Leseranwalt
anton.sahlender@mainpost.de

(1)
Die wertende Bedeutung eines "nur"
Nicht zum ersten Male setzt sich Leser A.M. mit unserer Zeitung auseinander. Kritisch trägt er vor, was ihm auf der Titelseite vom Samstag, 1. Juni, passiert ist. Dort war eine Überschrift, „Nur einmal ein Judenwitz“, in Anführungszeichen gesetzt. Und die Unterzeile darunter lautete: Erklärung des Bischofs.
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Das Naturereignis und der fotografische Blick in ein überschwemmtes Privatgrundstück
Viel musste über die zerstörerische Wirkung der Flut aus Flüssen und Bächen auf Teile unserer Region berichtet werden. Dazu gab es in der vergangenen Woche reichlich aktuelle Fotos zu sehen, in der Zeitung und auf mainpost.de. »mehr(12) Wenn ein Berichterstatter in das berichtete Ereignis selbst eingebunden war
Quellenklarheit ist ein gewichtiger journalistischer Grundsatz. Ich gehe darauf ein, weil auch Nachrichten verbreitet werden, die redaktionell gesehen aus zweiter Hand stammen. »mehrAus dem Schlechtwetterbericht eines Lesers: „Leute von heute sind reine Platzverschwendung“
Unser Ärger“, so hat ein Leser mit den Initialen R.E. zu Beginn des Wonnemonats Mai Veröffentlichungen überschrieben, von denen er offenbar meint, dass sie nicht nur ihm missfallen. Unterzeichnet ist seine E-Mail nämlich mit „Ihre verärgerten Mainpostleser“. »mehr
(6)
WÜRZBURG
Das falsche „Gefällt mir“ in der Überschrift missfällt auch in Gänsefüßchen
Attraktive und doch richtige Überschriften zu machen, das ist schwer – zumal in der kurzen Zeit, die oft dafür bleibt. Überschriften sollen den, der durch die Zeitung blättert, sofort erkennen lassen, welchen Inhalt ihm der Beitrag darunter bietet – das in gebotener Kürze.
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(2)
WÜRZBURG
Sie können auch selbst heraussuchen, was in dieser Zeitung wirklich unwichtig ist
Woher wollen Sie wissen, was für ihre Leser wichtig ist.“ Das ist die Grundfrage der Fragen, vor allem für Journalisten. Nun hat sie mir ein Leser gestellt, dem ich zuvor allzu pauschal geschrieben hatte, „was für Leser wichtig ist, kommt in der Redaktion an.“
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(22)
WÜRZBURG
Sagen Sie es Journalisten, wenn Sie in deren Berichterstattung nicht erkennbar sein wollen
Wer nicht im Lichte der Öffentlichkeit steht, hat das alleinige Recht darüber zu entscheiden, ob über seine Person in einem Medium identifizierend berichtet werden darf.
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WÜRZBURG
Was in der Welt geschieht, könnte auch für die eigene Region von Bedeutung sein
Ganz ohne nationales Geschehen und ohne Blick in die Welt geht es auch nicht bei Lokalzeitungen. Den Stoff dazu liefern vor allem Nachrichten-Agenturen. Kein Medium kann sich alleine ein Mitarbeiternetz national und weltumspannend leisten, wie es Agenturen anbieten.
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WÜRZBURG
Die Abkürzung für eine Nachrichten-Agentur genügt nicht immer der notwendigen Quellenklarheit
Was sagt Ihnen die Abkürzung KNA? Von einem KNA-Mitarbeiter war am 9. April ein Beitrag zum Laizismus, „Trennung von Staat und Kirche?“, veröffentlicht. Für deren klare Trennung steht Laizismus. Und der KNA-Mann hat von Stimmen in Parteien berichtet, die sie strikter vollzogen wissen wollen.
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WÜRZBURG
Berichterstattung über Tod eines Angehörigen belastet Hinterbliebene oft ein weiteres Mal
Nicht zum ersten Mal widme ich mich Todesfällen. Berichte darüber sind oft unvermeidlich. Sie gehören zu Medien. Journalisten dürfen sich dabei nie im Ton vergreifen. Geht es um Tote nach Unglücksfällen oder Krankheiten hier in unserer Region, muss man stets auch daran denken, dass sie von Hinterbliebenen gelesen werden, darunter Familienangehörige. Sie leiden dadurch oft ein zweites Mal.
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(40)
WÜRZBURG
In mittelalterliche Feindseligkeiten gegenüber anderen Religionen wollen wir nicht zurückfallen
Vergangene Woche habe ich eine Karikatur zum Konklave erklärt. Sie hatte das mediale Ereignis rund um die Papstwahl aufs Korn genommen. Einen Vorwurf von Lesern habe ich dabei zurückgestellt: „Ihre Zeitung würde es nicht riskieren, eine solche Zeichnung zum Islam zu veröffentlichen.“
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(14)
WÜRZBURG
Gezeichnete Satire zum Konklave schmäht weder Glaube noch religiöse Überzeugungen
Verärgert“ über eine gezeichnete Satire zum Konklave (Meinungsseite, 13. März) haben sich Leser geäußert. „Wie können Sie in Mainfranken für uns Katholiken so berichten?“, fragt ein Mann, der die Zeichnung für „absolut unvereinbar mit Pressefreiheit“ hält. Die unflätige Bemerkung, mit der dieser Christ die Zeitung abbestellt, zitiere ich nicht.
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(4)
WÜRZBURG
Für Redaktionen gibt es oft gute Gründe, zum Ross nicht den Reiter zu nennen
Wer Ross schreibt, muss auch den Reiter nennen.“ Das fordern Leser oft, aktuell wieder auf mainpost.de. Grund: Im Würzburger Lokalteil (5.3.) und auf mainpost.de wird über einen offenkundigen Etikettenschwindel in der Filiale einer Discounter-Kette berichtet.
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WÜRZBURG
Große Aufmachungen, Promis und Konflikte machen noch keine Boulevardzeitung
Sie sind wie die Bildzeitung“ – dieses Urteil ist Höchststrafe für eine Zeitung. Es steht für den Vorwurf der Boulevardisierung, der gerne schon mal gemacht wird, wenn das Wirken eines Bürgermeisters kritisch begleitet worden ist. Dabei geht es in solchen Fällen eher um journalistische Kontrollfunktion.
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WÜRZBURG
Über eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes können sich Bürger mit Journalisten freuen
Sie stärkt auch das Bürgerrecht auf die notwendige demokratische Teilhabe durch rechtzeitige Informationen. Ich meine eine aktuelle Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) über die Auskunftspflicht des Bundesnachrichtendienstes (BND) als Bundesbehörde gegenüber Medien.
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(1)
WÜRZBURG
Wenn ein Leser nach 60 Jahren seine Tageszeitung wegen "Hofberichterstattung" abbestellt
Zuerst wollte ich das überwiegend boshafte E-Mail wegwerfen. Ein Leser dieser Zeitung bezeichnet fünf ihrer Journalisten als Idioten. Das passt eigentlich nicht zum Absender, einem älteren Herrn, der sich mit dem Problem herumgequält hat, ob er nach 60 Jahren ohne seine Tageszeitung, die Main-Post, leben könne.
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(2)
WÜRZBURG
Darbietungen und Berichte bedürfen in diesen Tagen einer besonderen Bewertung
Fastnacht – da stelle ich mal eben Leserkummer zurück. Beiläufig erfahre ich zwar, dass ein kritischer Redakteur mit einem bösen Reim Gegenstand eines Wagens bei einem der dörflichen Narrenumzüge ist. Fürs Zitieren ist der aber zu bescheiden, der Reim.
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(5) Journalisten sollen auch Meinung verbreiten, müssen mit ihrer Ansicht nicht hinter dem Berg halten
Die „persönliche Meinung Ihres Kollegen, Herrn Czygan, zu den Studiengebühren interessiert mich kaum“, schreibt mir ein Leser. Er findet es unmöglich und unprofessionell, dass sie in der heißen Phase des Volksbegehrens abgedruckt wurde (siehe: „Keine leichte Entscheidung/Gute Argumente pro und kontra Studiengebühren“, 29.1.). »mehr(2) Auch über ihre rote Handtasche kann uns eine Bundesministerin näher kommen
Die rote Handtasche ist roter Faden, der sich sich durch einen Beitrag (21.1.: „Kristina Schröder: Perfekter Auftritt in Gemünden“) zieht. Ein Leser nennt ihn „Schulaufsatz“. Die Bundesfamilienministerin ist aus der Nähe porträtiert. »mehr
(1)
Nicht alles was am Stammtisch Kopfschmerzen bereitet, ist zur Verbreitung in einem Medium geeignet
Eine Besuchergruppe reserviert in einem regionalen Vorzeigerestaurant einen Tisch. Als sie dort erscheint, sind die erwarteten Plätze besetzt. Dieses Versagen des in einem Leserbrief aus Baden-Württemberg namentlich genannten Lokals ist darin genau beschrieben.
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(6) Es kann für Leser frustrierend sein, wenn andere Leute vor der Wahl ihr Nichtwissen ausbreiten dürfen
Weil 2013 Wahljahr ist, greife ich vorsorglich eine journalistische Erfahrung aus dem US-Präsidentschaftswahlkampf 2012 auf. Es geht um die Praxis der US-Medien, oft den „kleinen Mann auf der Straße“ zu befragen. »mehr(5) Da bleiben Fragen offen: Friedliches Würzburger Silvester mit Randale und Körperverletzungen
Nachrichten müssen nachvollziehbar beurteilt sein. Lesern ist aber gleich nach dem Jahreswechsel eine krasse Unstimmigkeit aufgefallen. Einen Veitshöchheimer hat das zu der Frage veranlasst: Reden ihre Redakteure nicht miteinander? Denn die hätten – auch aus meiner Sicht – zuvor in der Berichterstattung über das Geschehen an Silvester und Neujahr eine Widersprüchlichkeit auflösen oder vermeiden müssen. »mehr
(1)
Von zielführenden Kritiken der Leser zu stilvollen Entschuldigungen der Redaktion
Fehler bleiben Zeitungslesern nie verborgen. Hilfreich ist, wenn sie gleich gemeldet werden. Redaktionen müssen sie berichtigen und Ursachen finden, besonders, wenn falsche Tatsachen berichtet wurden. Das dient auch der Vorbeugung. Die muss „höchste Priorität“ haben.
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(11) Ist eine Karikatur nach dem Amoklauf von Newtown ein Zeichen für Verrohung?
