Leseranwalt

anton.sahlender@mainpost.de
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 (61) Der Leseranwalt: Warum die Nationalität von Straftätern in Nachrichten nicht immer genannt wird

Er bemerke häufig in der Main-Post eine (bewusste oder unbewusste) Verschleierung von Informationen „über ausländische Straftäter bzw. Täter mit Migrationshintergrund“, schreibt mir ein Leser.  »mehr
    
    

Der Leseranwalt: Über das Kunststück, einen Zeitungstitel zu gestalten, ohne das Ergebnis des WM-Finales zu kennen

Es ist in der Redaktion wirklich ein hart diskutiertes Kunststück gewesen, gestern den Zeitungstitel für heute zu gestalten – ohne zu wissen, ob Deutschland Fußballweltmeister geworden ist. Bevor ich darauf zurückkomme, will ich einiges vorausschicken.  »mehr
    
    
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 (14) Der Leseranwalt: Volkes Meinung wird nicht unbedingt in veröffentlichten Leserbriefen deutlich

Wegen der Auswahl der veröffentlichten Leserbriefe hat jetzt ein Ehepaar sein Zeitungsabonnement gekündigt. Nach einem Gespräch mit dem verantwortlichen Redakteur, so schreibt das Paar, habe es im vergangenen Jahr noch von dieser Konsequenz abgesehen.  »mehr
    
    
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Der Leseranwalt: Das Recht am eigenen Bild gilt auch für Beteiligte an Unglücksfällen

Kann ich für den Fall, dass ich verunglücken sollte, im Voraus festlegen, dass weder von mir noch von meinem Fahrzeug Fotos oder Videos in der Presse erscheinen? Die Leserin, die mich das fragt, möchte solche Bilder sowohl für die Zeitung als auch für ihr Onlineangebot ausschließen. Ihre Begründung: „Es muss doch für Angehörige und Bekannte furchtbar sein, diese Fotos oder Videos zu sehen.“  »mehr
    
    

Der Wunsch einer Leserin...

Der Beitrag über die Bilder von Biker-Unfällen hat die Zuschrift einer Leserin herausgefordert. Ich werde ihr demnächst auch hier antworten.  »mehr
    
    
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UNTERFRANKEN
Der Leseranwalt: Niemand will Bikern mit Unfallfotos ihr nicht ganz ungefährliches Hobby austreiben

Ob es wirklich nötig sei, Bilder von Motorradunfällen zu publizieren, egal ob online oder in der Druckausgabe, fragt mich Herr R. S. aus dem Kreis Main-Spessart. Es gebe unter den Lesern (hier schließt sich der Schreiber ein) sicherlich einige Motorradfahrer, für die ein solches Bild sehr, sehr schmerzhaft sei.  »mehr
    
    
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 (8) UNTERFRANKEN
Der Leseranwalt: Ein unerfüllter Leserwunsch: Die Frau auf dem Foto würde ich gerne kennenlernen

Diese Anfrage hat überrascht. Sie war der Redaktion gänzlich neu. Deshalb greife ich sie auf.  »mehr
    
    
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 (2) UNTERFRANKEN
Der Leseranwalt: Die Zeit von „nachdem“ ist abgelaufen, wenn in einem Satz nur etwas zu begründen ist

Nachdem ich mehr als sechs Wochen mit meiner Tätigkeit als Leseranwalt ausgesetzt habe, melde ich mich zurück. Auch ich nehme nun wieder Beschwerden, Zustimmungen oder wichtige Hinweise an.  »mehr
    
    
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UNTERFRANKEN
Der Leseranwalt: Nachhaltiges aus dem Wald, „der im Wesentlichen aus Bäumen aufgebaut ist“

Ein stets aufmerksamer Leser ist auf eine Meldung gestoßen, in der es hieß, dass ein Konzern „2009 Milliarden verlor“. Aber, aber . . .  »mehr
    
    
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UNTERFRANKEN
Der Leseranwalt: Wider ausgeschriebene Fäkalausdrücke und für eine gereinigte Sprache in der Zeitung

Fäkalausdrücke würden immer mehr ausgeschrieben, beschwert sich eine Leserin. Früher seien sie abgekürzt worden. Sie erwarte, dass sich ihre Tageszeitung „einer gereinigten Sprache bedient“. Eigentlich seien es Medien, darunter TV und Zeitungen, die einen Wandel zum Ordinären bewirkten.  »mehr
    
    

 (5) UNTERFRANKEN
Der Leseranwalt: Die Redaktion schützt ihre Informanten: Anonyme Hinweise sind unglaubwürdig und unnötig

Die Redaktion erhält gelegentlich anonyme Hinweise. Sie prangern meist Missstände in öffentlichen Einrichtungen an. Darüber schreibe ich nicht zum ersten Mal. Anonym werden Vorwürfe gegen verantwortliche Personen erhoben. Können sie Folgen für das Gemeinwohl haben, sind sie von öffentlichem Interesse.  »mehr
    
    
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UNTERFRANKEN
Der Leseranwalt: Zu den bestens bekannten Pferdestärken eines Autos gehören die undurchschaubaren Kilowatt

Wann hält sich die Zeitung endlich an gesetzliche Vorschriften? Das fragt ein Würzburger Leser, der sich darüber ärgert, dass auf der Seite „Mobile Welt“ bei Leistungsangaben zu Fahrzeugen nur PS und nicht kW oder kW/PS genannt werden. Das verstößt aus seiner Sicht gegen Gesetzesvorschriften. „Von meiner Zeitung erwarte ich“, so fordert er, „dass sie sich an die Gesetzesvorgaben hält.“ Wenn nicht, müsse er das Ordnungsamt einschalten.  »mehr
    
    
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UNTERFRANKEN
Der Leseranwalt: Wenn Informationsinteresse der Öffentlichkeit mit dem Leid von Hinterbliebenen in Konflikt kommt

Über Unglücksfälle mit Todesopfern in unserer Region wird immer berichtet. Das ist unvermeidlich, wird von Lesern erwartet und stark genutzt. Wissen sollte man aber, dass solche Berichte oft zur Belastung für Angehörige der Opfer werden, wenn die zur Leserschaft gehören.  »mehr
    
    
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(1)
UNTERFRANKEN
Der Leseranwalt: An dieser Stelle wird auch am Rosenmontag auf die Wiederholung böser Witze verzichtet

Eigentlich wollte ich am Rosenmontag Witze veröffentlichen, Witze, die zu Beschwerden beim Deutschen Presserat geführt haben. Man hielt sie für menschenverachtend. Berechtigte Einwände von Kolleginnen haben mich aber vor dem Fehler und Sie vor den Witzen bewahrt.  »mehr
    
    
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UNTERFRANKEN
Der Leseranwalt: Größe macht schlechte Fotos nicht besser

Als langjähriger Leser dieser Zeitung übe ich erstmalig Kritik an den redaktionellen Inhalten“, schreibt mir Herr W.G. Seine Unzufriedenheit gilt einer Entwicklung, mit der sich auch andere „Langjährige“ schon beschäftigt haben. W.G. hat beispielhaft an einer Ausgabe der Zeitung festgestellt, dass mindestens zehn Bilder darin überdimensioniert sind. Diese Entwicklung beobachte er schon längere Zeit.  »mehr
    
    
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UNTERFRANKEN
Der Leseranwalt: Artikel mit Selbstverständlichkeiten in der Überschrift überblättern viele Leser einfach

Was macht eine Überschrift gut, was schlecht? Das fragen sich wohl auch Leser, die zuweilen Überschriften als unzutreffend oder reißerisch kritisieren. Täglich vor der Veröffentlichung und danach drehen sich in Redaktionen viele Gespräche um diesen wichtigen Teil ihrer Arbeit. Dazu ein Beispiel, das jüngst in die Diskussion kam. Am Samstag, 8. April, lautete die prominenteste Überschrift auf der Titelseite: „Polizei will Einbruchserie stoppen“.  »mehr
    
    
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(1)
UNTERFRANKEN
Der Leseranwalt: Politische Leserbriefe von Wahl-Kandidaten werden nicht veröffentlicht

Bei Kerstin Dolde, Leseranwältin der „Frankenpost“ in Hof, bin ich auf einen Beitrag zu den Kommunalwahlen am 16. März gestoßen. Er zeigt, dass sich die Probleme ähneln, denen die bayerischen Lokalzeitungen derzeit begegnen. Die Kollegin schreibt: „Die politischen Gegner fechten manchen Strauß aus – und tun dies gerne möglichst öffentlichkeitswirksam.“  »mehr
    
    
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UNTERFRANKEN
Der Leseranwalt: Der Wettbewerb um das längste Wort sollte mit dieser Zeitung nicht gewonnen werden

Heute lenke ich ihre Aufmerksamkeit auf die Länge von Wörtern. Darauf gebracht hat mich das Neue Handbuch des Journalismus (Internet: www.journalismus-handbuch.de). Dort wird gefragt: „Wer entdeckt das längste Wort des Jahres?  »mehr
    
    

Die Dublette gilt seit jeher als ein Sündenfall der Zeitungsmacher

Wenn zu einem Thema zwei Artikel unter unterschiedlichen Rubriken nahezu identisch gedruckt werden, ärgere ich mich“, schreibt mir die Leserin U.B. aus dem Landkreis Bad Kissingen. So stand am 10. Januar unter „Franken“ der Beitrag „Betrüger gaben sich als Kriminalbeamte aus“ und der nahezu identische Text noch einmal unter Bad Brückenau, dort allerdings mit anderer Überschrift: „Von falschem Kripobeamten abgezockt.“  »mehr
    
    

WÜRZBURG
Der Leseranwalt: Besonders im Wahlkampf schlägt Parteigängern und Interessenvertretern die Stunde

Die korrekte Vorstellung der Bewerber für die Kommunalwahlen am 16. März beschäftigt Lokalredaktionen derzeit intensiv. Das gehört zu ihren wesentlichen und schwierigsten Aufgaben.  »mehr
    
    
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WÜRZBURG
Der Leseranwalt: Von einem Mann, der nicht mit schlechten Nachrichten ins Bett gehen will

Also, die Wahrheit ist ganz einfach: Ich mag keine negativen Nachrichten in dieser Vielzahl: Früh, Mittag, Abend – Radio, Zeitung, Fernseher – zuballern mit (fast immer) negativen Nachrichten. Das war zwar schon immer so, nur jetzt reicht‘s mir halt mit der Zeitung. Fernseher hatte ich noch nie, ich will nicht mit negativen Nachrichten, Morden und Krimis ins Bett. Sie wissen sicher, wie unser Gehirn arbeitet und solche Dinge verarbeitet.“  »mehr
    
    

 
(1)
WÜRZBURG
Der Leseranwalt: Meine Festtagswünsche an Leserinnen und Leser, die der Redaktion einen Spiegel vorhalten

Eine Tüte, angefüllt mit Zeitungsausschnitten, trug uns eine Würzburgerin in diesem Jahr persönlich ins Verlagshaus. Über sechs Monate hatte sie Fehler gesammelt und angestrichen.  »mehr
    
    
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 (2) WÜRZBURG
Der Leseranwalt: Journalisten müssen es auch erzählen, wenn sie für ihre Recherchen auf Kosten anderer verreist waren

Wenn Journalisten dienstlich verreisen, tun sie das, um zu recherchieren. Mitunter geschieht das auf Einladung, etwa von Wirtschaftsunternehmen, wenn diese ihre Auslandniederlassungen vorstellen wollen. Reiseunternehmer oder Fremdenverkehrsverbände locken zu reizvollen Urlaubszielen. Und Automobilhersteller präsentieren neue Modelle häufig im Ausland.  »mehr
    
    
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 (17) Der Leseranwalt: Nach Gewalttaten muss der Schutz von Opfern schon mit der Sprache in der Überschrift beginnen

