Leben in Franken
SCHÖNTAL
Humor in barockem Ambiente
In einer prächtigen Klosteranlage im Jagsttal liegt der vermutlich meistzitierte Deutsche begraben. Unter dem Kreuzgang in der sogenannten Neuen Abtei von Kloster Schöntal hat Götz von Berlichingen seine letzte Ruhestätte gefunden. Doch nicht nur literarisch Interessierte – kein Geringerer als Goethe hat den Ritter mit der eisernen Hand im Schauspiel „Götz von Berlichingen“ verewigt – finden im Kloster Schöntal kulturhistorische Schätze. »mehr
WONFURT
Wie das Pantheon in Rom
Ob der Erbauer der Sankt-Andreas-Kirche tatsächlich an das Pantheon in Rom gedacht hat, als er die Kuppel der Kirche in Wonfurt (Lkr. Haßberge) konstruierte? Möglich ist es, denn der Vergleich ist angebracht. »mehr
WECHTERSWINKEL
Kunst und Kultur hinter Klostermauern
Im 12. und 13. Jahrhundert, zur Blütezeit des Klosters Wechterswinkel, hatte das gleichnamige Dorf im Landkreis Rhön-Grabfeld doppelt so viele Einwohner wie heute. Der Klosterbetrieb wurde schon vor mehr als 400 Jahren eingestellt, jedoch prägt dessen Geschichte den kleinen Ort bis in die Gegenwart. »mehr
Schwemmelsbach
Ein Barockjuwel hoch über dem Dorf
Fast vornehm, nobel, ja höfisch erscheint der Innenraum dieser barocken Dorfkirche Sankt Cyriakus in Schwemmelsbach (Lkr. Schweinfurt). Weiße Stuckornamente streben zur Decke, unterstreichen die reiche Gliederung des Raumes, dessen barocke Ausstattung sich vom Hochaltar über die Kanzel bis zur Orgelempore erhalten hat. »mehr
BUCH
Mutmaßungen über den Knoten aus Stein
Dort unten soll es sein. Dort, im Sockelbereich der spätromanischen Kunigundenkapelle, sähe man einen Hinweis auf das Turiner Grabtuch, sagt Manfred Deppisch. Er läuft zur südwestlichen Ecke des sagenumwobenen Kirchenbaus, bückt sich ein wenig und deutet auf die Stelle, wo die Steine des Sockelgesimses im rechten Winkel aufeinanderstoßen. »mehr
WÜRZBURG
Warum Hildegard-Plätzchen glücklich machen
Salbei, Baldrian oder eben das Zinnkraut, das sind nur einige der über 600 Arzneipflanzen, die eine Forschergruppe aus Historikern, Ärzten, Apothekern, Botanikern und Chemikern bereits untersucht hat. Für ihre Studien zur Klostermedizin durchkämmen sie Klosterbibliotheken in ganz Europa und entziffern alte Handschriften. Dabei kommt viel verborgenes Wissen ans Licht, erklärt der Leiter der Gruppe, der Würzburger Johannes Mayer. »mehr
BRONNBACH
Ein Ort der Entschleunigung
Als der Burgunder Abt Bernhard von Clairvaux, so geht die Legende, anno 1150 auf einer Pilgerreise das 326. seiner 700 Zisterzienserklöster begründete, bewies er ein gutes Gespür für lauschige Flecken. Nahe Wertheim fand er im damals noch wilden Taubertal ein besonders enges, schattiges, ein gar mystisches Plätzchen, an dem sich die Mönche beschaulich und ordensgemäß der gewünschten religiösen Hingebung widmen konnten. »mehr
WÜRZBURG
Heimstatt der Heiligen
Das Neumünster in Würzburg: Eine Geschichte von drei Morden ist das Fundament für die Kirche mit dem einzigen Märtyrergrab nördlich der Donau. »mehr
CREGLINGEN
Als ein Bauer im Acker eine Hostie fand
"Der Taler in dem Kasten klingt, die Seele aus dem Fegfeuer springt“, soll der beleibte Dominikanermönch Johannes Tetzel im 16. Jahrhundert marktschreierisch gepredigt haben. Bis zu 100 Tage weniger Qualen konnten sich die Gläubigen verdienen, wenn sie ordentlich in ihren Säckel griffen. »mehr
HOLZKIRCHEN
Die heitere Schönheit im Aalbachtal
Eine kühle Schönheit soll die Rundkirche von Balthasar Neumann in Holzkirchen einmal gewesen sein. Das war vor der letzten Renovierung des Innenraums und ist lange her. In den 70er Jahren hatten die Denkmalpfleger nämlich darauf bestanden, im Innenraum weißen Stuck elegant auf grauem Grund erstrahlen zu lassen. »mehr
NEUSTADT AM MAIN
Akribische Spurensuche nach dem ersten Abt
