publiziert: 06.03.2011 18:00 Uhr
aktualisiert: 06.03.2011 18:26 Uhr
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Sabotage gegen die Männerfeindin

Viele Facetten im Alitzheimer Fasching – Gymnastikdamen verabschieden sich
  • Mit Witz und Gesang: Den krönenden Abschluss eines sehr unterhaltsamen Alitzheimer Bunten Abend machten traditionell die Black Brothers. Bei ihnen kamen sämtliche Alitzheimer Ortsgeschehnisse aufs Tablett. Hier im Bild performten die Black Brothers (Stephan Kleinhenz (links), Dieter Römmert (Mitte) und Erich Müller (rechts) ein Lied zusammen mit zwei Sängern aus dem Gesangsverein.
    Fotos: Dominik Dorsch
  • Die nächste Reise kommt bestimmt: Amelie (rechts) und Hanni Dazer (links) standen beim Alitzheimer Bunten Abend erstmals gemeinsam auf der Bühne.
    Foto: Dominik Dorsch
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Bunter Abend DJK 2011
Alitzheim
05.03.2011
    

Ob atemberaubende Tanzeinlagen, lustige Sketche und Büttenreden oder die richtige Musik zum Schunkeln – die 26. Auflage des Bunten Abends der DJK Alitzheim und des Katholischen Frauenbundes hatte alles, was man sich von einem Faschingsabend nur wünschen konnte.

Als Einstieg in das fast sechsstündige Programm kündigte Sitzungspräsident Hugo Hoffmann, der gekonnt mit Witz und Charme durch den Abend führte, gleich die kleinsten Akteure an. Die Kinder der Purzelgarde entführten das Publikum in der vereinseigenen DJK-Halle zu „Tarzan“ in den Dschungel.

Als er die nächste Protagonistin ansagte, meinte Hoffmann, dass Büttenreden eigentlich aus einer Faschingssitzung nicht wegzudenken seien, aber auf die jetzt folgende könne er auf jeden Fall verzichten. In Angelika Wagner stand nämlich eine „Männerfeindin“ vor der Tür. Sogar die Jungs von der Technik weigerten sich, das von ihr gewünschte Lied „Männer sind Schweine“ zum Einzug zu spielen. In ihrer Büttenrede bezeichnete die Männerfeindin das andere Geschlecht dann als „größte Fehlkonstruktion“ und „Halbmenschen“, was ihr zugleich viele Buh-Rufe von den männlichen Gästen einbrachte.

Im Folgenden standen „Die zwei Dratsch-Weiber“ Lena Römmelt und Kevin Wagner (als Frau verkleidet) bereit. Philipp Markert und Christoph Pickel zeigten eine etwas andere Art von Sketch, was aber beim Publikum sehr gut ankam. Die beiden kamen ohne Worte aus, sie hängten lediglich Plakate auf, auf denen ihr „Text“ geschrieben stand.

Zudem überzeugte das vom Frauenbund einstudierte Bein-Ballett das Publikum. Amelie und Hanni Dazer führten einen Sketch im Reisebüro auf. Eine Rentnerin wollte verreisen, doch keines der angebotenen Ziele konnte man ihr Recht machen. Am Ende entschied sie sich, ihre Krankenkasse anzurufen und eine Kur zu beantragen, da gebe es nämlich alles umsonst.

Als nächster Akteur kam Harald Johanni als „Urlauber“ in die Bütt. Er berichtete von seinem Aufenthalt auf „Malaria“ und schilderte so manche Probleme mit der eigenen Ehefrau im Urlaub. Choreografisch einwandfrei präsentierten sich auch die Alitzheimer „Teenies“. Unter dem Titel „Evolution of Dance II“ wirbelten sie auf der Bühne.

Ebenfalls zu überzeugen wusste das Männerballett mit seinem „Hipp Hopp“. Sie zeigten schwierige Hebungen ebenso wie flotte Schritte. Als Zugabe rockten sie die Halle zu dem Lied „Haberfeldtreiber“ von den Troglauer Buam.

Weiterhin trat Faschingsurgestein Erich Müller zusammen mit Marianne Ament als „Ein Besoffener und die freundliche Polizistin auf“.

Das tänzerische Highlight setzte die Kinder- und Jugend-Schautanzgruppe der Kolping-Karnevalsgesellschaft KoKaGe aus Wiesentheid. 40 Mädchen und Jungen zeigten mit „Alice im Wunderland“ eine choreografische Meisterleistung.

