Serie Kirchen und Klöster
CREGLINGEN
Als ein Bauer im Acker eine Hostie fand
"Der Taler in dem Kasten klingt, die Seele aus dem Fegfeuer springt“, soll der beleibte Dominikanermönch Johannes Tetzel im 16. Jahrhundert marktschreierisch gepredigt haben. Bis zu 100 Tage weniger Qualen konnten sich die Gläubigen verdienen, wenn sie ordentlich in ihren Säckel griffen. »mehr
HOLZKIRCHEN
Die heitere Schönheit im Aalbachtal
Eine kühle Schönheit soll die Rundkirche von Balthasar Neumann in Holzkirchen einmal gewesen sein. Das war vor der letzten Renovierung des Innenraums und ist lange her. In den 70er Jahren hatten die Denkmalpfleger nämlich darauf bestanden, im Innenraum weißen Stuck elegant auf grauem Grund erstrahlen zu lassen. »mehr
NEUSTADT AM MAIN
Akribische Spurensuche nach dem ersten Abt
Überall steht es geschrieben. Doch war Megingaud tatsächlich der erste Abt von Kloster Neustadt am Main? Klaus Weyer verneint das. Seine These lautet: „Es war Burkard.“ Der Südengländer sei zuerst Abt in Neustadt gewesen und dort um 741 zum ersten Bischof ernannt worden. »mehr
FRAUENROTH
Klosterkirche: Ein Kleinod im Verborgenen
In der Region führt die Klosterkirche Frauenroth (Lkr. Bad Kissingen) ein Schattendasein. Einheimische verbinden damit nur, dass dort Graf Otto von Botenlauben und seine Frau Beatrix ihre letzte Ruhe fanden. »mehr
FÄHRBRÜCK
Fährbrück im Tal sieht man von überall
Ein Ort der geistigen Einkehr:Früher kamen die Wallfahrer wegen des wundertätigen Gregoriussteins, heute fühlen sie sich eher von der Madonnenstatue angezogen. Schon in vorchristlicher Zeit gab es im Fährbrücker Tal eine Kultstätte. »mehr
SCHWEINFURT
Dem romanischen Stilempfinden abgelauscht
Die nachfolgenden Generationen hatten keine besonders hohe Meinung von der Qualität der 1902 eingeweihten Schweinfurter Heilig-Geist-Kirche. Im 1937 erstmals erschienenen und 1977 überarbeiteten Kirchenführer heißt es: „Dem Zuge der Zeit folgend, welche die Kraft zu eigenen baukünstlerischen Lösungen nicht aufbrachte, schuf der Architekt eine dem romanischen Stilempfinden abgelauschte dreischiffige Basilika von 56 Metern Länge und 20 Metern Breite.“ »mehr
WÜRZBURG
Beten und Meditieren neben der Kneipenmeile
Mitten in der Stadt, an der Würzburger Kneipenmeile Sanderstraße, leben die neun Mönche der Unbeschuhten Karmeliten ein Leben in Gebet und Kontemplation. Ihr Zuhause ist ein gewaltiger barocker Bau, vollendet im 17. Jahrhundert. »mehr
EFFELDORF
Die schöne Madonna mit ihrem Kinde
Effeldorf, das kleine Örtchen mit nur 425 Einwohnern, liegt nur wenige Kilometer vom Mainfrankenpark entfernt, abseits der großen Bundesstraßen und Autobahnen. Ein Abstecher lohnt sich trotzdem allemal. Dort befindet sich die einzige Loreto-Kapelle in Nordbayern. Nach ihrer Restaurierung sind Teile der naiven Malereien noch im Original erhalten. »mehr
ASTHEIM
Wo Raum und Zeit ineinander fließen
Wer bei Volkach den Main überquert und Richtung Vogelsburg unterwegs ist, entdeckt über den Bauernhausdächern linker Hand den gelblich glänzenden Turm des Kartäuserklosters Astheim. Schlank und spitz ragt er in den Himmel. Mit seinen kunstvollen, neugotischen Verzierungen gehört er heute zur Kartause. Ein Blitzeinschlag im 19. Jahrhundert und ein Kirchenbrand hatten den ursprünglichen Turm zerstört und im Kloster die Decken schwarz gefärbt. »mehr
MÜNSTERSCHWARZACH
Monument des Glaubens
Ich nenne sie nur „die Abtei“. Die Kirche steht für mich für das ganze Kloster. In der Tat hat das Münster der Abtei ja auch den Namen gegeben. Jedes Mal wenn ich von der A 3 kommend auf Münsterschwarzach und die Kirche „Christus Salvator“ (Christus der Erlöser) zufahre, die mächtigen Türme in der Ebene liegen sehe, freue ich mich. Ruhe strahlt sie aus, Beständigkeit, Selbstsicherheit, Vertrauen. »mehr
Waldbüttelbrunn
Die Kultur-Kirche
Die Alte Kirche in Waldbüttelbrunn ist schon lange kein Gotteshaus mehr. Und hat doch – gläubige Katholiken mögen's verzeihen – für die Bewohner der 5184-Seelen-Gemeinde im Westen Würzburgs ähnliche Bedeutung wie die Neue Kirche ein paar Hundert Meter weiter. Seit 1980 ist sie Mittelpunkt des Gemeindelebens, ihr Turm Wahrzeichen. Ein weitsichtiger Bürgermeister weckte die Alte Kirche damals aus einer Art Dornröschenschlaf. Dass es in ihr lebendiger zugeht denn je, ist Verdienst des „Kulturforums Alte Kirche e.V.“. »mehr