Über Sprache und ihre Wirkung muss man sich immer wieder Gedanken machen, auch über vordergründig klare Titel wie „Behinderten ausgeraubt“ und „Raubüberfall auf Behinderten gesühnt“. Die standen in dieser Zeitung. Die beschriebene Tat kann schon nach dem Lesen der Überschriften Empörung auslösen.  »mehr
    
    
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Der Leseranwalt: Alte Klamotten sollen auch in den Lokalteilen der Zeitung nicht mehr erscheinen

Aktualität ist ein Qualitätsmerkmal, auch für Tageszeitungen. Die müssen es aber etwas anders definieren, weil sie als gedruckte Medien einen Nachteil auszugleichen haben. Sie erscheinen nur einmal werktäglich. Zeitnäher können Radio und TV auf Ereignisse reagieren. Und im Internet geht’s überhaupt ruck-zuck: Zeitgleich finden sich in Netzwerken wie Twitter Botschaften von noch laufenden Veranstaltungen in aller Welt ebenso wie aus nächster Nähe.  »mehr
    
    
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Der Leseranwalt: Diskutieren Sie mit, welches Thema unbedingt auf der Titelseite der Zeitung stehen sollte

Darüber, was auf der Titelseite dieser Zeitung stehen soll, lässt sich trefflich diskutieren. Die Redaktion tut das täglich. Leser können das auch, um vielleicht zu erkennen, dass man sich nur bei Ereignissen von überragender Tragweite schnell einig wird.  »mehr
    
    
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(1)
Empfehlungen für den Umgang mit Horoskopen – auch für Leser in der Türkei

Seit einem Jahr bin ich für unsere Zeitung Mitglied der Organization of News Ombudsmen (www.newsombudsmen.org), in der sich Medien-Ombudsleute weltweit zusammengeschlossen haben. Das bringt mir auch Diskussionen nahe, die in anderen Ländern über Veröffentlichungen in Medien geführt werden. Eine aktuelle bleibt mir in Erinnerung, weil ich danach mit meiner Meinung vielleicht den Weg in eine türkische Zeitung finde.  »mehr
    
    

Zu sprachlichen Marotten und Modewörtern, die Lesern auf den Keks gehen können

Gerne mache ich wieder mal eine Anleihe bei einem Journalismus-Newsletter. Ich meine, dazu können auch Zeitungsleser Nachhaltiges beitragen. Sie dürfen helfen, ein Wort herauszufinden, das mit dem neuen Jahrhundert schwer in Mode gekommen ist und scheinbar in jedem Zusammenhang passt. Nach diesem Wort werden Journalisten in der letzten Ausgabe für 2013 des Newsletter der Akademie Berufliche Bildung der deutschen Zeitungsverlage (ABZV) gefragt. Siehe auch http://www.abzv.de/  »mehr
    
    
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Deutscher Presserat misst Medien-Ombudsleuten große Bedeutung bei

Wofür brauchen wir Medien-Ombudsleute, von denen es in Deutschland nur ein Dutzend gibt, aber über 100 Tageszeitungen? Wenn Leser diese Frage beantworten können, dann wäre das schon ein Erfolg für das Wirken der Ombudsleute. Denn die wollen für die Anliegen von Lesern da sein, wenn das zuständige Redaktionen nicht zur Zufriedenheit von Lesern leisten können – meist in Konfliktfällen.  »mehr
    
    

Plauderei mit den Machern von Wuerzblog

Für alle, die mehr über mich und meine Rolle als Leseranwalt wissen möchten  »mehr
    
    

Ich lege eine Pause ein....

Ab 5. November 2013 bin ich wieder erreichbar  »mehr
    
    
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Der Leseranwalt: Mein Beitrag wider einen falschen Eindruck: Ich weiß die Leistungen von Abgeordneten zu würdigen

Nein, ich habe nichts gegen Landtagsabgeordnete, auch dann nicht, wenn sie in der Zeitung abgebildet sind. Oft rechtfertigt das ihr politischer Einsatz. Den weiß ich als Demokrat zu würdigen.  »mehr
    
    
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 (14) Das Geheimnis um einen Landtagsabgeordneten auf dem Gruppenfoto von einer Ehrung

Manche Volksvertreter sind anscheinend überall. Bilder können diesen Eindruck vermitteln. Der ist nachvollziehbar. Gerade bei Abgeordneten muss doch das Motto gelten: Nach der Wahl ist vor der Wahl.  »mehr
    
    
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 (4) Der Leseranwalt: Ein Indiz dafür, dass die Falten der Kanzlerin die Wähler nicht beeinflussen können

Beschwerden darüber, dass die Redaktion mit ihrer Berichterstattung versucht hätte, vor der Wahl einseitig Einfluss zu nehmen, sind mir nur wenige bekannt. Das heißt, sie wurde nicht verantwortlich gemacht für unerwünschte Ergebnisse.  »mehr
    
    
    
    
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 (9) Bedürfnisse der Menschen müssen an die Politiker herangetragen werden

Drei Funktionen von Journalisten haben zwei dänische Wissenschaftler in einer aktuellen Studie herausgearbeitet: die Informationsfunktion, die Kontrollfunktion und die Funktion, der Meinung der Bevölkerung ein Forum zu bieten und Bürger zu Wort kommen zu lassen.  »mehr
    
    
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Der Leseranwalt: Mit ihren Autoren können Tageszeitungen mehr Gesicht zeigen

Sie haben mit Interesse einen Beitrag gelesen. Wollen Sie danach gerne mehr als nur den Namen des Journalisten erfahren, der ihn recherchiert und geschrieben hat?  »mehr
    
    
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Der Leseranwalt: Vor den eigenen Lesern an den Pranger gestellt zu werden, ist für Redaktionen schmerzhaft

Wenn der Deutsche Presserat Zeitungen für Beiträge rügt, die gegen den Pressekodex verstoßen, berichte ich gelegentlich darüber, so am 19. August (Presserat: Die katholische Kirche und ihr Oberhaupt müssen deutliche, öffentliche Kritik aushalten). Danach hat ein Leser nach der Konsequenz aus einer Rüge gefragt. Er meint, dass es im Endeffekt keine gibt. Grund: Schlagzeile und Kommentar (hier über den Papst) würden dadurch nicht zurückgenommen und wahrscheinlich nicht richtiggestellt. Ihm erscheine das Ganze als Alibi, um Lesern eine Objektivität vorzugaukeln, die es nicht gibt.  »mehr
    
    

 (2) Der Leseranwalt: Muss denn ein Wildpinkler beim Festbetrieb wirklich in der Zeitung stehen?

Dass sich ein stark alkoholisierter Wildpinkler beim Laurenzifest in Marktheidenfeld leicht am Kopf verletzte, als er sich gegen Sicherheitskräfte zur Wehr setzte, ist nicht ungewöhnlich bei einem Festbetrieb. Im örtlichen und im benachbarten Würzburger Lokalteil der Zeitung war der Vorgang zu lesen.  »mehr
    
    
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 (13) Presserat: Die katholische Kirche und ihr Oberhaupt müssen deutliche, öffentliche Kritik aushalten

Das war ziemlich heftig: Fast 50 Beschwerden von Lesern an den Deutschen Presserat richteten sich gegen einen scharfen Kommentar der „TAZ“ (die Tageszeitung/Berlin) zur Papstwahl. Diese Information war jüngst einer Mitteilung des Presserates, der Organisation zur freiwilligen Selbstkontrolle gedruckter Medien, zu entnehmen.  »mehr
    
    
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(1)
Kandidaten vor der Wahl im Porträt: Überschriften sollten eine klare Linie erkennen lassen

Der Wahltermin rückt näher. Die Sensibilität der Kandidaten wächst, ebenso die ihrer Anhänger. Also muss das auch für Redaktionen gelten. So werde ich auf die Überschrift zu einem Kandidatenporträt (2.8., Würzburger Lokalteil) gestoßen: Anwalt der kleinen Leute.  »mehr
    
    
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WÜRZBURG
Presserat: Hier sollte lediglich tatsachengetreu aus einem Gerichtsverfahren berichtet werden

Abgelehnt hat der Deutsche Presserat eine Beschwerde aus dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma. Sie richtet sich gegen ein Zitat in einem Gerichtsbericht in dieser Zeitung und auf mainpost.de. Diese Ablehnung (bereits im Vorverfahren des Presserates entschieden) wurde der Redaktion erst vergangene Woche übermittelt.  »mehr
    
    
Leseranwalt

Der Leseranwalt: Seitenweise nur Vereinsberichte – das würde sogar Vereinsmeier in die Flucht schlagen

Vereine sind wichtig. Trotzdem interessieren sich nur wenige Leute für die unübersehbar vielen Vereine, die landauf, landab selten nur im Verborgenen blühen. Ihre Aktivitäten erreichen Lokal- und auch Sportredaktionen ständig. Die fragen sich dann, was davon muss wie berichtet werden. Es soll Interesse bei Lesern finden – möglichst bei vielen.  »mehr
    
    
Leseranwalt

Ein Wörtertest für Hochbegabte und alle Leute, die nichts verpasst haben

Mit Wörtern beschäftigt sich regelmäßig das Handbuch für Journalismus. Im Internet wird es fortgeschrieben (http://www.journalismus-handbuch.de). Dort erinnert sein Autor Paul Josef Raue daran, dass der erste Duden 1880 knapp dreißigtausend Wörter auflistete. Inzwischen sind es fast fünf Mal so viele. Unsere Sprache entwickle sich völlig anders als unsere Bevölkerung: mehr Geburten als Beerdigungen.  »mehr
    
    
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 (2) WÜRZBURG
Das journalistische Für und Wider zur fotografierten nackten Wahrheit über Ben Becker

Die Diskussion in der Redaktion um ein Foto war intensiv, vor der Veröffentlichung und auch danach. Es ging um den nackten Ben Becker, zu sehen am Dienstag, 9. Juli, Seite 9 („Ben Becker gibt den Proll“).  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (4) WÜRZBURG
Kann man 460 Millionen Flughäfen wirklich übersehen?

Meine Anregung von vergangener Woche, Fehler in der Zeitung gleich zu melden, ist bislang in der Leserschaft auf wenig Resonanz gestoßen. Das könnte man journalistisch unter einem „Gott sei Dank“ verbuchen, müsste ich nicht auch einen Erfolg melden, der für die Redaktion kein Ruhmesblatt ist.  »mehr
    
    
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 (8) WÜRZBURG
Wichtig sind Verständlichkeit und Korrektheit, denn in der Eile des Zeitungsalltags entsteht selten Literatur

Rechtschreib- und Grammatikfehler oder falsche Daten – das Kapitel muss immer wieder aufgeschlagen werden. Erklärungen fallen schwer. Sie werden mir gerne als Rechtfertigung ausgelegt. Aber Fehlerhaftes wird nun mal nicht absichtlich verbreitet.  »mehr
    
    
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(1)
MAINFRANKEN
Ein Arzt, der die Zeitung mit dem Wort "Pfuscher" auf dem Titel nicht in sein Wartezimmer lässt

Ärzte sind auch nur Menschen. Meist vertraue ich ihnen. Das bleibt so, auch nach einem kurzen heftigen Telefonat mit einem Arzt. Es geht um den Artikel auf der Titelseite vom 18. Juni, überschrieben mit: Ärzte: „Wir sind keine Pfuscher“. Dazu die Unterzeile: Mehr als 12.000 Patienten beschwerten sich im vergangenen Jahr über Behandlungsfehler.  »mehr
    
    
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(1)
Die wertende Bedeutung eines "nur"

Nicht zum ersten Male setzt sich Leser A.M. mit unserer Zeitung auseinander. Kritisch trägt er vor, was ihm auf der Titelseite vom Samstag, 1. Juni, passiert ist. Dort war eine Überschrift, „Nur einmal ein Judenwitz“, in Anführungszeichen gesetzt. Und die Unterzeile darunter lautete: Erklärung des Bischofs.  »mehr
    
    