Vielleicht trägt gerade heute zur Besinnung bei, was uns ein Leser aus Bad Kissingen geschrieben hat: „Ihre Seite 2 der Ausgabe vom 17.12. ist an Geschmacklosigkeit nicht zu übertreffen. Auf Seite 1 berichten Sie über ,Entsetzen nach Bluttat an US-Schule‘ und auf Seite 2 drucken Sie eine Karikatur ab, die diese Grausamkeit ins Lächerliche zieht.“ »mehr(9) Über das Leistungsschutzrecht schreiben Journalisten von Tageszeitungen auch in eigener Sache
Ein Main-Post Kommentar wurde zum Stein des Anstoßes für den Medienkritiker Niggemeier. Bald wird er einen Kontra-Kommentar für uns schreiben. Das Pro übernimmt Christoph Keese, Geschäftsführer aus dem Hause Springer. »mehr(27) Die Freiheit, besser zu argumentieren, gehört allen
Es muss wohl eine Rarität bleiben, dass ein Leser einen Kommentar lobt, obwohl der nicht seine eigene Meinung trifft. Ich jedenfalls warte noch darauf. Doch schreiben Sie jetzt bitte nichts, was nicht eigenem Antrieb entspringt. »mehr(2) Verständnis für einen schwulen Sozi und eine unverständliche Überschrift
Sensibilität ehrt den Hofheimer Leser, der mir am 21.10. schrieb: „Als ich heute den Leitartikel von Herrn Stern gelesen habe, ist mir vor lauter Wut wortwörtlich der Appetit vergangen. Hier wird der junge SPD-Landrat Michael Adam, als 'schwuler evangelischer Sozi' hingestellt!“ »mehr(12) Ein Fehlersammler öffnet über störende Höhen hinweg den Blick auf überflüssige Bereiche
Ein Ochsenfurter sammelt Fehler aus der Zeitung. Er schickt sie mir mit mitunter nützlichen Hinweisen zu, wie den auf ein überflüssiges Wort. Es stört ihn in Unfallmeldungen, wenn „ein Schaden in Höhe von 8000 Euro entstand“. Sie entdecken das störende Wort gewiss. »mehr(10) Beschwerde-Ablehnungen des Presserates: Wenn öffentliches Interesse schwerer wiegt als Persönlichkeitsrechte
Entscheidungen des Deutschen Presserates über Beschwerden gegen die Redaktion sind aufschlussreich, selbst dann, wenn sie zurückgewiesen werden. »mehr(35) Ein Bürgermeister, der nicht mit dem Mitarbeiter reden mag, den die Redaktion beauftragt hat
Über Pressefreiheit wird diskutiert, weil ein CSU-Pressesprecher versucht haben soll, die Berichterstattung des ZDF zu beeinflussen. Ähnlichen Versuchen müssen aber auch Lokalzeitungen standhalten. Beschweren dürfen sich Politiker in Redaktionen. »mehr(3) Nachrichten so vermitteln, dass Leser erkennen, wie sie davon betroffen sein könnten
Eine Kritik aus der ersten Redaktionskonferenz von vergangener Woche enthalte ich Ihnen nicht vor. Sie zeigt, dass regionale Tageszeitungen eine ihrer Stärken darin sehen, ihrer Leserschaft Nachrichten möglichst nahezubringen. Die Kritik mahnt aber auch, dabei auf das rechte Maß zu achten. Sonst entstehen unversehens – wie im Fall aus der Konferenz – Binsenweisheiten. »mehr(5) "Wir sind...": Zu was wir vielleicht noch alles gemacht werden
Auch ich empfinde es nicht mehr als originell, wenn über einer Themenseite geschrieben steht, „Wir sind Nobelpreis“. Deshalb zitiere ich die Kritik des Lesers K.V., der das auch nicht mag, und verzichte auf keines seiner Satzzeichen: »mehrAm Informationsgehalt eines großen Symbolbildes zur Suggestivkraft des Internets darf gezweifelt werden
Mit Bedenken, die Bundestagspräsident Norbert Lammert zum Journalismus geäußert hat, kann man sich gut auseinandersetzen. Dass er genervt ist, wenn Bildern Vorrang vor Texten gegeben wird, darüber habe ich vergangene Woche berichtet. »mehr(5) Die Befürchtung des Bundestagspräsidenten Norbert Lammert als Mediennutzer
Besorgnis habe ich aus dem Munde von Bundestagspräsident Norbert Lammert bei der Verleihung des Lokaljournalistenpreises der Konrad-Adenauer-Stiftung an den „Generalanzeiger“ in Bonn vernommen. »mehr(5) Andere Blickwinkel für anspruchsvolle Mediennutzer: Wie Journalisten Wirklichkeit erzählen
Dass Journalisten „keine Kopiermaschinen der Realität“ sind, erklärt der Tübinger Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen in einem Interview. Aber was sind sie denn? Das können Sie sich nun fragen. »mehr(11) Leser erklärt, dass es "grottenfalsch" ist, Fernsehsendung nur zu "gucken"
Ein Leser aus dem Spessart spricht über einen Fehler, der ihm nicht nur in unserer Zeitung auffalle, ein Sprach-Problem an. Er schlägt vor, „in der guten, alten Grammatik“ nachzuschlagen, was sich unter „transitiv“ und „intransitiv“ findet. Buuh, da war doch was. Lieber gleich mal nachschlagen. »mehr
(1)
Einige falsche Töne sollten Musikschüler nicht durchs ganze Leben begleiten
Besonderen gesetzlichen Schutz genießen Jugendliche auch in der Medien-Berichterstattung. Folglich müssen es sich Journalisten gut überlegen, bevor sie Namen Minderjähriger nennen. Dass dabei Fingerspitzengefühl notwendig ist, zeigt eine Entscheidung des Deutschen Presserates.
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(13) Journalistische Recherchen in Internet-Netzwerken sind zulässig, Veröffentlichungen fragwürdig
Recherchieren dürfen Journalisten überall. Um an möglichst viele Informationen für ihre Arbeit zu gelangen, können sie sich aus allen allgemein zugänglichen Quellen bedienen, also auch im Internet aus offenen Profilen sozialer Netzwerke. »mehr
(1)
Presserat rügt die Veröffentlichung des Fotos eines tödlich verunglückten Mädchens
Zuletzt habe ich hier eine journalistische Pietätlosigkeit geschildert. Das Bild einer verunglückten jungen Frau war wider den Willen ihrer Eltern veröffentlicht worden. Denen konnten Richter trotzdem keine Entschädigung zusprechen. Die Rechtslage ließ es nicht zu.
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Ich mache Pause bis 26. Sept...
.... das heißt, der Leseranwalt wird nicht immer mitdiskutieren ... »mehrEin veröffentlichtes Bild der getöteten Tochter verletzt nicht Persönlichkeitsrechte leidender Eltern
Pietätlosigkeiten müssen Journalisten unterlassen, trotz Pressefreiheit. Dazu verpflichten sie sich zumindest in ethischen Grundsätzen, um Opfer oder Hinterbliebene zu schützen. Denen können Gerichte in solchen Fällen nämlich nur selten Geldentschädigung oder Schadensersatz zuerkennen. »mehr(23) Journalistisches Foulspiel? Der falsche Fall des Lothar Matthäus in der Überschrift
Da hat Lothar Matthäus, fränkischer Ex-Fußballstar und bleibendes Medienereignis, redselig mal wieder was herausgeplaudert, was offenbar prächtig zu ihm passt. Und das war am Freitag, 17. 8., im Sportteil gleich in der Überschrift zu lesen. »mehr
(1)
Weitere Wehmut über sprachliche Wermutstropfen in Zeitungsnachrichten
Meine letzten Beiträge haben mir weitere Sprachhinweise eingebracht, die nicht nur für Redakteure hilfreich sein können, so der falsche „Zuccinivollernter“. Der war am 6.8. in einer Überschrift genau so zu lesen, weil das 16-Tonnen-Ungetüm auf einer Straße havarierte.
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(20) Anscheinend gibt es in der Redaktion Probleme mit der Bedeutung von scheinbar
Von mir bewunderte Kollegen, so Bastian Sick in seiner berühmten Zwiebelfisch-Kolumne, verbreiten sich oft über „Klippen“ in unserer Sprache. Von einer „Klippe“ erreichen mich gerade Schadensmeldungen. Es geht um eine beliebte – anscheinend besonders fränkische – Verwechslung. »mehr
(1)
Auch diese Zeitung ist nur einer unter Millionen Miteigentümern der deutschen Sprache
Kontakte mit Lesern gewähren mir zuweilen überraschende Einblicke in Gedankenwelten, die mich zuvor nie erreicht hatten. Fast schon solidarisch verpflichtet sehe ich mich, alle am jüngsten Einblick teilhaben zu lassen, gleichsam wie in einer Eigentümergemeinschaft.
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(13) Finden Sie den Fehler! Saubere Handschrift macht Lesen nicht zur „Kernerarbeit“
Leute, die noch mit der Hand direkt auf Papier gefällig schreiben, sind gezählt. Die Masse tippt in Elektronik. Dabei habe ich eine Schwäche für Texte von Menschen, die ihre Feder noch zu führen wissen. »mehr(4) Journalistische Angebote müssen auch auf mainpost.de finanziert werden
Die kostenpflichtige Bezahlschranke für journalistische Angebote, hier auf mainpost.de, wird von Nutzern jetzt oft diskutiert und mitunter kritisiert. Schließlich ist man im Internet meist den Gratis-Zugriff gewohnt. Und man vernimmt unterschiedliche Meinungen darüber, nach welchem Konzept die Nutzung von journalistisch erarbeiteten Beiträgen am sinnvollsten zu berechnen ist. »mehr
(1)
Der Rohrkrepierer: Wenn die ursprüngliche Bedeutung im Sprachgebrauch verschwindet
Heute beanstande ich militärische Ausdrücke als Metaphern in der Zeitung. Das lässt mich ein aufmerksamer Leser wissen. Ausdrücke wie „Lunte riechen“, die 500 Jahre alt seien, lasse er noch gelten. Da stimme ich ihm zu. Dafür bedarf es wohl auch keiner Erklärung.
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Wenn Jugendliche Leserbriefe schreiben, bedarf es nicht der Volljährigkeit, sondern der Einsichtsfähigkeit
Wenn nicht volljährige Jugendliche (unter 18) erkennbar in Texten und/oder Bildern vorkommen, sind Redaktionen gut beraten, sich das vor Veröffentlichung von deren Erziehungsberechtigten genehmigen zu lassen, empfehlen Juristen. Was im wohlverstandenen Interesse Jugendlicher liegt, wird vor ihrer Volljährigkeit von den Eltern maßgeblich mitbestimmt. »mehrEs ist fast unmöglich, in der Zeitung dem Anspruch aller Sportliebhaber gerecht zu werden
Sport in der Tageszeitung, daran scheiden sich Geister. Europäischer Fußball ist eine Menge, aber nicht alles. Auch Freunde anderer Disziplinen wollen zufriedengestellt sein. Dafür steht eine Leserbeschwerde über die Darstellung der deutschen Leichtathletikmeisterschaften. »mehrFußball-Europameisterschaft mit Journalismus ohne Tunnelblick
Aktueller Schriftwechsel mit einem Leser über unsere EM-Beilage in der Zeitung und die EM-Berichterstattung »mehrWenn Leser die Antwort auf eine von sieben redaktionellen W-Fragen vermissen
Wiederholt hat ein Leser festgestellt, dass in Berichten nicht alle sieben journalistischen „W-Fragen“, die eine Nachricht beantworten soll, berücksichtigt worden sind. Meist vermisst er das „Wann“. »mehrBrutale Tritte und was Günter Netzer schon 2006 gesagt haben soll
Ein anonymisierter Schriftwechsel zu "Das Grauen entsteht im Kopf", weil mir die Zuschrift eines Lesers an mich interessant erscheint »mehr
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Brutale Tritte gegen Opfer, die am Boden liegen: Das Grauen entsteht im Kopf
Darstellungen von Gewalt sind nicht immer zu vermeiden, aber gewiss nicht das, was sich Leser am Frühstückstisch wünschen. Das hat mir nicht zum ersten Mal ein Anrufer deutlich gemacht, dieses Mal, weil das Titelfoto vom 14. Juli direkt auf eine hässliche Seite der Fußball-Europameisterschaft blicken ließ: In Warschau traten Randalierer auf einen liegenden Mann ein.
