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Bürgermeister Beyer erinnerte daran, wie schnell 20 Jahre vergangen sind und was sich in dieser Zeit alles getan hat. Dafür wolle man dankbar sein. In Gedichtform ließ man „20 Jahre Grenzöffnung“ Revue passieren. In den Zeilen wurde an die neue Freiheit erinnert, aber auch an neue Freundschaften, die geschlossen wurden.
Mit einem Gebet erinnerte die Ortspfarrerin von Rieth daran, dass es nun darum geht, dass die Menschen mehr und mehr zusammen finden. 20 Jahre Grenzöffnung, das verglich Rhön-Grabfelds stellvertretender Landrat Helmut Will mit einer Bilderbuchgeschichte, ja fast mit einem Märchen. Niemand habe daran geglaubt, dass sich die gut gesicherten und bewachten Grenzen einmal so schnell öffnen. Helmut Will: „An das Wunder glaubte keiner, an eine Wiedervereinigung nur wenige.“ Will, früher Bürgermeister von Mellrichstadt, erinnert sich an den 10. November 1989, als 800 Besucher und 300 Trabis über den Grenzübergang Eußenhausen in den Landkreis Rhön-Grabfeld kamen. „Im Dezember 1989 hatte man rund eine Million D-Mark als Begrüßungsgeld ausgezahlt.“
Helmut Will forderte die Gäste in Rieth auf, sich für den Frieden mit dem Nachbarn, für Gemeinsamkeit, Freiheit und Demokratie einzusetzen. Dann werde es gelingen, dass das gemeinsame Haus Europa fertig gestellt werden könne.
Das unterstrich auch Sulzdorfs Bürgermeister Walter Krug, der vor allem das Zusammenwachsen der Menschen in den Mittelpunkt stellte. Er erinnerte an viele Gemeinsamkeiten und nannte auch die Grenzöffnung vor 20 Jahren als etwas ganz Besonderes, das diejenigen, die es erlebten, wohl nie vergessen werden.
Darauf ging auch Kreisheimat- und Archivpfleger Reinhold Albert in seinem Vortrag zum Thema „20 Jahre Grenzöffnung“ ein. Anhand einer Power-Point Präsentation erwähnte er zunächst die Geschichte, die dazu führte, dass es zu zwei deutschen Staaten kam.
Die Bilder zeigten die ersten Grenzzäune, dann die Zeit, als die DDR ihren Staat immer mehr eingrenzte und die DDR-Grenze undurchlässig machte. Als persönliche reise in die eigene Kindheit bezeichnete er die ersten Besuche in der damaligen DDR und natürlich in Rieth und Umgebung. „Hier gab es noch die Brauhäuser, die Backhäuser, das Dorfleben von einst.“