Das Naturereignis und der fotografische Blick in ein überschwemmtes Privatgrundstück

Viel musste über die zerstörerische Wirkung der Flut aus Flüssen und Bächen auf Teile unserer Region berichtet werden. Dazu gab es in der vergangenen Woche reichlich aktuelle Fotos zu sehen, in der Zeitung und auf mainpost.de.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (12) Wenn ein Berichterstatter in das berichtete Ereignis selbst eingebunden war

Quellenklarheit ist ein gewichtiger journalistischer Grundsatz. Ich gehe darauf ein, weil auch Nachrichten verbreitet werden, die redaktionell gesehen aus zweiter Hand stammen.  »mehr
    
    
Leseranwalt

Aus dem Schlechtwetterbericht eines Lesers: „Leute von heute sind reine Platzverschwendung“

Unser Ärger“, so hat ein Leser mit den Initialen R.E. zu Beginn des Wonnemonats Mai Veröffentlichungen überschrieben, von denen er offenbar meint, dass sie nicht nur ihm missfallen. Unterzeichnet ist seine E-Mail nämlich mit „Ihre verärgerten Mainpostleser“.  »mehr
    
    
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 (6) WÜRZBURG
Das falsche „Gefällt mir“ in der Überschrift missfällt auch in Gänsefüßchen

Attraktive und doch richtige Überschriften zu machen, das ist schwer – zumal in der kurzen Zeit, die oft dafür bleibt. Überschriften sollen den, der durch die Zeitung blättert, sofort erkennen lassen, welchen Inhalt ihm der Beitrag darunter bietet – das in gebotener Kürze.  »mehr
    
    
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 (2) WÜRZBURG
Sie können auch selbst heraussuchen, was in dieser Zeitung wirklich unwichtig ist

Woher wollen Sie wissen, was für ihre Leser wichtig ist.“ Das ist die Grundfrage der Fragen, vor allem für Journalisten. Nun hat sie mir ein Leser gestellt, dem ich zuvor allzu pauschal geschrieben hatte, „was für Leser wichtig ist, kommt in der Redaktion an.“  »mehr
    
    
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 (22) WÜRZBURG
Sagen Sie es Journalisten, wenn Sie in deren Berichterstattung nicht erkennbar sein wollen

Wer nicht im Lichte der Öffentlichkeit steht, hat das alleinige Recht darüber zu entscheiden, ob über seine Person in einem Medium identifizierend berichtet werden darf.  »mehr
    
    
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WÜRZBURG
Was in der Welt geschieht, könnte auch für die eigene Region von Bedeutung sein

Ganz ohne nationales Geschehen und ohne Blick in die Welt geht es auch nicht bei Lokalzeitungen. Den Stoff dazu liefern vor allem Nachrichten-Agenturen. Kein Medium kann sich alleine ein Mitarbeiternetz national und weltumspannend leisten, wie es Agenturen anbieten.  »mehr
    
    
Leseranwalt

WÜRZBURG
Die Abkürzung für eine Nachrichten-Agentur genügt nicht immer der notwendigen Quellenklarheit

Was sagt Ihnen die Abkürzung KNA? Von einem KNA-Mitarbeiter war am 9. April ein Beitrag zum Laizismus, „Trennung von Staat und Kirche?“, veröffentlicht. Für deren klare Trennung steht Laizismus. Und der KNA-Mann hat von Stimmen in Parteien berichtet, die sie strikter vollzogen wissen wollen.  »mehr
    
    
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WÜRZBURG
Berichterstattung über Tod eines Angehörigen belastet Hinterbliebene oft ein weiteres Mal

Nicht zum ersten Mal widme ich mich Todesfällen. Berichte darüber sind oft unvermeidlich. Sie gehören zu Medien. Journalisten dürfen sich dabei nie im Ton vergreifen. Geht es um Tote nach Unglücksfällen oder Krankheiten hier in unserer Region, muss man stets auch daran denken, dass sie von Hinterbliebenen gelesen werden, darunter Familienangehörige. Sie leiden dadurch oft ein zweites Mal.  »mehr
    
    
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 (40) WÜRZBURG
In mittelalterliche Feindseligkeiten gegenüber anderen Religionen wollen wir nicht zurückfallen

Vergangene Woche habe ich eine Karikatur zum Konklave erklärt. Sie hatte das mediale Ereignis rund um die Papstwahl aufs Korn genommen. Einen Vorwurf von Lesern habe ich dabei zurückgestellt: „Ihre Zeitung würde es nicht riskieren, eine solche Zeichnung zum Islam zu veröffentlichen.“  »mehr
    
    
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 (14) WÜRZBURG
Gezeichnete Satire zum Konklave schmäht weder Glaube noch religiöse Überzeugungen

Verärgert“ über eine gezeichnete Satire zum Konklave (Meinungsseite, 13. März) haben sich Leser geäußert. „Wie können Sie in Mainfranken für uns Katholiken so berichten?“, fragt ein Mann, der die Zeichnung für „absolut unvereinbar mit Pressefreiheit“ hält. Die unflätige Bemerkung, mit der dieser Christ die Zeitung abbestellt, zitiere ich nicht.  »mehr
    
    
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 (4) WÜRZBURG
Für Redaktionen gibt es oft gute Gründe, zum Ross nicht den Reiter zu nennen

Wer Ross schreibt, muss auch den Reiter nennen.“ Das fordern Leser oft, aktuell wieder auf mainpost.de. Grund: Im Würzburger Lokalteil (5.3.) und auf mainpost.de wird über einen offenkundigen Etikettenschwindel in der Filiale einer Discounter-Kette berichtet.  »mehr
    
    
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WÜRZBURG
Große Aufmachungen, Promis und Konflikte machen noch keine Boulevardzeitung

Sie sind wie die Bildzeitung“ – dieses Urteil ist Höchststrafe für eine Zeitung. Es steht für den Vorwurf der Boulevardisierung, der gerne schon mal gemacht wird, wenn das Wirken eines Bürgermeisters kritisch begleitet worden ist. Dabei geht es in solchen Fällen eher um journalistische Kontrollfunktion.  »mehr
    
    
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WÜRZBURG
Über eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes können sich Bürger mit Journalisten freuen

Sie stärkt auch das Bürgerrecht auf die notwendige demokratische Teilhabe durch rechtzeitige Informationen. Ich meine eine aktuelle Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) über die Auskunftspflicht des Bundesnachrichtendienstes (BND) als Bundesbehörde gegenüber Medien.  »mehr
    
    
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(1)
WÜRZBURG
Wenn ein Leser nach 60 Jahren seine Tageszeitung wegen "Hofberichterstattung" abbestellt

Zuerst wollte ich das überwiegend boshafte E-Mail wegwerfen. Ein Leser dieser Zeitung bezeichnet fünf ihrer Journalisten als Idioten. Das passt eigentlich nicht zum Absender, einem älteren Herrn, der sich mit dem Problem herumgequält hat, ob er nach 60 Jahren ohne seine Tageszeitung, die Main-Post, leben könne.  »mehr
    
    
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 (2) WÜRZBURG
Darbietungen und Berichte bedürfen in diesen Tagen einer besonderen Bewertung

Fastnacht – da stelle ich mal eben Leserkummer zurück. Beiläufig erfahre ich zwar, dass ein kritischer Redakteur mit einem bösen Reim Gegenstand eines Wagens bei einem der dörflichen Narrenumzüge ist. Fürs Zitieren ist der aber zu bescheiden, der Reim.  »mehr
    
    
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 (5) Journalisten sollen auch Meinung verbreiten, müssen mit ihrer Ansicht nicht hinter dem Berg halten

Die „persönliche Meinung Ihres Kollegen, Herrn Czygan, zu den Studiengebühren interessiert mich kaum“, schreibt mir ein Leser. Er findet es unmöglich und unprofessionell, dass sie in der heißen Phase des Volksbegehrens abgedruckt wurde (siehe: „Keine leichte Entscheidung/Gute Argumente pro und kontra Studiengebühren“, 29.1.).  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (2) Auch über ihre rote Handtasche kann uns eine Bundesministerin näher kommen

Die rote Handtasche ist roter Faden, der sich sich durch einen Beitrag (21.1.: „Kristina Schröder: Perfekter Auftritt in Gemünden“) zieht. Ein Leser nennt ihn „Schulaufsatz“. Die Bundesfamilienministerin ist aus der Nähe porträtiert.  »mehr
    
    
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(1)
Nicht alles was am Stammtisch Kopfschmerzen bereitet, ist zur Verbreitung in einem Medium geeignet

Eine Besuchergruppe reserviert in einem regionalen Vorzeigerestaurant einen Tisch. Als sie dort erscheint, sind die erwarteten Plätze besetzt. Dieses Versagen des in einem Leserbrief aus Baden-Württemberg namentlich genannten Lokals ist darin genau beschrieben.  »mehr
    
    
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 (6) Es kann für Leser frustrierend sein, wenn andere Leute vor der Wahl ihr Nichtwissen ausbreiten dürfen

Weil 2013 Wahljahr ist, greife ich vorsorglich eine journalistische Erfahrung aus dem US-Präsidentschaftswahlkampf 2012 auf. Es geht um die Praxis der US-Medien, oft den „kleinen Mann auf der Straße“ zu befragen.  »mehr
    
    
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 (5) Da bleiben Fragen offen: Friedliches Würzburger Silvester mit Randale und Körperverletzungen

Nachrichten müssen nachvollziehbar beurteilt sein. Lesern ist aber gleich nach dem Jahreswechsel eine krasse Unstimmigkeit aufgefallen. Einen Veitshöchheimer hat das zu der Frage veranlasst: Reden ihre Redakteure nicht miteinander? Denn die hätten – auch aus meiner Sicht – zuvor in der Berichterstattung über das Geschehen an Silvester und Neujahr eine Widersprüchlichkeit auflösen oder vermeiden müssen.  »mehr
    
    
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(1)
Von zielführenden Kritiken der Leser zu stilvollen Entschuldigungen der Redaktion

Fehler bleiben Zeitungslesern nie verborgen. Hilfreich ist, wenn sie gleich gemeldet werden. Redaktionen müssen sie berichtigen und Ursachen finden, besonders, wenn falsche Tatsachen berichtet wurden. Das dient auch der Vorbeugung. Die muss „höchste Priorität“ haben.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (11) Ist eine Karikatur nach dem Amoklauf von Newtown ein Zeichen für Verrohung?