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(19) Wenn die Wirklichkeit mit einem brutalen oder hässlichen Gesicht gezeigt wird
Das Titelfoto vom 5. Juni finde ich absolut unmöglich und unnötig: Es hat keine journalistische Notwendigkeit für die Darstellung des Sachverhaltes und bedient allein den Ekelfaktor!“ Das haben uns Leser zu einem Bild wissen lassen, auf dem zwei Asylbewerber mit zugenähten Mündern zu sehen waren. »mehr(5) Über die Folgen eines Schönheitsfehlers in einer emotionalen Sportreportage
Nachrichten, die sich als falsch erweisen, müssen unverzüglich richtiggestellt werden, fordert der Deutsche Presserat von Printmedien. Die Leitlinien unserer Redaktion wollen aber mehr: „Wenn uns Fehler unterlaufen, so geben wir diese offen zu, stellen sie richtig und entschuldigen uns (...). Wir bemühen uns, eine Kultur zu fördern, in der die Bereitschaft besteht, Fehler zu bekennen und daraus zu lernen.“ »mehr
(1)
Presserat ist kein „zahnloser Tiger“
Als Leseranwalt dieser Zeitung habe ich die Sprecherin des Deutschen Presserates, Ursula Ernst, zu einem Hintergrundgespräch in die Redaktion eingeladen. Es war mir ein Anliegen, mich mit ihr über die Beschwerden von Lesern und über die Aufgaben des Presserates zu unterhalten. Ursula Ernst, früher einmal Kollegin in unserer Redaktion, hält Ethik für ein wesentliches journalistisches Qualitätsmerkmal.
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(1)
Zitate von Nazi-Größen sind in kritischer Auseinandersetzung mit der Geschichte gerechtfertigt
Schwierige redaktionelle Entscheidungen betreffen oft die Zeit des Nationalsozialismus. Die will in Veröffentlichungen stets bewusst aufgearbeitet sein. Dafür spricht ein Beispiel, das zu Leserkritiken geführt hat, die ich für berechtigt halte.
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(1)
Direkt betroffenen Personen sollten Redaktionen ihre Entscheidungen begründen können
Warum denn nicht?“, fragt mich ein ratloser Leser. Er hatte gewünscht, dass die offizielle Eröffnung seiner Geschäftsräume redaktionell verbreitet wird. Ein Redakteur machte ihm zunächst Hoffnung – zumal sogar der Bürgermeister sein Kommen zugesagt hatte.
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(11) Wenn Schreibfehler Zweifel an der Seriosität des Journalismus aufkommen lassen
Es gibt Fehler, die es nicht leicht machen, sich zu ihnen zu bekennen. Man möchte lieber im Boden versinken. Aber es nutzt nichts: Ein Journalist muss dazu stehen und richtigstellen. In krassen Fällen ist eine Entschuldigung angesagt. »mehr(2) Presserat: Durchschnittsleser unterscheiden als juristische Laien nicht zwischen Mord und Totschlag
Der Grundsatz der Unschuldsvermutung bleibt unberührt. Aber: Medien sind in Veröffentlichungen nicht unbedingt an juristische Begriffe gebunden. Das sagt der Deutsche Presserat. Und in diesem Sinne urteilten auch schon Gerichte. »mehr(17) Ich empfehle, das Amt eines Bürgermeisters so zu würdigen, als wollten Sie es selbst übernehmen
Bürgermeister haben es schwer, ich meine, schwerer als noch vor 20, 30 Jahren. Und es gibt keine Ausbildung, die für dieses Amt fit macht. Meist streben es engagierte und politisch ambitionierte Zeitgenossen an. »mehr(11) Meinungsmonopole sind nicht möglich: Jeder kann im Netz Beiträge veröffentlichen
Wir würden die Zeitung sofort wechseln, aber sie sind Monopolist.“ Diese bedrohliche Unzufriedenheit erfahre ich gelegentlich aus Würzburg oder Schweinfurt. Den Gründen gilt es nachzugehen. Ein Monopol existiert aber nicht. »mehr(10) Im Internet ist die Lokalzeitung als demokratische Debattenplattform unmittelbar gefordert
Faszination Lokaljournalismus – Demokratie braucht Leitmedien“: Diese Zielrichtung gab die Bundeszentrale für politische Bildung ihrem Forum mit fast 150 Lokaljournalisten in Bremerhaven mit. Wenn Sie gedruckte Tageszeitungen bevorzugen, wundern Sie sich vielleicht, dass speziell über die nicht viel geredet wurde. »mehr(14) Häufig sind es Leser, die Journalisten zu investigativen Recherchen veranlassen
Leser schätzen ihn, Journalisten streben danach. Die Rede ist von investigativem Journalismus. Er ist selten. Ich gehe aber darauf ein, weil hier jüngst in einem Interview danach gefragt war. Er wurde nur mit „sich einmischen“ erklärt. Das scheint mir missverständlich und mit Sicherheit unzureichend. »mehr(6) Auch beim Ehrensold: Presse hält die Diskussion im Gang
Steht es Medien wirklich zu, wie in ihrer Zeitung geschehen, eine Diskussion über den Ehrensold von Wulff zu führen und damit Stimmungen zu erzeugen?“, fragt mich ein Leser. Und er antwortet gleich selbst: „Ich denke nicht, denn die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen sind noch am Laufen.“ Erst wenn ein Gericht geurteilt habe, lässt er mich wissen, könne beurteilt werden, ob Wulff der Ehrensold zustehe. Trotzdem spricht nichts gegen öffentliche Diskussionen. Es steht nicht einmal fest, ob der Fall vor Gericht kommt. »mehr
(1)
Kurze Pause ....
Der Leseranwalt kommentiert eine Woche nicht mit.
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(13) Der Blick auf Fehler-Eisberge in Zeitungen aus der Perspektive der „New York Times“
Fehler sind unliebsame Begleiter der Medien. Augenfälliger sind sie in den gedruckten. Sie beschäftigen mich und weltweit etwa 100 Medien-Ombudsleute. Ein wichtiger ist Arthur S. Brisbane von der „New York Times“. Dessen aktuelles Fehlerbekenntnis pflückte im Februar ein Kollege aus dem Internet. »mehr(3) Wetten, dass die Medien Jauch oder Beckenbauer nicht zum Bundespräsidenten machen könnten
Wollten es die Medien, dann würde Günther Jauch oder Franz Beckenbauer Bundespräsident werden. Darauf wettet ein Leser. Der Nachweis für einen Wettgewinn lässt sich aber kaum erbringen, wenn die Medien nicht tatsächlich auf Jauch oder Beckenbauer setzen. »mehr(2) Auch die Fastnachtszeit macht ehemaligen Wissenschaftsminister nicht zum Journalistik-Professor
Über einem Interview mit Thomas Goppel (CSU) stand am 13. Februar: „Meinung ist keine Nachricht“. Wie wahr. Der Politiker prangert eine tendenziöse Berichterstattung vieler Medien an. »mehr(8) Ombudsleute helfen Lesern, die Presse zu demystifizieren
Ich berichte heute in eigener Sache. Des besseren Verständnisses wegen beginne ich mit einigen Sätzen über die Medien-Selbstkontrolle, die zur Wahrung der Unabhängigkeit notwendig ist. Die ginge verloren, würden etwa staatliche Stellen Medien kontrollieren. »mehr(44) Meine Wahrheit, deine Wahrheit und die Wahrheit, die Journalisten nicht gepachtet haben
Derzeit macht verstärkt die Beschreibung der Medien als „Vierte Gewalt“ die Runde. Aber das sind sie nicht. Das Bundesverfassungsgericht hat sie als Wesenselement für ein freiheitliches Staatswesen gekennzeichnet. Als solches können sie öffentlich Druck erzeugen, mit Nachrichten, Meinungen oder Forderungen. »mehr(24) Lesern ist in Briefen mehr erlaubt, als Journalisten in ihren Artikeln
Vergangene Woche habe ich erklärt, dass Autorinnen oder Autoren von Leserbriefen auch für den Inhalt haften. Es kann sie teuer zu stehen kommen, wenn sie nicht nachweisbare schwere Rechtsverletzungen Dritter als Tatsache feststellen. Zu erkennen, ob das der Fall ist, fällt oft schwer. Selbst Juristen streiten mitunter, ob Texte durch die Meinungsfreiheit gedeckte Wertung oder eine Feststellung falscher Tatsachen enthalten. Kein Wunder, wenn auch Leser mal Meinung mit Nachricht verwechseln. Ich komme darauf zurück. »mehr(19) Auch wenn Leser mal Klartext schreiben, müssen Tatsachen nachweislich wahr und richtig sein
Die Diskussionsfreudigkeit der Leser hat mit dem Angebot an Kommunikationswegen zugenommen. Auch die Angriffslust ist darüber gewachsen. Die bringt Salz in die Suppe. Und wo besser könnte man öffentlich seine Meinung oder seinen Unmut loswerden, als in seiner Tageszeitung? Klar, das geht auch im Internet, wo die Zeitungen ebenfalls Diskussionsforen anbieten. Dennoch, traditionell mehr Gewicht besitzen für Leser gedruckte Worte. Und die verbreitet die Redaktion, wenn das nicht ausdrücklich ausgeschlossen wird, sogar zusätzlich im Netz, hier auf mainpost.de. »mehr(9) Unabhängigkeit von Bundespräsident und Journalisten: Regeln für Annahme von Vorteilen jeglicher Art
Die Diskussionen um Unabhängigkeit und um mögliche Vorteilsnahmen des Bundespräsidenten veranlassen mich, auf Regeln zu blicken, die für Journalisten gelten. An sie dürfen ähnliche Fragen gestellt werden. Leser setzen auch auf deren Unabhängigkeit. Dafür hat der Deutsche Presserat Regeln festgeschrieben. »mehr(70) Biblisches Hindernis für Journalisten: Wer ohne Fehler ist, werfe den ersten Stein
Wenn sich Journalisten in Medien mit menschlichem Fehlverhalten beschäftigen, wird ihnen oft biblisch entgegengehalten, „wer ohne Fehler ist ...“ Man lässt diesen Halbsatz gerne unvollendet wirken. Ist doch das fehlende, „... werfe den ersten Stein“, Allgemeingut. »mehr(14) Von eigenen und fremden Fehlern, von geneigten und abgeneigten Lesern
Fehler, Fehler, Fehler. Ich will keinen beschönigen. Im neuen Jahr, so voller guter Vorsätze, fällt das nicht leicht. Und ich will auch Ihnen, meine geneigten Leser, nicht die Laune verderben. Genau deshalb sollten Sie bitte mal wieder die „geneigten Leser“ sein. Mit dieser etwas antiquierten Anrede biedern sich Zeitungsschreiber gerne bei den Leuten an, die sie mit ihrer Arbeit zu beglücken glauben. Das war gebräuchlicher zu Zeiten, in denen noch mehr Leser Zeitungen im Sinne von zugeneigt, geneigt gewesen sind. »mehr(11) Wahrhaftigkeit bei Bildern und Lieblingsgerichte auf den Festtagstisch
Gewiss erinnern Sie sich an das (hier verkleinerte) eindrucksvolle Foto der Deutschen Presseagentur von einem weihnachtlich illuminierten Haus, erschienen auf der Titelseite vom 13. Dezember. Es illustrierte die Nachricht, dass Lichterketten im Advent arge Stromfresser sind. Haben Sie sich danach nicht gefragt, wo das Haus steht? Aber diese und andere Informationen darüber haben gefehlt. Das ist nicht in Ordnung. »mehr(14) Journalisten dürfen Einfluss auf Rathauspolitik nehmen, ohne gewählt zu sein
"Redakteure der Main-Post vertreten politisch eine bestimmte Richtung und lassen diese auch in die Zeitungsberichte mit einfließen.“ Diesen Eindruck gewinne er häufig, teilt mir ein Leser aus einer unterfränkischen Kleinstadt mit. »mehr(4) Im Spannungsfeld zwischen Schweinfurt und Würzburg
Ohne Lokalpatriotismus geht es auch in Zeitungen kaum. Aktuelles Beispiel: Ein Schweinfurter kritisiert, dass der Basketball-Riese Dirk Nowitzki im Blatt so groß vorkommt, dass ein „Würzburger Basketballverein“ auch in Schweinfurt umfangreich erscheint und dass Würzburgs Feinstaubbelastung am 26. November gar auf dem Titel des Schweinfurter Tagblattes zu lesen war. »mehr
(4)
FRANKEN
Datenschutzgesetz, Medienprivileg, Redaktionsgeheimnis und mein Fehler
Ich bekenne ein Versehen. Es darf nicht wieder vorkommen. Ich habe eine Kurz-Antwort auf eine Zuschrift per E-Mail an eine falsche Adresse geschickt. Dabei ging die politische Aussage in der Zuschrift mit an den falschen Adressaten. So habe ich redaktionellen Datenschutz, der von sehr grundsätzlicher Bedeutung ist, unbeabsichtigt verletzt. Ich komme darauf zurück.
