publiziert: 07.03.2011 18:10 Uhr
aktualisiert: 07.03.2011 18:13 Uhr
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Powerweiber und glückliche Zellen

Närrische Unterhaltungsshow mit den Rafelder Krautsköpf in der Kulturhalle
  • Bella Italia: Unter diesem Motto präsentierten die Rafelder Krautsköpf eine fünfstündige Bühnenshow – Mafiosi, Rokokokodamen und glückliche Ökos inklusive.
    Foto: Daniela Schneider
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Es ist schon erstaunlich, was die Rafelder Krautsköpf (RKK) seit 23 Jahren immer wieder auf die Bühne zaubern: Bühnenbild und Hallendeko vom Team um Marlene Schmich-Kimpl, die choreografischen Highlights der Tanzgruppen, witzige Büttreden und Sketche, die unter der Leitung von Sitzungspräsident Elmar Lutz zum Motto „Wie in Bella Italia“ zu einer fünfstündigen närrischen Unterhaltungsshow mit fast professionellem Charakter verschmolzen.

Das Feld der Aktiven bei den Krautsköpf ist riesig: Die Kleinsten der Purzelgarde, diesmal als putzige Pinguine, sind noch im Kindergartenalter, die älteste Aktive ist Maria Hartmann mit 86 Jahren. Vielfältig waren die Tanzdarbietungen: Die Nachwuchsgarde präsentierte einen schwungvollen Gardetanz, die Stammgarde darüber hinaus in tollen Barockkostümen noch einen Showtanz und das Tanzpaar Linda Gräf und Tanja Künzel feierte ihr zehntes Jahr auf der Bühne mit einem tollen Auftritt.

Verlässliche Garanten für Stimmung sind die vielen Jugendlichen von „Just for Fun“, die mit ihrer Songauswahl diesmal „ab in den Süden“ tanzten. Nach einem Jahr Pause begeisterte die Showtanzformation Pur Fantasy, die ihre ausgefeilte Choreografie auf die verschiedenen Mottos vergangener RKK-Sessionen aufgebaut hatte. Neu im Programm waren die Powerweiber, die in wilder Kostümierung und Tanzeinlagen gefährlich an die Jakob-Sisters erinnerten.

Nicht von schlechten Eltern war wieder der Auftritt des Männerballetts, die diesmal erst die Fäuste und dann die Oberteile fliegen ließen – die Hosen aber zum Glück anbehielten. In der Bütt tummelten sich diesmal auffällig viele weibliche Narren. Außer Youngster Lukas Weidinger, der von seinem Urlaubsdrama im Abfallprodukt „Österreich“ berichtete und „Öki Jost“ alias Christian Keller, der in Stricksocken und verfilzter Langhaarmähne mit seinem nasal gesungenen „glücklichen Zellentanz“ die voll besetzte Kulturhalle zum Toben brachte, waren die Aktiven weiblich: Maria Hartmann hing in der Bütt nostalgischen Gedanken nach, Bürgermeisterin Sabine Lutz versuchte als Feuerwehrfrau ihr weibliches Image aufzupolieren und das Dorfgeschehen wurde von Hilde Riegler und Uli Then, die in Maske und Bademantel weniger „Wellness“ als Fiesheiten verteilten, herrlich aufs Korn genommen.

Monika Reinhart schließlich holte zum Rundumschlag gegen das männliche Geschlecht aus, die ihr als „Jammerlappen und Warmduscher“ den Rest geben. Nachdem es im vergangenen Jahr als Elferrätin nicht klappte, war Angelika Frei diesmal als Tanzmariechen mit dem Trampeltierschritt wieder da und holte mit Unterstützung einiger tanzwütiger Damen Sitzungspräsident Elmar Lutz von seinem närrischen Thron.

Von unserer Mitarbeiterin Daniela Schneider
    
    

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