Vielleicht trägt gerade heute zur Besinnung bei, was uns ein Leser aus Bad Kissingen geschrieben hat: „Ihre Seite 2 der Ausgabe vom 17.12. ist an Geschmacklosigkeit nicht zu übertreffen. Auf Seite 1 berichten Sie über ,Entsetzen nach Bluttat an US-Schule‘ und auf Seite 2 drucken Sie eine Karikatur ab, die diese Grausamkeit ins Lächerliche zieht.“  »mehr
    
    
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 (9) Über das Leistungsschutzrecht schreiben Journalisten von Tageszeitungen auch in eigener Sache

Ein Main-Post Kommentar wurde zum Stein des Anstoßes für den Medienkritiker Niggemeier. Bald wird er einen Kontra-Kommentar für uns schreiben. Das Pro übernimmt Christoph Keese, Geschäftsführer aus dem Hause Springer.  »mehr
    
    
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 (27) Die Freiheit, besser zu argumentieren, gehört allen

Es muss wohl eine Rarität bleiben, dass ein Leser einen Kommentar lobt, obwohl der nicht seine eigene Meinung trifft. Ich jedenfalls warte noch darauf. Doch schreiben Sie jetzt bitte nichts, was nicht eigenem Antrieb entspringt.  »mehr
    
    
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 (2) Verständnis für einen schwulen Sozi und eine unverständliche Überschrift

Sensibilität ehrt den Hofheimer Leser, der mir am 21.10. schrieb: „Als ich heute den Leitartikel von Herrn Stern gelesen habe, ist mir vor lauter Wut wortwörtlich der Appetit vergangen. Hier wird der junge SPD-Landrat Michael Adam, als 'schwuler evangelischer Sozi' hingestellt!“  »mehr
    
    

 (12) Ein Fehlersammler öffnet über störende Höhen hinweg den Blick auf überflüssige Bereiche

Ein Ochsenfurter sammelt Fehler aus der Zeitung. Er schickt sie mir mit mitunter nützlichen Hinweisen zu, wie den auf ein überflüssiges Wort. Es stört ihn in Unfallmeldungen, wenn „ein Schaden in Höhe von 8000 Euro entstand“. Sie entdecken das störende Wort gewiss.  »mehr
    
    

 (10) Beschwerde-Ablehnungen des Presserates: Wenn öffentliches Interesse schwerer wiegt als Persönlichkeitsrechte

Entscheidungen des Deutschen Presserates über Beschwerden gegen die Redaktion sind aufschlussreich, selbst dann, wenn sie zurückgewiesen werden.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (35) Ein Bürgermeister, der nicht mit dem Mitarbeiter reden mag, den die Redaktion beauftragt hat

Über Pressefreiheit wird diskutiert, weil ein CSU-Pressesprecher versucht haben soll, die Berichterstattung des ZDF zu beeinflussen. Ähnlichen Versuchen müssen aber auch Lokalzeitungen standhalten. Beschweren dürfen sich Politiker in Redaktionen.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (3) Nachrichten so vermitteln, dass Leser erkennen, wie sie davon betroffen sein könnten

Eine Kritik aus der ersten Redaktionskonferenz von vergangener Woche enthalte ich Ihnen nicht vor. Sie zeigt, dass regionale Tageszeitungen eine ihrer Stärken darin sehen, ihrer Leserschaft Nachrichten möglichst nahezubringen. Die Kritik mahnt aber auch, dabei auf das rechte Maß zu achten. Sonst entstehen unversehens – wie im Fall aus der Konferenz – Binsenweisheiten.  »mehr
    
    
sahlender gespiegelt

 (5) "Wir sind...": Zu was wir vielleicht noch alles gemacht werden

Auch ich empfinde es nicht mehr als originell, wenn über einer Themenseite geschrieben steht, „Wir sind Nobelpreis“. Deshalb zitiere ich die Kritik des Lesers K.V., der das auch nicht mag, und verzichte auf keines seiner Satzzeichen:  »mehr
    
    
Leseranwalt

Am Informationsgehalt eines großen Symbolbildes zur Suggestivkraft des Internets darf gezweifelt werden

Mit Bedenken, die Bundestagspräsident Norbert Lammert zum Journalismus geäußert hat, kann man sich gut auseinandersetzen. Dass er genervt ist, wenn Bildern Vorrang vor Texten gegeben wird, darüber habe ich vergangene Woche berichtet.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (5) Die Befürchtung des Bundestagspräsidenten Norbert Lammert als Mediennutzer

Besorgnis habe ich aus dem Munde von Bundestagspräsident Norbert Lammert bei der Verleihung des Lokaljournalistenpreises der Konrad-Adenauer-Stiftung an den „Generalanzeiger“ in Bonn vernommen.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (5) Andere Blickwinkel für anspruchsvolle Mediennutzer: Wie Journalisten Wirklichkeit erzählen

Dass Journalisten „keine Kopiermaschinen der Realität“ sind, erklärt der Tübinger Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen in einem Interview. Aber was sind sie denn? Das können Sie sich nun fragen.  »mehr
    
    
sahlender gespiegelt

 (11) Leser erklärt, dass es "grottenfalsch" ist, Fernsehsendung nur zu "gucken"

Ein Leser aus dem Spessart spricht über einen Fehler, der ihm nicht nur in unserer Zeitung auffalle, ein Sprach-Problem an. Er schlägt vor, „in der guten, alten Grammatik“ nachzuschlagen, was sich unter „transitiv“ und „intransitiv“ findet. Buuh, da war doch was. Lieber gleich mal nachschlagen.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 
(1)
Einige falsche Töne sollten Musikschüler nicht durchs ganze Leben begleiten

Besonderen gesetzlichen Schutz genießen Jugendliche auch in der Medien-Berichterstattung. Folglich müssen es sich Journalisten gut überlegen, bevor sie Namen Minderjähriger nennen. Dass dabei Fingerspitzengefühl notwendig ist, zeigt eine Entscheidung des Deutschen Presserates.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (13) Journalistische Recherchen in Internet-Netzwerken sind zulässig, Veröffentlichungen fragwürdig

Recherchieren dürfen Journalisten überall. Um an möglichst viele Informationen für ihre Arbeit zu gelangen, können sie sich aus allen allgemein zugänglichen Quellen bedienen, also auch im Internet aus offenen Profilen sozialer Netzwerke.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 
(1)
Presserat rügt die Veröffentlichung des Fotos eines tödlich verunglückten Mädchens

Zuletzt habe ich hier eine journalistische Pietätlosigkeit geschildert. Das Bild einer verunglückten jungen Frau war wider den Willen ihrer Eltern veröffentlicht worden. Denen konnten Richter trotzdem keine Entschädigung zusprechen. Die Rechtslage ließ es nicht zu.  »mehr
    
    

Ich mache Pause bis 26. Sept...

.... das heißt, der Leseranwalt wird nicht immer mitdiskutieren ...  »mehr
    
    
Leseranwalt

Ein veröffentlichtes Bild der getöteten Tochter verletzt nicht Persönlichkeitsrechte leidender Eltern

Pietätlosigkeiten müssen Journalisten unterlassen, trotz Pressefreiheit. Dazu verpflichten sie sich zumindest in ethischen Grundsätzen, um Opfer oder Hinterbliebene zu schützen. Denen können Gerichte in solchen Fällen nämlich nur selten Geldentschädigung oder Schadensersatz zuerkennen.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (23) Journalistisches Foulspiel? Der falsche Fall des Lothar Matthäus in der Überschrift

Da hat Lothar Matthäus, fränkischer Ex-Fußballstar und bleibendes Medienereignis, redselig mal wieder was herausgeplaudert, was offenbar prächtig zu ihm passt. Und das war am Freitag, 17. 8., im Sportteil gleich in der Überschrift zu lesen.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 
(1)
Weitere Wehmut über sprachliche Wermutstropfen in Zeitungsnachrichten

Meine letzten Beiträge haben mir weitere Sprachhinweise eingebracht, die nicht nur für Redakteure hilfreich sein können, so der falsche „Zuccinivollernter“. Der war am 6.8. in einer Überschrift genau so zu lesen, weil das 16-Tonnen-Ungetüm auf einer Straße havarierte.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (20) Anscheinend gibt es in der Redaktion Probleme mit der Bedeutung von scheinbar

Von mir bewunderte Kollegen, so Bastian Sick in seiner berühmten Zwiebelfisch-Kolumne, verbreiten sich oft über „Klippen“ in unserer Sprache. Von einer „Klippe“ erreichen mich gerade Schadensmeldungen. Es geht um eine beliebte – anscheinend besonders fränkische – Verwechslung.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 
(1)
Auch diese Zeitung ist nur einer unter Millionen Miteigentümern der deutschen Sprache

Kontakte mit Lesern gewähren mir zuweilen überraschende Einblicke in Gedankenwelten, die mich zuvor nie erreicht hatten. Fast schon solidarisch verpflichtet sehe ich mich, alle am jüngsten Einblick teilhaben zu lassen, gleichsam wie in einer Eigentümergemeinschaft.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (13) Finden Sie den Fehler! Saubere Handschrift macht Lesen nicht zur „Kernerarbeit“

Leute, die noch mit der Hand direkt auf Papier gefällig schreiben, sind gezählt. Die Masse tippt in Elektronik. Dabei habe ich eine Schwäche für Texte von Menschen, die ihre Feder noch zu führen wissen.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (4) Journalistische Angebote müssen auch auf mainpost.de finanziert werden

Die kostenpflichtige Bezahlschranke für journalistische Angebote, hier auf mainpost.de, wird von Nutzern jetzt oft diskutiert und mitunter kritisiert. Schließlich ist man im Internet meist den Gratis-Zugriff gewohnt. Und man vernimmt unterschiedliche Meinungen darüber, nach welchem Konzept die Nutzung von journalistisch erarbeiteten Beiträgen am sinnvollsten zu berechnen ist.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 
(1)
Der Rohrkrepierer: Wenn die ursprüngliche Bedeutung im Sprachgebrauch verschwindet

Heute beanstande ich militärische Ausdrücke als Metaphern in der Zeitung. Das lässt mich ein aufmerksamer Leser wissen. Ausdrücke wie „Lunte riechen“, die 500 Jahre alt seien, lasse er noch gelten. Da stimme ich ihm zu. Dafür bedarf es wohl auch keiner Erklärung.  »mehr
    
    
Leseranwalt

Wenn Jugendliche Leserbriefe schreiben, bedarf es nicht der Volljährigkeit, sondern der Einsichtsfähigkeit

Wenn nicht volljährige Jugendliche (unter 18) erkennbar in Texten und/oder Bildern vorkommen, sind Redaktionen gut beraten, sich das vor Veröffentlichung von deren Erziehungsberechtigten genehmigen zu lassen, empfehlen Juristen. Was im wohlverstandenen Interesse Jugendlicher liegt, wird vor ihrer Volljährigkeit von den Eltern maßgeblich mitbestimmt.  »mehr
    
    
Leseranwalt

Es ist fast unmöglich, in der Zeitung dem Anspruch aller Sportliebhaber gerecht zu werden

Sport in der Tageszeitung, daran scheiden sich Geister. Europäischer Fußball ist eine Menge, aber nicht alles. Auch Freunde anderer Disziplinen wollen zufriedengestellt sein. Dafür steht eine Leserbeschwerde über die Darstellung der deutschen Leichtathletikmeisterschaften.  »mehr
    
    

Fußball-Europameisterschaft mit Journalismus ohne Tunnelblick

Aktueller Schriftwechsel mit einem Leser über unsere EM-Beilage in der Zeitung und die EM-Berichterstattung  »mehr
    
    
Leseranwalt

Wenn Leser die Antwort auf eine von sieben redaktionellen W-Fragen vermissen

Wiederholt hat ein Leser festgestellt, dass in Berichten nicht alle sieben journalistischen „W-Fragen“, die eine Nachricht beantworten soll, berücksichtigt worden sind. Meist vermisst er das „Wann“.  »mehr
    
    

Brutale Tritte und was Günter Netzer schon 2006 gesagt haben soll

Ein anonymisierter Schriftwechsel zu "Das Grauen entsteht im Kopf", weil mir die Zuschrift eines Lesers an mich interessant erscheint  »mehr
    
    
Leseranwalt

 
(1)
Brutale Tritte gegen Opfer, die am Boden liegen: Das Grauen entsteht im Kopf

Darstellungen von Gewalt sind nicht immer zu vermeiden, aber gewiss nicht das, was sich Leser am Frühstückstisch wünschen. Das hat mir nicht zum ersten Mal ein Anrufer deutlich gemacht, dieses Mal, weil das Titelfoto vom 14. Juli direkt auf eine hässliche Seite der Fußball-Europameisterschaft blicken ließ: In Warschau traten Randalierer auf einen liegenden Mann ein.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (19) Wenn die Wirklichkeit mit einem brutalen oder hässlichen Gesicht gezeigt wird

Das Titelfoto vom 5. Juni finde ich absolut unmöglich und unnötig: Es hat keine journalistische Notwendigkeit für die Darstellung des Sachverhaltes und bedient allein den Ekelfaktor!“ Das haben uns Leser zu einem Bild wissen lassen, auf dem zwei Asylbewerber mit zugenähten Mündern zu sehen waren.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (5) Über die Folgen eines Schönheitsfehlers in einer emotionalen Sportreportage