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(2) Eines Kreisbrandmeisters Erfahrung: Im Internet wird respektloser kommentiert als in Zeitungen
Man sollte was ertragen können, wenn man im Lichte der Öffentlichkeit wirkt. Vor allem, wenn im Internet diskutiert wird. Dort geht es zuweilen respektloser zu als in Zeitungen. Dafür kann ein Feuerwehr-Beispiel stehen, das eines Kreisbrandmeisters. Ich habe es ausgewählt, weil der Mann sich durch einen Kommentar auf den Internetseiten einer Zeitung übler Nachrede und Verleumdung ausgesetzt sieht. »mehr(7) Zeitungsleser sind keine Besucher einer Kleinkunstveranstaltung
Die Sprache mancher Berichterstattung trifft nicht jeden Geschmack. Ich präsentiere dazu einen Fall. Es ist die Rezension einer Kabarettveranstaltung mit Holger Paetz im Würzburger Bockshorn vom 24.10.2011. Die Überschrift lautet: „Merkel als Gesäß-Göttin“. Ich erkläre nicht, ob gut oder schlecht, ob richtig oder falsch. Ich habe aber eine Meinung dazu. »mehr(4) Auf der Leiter des Erzählens sinnlich einsteigen, damit alle Leser folgen können
Wenn Sie 'Bibel, Kerze, Kirchturm, Papst oder Weihrauch' lesen, produziert Ihr Hirn Bilder – vielleicht sogar Gerüche und Gefühle. Wörter wie 'Advent, Offenbarung oder Schöpfung' entfalten weniger Wucht, weil sie abstrakter sind. Und Begriffe wie 'Katechese, Zölibat oder Exegese' produzieren im Kopf vieler Leser nur Fragezeichen. »mehrSchwungvoll in den Tag mit drei erfreulichen Schlagzeilen
Nicht mehr zurückhalten mochte sich ein Leser aus dem Steigerwald. Erstmalig hat er deshalb einen Leserbrief geschrieben. Und die Redaktion müsste über seine Zeilen eigentlich Gewissensbisse bekommen. Der Schreiber stellt nämlich fest, dass wir mit unserer Zeitung nicht nur ihn daran hindern, morgens voller Schwung in den Arbeitstag zu starten. Und das wäre ganz und gar nicht im Sinne unserer Redaktion. »mehr(4) Ich gebe zu, dass auch wir von der Zeitung nie zu langweiligen Nullen werden können
Mit Fehlern, Irrtümern und Verwechslungen schreibt man Geschichte. Diese Absicht hatten Mitarbeiter unserer Zeitung aber nicht, als sie vor einer Woche in Würzburg Lokalseiten vom Freitag in der Samstagsausgabe ein zweites Mal an die Leser verteilten. »mehr(9) Wenn Kritik am Verhalten eindeutig zweideutig wird, sollte es ein Stadtrat ertragen können
Zu tief in die Schüssel gegriffen? Diese Frage stellte sich dem Deutschen Presserat nach der Beschwerde eines Stadtrates, der sich durch eine Glosse unserer Zeitung in seiner Ehre verletzt sieht. Der Presserat hat nicht in seinem Sinne entschieden. Ich versuche, die von mir kurz gefasste Presseratsentscheidung zu erklären, ohne dass die betroffene Person über das Gebiet der Lokalausgabe hinaus, in der die Glosse erschienen ist, erkennbar wird. Mir geht es vielmehr um Grundsätzliches. »mehr
(1)
„Unter Drei“ können auch Politiker mit Journalisten frei von der Leber weg reden
Öfter als den meisten Menschen bietet sich Journalisten die Gelegenheit, mit wichtigen Persönlichkeiten zu sprechen. Das hängt mit ihrer Aufgabe zusammen, Informationen zu sammeln und weiter zu vermitteln. Trotzdem veröffentlichen sie danach nicht alles, was sie in solchen Gesprächen erfahren haben, in den Medien.
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(10) Wenn in allgemein interessanten Streitigkeiten schonungslos kritisiert werden darf
Meinungsäußerung war es und nicht Schmähkritik, dass in einer Zeitung eine Person als „Sexual-Gangster“ bezeichnet worden ist. So entschied das Oberlandesgericht Dresden, weil der so bezeichnete Mann geklagt hatte. Der war aber tatsächlich viele Jahre zuvor wegen mehrfachen sexuellen Missbrauchs von Mädchen verurteilt worden. Auch aktuell lag eine Missbrauchsanzeige gegen ihn vor. »mehr(2) Haben auch Sie ein Auge darauf: Wie durchschaubar handeln ihre Stadt- oder Gemeinderäte
Weil es zum Journalismus gehört, einmal veröffentlichte wichtige Themen nicht einfach wieder auf sich beruhen zu lassen, greife ich erneut die Öffentlichkeit demokratischer Prozesse auf. »mehrLeserbriefe dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden
Ein Ehepaar beobachtet seit Wochen, dass es mit den Arbeiten am Appartementbau in seiner nächsten Nachbarschaft nicht so recht weitergeht. Es vermutet, dass dem Bauunternehmer das Geld ausgegangen ist und befürchtet, dass es künftig mit einer Bauruine vor dem Haus leben muss. Deshalb schreibt es eine E-Mail an die örtliche Zeitung. Sie ist als Leserbrief gedacht und als Denkanstoß für die weitere Berichterstattung. »mehrIhre diskreten Aussagen müssen Bürger nicht in öffentlichen Veranstaltungen machen
Wer in einer öffentlichen Veranstaltung das Wort ergreift, muss damit rechnen, dass danach sein Name in Medien verbreitet wird. Darauf habe ich mehrfach hingewiesen. Aber es gibt Umstände, auf die ich noch eingehe, in denen es die Verantwortung gebietet, auf Namen zu verzichten. »mehrWer die Zeitung wirklich gelesen hat, ist gut informiert und kann mitreden
Einen Trendwechsel im politischen Teil dieser Zeitung hält ein Leser für unübersehbar. Den erkennt er, so wörtlich, „seit der Übernahme ihres Blattes durch die Regensburger Unternehmensgruppe“. »mehrLeonardo da Vinci ins Handwerk gepfuscht und Mona Lisa ihrer Hände beraubt
Mona Lisa lächelt. Man könnte meinen, das linke Foto aus dem von Leonardo da Vinci geschaffenen Bild, das im Pariser Louvre hängt, zeige das weltberühmte Renaissance-Gemälde komplett. Dieser Eindruck konnte am Freitag, 19. August (Seite 14), bei der Veröffentlichung dieses linken Bildausschnitts entstehen. Er illustrierte einen Beitrag über den Raub des Werkes im Jahre 1911. Kenner haben sofort bemerkt, dass Mona Lisas Hände als Bestandteil des Gemäldes fehlen. Das rechte Foto zeigt zum Vergleich das Kunstwerk unbeschnitten. »mehr
(1)
Hier geht es nicht mehr um Wurst, sondern um die Bezeichnung für ihr bestes Bett
Folgte doch tatsächlich nach der Themaseite zur Fränkischen Bratwurst am 17. August („Jetzt geht es um die Wurst“) eine Diskussion, bei der es eben nicht mehr um die Wurst ging. Im Mittelpunkt stand der „Kipf“, der das beste Bett für die fränkische Bratwurst sein soll. So ist es auf jener Seite zu lesen. Dazu ist dieses spezielle Brötchen samt Wurst abgebildet.
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(3) Am besten wäre es, Berichte über das Massaker von Oslo würden zur Vorbeugung beitragen
Die Main-Post hat, wie einige andere Blätter, 20 der Opfer des Massakers von Oslo abgebildet (Samstag, 30. Juli, Seite 4). Erst nach ausgiebiger Diskussion war die Entscheidung dafür in der Redaktion gefallen – wissend, dass es Leser geben würde, die eine solche Präsentation kritisch sehen. „Gesichter der Leids“ lautete die Überschrift des Beitrages dazu. Und es meldeten sich Leser, die in den Abbildungen eine unnötige Verstärkung des Leids erkannten. »mehr
(1)
Ich bin einige Zeit nicht für die Leser da
Meinen Dienst trete ich wieder am 23. September 2011 an.
»mehr
(3) Kurz vor den Ferien: Pluspunkt für Schulklasse bringt Minus für Redaktion
Schüler reifen zu bewussten Mediennutzern, wenn sie im Rahmen unseres Schulprojektes KLASSE! Zeitung lesen. So durfte ich der Klasse HTH11 der Schweinfurter Adolph Kolping-Berufsschule kurz vor Ferienbeginn einen Pluspunkt geben. Sie hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass Montag, 25. Juli, in zwei Beiträgen über das Massaker in Norwegen, dem von Daniel Wirsching (Seite 2) und dem von dpa-Korrespondent Peter Zschunke (S. 3), jeweils ein Wort für Wort identischer Absatz erschienen ist. Die Schüler haben mich gefragt, wer hat von wem abgeschrieben? Eine Antwort darauf interessiert gewiss mehr Leser. »mehr(5) Die Schwierigkeiten journalistischer Reaktionen auf Insolvenzen von Unternehmen
Dieser Tage hat mich eine Leserin gefragt, warum wir umfangreich über die Insolvenz eines bekannten Autohauses in der Region berichtet haben, aber über andere, kleinere Insolvenzen nichts in der Zeitung zu lesen sei. Die Frage ist einfach zu beantworten. Dennoch bedarf es zur Berichterstattung über wirtschaftlich angeschlagene Unternehmen doch einiger Erklärungen mehr. »mehr
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Im Leserbriefteil ist kein Platz für Bürgermeister, die ihre eigene Amtsführung beurteilen
Es gibt stets einige Leute, deren Zuschriften werden nicht als Leserbriefe veröffentlicht: Das sind die von Persönlichkeiten, die zuvor selbst Gegenstand der redaktionellen Beiträge gewesen sind, auf die sie sich beziehen, also auch an einem berichteten Vorgang direkt Beteiligte und dafür Verantwortliche. Aber auch die melden sich zu Wort. Die dann folgende Ablehnung, die verstehen sie oft nicht.