Überall steht es geschrieben. Doch war Megingaud tatsächlich der erste Abt von Kloster Neustadt am Main? Klaus Weyer verneint das. Seine These lautet: „Es war Burkard.“ Der Südengländer sei zuerst Abt in Neustadt gewesen und dort um 741 zum ersten Bischof ernannt worden. »mehr
FRAUENROTH
Klosterkirche: Ein Kleinod im Verborgenen
In der Region führt die Klosterkirche Frauenroth (Lkr. Bad Kissingen) ein Schattendasein. Einheimische verbinden damit nur, dass dort Graf Otto von Botenlauben und seine Frau Beatrix ihre letzte Ruhe fanden. »mehr
FÄHRBRÜCK
Fährbrück im Tal sieht man von überall
Ein Ort der geistigen Einkehr:Früher kamen die Wallfahrer wegen des wundertätigen Gregoriussteins, heute fühlen sie sich eher von der Madonnenstatue angezogen. Schon in vorchristlicher Zeit gab es im Fährbrücker Tal eine Kultstätte. »mehr
SCHWEINFURT
Dem romanischen Stilempfinden abgelauscht
Die nachfolgenden Generationen hatten keine besonders hohe Meinung von der Qualität der 1902 eingeweihten Schweinfurter Heilig-Geist-Kirche. Im 1937 erstmals erschienenen und 1977 überarbeiteten Kirchenführer heißt es: „Dem Zuge der Zeit folgend, welche die Kraft zu eigenen baukünstlerischen Lösungen nicht aufbrachte, schuf der Architekt eine dem romanischen Stilempfinden abgelauschte dreischiffige Basilika von 56 Metern Länge und 20 Metern Breite.“ »mehr
WÜRZBURG
Beten und Meditieren neben der Kneipenmeile
Mitten in der Stadt, an der Würzburger Kneipenmeile Sanderstraße, leben die neun Mönche der Unbeschuhten Karmeliten ein Leben in Gebet und Kontemplation. Ihr Zuhause ist ein gewaltiger barocker Bau, vollendet im 17. Jahrhundert. »mehr
EFFELDORF
Die schöne Madonna mit ihrem Kinde
Effeldorf, das kleine Örtchen mit nur 425 Einwohnern, liegt nur wenige Kilometer vom Mainfrankenpark entfernt, abseits der großen Bundesstraßen und Autobahnen. Ein Abstecher lohnt sich trotzdem allemal. Dort befindet sich die einzige Loreto-Kapelle in Nordbayern. Nach ihrer Restaurierung sind Teile der naiven Malereien noch im Original erhalten. »mehr
ASTHEIM
Wo Raum und Zeit ineinander fließen
Wer bei Volkach den Main überquert und Richtung Vogelsburg unterwegs ist, entdeckt über den Bauernhausdächern linker Hand den gelblich glänzenden Turm des Kartäuserklosters Astheim. Schlank und spitz ragt er in den Himmel. Mit seinen kunstvollen, neugotischen Verzierungen gehört er heute zur Kartause. Ein Blitzeinschlag im 19. Jahrhundert und ein Kirchenbrand hatten den ursprünglichen Turm zerstört und im Kloster die Decken schwarz gefärbt. »mehr
MÜNSTERSCHWARZACH
Monument des Glaubens
Ich nenne sie nur „die Abtei“. Die Kirche steht für mich für das ganze Kloster. In der Tat hat das Münster der Abtei ja auch den Namen gegeben. Jedes Mal wenn ich von der A 3 kommend auf Münsterschwarzach und die Kirche „Christus Salvator“ (Christus der Erlöser) zufahre, die mächtigen Türme in der Ebene liegen sehe, freue ich mich. Ruhe strahlt sie aus, Beständigkeit, Selbstsicherheit, Vertrauen. »mehr
Waldbüttelbrunn
Die Kultur-Kirche
Die Alte Kirche in Waldbüttelbrunn ist schon lange kein Gotteshaus mehr. Und hat doch – gläubige Katholiken mögen's verzeihen – für die Bewohner der 5184-Seelen-Gemeinde im Westen Würzburgs ähnliche Bedeutung wie die Neue Kirche ein paar Hundert Meter weiter. Seit 1980 ist sie Mittelpunkt des Gemeindelebens, ihr Turm Wahrzeichen. Ein weitsichtiger Bürgermeister weckte die Alte Kirche damals aus einer Art Dornröschenschlaf. Dass es in ihr lebendiger zugeht denn je, ist Verdienst des „Kulturforums Alte Kirche e.V.“. »mehr
Gerolzhofen
Die wachgeküsste Schönheit
Beschäftigt man sich mit der Geschichte der Johanniskapelle, so wird man unweigerlich an das Märchen von Dornröschen erinnert. Über Jahrhunderte führte das kleine Kirchlein ein meist unbeachtetes Schattendasein neben der mächtigen Stadtpfarrkirche. Doch weil das Bauwerk meist links liegen gelassen wurde, hat sich dort spätgotische Baukunst in Reinkultur unverfälscht bis in unsere Zeit bewahrt. »mehr
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