Nachrichten, die sich als falsch erweisen, müssen unverzüglich richtiggestellt werden, fordert der Deutsche Presserat von Printmedien. Die Leitlinien unserer Redaktion wollen aber mehr: „Wenn uns Fehler unterlaufen, so geben wir diese offen zu, stellen sie richtig und entschuldigen uns (...). Wir bemühen uns, eine Kultur zu fördern, in der die Bereitschaft besteht, Fehler zu bekennen und daraus zu lernen.“  »mehr
    
    

 
(1)
Presserat ist kein „zahnloser Tiger“

Als Leseranwalt dieser Zeitung habe ich die Sprecherin des Deutschen Presserates, Ursula Ernst, zu einem Hintergrundgespräch in die Redaktion eingeladen. Es war mir ein Anliegen, mich mit ihr über die Beschwerden von Lesern und über die Aufgaben des Presserates zu unterhalten. Ursula Ernst, früher einmal Kollegin in unserer Redaktion, hält Ethik für ein wesentliches journalistisches Qualitätsmerkmal.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 
(1)
Zitate von Nazi-Größen sind in kritischer Auseinandersetzung mit der Geschichte gerechtfertigt

Schwierige redaktionelle Entscheidungen betreffen oft die Zeit des Nationalsozialismus. Die will in Veröffentlichungen stets bewusst aufgearbeitet sein. Dafür spricht ein Beispiel, das zu Leserkritiken geführt hat, die ich für berechtigt halte.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 
(1)
Direkt betroffenen Personen sollten Redaktionen ihre Entscheidungen begründen können

Warum denn nicht?“, fragt mich ein ratloser Leser. Er hatte gewünscht, dass die offizielle Eröffnung seiner Geschäftsräume redaktionell verbreitet wird. Ein Redakteur machte ihm zunächst Hoffnung – zumal sogar der Bürgermeister sein Kommen zugesagt hatte.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (11) Wenn Schreibfehler Zweifel an der Seriosität des Journalismus aufkommen lassen

Es gibt Fehler, die es nicht leicht machen, sich zu ihnen zu bekennen. Man möchte lieber im Boden versinken. Aber es nutzt nichts: Ein Journalist muss dazu stehen und richtigstellen. In krassen Fällen ist eine Entschuldigung angesagt.  »mehr
    
    
sahlender gespiegelt

 (2) Presserat: Durchschnittsleser unterscheiden als juristische Laien nicht zwischen Mord und Totschlag

Der Grundsatz der Unschuldsvermutung bleibt unberührt. Aber: Medien sind in Veröffentlichungen nicht unbedingt an juristische Begriffe gebunden. Das sagt der Deutsche Presserat. Und in diesem Sinne urteilten auch schon Gerichte.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (17) Ich empfehle, das Amt eines Bürgermeisters so zu würdigen, als wollten Sie es selbst übernehmen

Bürgermeister haben es schwer, ich meine, schwerer als noch vor 20, 30 Jahren. Und es gibt keine Ausbildung, die für dieses Amt fit macht. Meist streben es engagierte und politisch ambitionierte Zeitgenossen an.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (11) Meinungsmonopole sind nicht möglich: Jeder kann im Netz Beiträge veröffentlichen

Wir würden die Zeitung sofort wechseln, aber sie sind Monopolist.“ Diese bedrohliche Unzufriedenheit erfahre ich gelegentlich aus Würzburg oder Schweinfurt. Den Gründen gilt es nachzugehen. Ein Monopol existiert aber nicht.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (10) Im Internet ist die Lokalzeitung als demokratische Debattenplattform unmittelbar gefordert

Faszination Lokaljournalismus – Demokratie braucht Leitmedien“: Diese Zielrichtung gab die Bundeszentrale für politische Bildung ihrem Forum mit fast 150 Lokaljournalisten in Bremerhaven mit. Wenn Sie gedruckte Tageszeitungen bevorzugen, wundern Sie sich vielleicht, dass speziell über die nicht viel geredet wurde.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (14) Häufig sind es Leser, die Journalisten zu investigativen Recherchen veranlassen

Leser schätzen ihn, Journalisten streben danach. Die Rede ist von investigativem Journalismus. Er ist selten. Ich gehe aber darauf ein, weil hier jüngst in einem Interview danach gefragt war. Er wurde nur mit „sich einmischen“ erklärt. Das scheint mir missverständlich und mit Sicherheit unzureichend.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (6) Auch beim Ehrensold: Presse hält die Diskussion im Gang

Steht es Medien wirklich zu, wie in ihrer Zeitung geschehen, eine Diskussion über den Ehrensold von Wulff zu führen und damit Stimmungen zu erzeugen?“, fragt mich ein Leser. Und er antwortet gleich selbst: „Ich denke nicht, denn die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen sind noch am Laufen.“ Erst wenn ein Gericht geurteilt habe, lässt er mich wissen, könne beurteilt werden, ob Wulff der Ehrensold zustehe. Trotzdem spricht nichts gegen öffentliche Diskussionen. Es steht nicht einmal fest, ob der Fall vor Gericht kommt.  »mehr
    
    

 
(1)
Kurze Pause ....

Der Leseranwalt kommentiert eine Woche nicht mit.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (13) Der Blick auf Fehler-Eisberge in Zeitungen aus der Perspektive der „New York Times“

Fehler sind unliebsame Begleiter der Medien. Augenfälliger sind sie in den gedruckten. Sie beschäftigen mich und weltweit etwa 100 Medien-Ombudsleute. Ein wichtiger ist Arthur S. Brisbane von der „New York Times“. Dessen aktuelles Fehlerbekenntnis pflückte im Februar ein Kollege aus dem Internet.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (3) Wetten, dass die Medien Jauch oder Beckenbauer nicht zum Bundespräsidenten machen könnten

Wollten es die Medien, dann würde Günther Jauch oder Franz Beckenbauer Bundespräsident werden. Darauf wettet ein Leser. Der Nachweis für einen Wettgewinn lässt sich aber kaum erbringen, wenn die Medien nicht tatsächlich auf Jauch oder Beckenbauer setzen.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (2) Auch die Fastnachtszeit macht ehemaligen Wissenschaftsminister nicht zum Journalistik-Professor

Über einem Interview mit Thomas Goppel (CSU) stand am 13. Februar: „Meinung ist keine Nachricht“. Wie wahr. Der Politiker prangert eine tendenziöse Berichterstattung vieler Medien an.  »mehr
    
    

 (8) Ombudsleute helfen Lesern, die Presse zu demystifizieren

Ich berichte heute in eigener Sache. Des besseren Verständnisses wegen beginne ich mit einigen Sätzen über die Medien-Selbstkontrolle, die zur Wahrung der Unabhängigkeit notwendig ist. Die ginge verloren, würden etwa staatliche Stellen Medien kontrollieren.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (44) Meine Wahrheit, deine Wahrheit und die Wahrheit, die Journalisten nicht gepachtet haben

Derzeit macht verstärkt die Beschreibung der Medien als „Vierte Gewalt“ die Runde. Aber das sind sie nicht. Das Bundesverfassungsgericht hat sie als Wesenselement für ein freiheitliches Staatswesen gekennzeichnet. Als solches können sie öffentlich Druck erzeugen, mit Nachrichten, Meinungen oder Forderungen.  »mehr
    
    
sahlender gespiegelt

 (24) Lesern ist in Briefen mehr erlaubt, als Journalisten in ihren Artikeln

Vergangene Woche habe ich erklärt, dass Autorinnen oder Autoren von Leserbriefen auch für den Inhalt haften. Es kann sie teuer zu stehen kommen, wenn sie nicht nachweisbare schwere Rechtsverletzungen Dritter als Tatsache feststellen. Zu erkennen, ob das der Fall ist, fällt oft schwer. Selbst Juristen streiten mitunter, ob Texte durch die Meinungsfreiheit gedeckte Wertung oder eine Feststellung falscher Tatsachen enthalten. Kein Wunder, wenn auch Leser mal Meinung mit Nachricht verwechseln. Ich komme darauf zurück.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (19) Auch wenn Leser mal Klartext schreiben, müssen Tatsachen nachweislich wahr und richtig sein

Die Diskussionsfreudigkeit der Leser hat mit dem Angebot an Kommunikationswegen zugenommen. Auch die Angriffslust ist darüber gewachsen. Die bringt Salz in die Suppe. Und wo besser könnte man öffentlich seine Meinung oder seinen Unmut loswerden, als in seiner Tageszeitung? Klar, das geht auch im Internet, wo die Zeitungen ebenfalls Diskussionsforen anbieten. Dennoch, traditionell mehr Gewicht besitzen für Leser gedruckte Worte. Und die verbreitet die Redaktion, wenn das nicht ausdrücklich ausgeschlossen wird, sogar zusätzlich im Netz, hier auf mainpost.de.  »mehr
    
    
Anton Sahlender

 (9) Unabhängigkeit von Bundespräsident und Journalisten: Regeln für Annahme von Vorteilen jeglicher Art

Die Diskussionen um Unabhängigkeit und um mögliche Vorteilsnahmen des Bundespräsidenten veranlassen mich, auf Regeln zu blicken, die für Journalisten gelten. An sie dürfen ähnliche Fragen gestellt werden. Leser setzen auch auf deren Unabhängigkeit. Dafür hat der Deutsche Presserat Regeln festgeschrieben.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (70) Biblisches Hindernis für Journalisten: Wer ohne Fehler ist, werfe den ersten Stein

Wenn sich Journalisten in Medien mit menschlichem Fehlverhalten beschäftigen, wird ihnen oft biblisch entgegengehalten, „wer ohne Fehler ist ...“ Man lässt diesen Halbsatz gerne unvollendet wirken. Ist doch das fehlende, „... werfe den ersten Stein“, Allgemeingut.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (14) Von eigenen und fremden Fehlern, von geneigten und abgeneigten Lesern

Fehler, Fehler, Fehler. Ich will keinen beschönigen. Im neuen Jahr, so voller guter Vorsätze, fällt das nicht leicht. Und ich will auch Ihnen, meine geneigten Leser, nicht die Laune verderben. Genau deshalb sollten Sie bitte mal wieder die „geneigten Leser“ sein. Mit dieser etwas antiquierten Anrede biedern sich Zeitungsschreiber gerne bei den Leuten an, die sie mit ihrer Arbeit zu beglücken glauben. Das war gebräuchlicher zu Zeiten, in denen noch mehr Leser Zeitungen im Sinne von zugeneigt, geneigt gewesen sind.  »mehr
    
    

 (11) Wahrhaftigkeit bei Bildern und Lieblingsgerichte auf den Festtagstisch

Gewiss erinnern Sie sich an das (hier verkleinerte) eindrucksvolle Foto der Deutschen Presseagentur von einem weihnachtlich illuminierten Haus, erschienen auf der Titelseite vom 13. Dezember. Es illustrierte die Nachricht, dass Lichterketten im Advent arge Stromfresser sind. Haben Sie sich danach nicht gefragt, wo das Haus steht? Aber diese und andere Informationen darüber haben gefehlt. Das ist nicht in Ordnung.  »mehr
    
    
sahlender gespiegelt

 (14) Journalisten dürfen Einfluss auf Rathauspolitik nehmen, ohne gewählt zu sein

"Redakteure der Main-Post vertreten politisch eine bestimmte Richtung und lassen diese auch in die Zeitungsberichte mit einfließen.“ Diesen Eindruck gewinne er häufig, teilt mir ein Leser aus einer unterfränkischen Kleinstadt mit.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (4) Im Spannungsfeld zwischen Schweinfurt und Würzburg

Ohne Lokalpatriotismus geht es auch in Zeitungen kaum. Aktuelles Beispiel: Ein Schweinfurter kritisiert, dass der Basketball-Riese Dirk Nowitzki im Blatt so groß vorkommt, dass ein „Würzburger Basketballverein“ auch in Schweinfurt umfangreich erscheint und dass Würzburgs Feinstaubbelastung am 26. November gar auf dem Titel des Schweinfurter Tagblattes zu lesen war.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (4) FRANKEN
Datenschutzgesetz, Medienprivileg, Redaktionsgeheimnis und mein Fehler