Gerolzhofen
Die wachgeküsste Schönheit
Beschäftigt man sich mit der Geschichte der Johanniskapelle, so wird man unweigerlich an das Märchen von Dornröschen erinnert. Über Jahrhunderte führte das kleine Kirchlein ein meist unbeachtetes Schattendasein neben der mächtigen Stadtpfarrkirche. Doch weil das Bauwerk meist links liegen gelassen wurde, hat sich dort spätgotische Baukunst in Reinkultur unverfälscht bis in unsere Zeit bewahrt. »mehr
Mönchsondheim
Wo die gute alte Zeit lockt
Zufrieden mit ihrem Pfarrer waren die Mönchsondheimer in früheren Tagen nie so recht. Dabei spielt es keine Rolle, ob der evangelisch oder katholisch war. Nach dem Religionsfrieden von Augsburg 1555 gilt ja der Grundsatz „Cuius regio, eius religio!“ („Wessen Land, dessen Religion“). Doch wer war denn in diesen Zeiten der Landesherr der Mönchsondheimer: die Markgrafen von Ansbach oder die Fürstbischöfe von Würzburg mit Patronatsherrn Münsterschwarzach? »mehr
Würzburg
Bin dann mal auf dem Marienweg
Fast 900 Kilometer führt der Marienweg durch Rhön, Steigerwald, Haßberge und Spessart. 50 Pilgerstätten, ungezählte Marterl und Andachtsbilder am Wegesrand, machen aus der Wanderung eine Wallfahrt. Ein Stück gehen sieben Frauen mit der Würzburger Schönstattschwester Elke Schauer. »mehr
Dettelbach
Eine Prügelei und ihre Folgen
"Wallfahrer ziehen durch das Tal, mit fliegenden Standarten. Hell grüßt ihr doppelter Choral den weiten Gottesgarten. . .“ Diese Verse aus der dritten Strophe des Frankenlieds von Victor von Scheffel beschreiben die Wallfahrtsfrömmigkeit des Frankenlandes. Sie könnten aber auch explizit für die Gnadenstätte „Maria im Sand“ /Maria in Arena, ehemals Maria in den Weinbergen, in Dettelbach stehen. Zu dem beliebten Wallfahrtsort pilgern seit über 500 Jahren zahlreiche Gläubige, um den Schutz der Gottesmutter Maria zu erflehen. »mehr
RÖDELSEE
Nach den Regeln des Heiligen Benedikt
Neben der Benediktinerabtei Münsterschwarzach ist der Schwanberg das zweite große geistliche Zentrum im Landkreis Kitzingen. Auf dem 473 Meter hohen „heiligen Berg“ lebt mit der Communität Casteller Ring (CCR) ein evangelischer Frauenorden im Geist der Regeln des Heiligen Benedikt. »mehr
URPHAR
Eine Kirche als Fluchtburg
Wer den Schwingungen des Maintals von Marktheidenfeld nach Wertheim folgt, läuft Gefahr, das unweit der bayerisch-badischen Landesgrenze gelegene Dörfchen Urphar achtlos links neben der Straße liegen zu lassen. Ein Fehler: Denn die dortige Jakobskirche – auch als Urpharer Wehrkirche bekannt – ist ein uraltes, zauberhaftes, besterhaltenes Kleinod von geheimnisvollem, ja mystischen Charakter. »mehr
TÜCKELHAUSEN
Die Zelle des Heils liegt in Franken
Biegt man bei Giebelstadt von der Bundesstraße 19 ab in Richtung Ochsenfurt, so verlässt man nach einigen hundert Metern die fruchtbare Hochfläche des Ochsenfurter Gaus. Die Straße führt hinab ins Tal, zum Zusammenfluss des Thierbachs mit dem Biberleinsbach oberhalb der Mönchsmühle. Dort stehen die massiven Muschelkalkmauern der ehemaligen Kartause Tückelhausen. Die Anfänge dieses Mönchsklosters reichen bis ins frühe 12. Jahrhundert zurück. »mehr
WÜRZBURG
Wo Bleistiftspitzen in den Himmel ragen
Kirchen gibt es in der Bischofsstadt Würzburg jede Menge, aber Sankt Johannis ist in mancherlei Hinsicht etwas Besonderes: Das zweite protestantische Gotteshaus nach der ehemaligen Klosterkirche St. Stephan war der erste evangelische – und lang ersehnte – Kirchenneubau in der Stadt. 1895, nach dreijähriger Bauzeit, war die Kirche in Kreuzform geweiht worden. »mehr
WÜRZBURG
Die Kuppel als Markenzeichen
Viele Touristen, die zum ersten Mal nach Würzburg kommen, halten das imposante Stift Haug mit seiner mächtigen Kuppel für den Dom. Pfarrer Erhard Kroth weist den verirrten Jägern nach Sehenswürdigkeiten dann den rechten Weg. Dabei ist auch Stift Haug durchaus einen Besuch wert. »mehr
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