publiziert: 23.02.2009 14:46 Uhr
aktualisiert: 08.01.2010 10:52 Uhr
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Im Faschingsrausch in der Zabelsteinhalle

450 Zuschauer ließen sich die Elferratssitzungen in Traustadt nicht entgehen

Sprühender Humor, feurige Tänze sowie Sketche mit überraschenden und urkomischen Gags und Witzen waren die Trümpfe der Elferratssitzungen in der Zabelsteinhalle. Und immer wieder stand die Dorf- beziehungsweise die Gemeindegeschichte im Mittelpunkt. Alles zusammengemixt in einem ausgewogenen und sprühenden fünfstündigem Non-Stopp-Spektakel, das die Lachmuskeln nicht zur Ruhe kommen ließ.

  • Auch die Kleinen von der Purzelgarde wussten beim Fasching in Traustadt groß zu begeistern.
    FOTO Wolfgang Lindenthal
  • Die Ranzengarde war einmal mehr Stimmungsgarant beim Traustädter Fasching.
    FOTO Wolfgang Lindenthal
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Den Anfang machte die Purzelgarde mit kindlichem Charme und einer frischen und unbekümmerten Darbietung „Arabella Wirbelwind“ in Garde-Kostümen zur Freude aller Erwachsenen und Kinder.

    
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Elferratssitzung
Traustadt
20.02.2009
    

Jonathan Zehner zeige in der Kinderbütt den Zuschauern als Hotelboy Johnny mit seinen flotten Witzen und Späßen, auch über Traustädter Mitbürger, wo es lang geht.

Die „Wilden Hühner“, wild und etwas verrückt, so wie es ihr Name verrät, stürmten dann die Bühne. Sie verkörperten mit ihren Tänzen und Bewegungen „Hexentanz“mit Unbekümmertheit, Lebensfreude und Spaß. Den Riesenapplaus am Schluss haben sie sich redlich verdient.

Dirk Niebel und Klaus Strumpf, seit Jahren ein Spaßvogel-Paar allererster Güte, bewiesen auch heuer wieder ihre komische Begabung im Sketch „Nibbis Massage-Salon“. Zwischen Masseur und dem Patienten auf der Liege ergab sich ein lustiges Gespräch, gespickt mit Witzen und Sprüchen, weshalb sich zum Beispiel die Mutter nach Einnahme von Hormonpillen täglich rasieren musste.

Die „Crazy Girls“ aus Donnersdorf bewiesen erneut, wie bei den Büttensitzungen in Donnersdorf, mit ihren zwei Darbietungen, dass sie Rhythmus und Feuer im Blut haben. Die jungen Damen sorgten mit ihren exakten und ausdrucksvollen Show-Tänzen für Beifallsstürme im Saal.

Schmalspur-Ganoven

Die altbewährten Bühnenoriginale, die Schmalspur-Ganoven, zeigten sich diesmal sehr friedlich und bürgerlich als die „Drei Tenöre“. Buchstäblich umwerfend ihr Auftritt auf verdeckten Skibindungen.

Alle Hoffnungen der Traustädter Gardeliebhaber und der Showtanz-Fans lagen diesmal allein auf der GG-Gülle Gang. Sie wurden nicht enttäuscht. Sehr sicher und schwungvoll präsentierten sich die sechs selbstbewussten Tänzerinnen, deren Auftritt die Zuschauer mit stürmischem Beifall belohnten. Großartig waren auch die Kostüme der Damen.

Die Urgesteine des Traustädter Faschings, Karl Antoni und Frank Wilhelm, die zunächst als legendäre Schützen-Ehrengäste die Bühne zierten und stets ihre unangebrachten Kommentare abgaben, spielten in einem Vier-Personen-Sketch je zwei Rollen, dies aber nur aufgrund der gegenwärtigen Wirtschaftskrise. Dabei ging es um die Vorbereitungen auf die 860-Jahrfeier von Traustadt.

Köstlich und komisch

Die Wortwechsel und die Argumente von Hofnarr, Pater Born, Burgherr vom Zabelstein einem original Traustädter waren köstlich und komisch. Es wechselten ständig Gegenwart und Vergangenheit, und die Zuschauer mussten höllisch aufpassen, die Pointen und Wortspiele mitzubekommen. Ein echtes Kaleidoskop spritzigen Humors.