Ich bekenne ein Versehen. Es darf nicht wieder vorkommen. Ich habe eine Kurz-Antwort auf eine Zuschrift per E-Mail an eine falsche Adresse geschickt. Dabei ging die politische Aussage in der Zuschrift mit an den falschen Adressaten. So habe ich redaktionellen Datenschutz, der von sehr grundsätzlicher Bedeutung ist, unbeabsichtigt verletzt. Ich komme darauf zurück.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (2) Eines Kreisbrandmeisters Erfahrung: Im Internet wird respektloser kommentiert als in Zeitungen

Man sollte was ertragen können, wenn man im Lichte der Öffentlichkeit wirkt. Vor allem, wenn im Internet diskutiert wird. Dort geht es zuweilen respektloser zu als in Zeitungen. Dafür kann ein Feuerwehr-Beispiel stehen, das eines Kreisbrandmeisters. Ich habe es ausgewählt, weil der Mann sich durch einen Kommentar auf den Internetseiten einer Zeitung übler Nachrede und Verleumdung ausgesetzt sieht.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (7) Zeitungsleser sind keine Besucher einer Kleinkunstveranstaltung

Die Sprache mancher Berichterstattung trifft nicht jeden Geschmack. Ich präsentiere dazu einen Fall. Es ist die Rezension einer Kabarettveranstaltung mit Holger Paetz im Würzburger Bockshorn vom 24.10.2011. Die Überschrift lautet: „Merkel als Gesäß-Göttin“. Ich erkläre nicht, ob gut oder schlecht, ob richtig oder falsch. Ich habe aber eine Meinung dazu.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (4) Auf der Leiter des Erzählens sinnlich einsteigen, damit alle Leser folgen können

Wenn Sie 'Bibel, Kerze, Kirchturm, Papst oder Weihrauch' lesen, produziert Ihr Hirn Bilder – vielleicht sogar Gerüche und Gefühle. Wörter wie 'Advent, Offenbarung oder Schöpfung' entfalten weniger Wucht, weil sie abstrakter sind. Und Begriffe wie 'Katechese, Zölibat oder Exegese' produzieren im Kopf vieler Leser nur Fragezeichen.  »mehr
    
    
Leseranwalt

Schwungvoll in den Tag mit drei erfreulichen Schlagzeilen

Nicht mehr zurückhalten mochte sich ein Leser aus dem Steigerwald. Erstmalig hat er deshalb einen Leserbrief geschrieben. Und die Redaktion müsste über seine Zeilen eigentlich Gewissensbisse bekommen. Der Schreiber stellt nämlich fest, dass wir mit unserer Zeitung nicht nur ihn daran hindern, morgens voller Schwung in den Arbeitstag zu starten. Und das wäre ganz und gar nicht im Sinne unserer Redaktion.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (4) Ich gebe zu, dass auch wir von der Zeitung nie zu langweiligen Nullen werden können

Mit Fehlern, Irrtümern und Verwechslungen schreibt man Geschichte. Diese Absicht hatten Mitarbeiter unserer Zeitung aber nicht, als sie vor einer Woche in Würzburg Lokalseiten vom Freitag in der Samstagsausgabe ein zweites Mal an die Leser verteilten.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (9) Wenn Kritik am Verhalten eindeutig zweideutig wird, sollte es ein Stadtrat ertragen können

Zu tief in die Schüssel gegriffen? Diese Frage stellte sich dem Deutschen Presserat nach der Beschwerde eines Stadtrates, der sich durch eine Glosse unserer Zeitung in seiner Ehre verletzt sieht. Der Presserat hat nicht in seinem Sinne entschieden. Ich versuche, die von mir kurz gefasste Presseratsentscheidung zu erklären, ohne dass die betroffene Person über das Gebiet der Lokalausgabe hinaus, in der die Glosse erschienen ist, erkennbar wird. Mir geht es vielmehr um Grundsätzliches.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 
(1)
„Unter Drei“ können auch Politiker mit Journalisten frei von der Leber weg reden

Öfter als den meisten Menschen bietet sich Journalisten die Gelegenheit, mit wichtigen Persönlichkeiten zu sprechen. Das hängt mit ihrer Aufgabe zusammen, Informationen zu sammeln und weiter zu vermitteln. Trotzdem veröffentlichen sie danach nicht alles, was sie in solchen Gesprächen erfahren haben, in den Medien.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (10) Wenn in allgemein interessanten Streitigkeiten schonungslos kritisiert werden darf

Meinungsäußerung war es und nicht Schmähkritik, dass in einer Zeitung eine Person als „Sexual-Gangster“ bezeichnet worden ist. So entschied das Oberlandesgericht Dresden, weil der so bezeichnete Mann geklagt hatte. Der war aber tatsächlich viele Jahre zuvor wegen mehrfachen sexuellen Missbrauchs von Mädchen verurteilt worden. Auch aktuell lag eine Missbrauchsanzeige gegen ihn vor.  »mehr
    
    
sahlender gespiegelt

 (2) Haben auch Sie ein Auge darauf: Wie durchschaubar handeln ihre Stadt- oder Gemeinderäte

Weil es zum Journalismus gehört, einmal veröffentlichte wichtige Themen nicht einfach wieder auf sich beruhen zu lassen, greife ich erneut die Öffentlichkeit demokratischer Prozesse auf.  »mehr
    
    
Leseranwalt

Leserbriefe dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden

Ein Ehepaar beobachtet seit Wochen, dass es mit den Arbeiten am Appartementbau in seiner nächsten Nachbarschaft nicht so recht weitergeht. Es vermutet, dass dem Bauunternehmer das Geld ausgegangen ist und befürchtet, dass es künftig mit einer Bauruine vor dem Haus leben muss. Deshalb schreibt es eine E-Mail an die örtliche Zeitung. Sie ist als Leserbrief gedacht und als Denkanstoß für die weitere Berichterstattung.  »mehr
    
    
Leseranwalt

Ihre diskreten Aussagen müssen Bürger nicht in öffentlichen Veranstaltungen machen

Wer in einer öffentlichen Veranstaltung das Wort ergreift, muss damit rechnen, dass danach sein Name in Medien verbreitet wird. Darauf habe ich mehrfach hingewiesen. Aber es gibt Umstände, auf die ich noch eingehe, in denen es die Verantwortung gebietet, auf Namen zu verzichten.  »mehr
    
    
Leseranwalt

Wer die Zeitung wirklich gelesen hat, ist gut informiert und kann mitreden

Einen Trendwechsel im politischen Teil dieser Zeitung hält ein Leser für unübersehbar. Den erkennt er, so wörtlich, „seit der Übernahme ihres Blattes durch die Regensburger Unternehmensgruppe“.  »mehr
    
    
Mona Lisa

Leonardo da Vinci ins Handwerk gepfuscht und Mona Lisa ihrer Hände beraubt

Mona Lisa lächelt. Man könnte meinen, das linke Foto aus dem von Leonardo da Vinci geschaffenen Bild, das im Pariser Louvre hängt, zeige das weltberühmte Renaissance-Gemälde komplett. Dieser Eindruck konnte am Freitag, 19. August (Seite 14), bei der Veröffentlichung dieses linken Bildausschnitts entstehen. Er illustrierte einen Beitrag über den Raub des Werkes im Jahre 1911. Kenner haben sofort bemerkt, dass Mona Lisas Hände als Bestandteil des Gemäldes fehlen. Das rechte Foto zeigt zum Vergleich das Kunstwerk unbeschnitten.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 
(1)
Hier geht es nicht mehr um Wurst, sondern um die Bezeichnung für ihr bestes Bett

Folgte doch tatsächlich nach der Themaseite zur Fränkischen Bratwurst am 17. August („Jetzt geht es um die Wurst“) eine Diskussion, bei der es eben nicht mehr um die Wurst ging. Im Mittelpunkt stand der „Kipf“, der das beste Bett für die fränkische Bratwurst sein soll. So ist es auf jener Seite zu lesen. Dazu ist dieses spezielle Brötchen samt Wurst abgebildet.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (3) Am besten wäre es, Berichte über das Massaker von Oslo würden zur Vorbeugung beitragen

Die Main-Post hat, wie einige andere Blätter, 20 der Opfer des Massakers von Oslo abgebildet (Samstag, 30. Juli, Seite 4). Erst nach ausgiebiger Diskussion war die Entscheidung dafür in der Redaktion gefallen – wissend, dass es Leser geben würde, die eine solche Präsentation kritisch sehen. „Gesichter der Leids“ lautete die Überschrift des Beitrages dazu. Und es meldeten sich Leser, die in den Abbildungen eine unnötige Verstärkung des Leids erkannten.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 
(1)
Ich bin einige Zeit nicht für die Leser da

Meinen Dienst trete ich wieder am 23. September 2011 an.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (3) Kurz vor den Ferien: Pluspunkt für Schulklasse bringt Minus für Redaktion

Schüler reifen zu bewussten Mediennutzern, wenn sie im Rahmen unseres Schulprojektes KLASSE! Zeitung lesen. So durfte ich der Klasse HTH11 der Schweinfurter Adolph Kolping-Berufsschule kurz vor Ferienbeginn einen Pluspunkt geben. Sie hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass Montag, 25. Juli, in zwei Beiträgen über das Massaker in Norwegen, dem von Daniel Wirsching (Seite 2) und dem von dpa-Korrespondent Peter Zschunke (S. 3), jeweils ein Wort für Wort identischer Absatz erschienen ist. Die Schüler haben mich gefragt, wer hat von wem abgeschrieben? Eine Antwort darauf interessiert gewiss mehr Leser.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (5) Die Schwierigkeiten journalistischer Reaktionen auf Insolvenzen von Unternehmen

Dieser Tage hat mich eine Leserin gefragt, warum wir umfangreich über die Insolvenz eines bekannten Autohauses in der Region berichtet haben, aber über andere, kleinere Insolvenzen nichts in der Zeitung zu lesen sei. Die Frage ist einfach zu beantworten. Dennoch bedarf es zur Berichterstattung über wirtschaftlich angeschlagene Unternehmen doch einiger Erklärungen mehr.  »mehr
    
    
sahlender gespiegelt

 
(1)
Im Leserbriefteil ist kein Platz für Bürgermeister, die ihre eigene Amtsführung beurteilen

Es gibt stets einige Leute, deren Zuschriften werden nicht als Leserbriefe veröffentlicht: Das sind die von Persönlichkeiten, die zuvor selbst Gegenstand der redaktionellen Beiträge gewesen sind, auf die sie sich beziehen, also auch an einem berichteten Vorgang direkt Beteiligte und dafür Verantwortliche. Aber auch die melden sich zu Wort. Die dann folgende Ablehnung, die verstehen sie oft nicht.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (2) Über die Anmaßung, einen Leserbrief mit dem Namen eines anderen einzuschicken

Entschuldigt hat sich am 28.6. (Überschrift: „Gefälschter Leserbrief“) die Redaktion bei einem Leser dafür, dass sein Name und seine Anschrift von einem Leserbriefschreiber missbraucht worden sind. Eine veröffentlichte Zuschrift war nicht von ihm und hat auch nicht seine Meinung wiedergegeben. Das wurde in den Leserbriefspalten, hier an dieser Stelle, mit der Entschuldigung klargestellt.  »mehr
    
    
Anton Sahlender

Das anerkennenswerte Interesse der Öffentlichkeit an vergangenen Ereignissen

Fast alles, was in dieser Zeitung erscheint, verbreitet die Redaktion seit Jahren auch im Internet, meist über mainpost.de oder main.de. Manche Zeitgenossen sind darüber glücklich, weil Erfreuliches über sie nicht nur in der Zeitung steht, sondern zusätzlich online erreichbar bleibt. Andere dagegen wollen bald wieder aus der Internetöffentlichkeit verschwinden. Sie kommen meist in für sie wenig schmeichelhaften Nachrichten vor.  »mehr
    
