publiziert: 10.01.2010 15:31 Uhr
aktualisiert: 14.10.2013 14:50 Uhr
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Närrische Weinprobe: Leben in der Bude

Sendung wird am 15. Januar ausgestrahlt

Irgendwie erwischt es Bernhard Ottinger, den Taxifahrer der „Blaid Night" in Franken-TV, immer: Bei der „Närrischen Weinprobe“ im Hofkeller der Würzburger Residenz musste er am Samstagabend als Taxler seinem Geld hinterherlaufen.

  • Närrische Weinprobe
    Theresa Müller
    Gute Stimmung herrschte bei der Närrischen Weinprobe im Hofkeller der Würzburger Residenz. Die Sendung des Bayerischen Rundfunks ist die kleine Schwester von "Fastnacht in Franken", dem Quotenbringer des BR.
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Und das just an seinem 50. Geburtstag, wo es dem Mann von der Comödie Fürth erging wie schon einst bei der Geburt: „Als Franke geboren zu sein ist hart – von Anfang an einen Haufen Leute um einen herum.“

    
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Närrische Weinprob
Närrische Weinprob
Närrische Weinprob
Närrische Weinprob
Närrische Weinprobe
Würzburg
09.01.2010
    


Diesmal waren es die Akteure und Zuschauer des Abends, die dem Jubilar mit der Schiebermütze zum Finale ein weinseliges Ständchen schmetterten. „Ganz doll“ fand Bernhard Schlereth den Abend, der Präsident des Fastnacht-Verbandes Franken.

Barbara Stamm jubelte, „dass wir den Altbayern gezeigt haben, was bei uns Humor ist“. Und Landwirtschaftsminister Helmut Brunner, von Amts wegen Chef des Hofkellers, fühlte sich „närrisch wohl“. Ganz so, wie es sich der „Exot aus dem tiefsten Bayerischen Wald“ am Beginn erhofft hatte.

Leben in die Bude brachte der neue Moderator Martin Rassau: Mal derb, mal charmant führte der Fürther durchs Programm, suchte ständig Kontakt zum Publikum, schenkte als Wirt mehr ein als nur Wein.

Landtagspräsidentin Barbara Stamm etwa bekam Lob für ihr grünes Kleid. Und dafür, „dass die Barbara seit Jahrhunderten so charmant ist“. An Bischof Friedhelm Hofmann gewandt bemerkte Rassau. „Ich war Ministrant. Das war mein erster Kontakt zum Theater.“

Auch sonst passte die Mischung: Bauchredner Pierre Ruby führte vor, was man mit Zigaretten alles anstellen kann. Susanne Thorwart machte sich als 82-Jährige Gedanken übers Kinderkriegen, als Dienst am Vaterland. Jonas Pfau, bei der Kindersitzung entdeckt, schrieb den Alten ins Stammbuch: „Ist umsonst die ganze Plach’, Fasching is a ernste Sach.“

Zur Weinprobe passte auch der Auftritt von Gerlinde Heßler und Werner Hofmann, die sich als zänkisches Paar innig über Wein-Begrifflichkeiten stritten. Die edlen Tropfen des Abends aber präsentierte wieder Nicole Then, die frühere Deutsche Weinkönigin.

Zum Gelingen des Abends trugen aber auch die Karschter Buawe, die Rossinis und die Tanzsportgarde Veitshöchheim bei. Die Krönung der Narretei aber lieferte Michl Müller. Unnachahmlich, wie er sich über die CSU-geführte Staatsregierung echauffierte, die sich von den Österreichern über den Tisch ziehen ließ. „Ausgerechnet Österreich. Bei jedem anderen Land wärs ja wurscht.“

Die Abkürzung HGAA sei von Stoiber&Co. versehentlich für „Hypo Group Alpe Adria“ gehalten worden, gemeint gewesen sei: „Haufen Geld am Arsch“. Beim Spottlied über die Bayern hatte der „Dreggsagg“ aus der Rhön die Zuhörer gewonnen, bekam vielstimmige Unterstützung, am Ende frenetischen Applaus.

Sendetermin:

Gesendet wird die Närrische Weinprobe am Freitag, 15. Januar im Bayerischen Fernsehen (22 Uhr). Wiederholung am 16. Februar um 10.35 Uhr. Und erst während der Sendung wird verraten, wer der Schweinegrippe ein Gesicht gegeben hat. warum wir Deutschen immer mehr Flachbildfernseher kaufen. Oder wozu Mäuse im Himmel mit Rollschuhen fahren. 
Von unserem Redaktionsmitglied Norbert Hohler
    
    

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