Fastnacht in Mainfranken

aktualisiert: 21.02.2012 11:31 Uhr
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AURA
5000 Schaulustige in der kleinsten Gemeinde des Landkreises
Aura steht Kopf
Das Flaggschiff der Auraer Fasenacht bleibt der Rosenmontagszug. Rund 5000 Zuschauer lockte das Spektakel an. Erstaunlich, was diese kleine Gemeinde auf die Räder stellt. 30 Zugnummern zogen im 50. Jahr der Faschingsfreunde durch die Massen. Zu sehen gab es reichlich Lebensfreude, aber nur wenig politische Themen, darunter den Dorfladen oder die Windkraft.
Welche Leistung das 900-Seelen-Dorf vollbringt, zeigt ein Blick hinter die Kulissen. „Ich bin stolz auf unsere Leute“, entschlüpft es dem Vorsitzenden der Faschingsfreunde, Rainer Kaiser, beim Anblick des neuen Komiteewagens mit Tribüne. „Drei Viertel der Dorfbevölkerung engagiert sich beim Wagenbau“, betont er.
17 Wagen haben die Faschingsfreunde für den Jubiläumszug aufgeboten. Elf Fußgruppen komplettieren den Tross. Und und alle kommen aus Aura, von den Musikkapellen Fuchsstadt und Ebenhausen abgesehen.
Die Hauptorganisatoren Roger Fischer sowie Daniel und Dominik Kaiser geben Einblick in die Logistik. „Wir fangen nach Weihnachten mit dem Bau an. In der Regel hat jede Gruppe zwei Tage in der Fertigungshalle, um die Grundkonstruktion ihres Wagens zu montieren“, informiert Fischer.
In Aura bauen auch Helfer aus reiner Solidarität mit, wie die Rentner-Crew mit Kurt Clement, Hallenwart Erich Kaiser, Günter Frank, Gustav Hack, Willi Götz, Gerhard Panzner, Erich Graser und Heinz Muder.
Dazu kommt eine feste Mannschaft der Faschingsfreunde. „Die Stundenzahl geht in die Aber-Hunderte“, betont Fischer. Eine Buchführung gibt es nicht, dafür aber ein Helferfest.
Holz, Schrauben, Farben und Karton stellt der Verein. „Da sind 500 Meter Dachlatten schnell weg“, weiß Fischer. Die Organisatoren freut, dass sich neben dem harten Kern auch die jungen Auraer voll engagieren.
Aber immer mit Blick auf die Sicherheitsrichtlinien. Für die Unfallfreiheit stehen neben den eigenen Ordnern 20 Feuerwehrler aus Aura, Wittershausen und Wirmsthal sowie ein Sanitätsfahrzeug bereit.
Süßigkeiten im Wert von 1000 Euro regneten auf das Publikum. Nach wenigen Stunden war alles vorbei. Die Aufbauten werden demontiert, das Holz wird eingelagert. Den Arbeitsaufwand für wenige fröhliche Stunden stellen die Akteure nicht in Frage. „Sonst wären Auraer Gemeinschaftssinn und unser Idealismus dahin“, sagt einer der Helfer.

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