    
Leseranwalt

Wenn Leser den Absender einer Nachricht kennen, können sie auch die Botschaft verstehen

Es erreicht mich von Zeit zu Zeit der Vorwurf, die Main-Post-Redaktion würde abschreiben, bzw. Beiträge aus fremden Medien kopieren. Das wollten speziell nach den Doktor-Affären einige Leser auch auf unseren Seiten entdeckt haben.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (17) Über das Versagen der Medien und über Kachelmanns Bild in der Öffentlichkeit

Die Medien sind schuld. Ein solcher Generalvorwurf ist immer häufiger zu hören, aktuell nach dem Aufsehen erregenden Prozess gegen den bekannten TV-Wettermoderator Jörg Kachelmann. Und wenn es pauschal gegen „die Medien“ geht, dann auch gegen diese Zeitung. Weshalb? Weil Persönlichkeiten mittels sogenanntem „Kampagnen-Journalismus“ an den Pranger gestellt werden. Weil zu viel Privates voyeuristisch ausgebreitet wurde.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (10) EHEC: Mögliche Gefahren für Leib und Leben wiegen schwerer als absehbare wirtschaftliche Schäden

Berichte über das Darmbakterium EHEC, das zu mehr als 1000 Erkrankungen und zu Todesfällen geführt hat, nehmen in den Medien – auch in dieser Zeitung – viel Platz ein. Das führte schon zu dem Vorwurf, das sei überzogen und typisch deutsche Panikmache. – Stimmt das?  »mehr
    
    
Leseranwalt

Warum das Geheimnis um ein Blumenmädchen sofort gelüftet werden muss

Das nebenstehende, wirklich wunderschöne Bild mit Blumenmädchen vor Kitzinger Hintergrund erschien vor mehr als einer Woche groß auf der Titelseite. Es wies auf die kleine Gartenschau in der Stadt hin, die im Wochenendmagazin der Zeitung ausführlich angekündigt war. Man könnte denken, das Foto sei ein Werbeplakat für die Veranstaltung, die am Freitag begonnen hat. Ist es aber nicht.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (9) Wie sich Minister Philipp Rösler zum Schutz seiner Kinder eines Besseren besonnen hat

Kinder genießen in unserem Rechtssystem besonderen Schutz, das gilt also auch für Veröffentlichungen in den Medien. Zum besseren Verständnis gehe ich auf eine wenig beachtete Nachricht aus der vergangenen Woche ein. Sie zeigt, dass dieser Schutz missverstanden und von Erziehungsberechtigten selbst außer Kraft gesetzt werden kann.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (10) Presserat missbilligt journalistische Recherche beim Arbeitgeber eines Kommunalpolitikers

Blicken wir zurück auf eine interessante Entscheidung des Deutschen Presserates, der freiwilligen Selbstkontrolle der Printmedien. Darin wurde missbilligt, dass ein Kommunalpolitiker durch journalistische Recherche bei seinem Arbeitgeber in Misskredit kommen konnte.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 
(1)
Maßstäbe, die für zu Guttenberg gelten, werden auch an Steinmeier angelegt

Leserin M. B. vermisst eine Nachricht in der Zeitung, die sie mit dem TV-Magazin Panorama vom 28. April erreichte. Es berichtete über eine möglicherweise rechtlich fragwürdige Beteiligung von Frank-Walter Steinmeier (SPD), noch als Chef der Niedersächsischen Staatskanzlei, an der Verwendung einer verdeckten Wahlkampfspende von 150 000 Euro.  »mehr
    
    
sahlender gespiegelt

 
(1)
Erinnerung an elende Lohnschreiber, die für Höheres kein Interesse haben

Es ist kein Selbstmitleid, wenn ich Ihnen den „Stoßseufzer“ eines einstigen Kollegen nicht vorenthalte. Ein Leser hat ihn im „Lindauer Tagblatt“ vom 9. Januar 1910 aufgestöbert. Und es mutet weitgehend zeitlos an, was unter der Überschrift „Der arme Redakteur“ damals erschienen ist:  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (3) Ein Flugzeugabsturz in der Eifel, der Menschen in Unterfranken nahegeht

Als Manipulationsjournalismus der übelsten Art empfindet ein Leser den Bericht über den Absturz des amerikanischen Kampfjets A-10 Thunderbold bei Laufeld in der Eifel (Ausgabe 4.4.: „Warzenschwein“ stürzte ab). Er wirft der Redaktion vor, sie habe einzig und allein deshalb darüber eine „Riesenstory“ produziert, um „Angst und Verunsicherung in der Bevölkerung zu erzeugen und Stimmung gegen das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld zu machen“. Die Ortsangabe vor dem Beitrag, Grafenrheinfeld/Laufeld verlege den Absturzort nach Grafenrheinfeld.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 
(1)
Drei ungleiche Prominente unter einer Überschrift in einen Topf geworfen

Leseranwalt An Ex-Wirtschaftsminister Michael Glos, an den einstigen Medienmogul Leo Kirch und an den früheren Sparkassenpräsident Siegfried Naser war in einem umfangreichen Beitrag in unserer Kitzinger Lokalausgabe erinnert.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (24) Der Presse Freiheit kann auch schmerzhaft sein für Betroffene und für Redaktionen

Je nachhaltiger Journalisten ihre Freiheiten nutzen, desto mehr müssen sie selbst ertragen können. Denn der Presse Freiheit ist auch schmerzhaft. Zuerst für Betroffene, dann aber oft auch für Redaktionen.  »mehr
    
    

Ich mache mal Pause

Bin erst wieder ab 2. Mai 2011 für Diskussionen, Anregungen und Kritik erreichbar. Ich versuche, eine Pause einzulegen.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (51) Fehler können die Glaubwürdigkeit eines Mediums aushöhlen

Mein Schriftwechsel mit einem Leser macht deutlich, dass Journalisten Fakten stets gewissenhaft überprüfen müssen, um ihrer Sorgfaltspflicht gerecht zu werden.  »mehr
    
    

 (5) Nicht immer ist es möglich, dass in der Zeitung zusammensteht, was gut zusammenpasst

Gelegentlich entstehen über Tagesaktualität und Produktionsdruck in der Zeitung Nachbarschaften von sehr gegensätzlichen Beiträgen: Glück und Unglück, Spaß und Leid, Problematisches und Heiteres kommen sich bedenklich nahe. So ist es derzeit schwierig, freudige Ereignisse konfliktfrei unterzubringen:  »mehr
    
    
Sahlender 150 x 95

 (19) Berichterstattung über Japan: Warum andere Nachrichten verdrängt werden

Vernachlässigen Sie nicht andere wichtige Brennpunkte, so die Freiheitsbewegung in der arabischen Welt, besonders in Libyen“, mahnt ein Leser. Sein Hinweis ist richtig. Denn die Naturkatastrophe, die Japan heimgesucht hat und deren verheerende Folgen bestimmen gegenwärtig Konferenzen und Inhalte Ihrer regionalen Tageszeitung.  »mehr
    
    

 (17) Auch für einen beliebten Politiker sollten die Freiheiten der Medien nicht in Frage gestellt werden

Die Katastrophe in Japan, die die ganze Welt bewegt, verändert vieles und muss folglich Inhalte einer Zeitung stark dominieren. Auch deshalb tritt die Affäre um den Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg in den Hintergrund. Also beschränke ich mich darauf, die folgenden, eigentlich für die Zeitung vorgesehenen Zeilen, hier online nachzureichen:  »mehr
    
    

 (18) Nach einem kritischen Leitartikel über Guttenberg droht Liebesentzug

Eine Tendenz nach links erkennt ein Leser und fragt sogleich, „ist das noch meine Zeitung?“. Ich fürchte nun so etwas wie Liebesentzug. Stein des Anstoßes ist ein Leitartikel unseres Berliner Korrespondenten (19.2. „Der Star ist ein Blender/Guttenberg und die Plagiats-Affäre“). Der Leser selbst wird wohl nicht links stehen, aber auch die Redaktion nicht, die der Unabhängigkeit und Überparteilichkeit verpflichtet ist.  »mehr
    
    

 (3) Warum zu Guttenbergs zurückgegebener Doktortitel in der Zeitung zuvor nie erschienen ist

Weil der Doktortitel vor Karl-Theodor zu Guttenberg medienwirksam verschwunden ist, sehe ich mich veranlasst, über unseren Umgang mit Doktoren zu schreiben. Zu Guttenbergs zurückgegebener Dr. ist in dieser Zeitung schließlich so gut wie nie vorgekommen.  »mehr
    
    

 (22) Journalisten sollen auch Halbgöttern in Schwarz mehr auf die Finger sehen

Es muss doch jedem Leser auffallen, dass Urteile im Namen des Volkes so ausfallen, dass man sich darüber nur wundern kann.“ Das erklärt mir ein Leser, der damit nicht nur die Rechtsprechung kritisiert, sondern auch die Redaktion, weil sie deren Fehlleistungen nicht aufgreift.  »mehr
    
    

 (45) Kinderlärm und Presslufthämmer - wenn Aussagen verkürzt werden

Redaktionskonferenz: Ich übe Kritik und stoße auf Widerspruch. Darum geht es: Auf der Titelseite der Zeitung (Freitag, 11. 2.) ist das Bild eines schreienden Buben im Karussell zu sehen. Es kündigt die Themenseite im Inneren über eine geplante Gesetzesänderung an: Kinderlärm soll nicht mehr als schädliche Umwelteinwirkung behandelt werden.  »mehr
    
    

 (15) Bericht aus dem Gericht: Die ethnische Zugehörigkeit des Angeklagten tut hier nichts zur Sache

Umgang mit Minderheiten und ethnischen Zugehörigkeiten erfordert journalistisches Fingerspitzengefühl, vor allem, wenn es um Straftaten geht. Ich beziehe mich auf ein leider schlechtes Beispiel: Am 4. November 2010 berichtete unsere Zeitung über ein Gerichtsverfahren gegen einen vorbestraften 32-jährigen Mann, den auch schon Interpol beobachtete (Überschrift: „Griff zu Barhocker und harten Drinks hat Folgen“).  »mehr
    
    

 (3) Wenn zwei Welten aufeinander treffen: Verbrechensopfer und Journalisten

Bruce Shapiro, US-Journalist, ist vor Jahren von einem Amokläufer mit dem Messer schwer verletzt worden. Das erzählt er in Waiblingen, nahe Winnenden, über 150 Journalisten aus ganz Deutschland.  »mehr
    
    

Wie berühmte Fußballer und Vereine zu Verführern von Redaktionen werden können

Da betreibt Ihre Zeitung mit einem redaktionellen Beitrag kostenlos Werbung für ein privates Unternehmen“, klagt bei mir ein Geschäftsmann. Der Grund: Das Angebot der Fußballschule eines ehemals sehr bekannten Profis und Nationalspielers war in einem Lokalteil redaktionell angepriesen worden.  »mehr
    
    

 (8) Damit die Redaktion zusätzlich zum Pressekodex noch das Gewissen als eigene Instanz einschaltet

Könnte mir bitte jemand erklären, warum Leser einen Anwalt brauchen?“ So gefragt eröffne ich den vorerst letzten Teil der Erklärung meiner Aufgabe, zu der mich kritische Stimmen veranlasst haben.  »mehr
    
    

 (4) Zur Neutralität des Leseranwaltes zwischen zwei Stühlen, von denen einer dem Brötchengeber gehört

Freiheit der Medien gilt als Sicherung für die Freiheit der Menschen eines Landes. Dahinter steht nicht nur bei uns ein Grundrecht, das ich vergangene Woche als oberstes Prinzip für die Wahrnehmung meiner Aufgabe als Leseranwalt genannt habe. An der hatten sich zum Jahreswechsel einige skeptische Stimmen gerieben. Also habe ich begonnen, meine Funktion aktuell zu erklären. Das setze ich nun fort.  »mehr
    
