WÜRZBURG

Beeindruckende Bilder von Würzburgs Zerstörung und Wiederaufbau

Trümmer und Ruinen auf Großleinwand
Schwarze Mauergerippe ragen in den Himmel, Trümmer und Schutt liegen überall, die Straßen sind menschenleer. Gespenstische Bilder zeigt der Film von 1945, aufgenommen von einem amerikanischen Kameramann: Würzburg liegt nach dem Bombenangriff vom 16. März in Schutt und Asche.
  • Zeitungsredakteure Angelika Kleinhenz und Roland Flade freuen sich über den großen Andrang bei ihrem geschichtlichen Vortragsabend im Cinemaxx.THERESA MÜLLER
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Dass diese und andere Originalaufnahmen auf großer Kinoleinwand zu sehen waren, ist einer Initiative der Main-Post-Akademie und des Internet-Portals www.mainpost.de zu verdanken.

In Kooperation mit Cinemaxx luden sie zu einer Reise in die Vergangenheit Würzburgs ein.

Die Veranstaltung, die im Rahmen der Landesausstellung „Wiederaufbau und Wirtschaftswunder in Bayern“ stattfand, war schon lange ausverkauft. Vor allem ältere Würzburger lockte das Thema ins Kino am Alten Hafen. Aber auch einige Jugendliche waren dabei.

Main-Post-Redakteur Roland Flade und Main-Media-Redakteurin Angelika Kleinhenz führten sachkundig durch den Abend.

    
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Main-Post-Akademie
Würzburg
Main-Post-Akademie am Montag, 18. Mai 2009: Vor 600 Zuschauern präsentierten Roland Flade und Angelika Kleinhenz, Main-Post und Main-Media, einzigartige Filme, Fotos und Tondokumente aus 50 Jahren Würzburger Geschichte.
    


Besonders war die Form ihrer Präsentation: Kleinhenz und Flade zeigten nicht nur Film- und Fotoaufnahmen, sondern lasen auch aus Briefen, Tagebüchern und Zeitzeugenberichten. Aus vielen gesammelten Bruchstücken ließen sie so ein Bild von Würzburg in den Jahren 1909 bis 1949 entstehen.

Im Mittelpunkt des Abends stand die Zerstörung Würzburgs im März 1945 durch einen Bombenangriff der Alliierten, bei dem rund 5000 Menschen starben. Ein US-Kameramann hatte für einen nie fertiggestellten Dokumentarfilm die Ausmaße der Zerstörung gefilmt.
Eine Besonderheit sind die Aufnahmen deshalb, weil sie erst kürzlich im Nationalarchiv in Washington entdeckt wurden und ein wichtiges Dokument der Stadtgeschichte darstellen.

Die Fime und Interviews des Abends sehen Sie hier...

Auch die bewegten Bilder aus dem Jahr 1946 sind eine Rarität. Sie zeigen, wie tonnenweise Schutt mit Hilfe von Kipploren an den Main transportiert wird, wo er in Schiffe verladen und weggebracht wird.  1949 ist der Erfolg des Wiederaufbaus deutlich zu sehen: Häuser sind neu errichtet, einzelne Autos fahren durch die Straßen, Plakate werben an Litfasssäulen für Veranstaltungen.

Die Bilder weckten Erinnerungen bei den Würzburgern. Vor allem die Besucher, die als Kinder oder Jugendliche die Nachkriegsjahre erlebt haben, waren nach der Vorführung bewegt.  „Der ganze Himmel war rot“, erzählte ein Herr, der im Landkreis aufgewachsen war und als Kind von weitem den Bombenangriff miterlebt hatte.  „Das kann man gar nicht beschreiben, was wir erlebt haben“, erklärte eine Besucherin, die als 16-Jährige im Lazarett Kriegsverwundete gepflegt hatte.

Die Fotos des Abends sehen Sie hier...

Da der Andrang unerwartet groß war, ist eine Wiederholungsveranstaltung in Planung. Am Montag, 15. Juni, um 19 Uhr zeigen Flade und Kleinhenz noch einmal die beeindruckenden Dokumente von Würzburgs Zerstörung und Wiederaufbau.




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