publiziert: 21.01.2009 17:20 Uhr
aktualisiert: 14.10.2013 14:52 Uhr
» zur Übersicht Würzburg
    
    
Artikel
 
    
 
    
 

Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text WÜRZBURG
"Närrische Weinprobe": Schoppen, Schunkeln, Scherze

Am Freitag wird die TV-Sendung aus Würzburg gesendet

26 Stunden lang berichtet das Studio Franken des Bayerischen Rundfunks heuer über die Fünfte Jahreszeit. Los geht's morgen mit der „Närrischen Weinprobe“ aus dem Hofkeller der Würzburger Residenz.

  • FOTO Thomas Obermeier
    Ein närrisches Prosit! Umweltminister Markus Söder (rechts) stößt fernsehtauglich an.
  • FOTO BR/
    Voller Körpereinsatz: Bernd von den „Drei Rossinis“.Günter Rhöm
Bild von
2 Bilder

„Wir Franken müssen aufpassen“, sagte Bernhard Schlereth, Vorsitzender des Fastnacht Verbandes Franken, zum Auftakt der Närrischen Weinprobe in Würzburg, die an diesem Freitag um 21.30 Uhr im Bayerischen Fernsehen gesendet wird.
 

    
»Fotostrecke starten Fotogalerie
Närrische Weinprobe
Würzburg
22.01.2009
    


„Die Oberbayern hatten das schlechteste Wahlergebnis und haben die größte Ernte eingefahren.“ Gelächter, frenetischer Beifall – das ging den 100 Gästen der Aufzeichnung runter wie Öl. Politisch abgehängt, ist Franken zumindest bei der Narretei obenauf. „Anders als die Politiker halten wir unseren Auftrag ein“, fügte Martin Rassau spitzbübisch lachend hinzu.

Beckstein weggeputscht, Sinner zurechtgestutzt, Glos abgemeiert – da ließ sich der Fürther Kabarettist zu einer fast schon liebevollen Bemerkung über seinen „Lieblingsgegner“ aus Nürnberg, Club-Fan und Umweltminister Söder, hinreißen. „Dass er noch dabei ist, ist ein Pluspunkt für den Markus. Und ihn kennt man ja wenigstens noch“, so Rassau mit Blick auf das Seehofersche Kabinett.

Schoppen, Schunkeln, Scherze – die Närrische Weinprobe im Stückfasskeller, an der langen Tafelrunde im Gewölbekeller, ist nichts für Faschingsmuffel. Fünf erlesene Weine, launig präsentiert von Nicole Then, sind schon für sich ein Stimmungsgarant, außerdem ist ständig an irgendeiner Stelle Action: Mal treibt Wirtin Gerlinde Heßler am Tresen zwischen den Reihen ihren „Polanti“ Werner Hofmann an, dann witzelt Lore Hock über „die Brunskarla mit ihrm kloa Napoleon“ auf der Minibühne am Kopfende, ehe die Tanzsportgarde Veitshöchheim gleich durch den ganzen Saal wirbelt. Bernd und Uwe von den „Drei Rossinis“ entern sogar die Tische, bringen vollen Körpereinsatz bei ihrer Fastnachts-Premiere.

Seit 2003 gibt es die Närrische Weinprobe. Anfangs, so Gastgeber Schlereth, sei es gar nicht so einfach gewesen, die richtige Dosierung der Weine zu finden, um „zu hohe Eigenstimmung der Gäste“ zu vermeiden. Die ist an diesem Abend vortrefflich, auch weil Fastnachtschoppen Nummer elf, ein Silvaner, nie ausgeht. Beschwingt vom Rebensaft werden selbst Kalauer der Güteklasse Bio-Faschingssitzung („da müsst ihr Witz von dahem mitbring“) oder Bio-Kondome („alles Naturdarm“) noch zu wahren Schenkelklopfern. Außerdem war ja voller Einsatz gefordert: „Wenn nicht genug geklatscht und gelacht wird, nehmen wir das Band von der Generalprobe“, hatte Thomas Rex, der Leiter des Studio Franken, vorher wohlweislich „angedroht“.

Ein bisschen geschummelt wird ohnehin: Weil Bischof Friedhelm Hofmann nur bei der Generalprobe Zeit hatte, wird er mit Hilfe der Technik bei der Sendung ins Bild gelangen. Wäre ja auch ein wenig schade, wenn sein Statement die Franken verfehlen würde: „Das Niveau bei den Sitzungen hier ist höher als in meiner Heimatstadt Köln.“ Da spricht ein guter Hirte, ein wahrer Seelsorger.

Das leibliche Wohl kam ganz am Schluss an die Reihe: Zum „Grum-bernsalat“, mit dem Michl Müller den Schlusspunkt der 90-minütigen Aufzeichnung gesetzt hatte, warteten Spießbraten und Kassler.

Von unserem Redaktionsmitglied Norbert Hohler
    
    

Diesen Artikel

  • Webnews einstellen
  • Teilen
Kontakt Redaktion     An Bekannten versenden     Druckversion
Bewertung: 
  •  
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
0 Bewertungen (Sie müssen angemeldet sein um zu bewerten)
    
    

Die neuesten Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben...
Zum Kommentar abschicken bitte vorher einloggen.
Benutzername Passwort
 
     
Sie sind noch kein Mitglied auf mainpost.de? Dann jetzt gleich »hier registrieren