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Eine besonders bittere Erinnerung für die Grafenrheinfelderin Maria Rösch ist die an ihren Onkel, der mit seiner Familie im Keller seines Hauses verbrannt ist. Drei Tage liegen dort die neun Leichen, dann werden sie von der Hitlerjugend „entsorgt“. Maria Rösch: „Schlimmer als ein Stück Vieh wurden sie ins Leichenschauhaus geschmissen.“ Die vermeintlich hehren Abschiedsworte des Nazi-Gauleiters beim „Heldenbegräbnis“ entsetzen Günter Birkle. „Erst Gräber schaffen Heimat, erst unsere Toten geben uns Licht“, hieß es. Und noch kurz vor Kriegsende bezeichnet der Gauleiter die „schweren Wunden dieses Krieges als Meilensteine auf dem Weg zum Ziel“, wie es in der Mainfränkischen Zeitung vom 3. März 1944 nachzulesen ist.
Bei den Zeitzeugen haben sich die Erlebnisse in das Innerste eingegraben. Maria Rösch und Lotte Becker: „Wenn ich heute Sirenen höre, das geht mir durch und durch.“
Luftangriffe am 24. Februar 1944 266 Bomber griffen Schweinfurt und die Umgebung am Nachmittag an, 660 Bomber flogen in der Nacht. Sie warfen Sprengbomben, Luftminen und Brandbomben ab. In Grafenrheinfeld starben 32 Menschen, in Schwebheim zwei. Weitere Opfer erlagen später den Folgen ihrer Verletzungen.