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aktualisiert: 07.12.2009 17:48 Uhr
MÜNCHEN/KREUZWERTHEIM

Beim Thema Atomkraft wurde es laut

Fahrt der 9. Klasse in den Landtag: Schülerbeitrag zum Zeitungsprojekt
(ret) Von ihrer Klassenfahrt zum bayerischen Landtag in München berichten die Schüler Kevin Greulich und Jonas Rohmann. Im Rahmen des „KLASSE!“-Projekts der Main-Post, an dem die 9. Klasse der Verbandsschule Kreuzwertheim derzeit teilnimmt, schrieben die beiden folgenden Bericht:

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Höhepunkt des Besuchs der Neuntklässler beim Bayerischen Landtag war die Teilnahme an einer Plenarsitzung der Abgeordneten. Außerdem nahmen sich die Abgeordneten des Wahlkreises Main-Spessart viel Zeit für ein Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern.

Um 6 Uhr in der Frühe traf sich die 9. Klasse der Volksschule Kreuzwertheim an der Schule. Von dort aus ging es in Richtung München. In der Landeshauptstadt angekommen, durften die Schüler die Innenstadt in Gruppen besichtigen und Shoppen gehen. Nach zwei Stunden trafen sie sich wieder am Marienplatz.

Der Busfahrer brachte die Klasse zum Maximilianeum im Münchner Stadtteil Haidhausen. In dem großen, attraktiven Gebäude, in dem begabte Studenten aus Bayern kostenlos wohnen und studieren dürfen, hat auch der Bayerische Landtag seinen Sitz.

Christine Betz vom pädagogischen Dienst des Landtags begrüßte die Schüler freundlich und erklärte den Programmablauf. Bevor es in den Plenarsaal ging, bekamen die Schüler aus Main-Spessart erstmal in der Cafeteria des Bayrischen Landtags ein Mittagessen geboten. Anschließend erläuterte Betz, was der Bayrische Landtag überhaupt macht und wie er funktioniert. Er setzt durch Wahl die Regierung ein und kontrolliert sie. Außerdem bespricht er in drei Lesungen Gesetze und beschließt sie dann mit Mehrheit. Abstimmungen erfolgen durch Handheben, Aufstehen von den Plätzen oder durch den „Hammelsprung“. Wenn der Präsident keine klare Mehrheit erkennen kann, schickt er die Abgeordneten aus dem Plenarsaal. Diesen betreten die Abgeordneten dann wieder durch die Ja-Tür, Nein-Tür oder die Tür für Enthaltung. Dabei werden sie gezählt. Die Schüler fanden das sehr interessant und hörten aufmerksam zu.

Dann nahmen sie auf den Zuschauerrängen des neuen Plenarsaals Platz und verfolgten eine Plenumssitzung mit dem Thema „Datenschutz und Datenklau im Internet“.

Nach einer Stunde war die Sitzung vorbei und die Neuntklässler begaben sich in einen Sitzungssaal und warteten auf die Abgeordneten aus dem Wahlkreis Main-Spessart. Simone Tolle von den Grünen kam als erste, darauf folgten Eberhard Sinner (CSU), Karsten Klein (FDP), Harald Schneider (SPD) und Günther Felbinger von den Freien Wählern. Sie beantworteten die Fragen, die die Schüler als Hausaufgabe vorbereitet hatten. Bei den Fragen ging es ganz ruhig zu, ab und zu gab es auch mal Meinungsverschiedenheiten. Aber bei der Frage, was sie von der Nutzung der Atomkraft halten, ging es schon ein bisschen lauter zur Sache, weil fast jeder eine andere Meinung zu diesem Thema hatte. Klar wurde aber, dass langfristig die Energiegewinnung durch Kernkraft ein Auslaufmodell ist.

Klassensprecher Umre bedankte sich und die 9. Klasse fuhr Richtung Heimat. Um 21.30 Uhr in der Nacht kamen die Schüler wieder in Kreuzwertheim an.

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