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(2) Über die Anmaßung, einen Leserbrief mit dem Namen eines anderen einzuschicken
Entschuldigt hat sich am 28.6. (Überschrift: „Gefälschter Leserbrief“) die Redaktion bei einem Leser dafür, dass sein Name und seine Anschrift von einem Leserbriefschreiber missbraucht worden sind. Eine veröffentlichte Zuschrift war nicht von ihm und hat auch nicht seine Meinung wiedergegeben. Das wurde in den Leserbriefspalten, hier an dieser Stelle, mit der Entschuldigung klargestellt. »mehrDas anerkennenswerte Interesse der Öffentlichkeit an vergangenen Ereignissen
Fast alles, was in dieser Zeitung erscheint, verbreitet die Redaktion seit Jahren auch im Internet, meist über mainpost.de oder main.de. Manche Zeitgenossen sind darüber glücklich, weil Erfreuliches über sie nicht nur in der Zeitung steht, sondern zusätzlich online erreichbar bleibt. Andere dagegen wollen bald wieder aus der Internetöffentlichkeit verschwinden. Sie kommen meist in für sie wenig schmeichelhaften Nachrichten vor. »mehrWenn Leser den Absender einer Nachricht kennen, können sie auch die Botschaft verstehen
Es erreicht mich von Zeit zu Zeit der Vorwurf, die Main-Post-Redaktion würde abschreiben, bzw. Beiträge aus fremden Medien kopieren. Das wollten speziell nach den Doktor-Affären einige Leser auch auf unseren Seiten entdeckt haben. »mehr(17) Über das Versagen der Medien und über Kachelmanns Bild in der Öffentlichkeit
Die Medien sind schuld. Ein solcher Generalvorwurf ist immer häufiger zu hören, aktuell nach dem Aufsehen erregenden Prozess gegen den bekannten TV-Wettermoderator Jörg Kachelmann. Und wenn es pauschal gegen „die Medien“ geht, dann auch gegen diese Zeitung. Weshalb? Weil Persönlichkeiten mittels sogenanntem „Kampagnen-Journalismus“ an den Pranger gestellt werden. Weil zu viel Privates voyeuristisch ausgebreitet wurde. »mehr(10) EHEC: Mögliche Gefahren für Leib und Leben wiegen schwerer als absehbare wirtschaftliche Schäden
Berichte über das Darmbakterium EHEC, das zu mehr als 1000 Erkrankungen und zu Todesfällen geführt hat, nehmen in den Medien – auch in dieser Zeitung – viel Platz ein. Das führte schon zu dem Vorwurf, das sei überzogen und typisch deutsche Panikmache. – Stimmt das? »mehrWarum das Geheimnis um ein Blumenmädchen sofort gelüftet werden muss
Das nebenstehende, wirklich wunderschöne Bild mit Blumenmädchen vor Kitzinger Hintergrund erschien vor mehr als einer Woche groß auf der Titelseite. Es wies auf die kleine Gartenschau in der Stadt hin, die im Wochenendmagazin der Zeitung ausführlich angekündigt war. Man könnte denken, das Foto sei ein Werbeplakat für die Veranstaltung, die am Freitag begonnen hat. Ist es aber nicht. »mehr(9) Wie sich Minister Philipp Rösler zum Schutz seiner Kinder eines Besseren besonnen hat
Kinder genießen in unserem Rechtssystem besonderen Schutz, das gilt also auch für Veröffentlichungen in den Medien. Zum besseren Verständnis gehe ich auf eine wenig beachtete Nachricht aus der vergangenen Woche ein. Sie zeigt, dass dieser Schutz missverstanden und von Erziehungsberechtigten selbst außer Kraft gesetzt werden kann. »mehr(10) Presserat missbilligt journalistische Recherche beim Arbeitgeber eines Kommunalpolitikers
Blicken wir zurück auf eine interessante Entscheidung des Deutschen Presserates, der freiwilligen Selbstkontrolle der Printmedien. Darin wurde missbilligt, dass ein Kommunalpolitiker durch journalistische Recherche bei seinem Arbeitgeber in Misskredit kommen konnte. »mehr
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Maßstäbe, die für zu Guttenberg gelten, werden auch an Steinmeier angelegt
Leserin M. B. vermisst eine Nachricht in der Zeitung, die sie mit dem TV-Magazin Panorama vom 28. April erreichte. Es berichtete über eine möglicherweise rechtlich fragwürdige Beteiligung von Frank-Walter Steinmeier (SPD), noch als Chef der Niedersächsischen Staatskanzlei, an der Verwendung einer verdeckten Wahlkampfspende von 150 000 Euro.
»mehr
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Erinnerung an elende Lohnschreiber, die für Höheres kein Interesse haben
Es ist kein Selbstmitleid, wenn ich Ihnen den „Stoßseufzer“ eines einstigen Kollegen nicht vorenthalte. Ein Leser hat ihn im „Lindauer Tagblatt“ vom 9. Januar 1910 aufgestöbert. Und es mutet weitgehend zeitlos an, was unter der Überschrift „Der arme Redakteur“ damals erschienen ist:
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(3) Ein Flugzeugabsturz in der Eifel, der Menschen in Unterfranken nahegeht
Als Manipulationsjournalismus der übelsten Art empfindet ein Leser den Bericht über den Absturz des amerikanischen Kampfjets A-10 Thunderbold bei Laufeld in der Eifel (Ausgabe 4.4.: „Warzenschwein“ stürzte ab). Er wirft der Redaktion vor, sie habe einzig und allein deshalb darüber eine „Riesenstory“ produziert, um „Angst und Verunsicherung in der Bevölkerung zu erzeugen und Stimmung gegen das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld zu machen“. Die Ortsangabe vor dem Beitrag, Grafenrheinfeld/Laufeld verlege den Absturzort nach Grafenrheinfeld. »mehr
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Drei ungleiche Prominente unter einer Überschrift in einen Topf geworfen
Leseranwalt An Ex-Wirtschaftsminister Michael Glos, an den einstigen Medienmogul Leo Kirch und an den früheren Sparkassenpräsident Siegfried Naser war in einem umfangreichen Beitrag in unserer Kitzinger Lokalausgabe erinnert.
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(24) Der Presse Freiheit kann auch schmerzhaft sein für Betroffene und für Redaktionen
Je nachhaltiger Journalisten ihre Freiheiten nutzen, desto mehr müssen sie selbst ertragen können. Denn der Presse Freiheit ist auch schmerzhaft. Zuerst für Betroffene, dann aber oft auch für Redaktionen. »mehrIch mache mal Pause
Bin erst wieder ab 2. Mai 2011 für Diskussionen, Anregungen und Kritik erreichbar. Ich versuche, eine Pause einzulegen. »mehr(51) Fehler können die Glaubwürdigkeit eines Mediums aushöhlen
Mein Schriftwechsel mit einem Leser macht deutlich, dass Journalisten Fakten stets gewissenhaft überprüfen müssen, um ihrer Sorgfaltspflicht gerecht zu werden. »mehr(5) Nicht immer ist es möglich, dass in der Zeitung zusammensteht, was gut zusammenpasst
Gelegentlich entstehen über Tagesaktualität und Produktionsdruck in der Zeitung Nachbarschaften von sehr gegensätzlichen Beiträgen: Glück und Unglück, Spaß und Leid, Problematisches und Heiteres kommen sich bedenklich nahe. So ist es derzeit schwierig, freudige Ereignisse konfliktfrei unterzubringen: »mehr(19) Berichterstattung über Japan: Warum andere Nachrichten verdrängt werden
Vernachlässigen Sie nicht andere wichtige Brennpunkte, so die Freiheitsbewegung in der arabischen Welt, besonders in Libyen“, mahnt ein Leser. Sein Hinweis ist richtig. Denn die Naturkatastrophe, die Japan heimgesucht hat und deren verheerende Folgen bestimmen gegenwärtig Konferenzen und Inhalte Ihrer regionalen Tageszeitung. »mehr(17) Auch für einen beliebten Politiker sollten die Freiheiten der Medien nicht in Frage gestellt werden
Die Katastrophe in Japan, die die ganze Welt bewegt, verändert vieles und muss folglich Inhalte einer Zeitung stark dominieren. Auch deshalb tritt die Affäre um den Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg in den Hintergrund. Also beschränke ich mich darauf, die folgenden, eigentlich für die Zeitung vorgesehenen Zeilen, hier online nachzureichen: »mehr(18) Nach einem kritischen Leitartikel über Guttenberg droht Liebesentzug
Eine Tendenz nach links erkennt ein Leser und fragt sogleich, „ist das noch meine Zeitung?“. Ich fürchte nun so etwas wie Liebesentzug. Stein des Anstoßes ist ein Leitartikel unseres Berliner Korrespondenten (19.2. „Der Star ist ein Blender/Guttenberg und die Plagiats-Affäre“). Der Leser selbst wird wohl nicht links stehen, aber auch die Redaktion nicht, die der Unabhängigkeit und Überparteilichkeit verpflichtet ist. »mehr(3) Warum zu Guttenbergs zurückgegebener Doktortitel in der Zeitung zuvor nie erschienen ist
Weil der Doktortitel vor Karl-Theodor zu Guttenberg medienwirksam verschwunden ist, sehe ich mich veranlasst, über unseren Umgang mit Doktoren zu schreiben. Zu Guttenbergs zurückgegebener Dr. ist in dieser Zeitung schließlich so gut wie nie vorgekommen. »mehr(22) Journalisten sollen auch Halbgöttern in Schwarz mehr auf die Finger sehen
Es muss doch jedem Leser auffallen, dass Urteile im Namen des Volkes so ausfallen, dass man sich darüber nur wundern kann.“ Das erklärt mir ein Leser, der damit nicht nur die Rechtsprechung kritisiert, sondern auch die Redaktion, weil sie deren Fehlleistungen nicht aufgreift. »mehr(45) Kinderlärm und Presslufthämmer - wenn Aussagen verkürzt werden
Redaktionskonferenz: Ich übe Kritik und stoße auf Widerspruch. Darum geht es: Auf der Titelseite der Zeitung (Freitag, 11. 2.) ist das Bild eines schreienden Buben im Karussell zu sehen. Es kündigt die Themenseite im Inneren über eine geplante Gesetzesänderung an: Kinderlärm soll nicht mehr als schädliche Umwelteinwirkung behandelt werden. »mehr(15) Bericht aus dem Gericht: Die ethnische Zugehörigkeit des Angeklagten tut hier nichts zur Sache
Umgang mit Minderheiten und ethnischen Zugehörigkeiten erfordert journalistisches Fingerspitzengefühl, vor allem, wenn es um Straftaten geht. Ich beziehe mich auf ein leider schlechtes Beispiel: Am 4. November 2010 berichtete unsere Zeitung über ein Gerichtsverfahren gegen einen vorbestraften 32-jährigen Mann, den auch schon Interpol beobachtete (Überschrift: „Griff zu Barhocker und harten Drinks hat Folgen“). »mehr(3) Wenn zwei Welten aufeinander treffen: Verbrechensopfer und Journalisten
Bruce Shapiro, US-Journalist, ist vor Jahren von einem Amokläufer mit dem Messer schwer verletzt worden. Das erzählt er in Waiblingen, nahe Winnenden, über 150 Journalisten aus ganz Deutschland. »mehrWie berühmte Fußballer und Vereine zu Verführern von Redaktionen werden können
