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Schon im September konnte die Redaktion über erste Spenden berichten. 25 000 Reichsmark wurden nach und nach verteilt. Ein Jahr später, die Währungsreform hatte inzwischen stattgefunden, gab es erstmals eine „Weihnachtsaktion“: Flüchtlingskinder, die mit ihren Familien in Lagern lebten, sollten beschenkt werden. „Es ist unmöglich, die große Not durch Sammlungen zu steuern“, konnte man da im Lokalteil lesen, „dagegen betrachten wir es aber als moralische Verpflichtung, wenigstens den Kindern eine Weihnachtsfreude zu bereiten. Jenen Kindern, denen das Leben bis jetzt alles schuldig blieb, was es lebenswert machen könnte...“. Mit 300 Mark eröffnete die MAIN-POST selbst die Spendenliste. Am Ende wurden 1842,50 Mark weitergegeben. Zur materiellen Hilfe kam bald auch praktische Unterstützung. Die Zeitungsleute halfen bei der Wohnungssuche, transportierten Möbel, organisierten Heizmaterial, Lebensmittel und verteilten Spielsachen. Viel wurde improvisiert, und die Dankbarkeit war groß, wie im MAIN-POST-Archiv nachzulesen ist. Der Name „Aktion Patenkind“ wurde 1959 gefunden.
Seit genau 60 Jahren also engagiert sich diese Zeitung für bedürftige Menschen. Vieles hat sich geändert. Die Not der Nachkriegszeit ist vorüber. Aber noch immer brauchen Menschen Unterstützung. Deshalb gibt es auch heute ein Team, das die Aktion Patenkind am Laufen hält. Ab kommendem Montag haben Claudia Krones, Ingrid Zenker, Georgine Mehling und Renate Nowicki viel zu tun. Sie kümmern sich im Verlagshaus um die Organisation, im Sekretariat hilft Gabriele Kauer, die kaufmännische Abwicklung übernehmen seit Jahren Elfriede Müller und Maria Matyssek. Die organisatorische Leitung hat Leitender Redakteur Peter Krones und journalistisch begleitet Andrea Czygan die Aktion.