    

 (6) Warum für die Redaktion und den Leseranwalt alle Leser wie Mandanten sind

"Meiner Meinung nach sind Sie in letzter Zeit eher ein Anwalt der Zeitung. Im Regelfall verteidigen Sie die Redaktion gegen Kritik von Lesern. An sich ist das nicht verwerflich. Aber unter dem Deckmantel des Anwalts für Leser gehört das eigentlich nicht.“ Ich verstehe, was mir dieser Leser schreibt, der mir eine Chance gibt, wenn er hinzufügt, „oder habe ich da das falsche Verständnis für Ihre Position?“  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (3) Wenn die Darstellung von menschlichem Leid und Elend im Bild Zeitgeschichte ist

Von Zeit zu Zeit beschweren sich Leser, dass zu viel Leid und Elend in der Zeitung abgebildet würden. Sie halten das für sensationslüstern und kaum zu ertragen.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (89) Journalistische Meinungsbeiträge und das amtlich korrekte Handeln im Fall Cengiz

Heftig und emotional wird das Schicksal von Hakan Cengiz diskutiert. Die Stadt Würzburg versagt dem Türken, bestätigt vom Verwaltungsgericht, das weitere Aufenthaltsrecht in Deutschland. Man beruft sich auf die Rechtslage. Politiker bemühen sich noch, dem Mann das Weiterleben in Deutschland trotzdem zu ermöglichen – wegen seiner engagierten Tätigkeit für Integration.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (2) Crossmediale Informationen erschließen Zeitungslesern neue digitale Welten

Wenn ich meine gedruckte Zeitung kaufe, möchte ich nicht gleichzeitig für irgendwelche digitalen Angebote zur Kasse gebeten werden!“ Das merkt ein Leser kritisch an und fragt, was heißt eigentlich „crossmediale Informationsstrategie“.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (8) Ein Leserbrief mit nachweislich unrichtigen Vorwürfen, der nicht veröffentlicht wird

Überflüssig ist es“, schreibt ein Leser, „dass Sie einen halbseitigen Beitrag über Heiner Geißler drucken, der größtenteils (sogar wörtlich!!!) aus dem aktuellen Stern abgeschrieben ist („Die Show des Heiner Geißler“ vom 30. November, Seite 4). Das ist Plagiat. Wollen Sie den Eindruck erwecken, Sie seien so etwas wie die Welt und hätten eigene Reporter in Stuttgart vor Ort? Berichten Sie lieber mehr über Regionales.“  »mehr
    
    

 (3) Nachträgliche Schönheitsreparaturen an hässlichen Bildern wichtiger Politiker

Wäre meine Frau so abgebildet worden, würde ich die Zeitung verklagen!“ Eine Kollegin erzählt vom Telefongespräch mit einem verärgerten Leser: Ein von der Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen veröffentlichtes Bild wirke, „als hätte man ihr einen Bart angemalt oder als trage sie eine Faschingsmaske“.  »mehr
    
    

 (24) Ich widme Anselm Grüns Empfehlung einem gläubigen Leser: Aus klaren Quellen schöpfen

In der Zeitung und in den Beilagen nehmen die Beleidigungen gegenüber der christlichen Lehre und Moral immer mehr zu“, schreibt ein Leser aus Karlburg. Er bezieht sich auf eine Zeitungsanzeige der Mediengruppe Main-Post, die diese Zeitung herausbringt.  »mehr
    
    

 (43) Auch im Schutz von Fantasienamen dürfen andere Menschen nicht in den Dreck gezogen werden

"Ich bin enttäuscht, dass die Zeitung anonyme Internetschreiber zitiert.“ Der Mann, der mir das mitteilt, trifft einen wunden Punkt. Denn im Netz bleiben Diskussionen meist anonym – auch bei mainpost.de und folglich auch in der Zeitung, wenn daraus zitiert wird.  »mehr
    
    

 (13) Die erste Seite einer Zeitung gehört den eigentlich wichtigen Themen

Blicken Sie für einen Augenblick mal rein in eine der täglichen Redaktionskonferenzen: Dort wird diskutiert. Ein Leser hat geschrieben, „die erste Seite gehört den eigentlich wichtigen Themen.“ Solche Hinweise geben Leser öfter. Folglich setzen sich Redakteure gerade wieder einmal mit der Frage auseinander, was die „eigentlich wichtigen Themen“ sind. Einer spricht aus Erfahrung: „Frage fünf Leser und du wirst zehn verschiedene Antworten hören.“  »mehr
    
    
Leseranwalt

Redakteure müssen den Einsatz des Rotstiftes so beherrschen, dass sie damit keine Beiträge entstellen

Für die Entsendung eines neutralen Redakteurs Ihrer Zeitung – normalerweise eine Selbstverständlichkeit – wollte ich mich eigentlich bedanken. Wenn da nicht der Verdacht wäre, dass der Beitrag redigiert worden sein könnte. Dabei sollte doch gerade die Unabhängigkeit Ihrer Redakteure sicher gestellt sein.“  »mehr
    
    

 
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Frage an die Leser: Welche Nebensächlichkeiten nehmen demokratisch bedeutsamen Beiträgen den Platz weg?

Medien beschäftigen sich zu sehr mit Nebensächlichkeiten. Das glauben 44 Prozent der Deutschen. So geht es aus einer forsa-Umfrage (1001 Befragte) vom August 2010 hervor, durchgeführt im Auftrag der Hamburger Akademie für Publizistik.  »mehr
    
    
Leseranwalt

Warum die Redaktion die gut gemeinten Anregungen von Lesern nicht immer aufnehmen kann

Ein beflissener Leser aus Würzburg bemüht sich seit geraumer Zeit darum, die Redaktion zu unterstützen. Natürlich vorwiegend in seinem Sinne. Folglich schickt er mir ausgeschnittene Beiträge aus anderen Zeitungen und Publikationen. Er tut das erwartungsfroh mit Fragen wie: „Könnten Sie das in Ihrem Blatt nicht auch einmal publizieren?“  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (2) Nur wer sich über Paris Hilton informiert hat, kann die Meldungen über sie als überflüssig bezeichnen

"Tagtäglich bringt diese Zeitung Nachrichten, die so überflüssig sind wie ein Kropf", schreibt eine Leserin aus Veitshöchheim. Denn, so fährt die Frau fort, "wen interessiert schon, ob Lindsay Lohan oder Paris Hilton u.a. wegen Drogen oder Alkoholproblemen ins Gefängnis müssen?  »mehr
    
    

Warum es besser ist, nicht jeden politischen Witz gleich für bare Münze zu nehmen

Was mitunter missverstanden wird, sind Satiren und Glossen. Diese freizügigen und frechen Texte erregen dann Unmut, wenn Übertreibungen, Zuspitzungen, Phantasien, Polemiken, Spott, Ironie und noch mehr – eben alles das was diese Beiträge kennzeichnet – für bare Münze genommen werden.  »mehr
    
    

 
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Wir müssen nicht alle Details über die Sexualpraktiken von Jörg Kachelmann erfahren

Haben in unserem Rechtsstaat nicht auch Schwerverbrecher das Recht auf ein Mindestmaß an Persönlichkeitsschutz und Privatsphäre?“, fragt ein Leser. Anlass sind intime Passagen in einem Bericht (vom 14.9.) über den Prozess gegen den TV-Wettermoderator Jörg Kachelmann, dem eine Vergewaltigung vorgeworfen wird.  »mehr
    
    

Wunder der Genesung und eine öffentliche Rüge des Presserates

Der Deutsche Presserat informiert stets über seine Entscheidungen. Zwei habe ich ausgewählt.  »mehr
    
    

Wer kommt schon bei Chekhov darauf, dass es sich um einen bekannten Schriftsteller handelt?

Fremdsprachen in der Zeitung sind ein Kapitel für sich. Der Leser M. F. schlägt das Russische auf, weil der Ort „Mokhovoye“ unter einem Bild von Waldbränden stand: Es gehe ihm gegen den Strich, wenn er russische Namen so geschrieben sehe. Sinnvoll sei Mochowoje, denn so sprechen es Russen aus. Wir schreiben auch nicht „Yeltsin“, sondern Jelzin.  »mehr
    
    

Wenn sich Menschen im Internet millionenfach Freundschaftsangebote machen

Freundschaften liegen Sympathie, Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung zu Grunde. Ich halte es aber für angebracht, Sie vorbeugend mit einer anderen Form vertraut zu machen, deshalb, weil viele Leser auch Internetnutzer sind und weil es täglich mehr werden.  »mehr
    
    

 (5) In der Sprache ihrer Berichterstattung sind Journalisten nicht an die Begriffe der Juristen gebunden

Die Presse darf eine Person als Täter bezeichnen, wenn sie ein Geständnis abgelegt hat und zudem Beweise gegen sie vorliegen oder wenn sie die Tat unter den Augen der Öffentlichkeit begangen hat. In der Sprache der Berichterstattung ist die Presse nicht an juristische Begrifflichkeiten gebunden, die für den Leser unerheblich sind.“  »mehr
    
    

 (5) Fußballberichte in der Lokalzeitung sind journalistische Heimspiele ohne Manipulationen

Die Becherwürfe, so dumm sie auch wieder waren, gehören nicht in den Bericht einer lokalen Zeitung.“ Zu lesen war über die fliegenden Becher am 11. August ein einziger Satz in einem ausführlichen Beitrag über das Derby der Fußball-Bayernliga zwischen dem FC Schweinfurt 05 und dem Würzburger FV im Schweinfurter Sachs-Stadion: „  »mehr
    
    

Für schwindelfreie Schönheit: Leser sollen erkennen können, wenn nicht alles Gold ist, was auf Fotos glänzt

Zeitungsleser lassen sich von Bildern nicht gerne täuschen. Unter einem schmucken Foto (Frankenteil, 22. Juli, „Lauschige Nächte“) ist zu lesen: „Zwei junge Paare genießen den abendlichen Blick von der Mauer der Festung Marienberg über Würzburg“. Sie sitzen dort droben im Bildvordergrund zur Stadt und zum Abgrund hin gewandt.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (9) Journalisten schreiben über "mutmaßliche Täter"

Ich kann das Wort 'mutmaßlich', das bei Beschreibungen von Straftaten immer wieder stereotyp ohne sprachliche Abwechslung auftaucht, nicht mehr hören, ohne dass mein Blutdruck steigt!“ Handschriftlich lässt das ein Leser aus Wiesentheid die Redaktion wissen.  »mehr
    
    
Leseranwalt

 (3) Wenn Johannisfeuer lodern...

Ich gebe Ihnen eine Woche Zeit, wenn dann der Bericht über unser Johannisfeuer noch nicht in der Zeitung erschienen ist, bestellen ich und meine Bekannten das Blatt ab!“ Der Anrufer aus dem Landkreis Würzburg lässt keinen Zweifel an der Berechtigung seines Anspruchs.  »mehr
    
    
Leseranwalt

Fidel Castro und seine Beziehung zu einer kapitalistischen Marke

Wozu, wenn nicht als 'Schleichwerbung', ist am 12.7. auf Seite 4 angegeben, dass Fidel Castro eine weiße Trainingsjacke der Marke Nike trägt? Ist Nike offizieller Sponsor von Fidel Castro, der dpa (Deutsche Presseagentur) oder der Mainpost? :-).“  »mehr
    
    
Leseranwalt

Ein halbes Dutzend Fotos mit einem Bürgermeister sind des Guten zu viel

Das ist widerlich“, schreibt ein Leser. Er macht seinem Ärger Luft, weil auf Lokalseiten der Würzburger Ausgabe ein Bürgermeister an einem Tag sechs Mal im Bild zu sehen ist.  »mehr
    

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