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Viele Überlebende haben den Schrecken bis heute nicht verarbeitet, die zahlreichen Berichte über die Ereignisse am 16. März belegen das. Und bis heute suchen Menschen nach Berichten und Überlieferungen aus dieser Zeit.
So wie die Main-Post-Leserin Hedwig Schumacher, die am am 19. Februar 1945 auf dem Heimweg durch die Altstadt war, als alliierte Bomber Luftminen über Würzburg abwarfen.
Eine traf den Kürschnerhof, eine weitere die Juliuspromenade. Hedwig Schumacher aber zählte drei Einschläge und will wissen: Wo war der dritte?
Ernst Kastner, ehemaliger Justiziar im Bischöflichen Ordinariat, glaubt, sie sei in der Äußeren Pleich hochgegangen, an der Ecke Rotkreuz-/Steinstraße, wo die Gaststätte Firsching stand.
Er überstand die Detonation als 14-Jähriger in einem Keller in der Ziegelaustraße – „da sind die Fetzen geflogen bei dem Angriff“, sagt er.
Katharina Bloss, Jahrgang 1929, hörte von ihrem Vater, die Mine habe das Haus Eichhornstraße 24 zerstört, nachdem sie erst, ohne zu explodieren, das Haus auf der gegenüberliegenden Seite traf und dann über die Straße sprang.
Nach Bloss' Erinnerung kamen dabei fünf Menschen ums Leben. In einem unterirdischen Gang seien ihnen unter dem gewaltigen Luftdruck die Lungen geplatzt.
Ähnlich sind die Erkenntnisse des Freundeskreises der Geschichtswerkstatt. Freundeskreis-Sprecher Heinrich Weppert berichtet, die Mine habe das Haus in der Eichhornstraße 23 getroffen. Hedwig Schumacher, die nach dem Verbleib der dritte Mine fragt, hielt sich just zu diesem Zeitpunkt in der Eichhornstraße auf; sie müsse einen Schutzengel gehabt haben.
Weppert zufolge handelt es sich bei dem Haus um den ehemaligen Hof Großrambach mit dem Tabakwarenladen „Vino's Erben“. Die Mine habe auch die benachbarten CC-Betriebe (Eichhornstraße 21) und ein gegenüberliegende Gebäude schwer verwüstet.