Da betreibt Ihre Zeitung mit einem redaktionellen Beitrag kostenlos Werbung für ein privates Unternehmen“, klagt bei mir ein Geschäftsmann. Der Grund: Das Angebot der Fußballschule eines ehemals sehr bekannten Profis und Nationalspielers war in einem Lokalteil redaktionell angepriesen worden. »mehr(8) Damit die Redaktion zusätzlich zum Pressekodex noch das Gewissen als eigene Instanz einschaltet
Könnte mir bitte jemand erklären, warum Leser einen Anwalt brauchen?“ So gefragt eröffne ich den vorerst letzten Teil der Erklärung meiner Aufgabe, zu der mich kritische Stimmen veranlasst haben. »mehr(4) Zur Neutralität des Leseranwaltes zwischen zwei Stühlen, von denen einer dem Brötchengeber gehört
Freiheit der Medien gilt als Sicherung für die Freiheit der Menschen eines Landes. Dahinter steht nicht nur bei uns ein Grundrecht, das ich vergangene Woche als oberstes Prinzip für die Wahrnehmung meiner Aufgabe als Leseranwalt genannt habe. An der hatten sich zum Jahreswechsel einige skeptische Stimmen gerieben. Also habe ich begonnen, meine Funktion aktuell zu erklären. Das setze ich nun fort. »mehr(6) Warum für die Redaktion und den Leseranwalt alle Leser wie Mandanten sind
"Meiner Meinung nach sind Sie in letzter Zeit eher ein Anwalt der Zeitung. Im Regelfall verteidigen Sie die Redaktion gegen Kritik von Lesern. An sich ist das nicht verwerflich. Aber unter dem Deckmantel des Anwalts für Leser gehört das eigentlich nicht.“ Ich verstehe, was mir dieser Leser schreibt, der mir eine Chance gibt, wenn er hinzufügt, „oder habe ich da das falsche Verständnis für Ihre Position?“ »mehr(3) Wenn die Darstellung von menschlichem Leid und Elend im Bild Zeitgeschichte ist
Von Zeit zu Zeit beschweren sich Leser, dass zu viel Leid und Elend in der Zeitung abgebildet würden. Sie halten das für sensationslüstern und kaum zu ertragen. »mehr(89) Journalistische Meinungsbeiträge und das amtlich korrekte Handeln im Fall Cengiz
Heftig und emotional wird das Schicksal von Hakan Cengiz diskutiert. Die Stadt Würzburg versagt dem Türken, bestätigt vom Verwaltungsgericht, das weitere Aufenthaltsrecht in Deutschland. Man beruft sich auf die Rechtslage. Politiker bemühen sich noch, dem Mann das Weiterleben in Deutschland trotzdem zu ermöglichen – wegen seiner engagierten Tätigkeit für Integration. »mehr(2) Crossmediale Informationen erschließen Zeitungslesern neue digitale Welten
Wenn ich meine gedruckte Zeitung kaufe, möchte ich nicht gleichzeitig für irgendwelche digitalen Angebote zur Kasse gebeten werden!“ Das merkt ein Leser kritisch an und fragt, was heißt eigentlich „crossmediale Informationsstrategie“. »mehr(8) Ein Leserbrief mit nachweislich unrichtigen Vorwürfen, der nicht veröffentlicht wird
Überflüssig ist es“, schreibt ein Leser, „dass Sie einen halbseitigen Beitrag über Heiner Geißler drucken, der größtenteils (sogar wörtlich!!!) aus dem aktuellen Stern abgeschrieben ist („Die Show des Heiner Geißler“ vom 30. November, Seite 4). Das ist Plagiat. Wollen Sie den Eindruck erwecken, Sie seien so etwas wie die Welt und hätten eigene Reporter in Stuttgart vor Ort? Berichten Sie lieber mehr über Regionales.“ »mehr(3) Nachträgliche Schönheitsreparaturen an hässlichen Bildern wichtiger Politiker
Wäre meine Frau so abgebildet worden, würde ich die Zeitung verklagen!“ Eine Kollegin erzählt vom Telefongespräch mit einem verärgerten Leser: Ein von der Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen veröffentlichtes Bild wirke, „als hätte man ihr einen Bart angemalt oder als trage sie eine Faschingsmaske“. »mehr(24) Ich widme Anselm Grüns Empfehlung einem gläubigen Leser: Aus klaren Quellen schöpfen
In der Zeitung und in den Beilagen nehmen die Beleidigungen gegenüber der christlichen Lehre und Moral immer mehr zu“, schreibt ein Leser aus Karlburg. Er bezieht sich auf eine Zeitungsanzeige der Mediengruppe Main-Post, die diese Zeitung herausbringt. »mehr(43) Auch im Schutz von Fantasienamen dürfen andere Menschen nicht in den Dreck gezogen werden
"Ich bin enttäuscht, dass die Zeitung anonyme Internetschreiber zitiert.“ Der Mann, der mir das mitteilt, trifft einen wunden Punkt. Denn im Netz bleiben Diskussionen meist anonym – auch bei mainpost.de und folglich auch in der Zeitung, wenn daraus zitiert wird. »mehr(13) Die erste Seite einer Zeitung gehört den eigentlich wichtigen Themen
Blicken Sie für einen Augenblick mal rein in eine der täglichen Redaktionskonferenzen: Dort wird diskutiert. Ein Leser hat geschrieben, „die erste Seite gehört den eigentlich wichtigen Themen.“ Solche Hinweise geben Leser öfter. Folglich setzen sich Redakteure gerade wieder einmal mit der Frage auseinander, was die „eigentlich wichtigen Themen“ sind. Einer spricht aus Erfahrung: „Frage fünf Leser und du wirst zehn verschiedene Antworten hören.“ »mehrRedakteure müssen den Einsatz des Rotstiftes so beherrschen, dass sie damit keine Beiträge entstellen
Für die Entsendung eines neutralen Redakteurs Ihrer Zeitung – normalerweise eine Selbstverständlichkeit – wollte ich mich eigentlich bedanken. Wenn da nicht der Verdacht wäre, dass der Beitrag redigiert worden sein könnte. Dabei sollte doch gerade die Unabhängigkeit Ihrer Redakteure sicher gestellt sein.“ »mehr
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Frage an die Leser: Welche Nebensächlichkeiten nehmen demokratisch bedeutsamen Beiträgen den Platz weg?
Medien beschäftigen sich zu sehr mit Nebensächlichkeiten. Das glauben 44 Prozent der Deutschen. So geht es aus einer forsa-Umfrage (1001 Befragte) vom August 2010 hervor, durchgeführt im Auftrag der Hamburger Akademie für Publizistik.
»mehr
Warum die Redaktion die gut gemeinten Anregungen von Lesern nicht immer aufnehmen kann
Ein beflissener Leser aus Würzburg bemüht sich seit geraumer Zeit darum, die Redaktion zu unterstützen. Natürlich vorwiegend in seinem Sinne. Folglich schickt er mir ausgeschnittene Beiträge aus anderen Zeitungen und Publikationen. Er tut das erwartungsfroh mit Fragen wie: „Könnten Sie das in Ihrem Blatt nicht auch einmal publizieren?“ »mehr(2) Nur wer sich über Paris Hilton informiert hat, kann die Meldungen über sie als überflüssig bezeichnen
"Tagtäglich bringt diese Zeitung Nachrichten, die so überflüssig sind wie ein Kropf", schreibt eine Leserin aus Veitshöchheim. Denn, so fährt die Frau fort, "wen interessiert schon, ob Lindsay Lohan oder Paris Hilton u.a. wegen Drogen oder Alkoholproblemen ins Gefängnis müssen? »mehrWarum es besser ist, nicht jeden politischen Witz gleich für bare Münze zu nehmen
Was mitunter missverstanden wird, sind Satiren und Glossen. Diese freizügigen und frechen Texte erregen dann Unmut, wenn Übertreibungen, Zuspitzungen, Phantasien, Polemiken, Spott, Ironie und noch mehr – eben alles das was diese Beiträge kennzeichnet – für bare Münze genommen werden. »mehr
(1)
Wir müssen nicht alle Details über die Sexualpraktiken von Jörg Kachelmann erfahren
Haben in unserem Rechtsstaat nicht auch Schwerverbrecher das Recht auf ein Mindestmaß an Persönlichkeitsschutz und Privatsphäre?“, fragt ein Leser. Anlass sind intime Passagen in einem Bericht (vom 14.9.) über den Prozess gegen den TV-Wettermoderator Jörg Kachelmann, dem eine Vergewaltigung vorgeworfen wird.
»mehr
Wunder der Genesung und eine öffentliche Rüge des Presserates
Der Deutsche Presserat informiert stets über seine Entscheidungen. Zwei habe ich ausgewählt. »mehrWer kommt schon bei Chekhov darauf, dass es sich um einen bekannten Schriftsteller handelt?
Fremdsprachen in der Zeitung sind ein Kapitel für sich. Der Leser M. F. schlägt das Russische auf, weil der Ort „Mokhovoye“ unter einem Bild von Waldbränden stand: Es gehe ihm gegen den Strich, wenn er russische Namen so geschrieben sehe. Sinnvoll sei Mochowoje, denn so sprechen es Russen aus. Wir schreiben auch nicht „Yeltsin“, sondern Jelzin. »mehrWenn sich Menschen im Internet millionenfach Freundschaftsangebote machen
Freundschaften liegen Sympathie, Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung zu Grunde. Ich halte es aber für angebracht, Sie vorbeugend mit einer anderen Form vertraut zu machen, deshalb, weil viele Leser auch Internetnutzer sind und weil es täglich mehr werden. »mehr(5) In der Sprache ihrer Berichterstattung sind Journalisten nicht an die Begriffe der Juristen gebunden
Die Presse darf eine Person als Täter bezeichnen, wenn sie ein Geständnis abgelegt hat und zudem Beweise gegen sie vorliegen oder wenn sie die Tat unter den Augen der Öffentlichkeit begangen hat. In der Sprache der Berichterstattung ist die Presse nicht an juristische Begrifflichkeiten gebunden, die für den Leser unerheblich sind.“ »mehr(5) Fußballberichte in der Lokalzeitung sind journalistische Heimspiele ohne Manipulationen
Die Becherwürfe, so dumm sie auch wieder waren, gehören nicht in den Bericht einer lokalen Zeitung.“ Zu lesen war über die fliegenden Becher am 11. August ein einziger Satz in einem ausführlichen Beitrag über das Derby der Fußball-Bayernliga zwischen dem FC Schweinfurt 05 und dem Würzburger FV im Schweinfurter Sachs-Stadion: „ »mehrFür schwindelfreie Schönheit: Leser sollen erkennen können, wenn nicht alles Gold ist, was auf Fotos glänzt
Zeitungsleser lassen sich von Bildern nicht gerne täuschen. Unter einem schmucken Foto (Frankenteil, 22. Juli, „Lauschige Nächte“) ist zu lesen: „Zwei junge Paare genießen den abendlichen Blick von der Mauer der Festung Marienberg über Würzburg“. Sie sitzen dort droben im Bildvordergrund zur Stadt und zum Abgrund hin gewandt. »mehr(9) Journalisten schreiben über "mutmaßliche Täter"
Ich kann das Wort 'mutmaßlich', das bei Beschreibungen von Straftaten immer wieder stereotyp ohne sprachliche Abwechslung auftaucht, nicht mehr hören, ohne dass mein Blutdruck steigt!“ Handschriftlich lässt das ein Leser aus Wiesentheid die Redaktion wissen. »mehr(3) Wenn Johannisfeuer lodern...
