aktualisiert: 06.03.2011 18:24 Uhr
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MICHELAU
Von Schneewittchen bis zu Erwin Pelzig
Über 100 Akteure sorgten für ein unterhaltsames Programm
Am Ende schwitzten sie gewaltig, die als griechische Götter verkleideten Akteure des Männerballetts. Sie führten ihren schwungvollen Sirtaki mit der gewünschten Zugabe gleich zweimal auf. Der Applaus dankte es ihnen, genau wie Martin Pfrang und Gerhard Dorsch-Werb, die gekonnt durch den Abend führten.
Von ihren Problemen als Ärztin erzählte Katarina Karbacher beim Eigenheimer-Fasching in der Sporthalle aus der Bütt. Von der Planung einer Brust-OP wusste sie zu berichten: „Wir nehmen den Bauch von ihrem Mann und machen ihn bei Ihnen dran“. Namen nennen darf sie nicht, denn „sie steht unter ärztlicher Schweigepflicht“. Doch einige örtlich bekannte Bürger und auch Pfarrvikar Thomas wurden humorvoll auf die Schippe genommen.
Vor diesem Auftritt sorgte die Minis-Purzelgarde aus Frankenwinheim für den ersten Hingucker. In Tier-Kostüme gehüllt, eroberten sie die Bühne in Michelau. Nach dem Auftritt der Ärztin erklomm eine weitere Garde die Bretter: Die Mädels aus Donnersdorf tanzten gekonnt und mit großer Fröhlichkeit zu den Klängen von „The Final Countdown“.
„Dreggsag-Double dabei“
Und dann nahte der Auftritt von einem „Dreggsag“. Zwar nicht das Original, aber ein Original aus Michelau: Alois Pfrang. Er berichtete von einem Tupper-Abend für Männer, der zu einem Dübelabend umfunktioniert wurde. „Eine Profi-Hilti wurde nach acht Bieren im Bad getestet.“ Das Ergebnis mag man sich ausmalen.
Sie sind das ganze Jahr am Trainieren, den Erfolg sah man beim „Modern-Dance“ Auftritt der „Quings of Dance-Shaggy feed Akon“. 13 Mädchen und ein Junge sorgten für einen modernen Tanz. Nach der Pause sorgte Alfons Zinner mit geselliger Musik und einigen Witzen für Freude beim Publikum.
Zu welchen Missverständnissen das Wörtchen „Wir“ im Krankenhaus führen kann, zeigte ein Sketch. „Nun, morgen werden wir operiert“, verkündete Oberschwester Hildegard. „Was, wir werden operiert ?“, so der verdutzte Patient.
Theater zum Mitmachen
Zu wahren Lachsalven animierte das „kleine Theater“, denn einige Besucher durften mitspielen. „Der Vorhang geht auf“, so Alexandra Kaiser. Zwei Personen aus dem Publikum gingen daraufhin von links nach rechts (Vorhang auf) und umgekehrt (Vorhang zu). Lustig auch: „Die alte Eiche knarzt im Wald“. Ein dorfbekannter Musiker „knarzte“ daraufhin köstlich. „Es war einmal eine schöne Königin“, so begann das moderne Märchen. Was da dann als schöne Königin auf die Bühne kam, man kann es sich ausmalen. „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im Land?“ Die Antwort ist bekannt, die Königin aber damit nicht einverstanden. Den durch die Königin gerufenen Jäger konnte Schneewittchen mit ganz gewissen Methoden überzeugen, sie laufen zu lassen. Im Haus der Zwerge stärkte sie sich dann an „Michelauer Schörli“ und weiteren Leckereien. Nach dem Biss in den von der fiesen Königin gereichten Apfel fiel Schneewittchen um und wurde erst durch den „König von Mallorca“, der ihr ein „Haus aus Schweinskopfsülze baut“ wieder auferweckt.
Erwin-Pelzig-Double mit dabei
Und noch ein Double eines bekannten Künstlers, nämlich Erwin Pelzig, hatten die Michelauer zu ihrem 34. Faschingsabend eingeladen. „Warum nennen Eltern ihre Kinder wie eine Slipeinlage?“, fragte Benedikt Berchtold aus Gernach die Gäste. „Der Mensch wird durchschnittlich 30 Jahre älter“, erkannte Berchtold. Die Jahre braucht er aber auch: zehn steht er im Stau, zehn Jahre vergleicht er Preise und zehn weitere wartet er im Telekom-Laden, so die Erklärung.
„Kost an Johanni der Liter Milch bloß nu 20 Cent, drihullio, drihullio, der Hermann bald im Dreieck rennt.“ Mit gesungenen Sprüchen wie diesen verschaffte sich die Musikkapelle „Blech und Krach“ Gehör. Am Ende hieß es dann noch einmal aus voller Kehle: „Mic-Helau“
ONLINE-TIPP
Weitere Bilder im Internet unter www.mainpost.de/fasching
Die Akteure
Minis Purzelgarde Frankenwinheim: Amelie Bauer, Klara Blaurock, Linda Ditzel, Johanna Engel, Marie Markert, Cora Piepenbrock, Viktoria Piepenbrock, Sarah Zimmermann. Trainerin: Barbara Helbig-Holzinger, Betreuerin: Christine Piepenbrock.
„Eine Ärztin“: Katharina Karbacher.
Garde Donnersdorf: Marena Wolf, Marina Keller, Melissa Finster, Ann-Kathrin Hauck, Sandra Gräb, Mona Schmitt, Alina Wolf. Trainerin: Kathrin Scheder.
„Michl Müller“: Alois Pfrang.
Tanz „Quings of Dance-Shaggy feed Akon“: Nicole Schmitt, Selina Greif, Christina Wüst, Fabienne Müller, Sophia Riener, Emelie Kogler, Larissa Eichner, Eva Hillenbrand, Zoe Rygus, Raphael Holdermann, Victoria Passargus, Eva Barth, Lisa Barth, Anna Meinl. Betreuerinnen: Jutta Müller, Sabine Rygus.
Witze und Musik nach der Pause: Alfons Zinner.
Sketch „Im Krankenhaus“: Elisabeth Weigel und Silke Hartmann.
„Ein kleines Theater“: Idee: Eva-Maria Kaiser und Alexandra Kaiser. Darbietung durch 25 Akteure aus dem Publikum.
„Märchenstunde“: Eva-Maria Schmitt, Katharina Karbacher, Antonia Seiler, Patrick Mack, Rose Greubel, Michael Kundmüller, Johannes Zinser, Franziska Klenkert, Elisabeth Zinser, Oliver Lutz, Anna Bulheller, Luzia Zinser, Simon Hotz (Bauten), Berhard Karbacher (Musikmix).
„Erwin Pelzig“: Benedikt Berchtold (Gernach).
Sketch „Musikkapelle Blech und Krach“: Armin Weigel, Alfred Ott, Gerhard Dorsch-Werb, Dieter Groh, Matthias Vogt, Andreas Hillenbrand, Elena Hillenbrand, Tobias Ehrlich. Betreuerinnen: Renate Ott, Elisabeth Weigel.
Tanz „Ouzo 6“: Michael Wolf, Detlef Jäger, Julian Göbel, Daniel Fischer, Marco Ott, Marcel Ruß, Martin Pfrang. Trainerinnen: Gertrud Sommer, Eva-Maria Kaiser.
Tontechnik: Daniel Ott, Edwin Mantel.
Bühnenbild: Manfred Jäger, Friedbert Kuhn-Kaiser.
Moderation: Martin Pfrang, Gerhard Dorsch-Werb.
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