publiziert: 07.03.2011 16:25 Uhr
aktualisiert: 07.03.2011 16:27 Uhr
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Schallfeld präsentiert sich kunterbunt

Etwa 1600 Zuschauer säumten die Straßenränder beim Faschingszug
  • Gedränge an den Straßenrändern in Schallfeld: Rund 1600 Zuschauer standen dicht gedrängt in der Schallfelder Ortsmitte, im Bild in der Gerolzhöfer Straße, um die aufwändig hergestellten Faschingswagen sowie die Musikkapellen und Fußgruppen zu bestaunen. Im Bild ein Wagen mit den Themen Erdölförderung, reiche Scheichs, hohe Benzinpreisen und neuer Kraftstoff E 10.
    Foto: Lothar Riedel
  • „Jetzt geht's los“: Von einem 61 Jahre alten Lanz-Bulldog gezogen der Wagen mit dem Prinzenpaar Luise Dorsch und Michael Neubert sowie dem Kinderprinzenpaar Jana Hawelka und Pius Dorsch.
    Foto: Lothar Riedel
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Den Faschingsumzug ließen sich etwa 1600 froh gestimmte Zuschauer und Faschingsfans aus nah und fern nicht entgehen. Sie standen teilweise in fünf Reihen, jubelten den Schallfelder Umzugs-Narren lautstark zu und amüsierten sich über die aufwändige Gestaltung der Wagen und die dort angebrachten Sprüche. 15 Wagen und Fußgruppen waren auf den Ortsstraßen unterwegs und sorgten für gute Stimmung.

Bei den Themenwagen standen unter anderem aktuelle Probleme im Mittelpunkt wie zum Beispiel die Benzinpreise, der neue Treibstoff E 10 und der Dioxinskandal. Auch in diesem Jahr war für die rund 385 Schallfelder Bürger der Faschingsumzug wieder eine tolle Leistung, mit der sie ihren ausgeprägten Gemeinschaftsgeist erneut unter Beweis stellten. Zugleiter und Organisator Gerhard Dorsch-Werb investierte viel Zeit, um einen rundum gelungenen Gaudiwurm auf die Straße zu bringen.

Zeigte sich das Wetter anfangs noch trübe, setzte sich allmählich der blaue Himmel mit Sonnenschein durch, was die Stimmung zusätzlich förderte. Die bunt geschmückten Wagen wurden von Schleppern durch den Ort gezogen, alles unter dem Motto „Schallfeld kunterbunt“. Insgesamt waren 170 Akteure am traditionellen Umzug beteiligt. Vor dem Vereinsheim endete der Zug, und im Schallfelder Sportheim lief die Party bis tief in die Nacht.

Angeführt wurde der Zug von einem knatternden Lanz-Bulldog, Baujahr 1950, mit dem Hinweis „Jetzt geht's los - 2011“. Der Traktor zog den aufwändig gestalteten Wagen mit dem Faschingsprinzenpaar Luise Dorsch und Michael Neubert, das vom Weiß, Rot und und Gold geschmückten Wagen dem närrischen Volk huldvoll zuwinkte. Mit dabei war das Kinderprinzenpaar Jana Hawelka und Pius Dorsch.

Flotte Musik

Auch die Gerolzhöfer Musikkapelle unter der Leitung von Valentin Endres sorgte wieder für gute Stimmung. Die bunt gekleideten Bläser erhielten für ihren flotten und fetzigen Sound immer wieder Applaus.

Das königliche Hochzeitspaar Kate und William begleiteten 34 Majorettes-Mädchen als elegante Prinzessinnen und deren Mütter als Leibwächter. Opa Robert Sahlmüller zog mit seinem „Automobilpferd“ eine Cowboykutsche, in der sich seine acht Enkelkinder befanden. Nicht nur sie, sondern auch die mitlaufenden Cowboymütter hatten großen Spaß und schenkten großzügig Schnaps an Durstige aus. Der Wagen der Familie Bender stellte eine Rakete und das Weltall dar. Unter dem Motto „USA - Unsere Schallfelder Astronauten“ werden diese ins Weltall fliegen. Die Bender-Kids hatten das Thema Asterix und Obelix gewählt. In bunten und dem Thema angepassten Kostümen kämpften sie gegen die Römer. Der Wagen war mit amüsanten Sprüchen dekoriert, und aus dem Hauskamin qualmte es kräftig.

Immer mit originellen Ideen sind die Gymnastikfrauen dabei. Die als Schlotfeger verkleideten Damen reinigten die Kaminzüge mit promillehaltigem Reinigungsmittel. Auch Bürgermeister Wolfgang Anger war wieder originell, fast unerkennbar, verkleidet, unter den Zuschauern.

Für den richtigen Schritt und Takt beim Umzug sorgten die Mitglieder der Musikkapelle Lülsfeld, als Musketiere verkleidet, mit Unterstützung von Schallfelder Bläsern, unter der Leitung von Bernhard Scheder.

Als Kontaktkleber zog die „Pritschengruppe“ durchs Dorf, eine Gruppe junger Mütter in gelb-schwarzen Kostümen. Auch deren Kinder waren wieder mit dabei, diesmal als Hexen.

Scheichs und Öl waren das Thema der „Best Friends“. Die Feuerwehrjugend fuhr auf einem Angelboot durch den Ort und fischte vergebens nach fetter Beute. Ihr Lagerfeuer sorgte jedenfalls für angenehme Wärme. Das fast vergessene Thema Dioxin blieb bei den „Top-Ten“, einer Gruppe von sieben Männern im Alter von 34 bis 38 Jahren, noch aktuell. Ein Wagen mit einem etwa vier Meter hohen Futtersilo brachte das Thema wieder ins Bewusstsein.

Den Abschluss des Umzugs bildete ein Oldtimer-Bulldog mit dem Hinweis: „Wir haben fertig. Auf Wiedersehen 2012“. Für laute und abwechslungsreiche Stimmungsmusik auf der Straße sorgten die Discjockeys Wolfgang Knorr und Simon Neubert. Gerhard Dorsch-Werb und Sabine Neubert stellten die Wägen und Fußgruppen in der Ortsmitte vor. Nach dem Umzug war noch längst nicht alles vorbei. Zahlreiche Zuschauer strömten zum Apres-Narrentreffen ins FC-Vereinsheim und feierten auch vor dem Sportheim.

ONLINE-TIPP

Viele weitere Bilder unter www.mainpost.de/fasching

Von unserem Mitarbeiter Lothar Riedel
    
    

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