Ich gebe Ihnen eine Woche Zeit, wenn dann der Bericht über unser Johannisfeuer noch nicht in der Zeitung erschienen ist, bestellen ich und meine Bekannten das Blatt ab!“ Der Anrufer aus dem Landkreis Würzburg lässt keinen Zweifel an der Berechtigung seines Anspruchs. »mehrFidel Castro und seine Beziehung zu einer kapitalistischen Marke
Wozu, wenn nicht als 'Schleichwerbung', ist am 12.7. auf Seite 4 angegeben, dass Fidel Castro eine weiße Trainingsjacke der Marke Nike trägt? Ist Nike offizieller Sponsor von Fidel Castro, der dpa (Deutsche Presseagentur) oder der Mainpost? :-).“ »mehrEin halbes Dutzend Fotos mit einem Bürgermeister sind des Guten zu viel
Das ist widerlich“, schreibt ein Leser. Er macht seinem Ärger Luft, weil auf Lokalseiten der Würzburger Ausgabe ein Bürgermeister an einem Tag sechs Mal im Bild zu sehen ist. »mehrSpaniens Toreros sollten nicht die Schuldenkrise des Landes kennzeichnen
Redaktionen illustrieren ihre Beiträge gerne mit Symbolbildern wenn reale Abbildungen fehlen. Die führen zur Nachricht hin oder verstärken sie optisch. Das gelingt oft. Doch gelegentlich kann man darüber unterschiedlicher Meinung sein. »mehrHalbes Dutzend Fotos mit einem Bürgermeister in Zeitung sind des Guten zu viel
Das ist widerlich“, schreibt ein Leser. Er macht seinem Ärger Luft, weil auf Lokalseiten der Würzburger Ausgabe ein Bürgermeister an einem Tag sechs Mal im Bild zu sehen ist. »mehr(10) Der Tritt gegen einen Hund und die überflüssige Information
Dieser Bericht hat Wirbel ausgelöst: „Ordenspriester tritt jungen Hund“ (15. Juni), lautete die Überschrift. Ein Teil der Leser ergriff für den Priester und ein anderer für die Hundehalter Partei. Ich kritisiere den Bericht. Ich sehe darin journalistische Ethik verletzt. »mehr(3) Nach einem „inneren Reichsparteitag“ vor Millionenpublikum gehen wir nicht gleich zur Tagesordnung über
Der „innere Reichsparteitag“, bei der WM-Übertragung von ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein unbedacht ausgesprochen, wird diskutiert. Ich greife die interessante Ansicht eines Lesers heraus. Ihn betrübt, dass wir Nazis bis heute erlauben, unseren Sprachschatz, vielleicht für immer, so zu beeinflussen, wie es kaum ein anderes Land zulassen würde. Wörtlich: „Wenn wir nicht mehr erwähnen dürfen, was einst durch die Nazis in den Dreck gezogen wurde, dann sind wir ein armes Volk!“ »mehr
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Auch sündige Journalisten müssen in einer Demokratie gelegentlich den ersten Stein werfen
Mitunter glauben Leser nicht, dass mich neben Kritik auch Lob erreicht. Besonders ungläubig war einer, welcher „die Banalitäten“ des Leseranwalts „für überflüssig“ hält und über dessen Existenz abstimmen lassen will.
»mehr
(9) Zur „Rücktrittsdrohung“ eines kritischen Abonnenten und zum Respekt vor anderen Meinungen
Eine aktuelle Zuschrift stimmt mich traurig: „Sehr geehrter Herr Sahlender, seit ca. 40 Jahren bin ich Abonnent und Leser Ihrer Zeitung. In letzter Zeit wächst mein Ärger über Ihre Berichterstattung... »mehrVertraulich miteinander gesprochene Worte sind geschützt und dürfen meist nicht veröffentlicht werden
Wenn Sie, verehrte Leserinnen und Leser, sich irgendwo miteinander unterhalten, gilt das Gesagte als vertraulich und gehört zu Ihrer geschützten Persönlichkeitssphäre. So müssen Sie sich eine Verbreitung, die Sie identifizierbar macht, in einem Medium nicht gefallen lassen. »mehrPressekodex schützt bei Missbrauchsfällen auch das Persönlichkeitsrecht des Täters
Eine Missbilligung des Presserates trifft aktuell die „Bild“-Zeitung. Die hatte mit einem Foto über die Verurteilung eines Lehrers wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern detailliert berichtet (26. November 2009: „So tickt der Lehrer mit der Totenmaske“). Dabei war auch auf seine Ehefrau hingewiesen. »mehr(3) Der Leseranwalt: Demokratie verpflichtet kommunale Parlamente zu öffentlichen Beratungen und Abstimmungen
Dass Behörden ihre gesetzliche Auskunftspflicht gegenüber Vertretern von Medien gelegentlich als störend empfinden, habe ich jüngst beklagt. Zuschriften zeigen, dass diese amtliche Verpflichtung für einige Leser neu war. Sie haben sich bei mir bedankt, zumal dahinter der demokratische Grundsatz der Bürgerbeteiligung über die Inhalte unabhängiger Medien steckt. Trotz weniger schlechter Beispiele glaube ich, dass man es auch in Behörden und politischen Gremien so sieht. »mehr
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Wenn Behörden die Pflicht zur Auskunft an Medienvertreter als störend empfinden
Alle Ämter und Behörden, sogar Polizei und Gerichte sind gegenüber Medienvertretern zur sachgerechten Auskunft auf deren Anfragen verpflichtet. Das betrifft die Zuständigkeit der Behörde oder Fälle, mit denen sie befasst war.
»mehr
(35) Kampagne gegen die römisch-katholische Kirche oder Bestrafung der Überbringer schlechter Nachrichten?
„Ich glaube an Gott und an die Medienkritik, beides ist aber schwer fassbar.“ Das sagte vergangene Woche auf einer Journalistentagung mit Mike Hoyt vom Columbia Journalism Review ein renommierter US-Medienkritiker. Gemeint hat er es wohl nicht so wie jener Leser, der unsere „Hochverehrte Redaktion“ handschriftlich wissen lässt, dass er seit Monaten unter deren antikirchlicher Berichterstattung leidet. »mehr
(1)
Des Lesers Gedanke in Kürze bringt dem Nachrichtenfluss die Würze
Kurze Texte schreiben, das ist nicht leicht. Nicht, wenn man alles loswerden will, was man für unverzichtbar hält. Das gilt gleichermaßen für Leserbriefe. Die Redaktion weiß darum.
»mehr
Granaten-Meldung mit Kindern: Nach der Entwarnung die Verwirrung
Was soll der geneigte oder (vor Gram) gebeugte Leser mit solch einem begrifflichen Durcheinander anfangen?“, fragt mich Herr H. K. Er verweist auf die Meldung „Kinder entdecken alte Handgranate“, die am Montag, 12. April, auf Seite 11 veröffentlicht war. »mehrDie Rechnung für eine Sonntagsfahrt zu einer Riesenenttäuschung
„Mit Interesse las ich den Artikel über eine Sportveranstaltung“, schreibt ein Leser. „Da hieß es, der Wettkampf beginnt am Sonntag. Bei mir hat sich das Wort 'Sonntag' eingeprägt. Über das ebenfalls veröffentlichte richtige Datum, das zum Samstag gehörte, machte ich mir keine Gedanken.“ »mehrZeitungen: Verzicht auf unangemessen sensationelle Darstellung von Gewalt, Brutalität und Leid
Die prämierten Pressefotos aus aller Welt, die im alten Rathaus in Kitzingen zu sehen sind, gehen unter die Haut. Ich empfehle diese Ausstellung. Einige der gezeigten Fotos bedürfen für Zeitungsleser aber einer Erklärung. Die könnten sich nämlich fragen, warum Aufnahmen des Schreckens an Kriegs- oder Katastrophenschauplätzen in ihrer Tageszeitung selten so erscheinen. »mehrDie Redaktion hört auf Kritiker: Leserzuschriften für alle Leser
Leserbriefe in Tageszeitungen sind wichtig. Sie beteiligen Menschen an der öffentlichen Diskussion – eine bleibende Chance auch für jene Zeitgenossen, die nicht auf www.mainpost.de oder in Foren oder Blogs im Internet unterwegs sind. Sie können ernsthaft und seriös vielen anderen Menschen ihre Meinung in der Tageszeitung kundtun. Das ist wesentlicher Teil des demokratischen Prozesses in einem freiheitlichen Staatswesen. »mehr
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Wenn der Veranstalter selbst den Reporter stellt
Das kann der Leser, der sich bei mir meldet, nicht verstehen: Er soll von einer kulturellen Veranstaltung in seiner Gemeinde den Text für die Zeitung selbst liefern. Die Lokalredaktion hat ihn darum gebeten. Sie hat keinen Mitarbeiter frei, der kommen könnte.