Genauso berauschend war der Auftritt der beiden Tanzmariechen Irina Reuß und Marianna Wagner, die durch Spritzigkeit und turnerische Einlagen glänzten.

Die Gymnastikdamen hatten gleich zwei Tänze für die Zuschauer im Gepäck. Zunächst bekam das Publikum einen „Cancan“ zu bestaunen, zu späterer Stunde gaben die Frauen einen tänzerischen Rückblick auf ihre elf Tänze aus den vergangenen elf Jahren. Denn ihr diesjähriger Auftritt sollte auch der letzte gewesen sein und so verabschiedeten sie sich schweren Herzens von der Faschingsbühne mit dem Lied „Time to Say Goodbye“.

Nach ihrem Auftritt überreichte Sitzungspräsident Hugo Hoffmann den Gymnastikdamen Marianne Ament, Hanni Danzer und Carmen Neubauer den Jubiläums-Orden. Die drei sind seit 25 Jahren auf der Alitzheimer Faschingsbühne aktiv.

Den krönenden Abschluss machten einmal mehr die allseits bekannten „Black Brothers“. Stephan Kleinhenz und Erich Müller standen zu Beginn auf der Bühne, vor ihnen ein Schubkarren voller verrostetem Schrott, so schien es. Doch es war der Storch vom Dorfplatz, den die beiden voller Stolz „zamgeflext“ haben. Die Hauptthemen der drei Alitzheimer Originale waren der Dorfplatz, die nur unzureichende DSL-Versorgung und das Hochwasser. Beispiel: „Der Breitbandpate W hat den dümmsten Job in der Gemee“. Am Ende ihrer 45-minütigen Einlage spielten sie ihr eigens gedichtetes Lied „Immer bist du der Bestimmer“, bei dem in jeder Strophe eine andere Alitzheimer Persönlichkeit die Hauptrolle spielte.

Den gesamten Abend über sorgte Udo Häußner mit seinen Faschingshits für beste Stimmung.

ONLINE-TIPP

Viele weitere Bilder unter www.mainpost.de/fasching

Die Akteure

5er-Rat: Werner Herkert, Hugo Hoffmann, Stephan Kleinhenz, Harald Johanni und Irmtraud Pickel. Purzelgarde: Lena Ament, Marcel Benisch, Timo Engert, Luisa Feuerbach, Marie Herkert, Antonia Kleinhenz, Linus Kleinhenz, Jana Markert, Emely Polt, Paul Rösler, Elena Schäfer, Fabio Stütz, Tim Stütz, Stella Schmidt, Aneas Sziegel, Marie Waclaw, Selina Zeciri und Laura Zepezauer; Trainerin: Julia Volk. Die Männerfeindin: Angelika Wagner Die zwei Dratsch-Weiber: Lena Römmelt und Kevin Wagner. Die fantastischen Zwei: Philipp Markert und Christoph Pickel. Bein-Ballett: Marianne Ament, Hanni Dazer, Irmtraud Pickel, Manuela Reitwiesner und Angelika Wagner. Teenies: Amelie Dazer, Tina Heilmann, Luisa Neubauer und Lena Römmelt. Gymnastik-Frauen: Maria Bedenk, Elisabeth Klein, Elke Öchsner, Manuela Reitwiesner, Maria Römmelt und Christel Stark. Gymnastik-Frauen: Marianne Ament, Maria Bedenk, Hanni Dazer, Elisabeth Klein, Carmen Neubauer, Elke Öchsner, Manuela Reitwiesner, Maria Römmelt, Elfriede Schmitt, Carolin Schmitt und Christel Stark. Das Reisebüro: Amelie und Hanni Dazer. Ein Besoffener und ein freundlicher Polizist: Marianne Ament und Erich Müller. Tanzmariechen: Irina Reuß und Marianna Wagner; (Trainerin: Elke Reuß). Männerballett: Benedikt Neubauer, Christoph Pickel, Sebastian Römmert, Thomas Solf und Kevin Wagner; Trainerin: Carmen Neubauer. Der Urlauber (Büttenrede): Harald Johanni. Black Brothers: Stephan Kleinhenz, Erich Müller und Dieter Römmert. Maske: Birgit Johanni und Kerstin Sahlmüller. Technik und Film: Michael Markert, Gerald Mikus, Michael Stark und Daniel Stark. Umbau-Team auf der Bühne: Albrecht Dazer und Bernhard Neubauer. Musiker: Udo Häußner.

Von unserem Mitarbeiter Dominik Dorsch
    
    

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