks beeindrucken konnten, setzte das Männerballett mit seinem Auftritt als Waikiki-Girls in Baströckchen mit Blumenkranz einen bejubelten Schlusspunkt. Zahlreiche weitere Einlagen, wie „der dicke Mann“, der „Alltag einer Ehe“ oder die „Schwierige Geburt“ schmückten das Programm und bescherten einen Abend voller Freude und Heiterkeit, an dessen Ende sich alle Beteiligten sehr zufrieden zeigten.
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