»mehr
Hausverbot für einen unliebsamen Journalisten
Es gehört zum selbst erwählten Schicksal von Journalisten, dass sie sich gelegentlich unbeliebt machen müssen. Nicht alle Ereignisse, die sie erleben und recherchieren, sind nur lobenswert. Die Folge sind kritische Anmerkungen oder Kommentare. Bei Betroffenen stoßen sie selten auf Begeisterung. »mehrNackte Pappmaschee-Kanzlerin ist kein Sündenfall
Nach einigem Zögern habe ich mich nun doch entschlossen, hier auf die Klage einer Frau, die sich als treue jahrzehntelange Leserin unserer Zeitung vorstellt, einzugehen. »mehrWachhunde der Demokratie mit Verfassungsrang
Was meinen Sie denn damit, dass die Medien ein Kontrollorgan sind?“ Diese Frage stellte jüngst eine Kommunalpolitikerin einem Redakteur, nachdem der in einem Kommentar unserer Zeitung diese journalistische Funktion herausgestellt hatte. »mehr(2) Jeder darf lachen, wann und über was er möchte
Die Fastnacht, in ihrer Ernsthaftigkeit, will auch ich an dieser stets ernsthaften Stelle wenigstens in diesen Tagen nicht vernachlässigen. »mehrSorge um körperlich und seelisch verletzte Haitianer
Die Erdbebenkatastrophe auf Haiti löst neben der Spendenwelle auch Besorgnis und Ideen aus. Nehmen wir den Einfall einer Leserin, die an die vielen Karibik-Urlauber erinnert. »mehrKonzert-Mitwirkende ärgern sich über Worte der Kritik
Rezensionen, etwa kritische Besprechungen von Konzerten, werden für Mitwirkende, aber auch für Besucher, hin und wieder zum Ärgernis. Immer dann, wenn sie die dargebrachten Leistungen selbst ganz anders bewerten als der Journalist, der darüber geschrieben hat. »mehr(2) „Abzocke“ ist reißerisch und meist nicht angebracht
Der Leseranwalt Abzocken bedeutet, Leute übervorteilen oder gar auf betrügerische Art um ihr Geld bringen. So lässt es uns der Duden wissen. Das Wort ist im Zuge von unerfreulichen Preiserhöhungen umgangssprachlich in Mode gekommen. »mehrAnziehungskraft der Erotik hilft bedürftigen Menschen
Eine redaktionelle Nachricht vom vergangenen Dezember über den Verkauf des Kalenders „Mainfranken erotisch 2010“, dessen Erlös der Aktion Patenkind dieser Zeitung und damit zu 100 Prozent bedürftigen Menschen zufließt, stieß nicht nur auf Zustimmung. »mehrDie Heiligen Drei Könige und die Bedeutung der Weihnachtsgeschichte
Die Karikatur in einer Zeitschrift trägt den Titel „Schöne Bescherung” und zeigt den Besuch der Heiligen Drei Könige im Stall von Bethlehem: Maria und Josef sind verzweifelt. Das Kind ist ein Mädchen. Einer der drei Könige telefoniert per Handy und sagt: „Zuerst die gute Nachricht: Es ist weiß. Und jetzt die schlechte: . . .” »mehr(2) Eine brutale Rambo-Sprache muss nicht sein
Die Kollegin, die mich darauf gestoßen hat, arbeitet in einer unserer Lokalredaktionen. Ich zitiere: „Das Wort Killerwelle, am Dienstag, 22. Dezember, auf der Titelseite zur Erinnerung an den Tsunami ist für mich übelste Gosse. Leider schließen wir uns damit der unerträglichen Rambo-Sprache von Bild, RTL und Co. an, die für große Naturereignisse nur noch Bezeichnungen wie Killer, Horror und Monster haben und damit verbal die Sensationsgier einiger Leute befriedigen.“ »mehr(5) Wenig Schmeichelhaftes für die Redaktion im Advent
Unendlich enttäuscht und frustriert“ zeigte sich jetzt eine Leserin, weil sie nach einer humanitären Aktivität glaubt, dass sie dieser Zeitung „nichts, aber auch gar nichts wert ist.“ Mit ihrem Zeitungsfrust steht sie nicht alleine da. Ein anderer Leser plagt sich nämlich damit herum, dass sich unsere „Kulturabteilung ein Armutszeugnis höchster Güte“ bei der Besprechung eines Konzertes ausgestellt habe. »mehrÜber die unterschiedlichen Möglichkeiten, einen Winzersohn zu bewerten
So manche Nachricht kommt anders an, wie von der Redaktion beabsichtigt. So schreibt mir ein Leser: „Wenn ich am 28.11. in den Artikeln von Werner Kolhoff und Hagen Strauss über Franz Josef Jung und seinen Rücktritt als Minister die Formulierungen finde '... sagte der 60-jährige Winzersohn aus Hessen ...', bzw. '... gilt der Winzersohn als enger und einflussreicher Vertrauter von Ministerpräsident Roland Koch...', dann deute ich diese Information als Verächtlichmachung und damit als Meinung.“ – Der Kritiker folgert daraus zudem eine Vermischung von Nachricht und Meinung, mit der gezeigt werden solle, ein Winzersohn entstamme keiner edlen Familie. Er selbst, der Absender dieser Kritik, stellt sich mir als Sohn eines Arbeiters vor. »mehr(6) Wenn eine persönliche Sichtweise aus Bildern Botschaften macht
Ein Bild ist bei einem Leser, der das sehr deutlich gemacht hat, gänzlich anders angekommen, als von der Redaktion beabsichtigt. »mehrVon einem Leser der Zeitung und seinem kräftigen Niesreiz
Ein Abonnent aus dem Werntal hat uns jüngst wissen lassen, dass er seit etwa einem halben Jahr beim Lesen der Zeitung Niesreiz bekommt. Der Mann vermutet, dass sich an der Zusammensetzung der Druckfarben oder des Papiers etwas verändert haben könnte, was seither diesen Reiz auslöst. »mehr(2) Mancher fürchtet die weltweit grenzenlose Meinungsfreiheit
Ein Leserbriefschreiber aus Arnstein zeigt mir seinen speziellen Kummer mit dem Internet an: „Meine Leserbriefe waren alleine für die Zeitung bestimmt. Keinesfalls war es von mir beabsichtigt, dass sie von der Redaktion ins Internet gestellt werden, wo sie jetzt bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag nachzulesen sind.“ Der Mann fügt hinzu, dass er es als „eklatanten Vertrauensbruch empfunden“ habe, dass seine Briefe im Internet auf www.mainpost.de aufgetaucht seien. „Ich bin sicher, dass sich viele Leser zehnmal überlegen würden, ob sie unter solchen Voraussetzungen überhaupt noch einen Leserbrief an die Zeitung schicken sollten“, fügt er hinzu. »mehr(6) Der Preis einer Tageszeitung errechnet sich nicht aus ihrem Gewicht
Die Kreativität, die unserer Leserschaft entspringt, versetzt mich gelegentlich in Erstaunen. So schreibt uns dieser Tage eine Dame aus dem Raum Würzburg: »mehrPresseausweise sind kein Spielzeug, sondern unverzichtbare Arbeitspapiere
Presseausweise sind seit jeher Objekte der Begierde. Einige Zeitgenossen versprechen sich davon allerorten freie Durchfahrt, offene Türen, etwa den Zugang zu Konzerten, Sportereignissen, überhaupt zu attraktiven Veranstaltungen jeder Art – selbstverständlich gratis. Weil es schwer ist, an Originale zu kommen, werden die Papiere gerne nachgemacht. »mehr
(1)
Das Verschweigen von Osama bin Laden ist journalistisch nicht zu vertreten
Was mir ein Leser aus dem Schweinfurter Raum geschrieben hat, will ich Ihrer Beurteilung nicht vorenthalten:
»mehr
(2) Informationen für Leute, die ihr Foto nicht in der Zeitung sehen wollen
Es stimmt, liebe Leserinnen und Leser, Sie besitzen ein Recht an ihrem eigenen Bild. Grundsätzlich geht es um Aufnahmen, auf denen Sie erkennbar ein hauptsächlicher Bestandteil sind. »mehrWenn die Fußballmannschaft hinter einer dicken Werbebande steht
Fotos von Fußballmannschaften, aufgestellt hinter unübersehbaren Werbebanden, beschriftet mit Firmennamen und Logos, sind öfter in Medien zu sehen. Vor allem die Bundesligen machen es vor, und bis hinein in die Kreisligen nimmt man sich gerne ein Beispiel daran. Nicht mehr nur im Fußball. Man will ja was für den Sponsor tun. »mehr
(1)
Eine ziemlich schmerzhafte ärztliche Rezeptur gegen Kritik
Auch Ärzte werden mal kritisiert. Das geht nicht anders, schon wegen ihrer für Volkes Gesundheit zweifellos bedeutungsvollen, unverzichtbaren Fähigkeiten.
»mehr
Angriffe auf den Verstand anderer stellen einen guten Kommentar in Frage
Schlechte Streitkultur warf ein Leser einem unserer politischen Autoren vor. Dessen Kommentar (Ausgabe 19. September) zur Bluttat in der Münchner S-Bahn endete wie folgt: „Dieser Sinn erschließt sich nur jenem, dem nicht Rachegelüste das Hirn verkleben.“ Das störte den Leser, der schrieb: „So setzt man sich nicht mit einer anderen Position auseinander.“ An mich gewandt meinte er aber, „Sie werden mir wahrscheinlich erklären, dass das eine erforderliche Zuspitzung ist.“ »mehrWichtige Nachrichten, die in der Zeitung niemand vermissen würde
Tiefe Einblicke in die bunte Vielfalt des gesellschaftlichen Lebens sind der Stoff, aus dem Boulevard-Medien bestehen. Lokale Tageszeitungen handeln sich gelegentlich Kritik ein, wenn sie daraus schöpfen. Doch das gehört dazu. »mehrÜber mögliche Gefahren bei der Vermittlung des Unbegreiflichen
Der Amoklauf von Ansbach muss dazu führen, dass der Journalismus danach erneut kritisch betrachtet wird. Amokläufe beschäftigen Leser wie Redaktionen und vor allem den Deutschen Presserat, als Organ der freiwilligen Selbstkontrolle von gedruckten Medien und von deren Internetangeboten. Dieses Reflektieren ist wichtig. Darauf weist die hohe Zahl der Beschwerden hin, gerade nach der Berichterstattung zu Winnenden. »mehrAuch ein stark polarisierender Beitrag gegen Lehrer ist legitim
Pisa-Studie zeigt Mängel im Schulwesen – Lehrer haben versagt“. So stand es 2006 über dem Kommentar einer Regionalzeitung. Der Autor konstatiert darin, dass die Lehrerschaft sich nicht mit Lernunwilligkeit der Schüler, eigener Überbelastung oder unzureichenden Lehrmitteln herausreden könne. »mehr(4) Tipps für schnellen Sex in den Ferien waren nicht ernst gemeint
Satire ist ein Dauerthema. Sie bläst auf und spitzt zu. Zwangsläufig eckt sie oft an. Man sollte Satire aber ertragen können, möglichst sogar noch dann, wenn sie offenbar guten Geschmack verletzt. »mehrDer konkrete Online-Tipp unter einem tödlichen Unfall war ein Missgriff
Den Leser aus Bad Kissingen kann ich gut verstehen: Er ärgert sich über einen Online-Tipp, der unter einem tödlichen Unfall in der Zeitung gegeben wurde. Der sei purer Voyeurismus. »mehr(4) Der umstrittene Provinz-Slogan und die redaktionelle Unabhängigkeit
Provinz auf Weltniveau, über diesen Würzburg-Slogan wird auf allen Kommunikationswegen ausdauernd und ziemlich heftig gestritten. »mehrDer Leseranwalt: Das Abscheuliche und der Auftritt des neuen Wirtschaftsministers
Im Allgemeinen lese ich die Kolumne 'Unterm Strich' mit großem Vergnügen“, schrieb mir der Lohrer Leser E.R. am 6. August. Er schränkte aber sogleich ein: Der heutige Beitrag von Frank Weichhan sei nicht nur unterm Strich, sondern auch unter der Gürtellinie und weit unter Main-Post-Niveau gewesen. Er bezog sich damit auf den glossierenden täglichen Beitrag auf der Titelseite. »mehr
Würzburg
Der Leseranwalt: Ein Schwarzbau oder eine Verkehrssünde sind keine Verbrechen
Ein Leser gibt nicht auf. Er drängt darauf, dass wir den Namen des als dreist beschriebenen Schwarz-Bauherrn am Würzburger Hexenbruch verbreiten. Mit Chronologie des Streits um den Schwarzbau.
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(10) Die Neugierde wächst: Wer steckt hinter dem auffälligen Schwarzbau?
Gegenwärtig steht in Würzburg ein auffälliger Schwarzbau, der starkes Aufsehen erregt, obwohl er mittlerweile amtlich eingestellt ist. Vielfach war er Gegenstand lokaler Berichterstattung (zuletzt am 23. Juli/Überschrift: Baumgart zu Schwarzbau: „Größer, breiter, doller“/Villa am Hexenbruchweg im Stadtrat). Mit Chronologie des Streits um den Schwarzbau. »mehrAnzeige
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