Schon Jahre im Programm ist die legendäre Ranzengarde, diesmal zunächst züchtig als Flöten spielende Kapuziner-Mönche. Im zweiten Teil konnte man schon mehr „Fleisch“ entdecken, nämlich in Form von Bauch.

Mit kräftigen Paukenschlägen des Frohsinns wurden die Traustädter Narren und Närrinnen in einem fantastischen Finale beschenkt. Thema: „Traustadt sucht den Superstar“. Dieser Programmpunkt gehörte zu den Höhepunkten des Abends. Bürgermeister und Gemeinderat dienten bei der Lachorgie immer wieder als Zielscheibe des Spotts.

Tobias Hofmann spielte die Rolle des „Dieter von Polen“ so überzeugend, dass man glauben konnte, Bohlens Zwillingsbruder säße am Jury-Tisch. Die Kandidaten verließen verschüchtert und Mitleid erregend die Bühne und die Zuschauer kamen aus dem Lachen nicht mehr heraus. Ein italienischer Opernsänger (Karl Antoni) machte schließlich das Rennen.

Sitzungspräsident Karlheinz Weinbeer führte schlagfertig und sicher durchs Programm. Er freute sich, dass heuer erstmals eine Elferrätin (Claudia Ach) mitwirkte und dankte am Schluss ebenso wie Schützenmeister Christian Ach den 450 Zuschauern der beiden Sitzungen für ihr Kommen sowie seiner Frau Hannelore, den 100 Akteuren, 70 weiteren Helfern im Hintergrund und der DJK.

Die Mitwirkenden beim Fasching in Traustadt:

Elferräte: Christian Ach, Harald Ach, Claudia Ach, Raimund Antoni, Günter Dünninger, Gerhard Eck, Rudi Finger, Lothar Götz, Andreas Hauck, Peter Kram, Dieter Seipelt, Herbert Schmitt, Karl-Johann Wehner, Karl-Heinz Weinbeer, Andreas Wolf.

Purzelgarde: Sarah-Michelle Schafferhans, Theresa Ebert, Kristin Fröhlich, Paul Mock, Constanze Ach, Larissa Glück, Lena Jäger, Kristin Vöge, Henrik Kümmet, Laurenz Ach, Lukas Arold, Nele Markfelder, Aline Abel, Sina Seipelt, Malina Garcia, Leonhard Glück; Trainerinnen: Claudia Ach, Natascha Mock.

Hotelboy: Jonathan Zehner. Die wilden Hühner: Julia Fleischmann, Anna Glück, Christina Gernert, Jasmin Markfelder, Tabea Niebel, Anne Rether, Janine Sauer, Kristin Sauer, Annemarie Schmitt, Laura Schmitt, Lena Schmitt, Trainerinnen Katja Niebel, Manuela Schmitt.

Nibbis Massagesalon: Dirk Niebel, Klaus Strumpf.

„Crazy Girls“: Alina Wolf, Kathrin Scheder, Marena Wolf, Ann-Kathrin Hauck, Mona Schmitt, Vanessa Kalmbach, Marina Keller, Melissa Finster, Sarah Horn, Carina Reichert; Trainerinnen: Kathrin Scheder, Alina Wolf.

Sketche: Benedikt Wehner, Tobias Hofmann.

Schmalspurganoven: Manfred Kümmet, Matthias Eck, Christian Braun.

GG-Gülle Gang: Nena Tielesch, Simone Hauck, Theresa Pfaff, Daniela Aeold, Alexandra Trunk, Amelie Wehner.

86o-Jahrfeier: Karl Antoni, Frank Wilhelm.

Ranzengarde: Walter Hofmann, Georg Klein, Lothar Götz, Werner Wilhelm, Dieter Seipelt, Roland Hauck; Trainerinnen: Monika Götz, Monika Wilhelm, Gaby Hofmann.

Finale: Franziska Wehner, Amelie Wehner, Nena Tielesch, Nadine Groschek, Tobias Hofmann, Matthias Eck, Klaus Strumpf, Benedikt Wehner, Frank Wilhelm, Karl Antoni, Christian Braun, Thorsten Wilhelm.

Orgel: Schorsch.

Von unserem Mitarbeiter Wolfgang Lindenthal
    
    

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