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Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) wartet im Bundestag mit einer Überraschung auf: Er gibt ein „Zehn-Punkte-Programm zur Überwindung der Teilung Deutschlands und Europas“ bekannt, das die Wiedervereinigung in maximal zehn Jahren zum Ziel hat. Die möglichen Stufen führen über die Ausweitung der Zusammenarbeit mit der DDR bis zur Errichtung konföderativer Strukturen zwischen beiden deutschen Staaten.
Auch bei den Montagsdemonstrationen spielt die deutsche Einheit eine zentrale Rolle. In Leipzig fordern 200 000 Menschen nicht mehr allein freie Wahlen und Meinungsfreiheit, sondern auch „Deutschland einig Vaterland“. Der neue Kulturminister Dietmar Keller schlägt auch die Rückkehr zum alten Text der Nationalhymne vor: „Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt, lass uns dir zum Guten dienen, Deutschland, einig Vaterland.“