WÜRZBURG

Exklusive Fotografien des Stadtarchivs

Seltene Einblicke ins alte Würzburg
Bücher über Würzburg im allgemeinen und das alte Würzburg vor der Zerstörung am 16. März 1945 im besonderen gibt es in einem Ausmaß, dass man meinen könnte, es gäbe in dieser Hinsicht nichts Neues mehr zu entdecken. Und doch werden immer wieder fotografische Schätze ans Tageslicht befördert, die oft Jahrzehnte lang unbeachtet in Kellern oder Speichern verborgen waren.
  • In den zwanziger Jahren regelt ein Sschutzmann in der Domstraße den Verkehr, links die Luitpold-Lichtspiele, eines von damals fünf KInos.
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  • Das große Hochwasser von 1909 suchte auch die Kärrnergasse heim.
  • 1956: Muslimische Gastarbeiter beim Gebet in Würzburg.
  • Die Unterführung am Barbarossaplatz ist schon Geschichte.
  • Ein Junge bestaunt im Jahr 1956 eine der ersten Parkuhren.
  • Der Platz'sche Garten war bis 1945 ein beliebter Treffpunkt.
  • In den 50er Jahren beliebt: Das Heidingsfelder Riedinsel-Bad.
  • Noch in den 60-er Jahren fuhren Autos mitten durch die Stadt.
Bild von
8 Bilder

Klaus M. Höynck, der frühere Volksblatt-Chefredakteur, hat nun als Herausgeber im Echter Verlag einen umfangreichen Bildband veröffentlicht, der das 20. Jahrhundert unter verschiedenen thematischen Aspekten vor dem Auge des älteren Betrachters noch einmal lebendig werden lässt oder jüngere Leser in eine für sie unbekannte Welt entführt, die sie hier vielleicht erstmals zu sehen bekommen.

 Jüngere werden nicht mehr wissen, dass bis vor gar nicht allzu langer Zeit unter dem Barbarossaplatz eine große Unterführung verlief.

Und dass es am Mainufer mehrere Schiffe zum Wäschewaschen gab – im Zeitalter der Waschmaschine ist dies schlicht unvorstellbar. Oder auch dass einst Autos durch die Innenstadt fuhren, mag man heute kaum noch glauben.

    
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Und doch, all das und vieles mehr gab es in Würzburg, und die Bilder, die Klaus M. Höynck und seine Mitautoren in der Sammlung des Stadtarchivs ausfindig machten, führend dies noch einmal eindrucksvoll vor Augen.

Gezeigt werden in sieben Kapiteln und teilweise erstmals veröffentlichten Aufnahmen der Alltag der Menschen, der gerade in der Nachkriegszeit kein leichter war; dokumentiert wird die Entwicklung der Stadt von der unzerstörten Barock-Schönheit zur neuzeitlichen Zweck-Metropole; nur in Ausnahmefällen sind bekannte Gesichter aus jener Epoche der Stadtgeschichte zu sehen, das Buch konzentriert sich auf die „normalen“ Menschen, die das Leben der Stadt prägen und bestimmen. Neben den Bildern enthält der Band zu jedem Kapitel einen Einleitungstext.

Klaus M. Höynck (Hrsg.): Würzburg – ein Jahrhundert in seltenen Bildern. Exklusive Fotodokumente aus den Schätzen des Stadtarchivs. 192 Seiten, 29 Euro, Echter Verlag Würzburg 2009, ISBN 978-3-429-03153-4

     


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