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publiziert: 16.08.2010 10:57 Uhr
aktualisiert: 05.10.2010 21:49 Uhr
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Fußballberichte in der Lokalzeitung sind journalistische Heimspiele ohne Manipulationen

Nebensatz wird von Vereinsanhängern kritisiert – Sie erwarten, dass Negatives nicht mehr erwähnt wird, um eigenen Verein zu schützen

Die Becherwürfe, so dumm sie auch wieder waren, gehören nicht in den Bericht einer lokalen Zeitung.“ Zu lesen war über die fliegenden Becher am 11. August ein einziger Satz in einem ausführlichen Beitrag über das Derby der Fußball-Bayernliga zwischen dem FC Schweinfurt 05 und dem Würzburger FV im Schweinfurter Sachs-Stadion: „

Die Becherwürfe, so dumm sie auch wieder waren, gehören nicht in den Bericht einer lokalen Zeitung.“ Zu lesen war über die fliegenden Becher am 11. August ein einziger Satz in einem ausführlichen Beitrag über das Derby der Fußball-Bayernliga zwischen dem FC Schweinfurt 05 und dem Würzburger FV im Schweinfurter Sachs-Stadion: „Damit es aber nicht allzu ruhig zu Ende gehen sollte, sahen sich offenbar einige Akteure auf dem Feld – und leider auch einige Schweinfurter Anhänger mit Becherwürfen – zu Dummheiten bemüßigt.“

Die eingangs zitierte Ablehnung der Information über die Becherwürfe ist dem Internet, mainpost.de, entnommen und findet dort sogar die Zustimmung anderer Nutzer. Ich nehme trotzdem nicht an, dass viele Leser diese Ansicht teilen. Wichtig scheint mir, das Motiv zu erkennen, das wohl hinter einem solchen Wunsch steckt, der Redakteuren nicht nur beim Fußball begegnet.

Unser Fußballfreund fährt nämlich lokalpatriotisch fort: „Es ist immer wieder traurig, wie die Schweinfurter Sportredaktion ihren eigenen Vereinen schadet. Da könnte man mal in die Lehre bei den Würzburger Kollegen gehen, die in ihrer Berichterstattung so etwas nie erwähnen, bzw. ihre Vereine immer in Schutz nehmen und verteidigen.“

Würzburgs Vereine werden das kaum bestätigen, zumal derartige Vorwürfe auch schon von ihnen kamen. Auf den ersten Blick ist der Wunsch verständlich, der da wie dort erkennbar wird: Wenn es um uns geht, können wir doch von unserer Zeitung erwarten, dass sie Vorteilhaftes betont und Nachteiliges verschweigt. Man erwartet ein journalistisches Heimspiel von der Lokalzeitung.

Soll es auch sein. Aber das geht nicht mit Manipulation durch bewusstes Verschweigen von Tatsachen. So gehört es in einen Bericht über ein wichtiges Spiel, dass Becher von Zuschauern in die Arena geworfen wurden, selbst wenn die nur aus Plastik sind. Die Nachricht darüber soll die Unsitte kenntlich machen, am besten so, dass sie sich nicht wiederholt.

Lokalzeitungen dürfen sich und den Vereinen nicht in die eigene Tasche lügen. Das würde wirklich dauerhaft Schaden anrichten.

Staatsmedien, die vorgeblich nur zum Besten ihres Landes berichteten, sind Vergangenheit. Sie kehren auch im Lokalsport nicht wieder. Auch zum Besten für unsere Vereine.

    
    

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Die neuesten Kommentare

stebeisser (51 Kommentare) am 17.08.2010 10:27

"...Würzburgs Vereine werden das kaum...

Komisch, warum wurde dann nichts von den Knallkörpern beim WFV berichtet oder vom Platzsturm der Kickers nach dem Derby oder die Vorkommnisse beim Spiel des FC05 bei den Kickers nur mal so am Rande als ganz unscheibar und unwichtig erwähnt.
Der Schweinfurter Redaktion wäre dies bestimmt einen eigenen Artikel wert gewesen.
Aber egal, die Schweinfurter Sportredaktion wird bestimmt dafür den "goldenen Koch" vom BFV bekommen und kann sich dann als "Robin Hood" der Sportjournalisten feiern. Immer nur schön an sich selbst denken.
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stebeisser (51 Kommentare) am 17.08.2010 10:19

@Carolus

Über was regen wir uns hier überhaupt auf ? Wenn beim Public-Viewing bei einem Tor vor Freude alle ihre Becher in die Luft werfen, ist dies ein Ausdruck der Freude und komischerweise hat sich dabei noch nie einer verletzt.
Nur beim FC05 wird dieses werfen aus der Emotion heraus immer kriminalisiert, denn das paßt beim FC besser, oder ???

Glaubst Du wirklich, das wegen Becherwürfen jemand nicht mehr ins Stadion geht ?

Wie gesagt, man sollte sich mal ernsthaft Gedanken machen (vor allem der Verband) über was wir hier eigentlich sprechen, denn genau wegen der verletzungsgefahr wurden diese Becher eingeführt und mir ist bisher noch keiner Toter oder Schwerverletzter wegen Becherwürfen bekannt, ich lasse mich aber gerne belehren zwinkern
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carolus (140 Kommentare) am 16.08.2010 22:52

echt typisch

bevor sich jemand aufregt, dass Zeitungen (egal welche) darüber berichten, dass irgendwelche Typen irgendwelche Gegenstände bei Spielen herumwerfen oder sich daneben benehmen (egal von wem bemerkt), sollte lieber dafür gesorgt werden, dass so ein Unfug auf Kosten anderer unterbleibt. Der Opa, der mit seinem Enkel nach einem Spielbesuch in gewissen Stadien schlechte Erfahrungen macht, kommt nicht mehr. Wer schadet da mehr??
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stebeisser (51 Kommentare) am 16.08.2010 22:36

Typisch !

Sie sind vielleicht rede- und schreibgewandter als ich, aber als "Zitierter" möchte ich schon Stellung dazu beziehen.
Ich wiederhole es noch einmal: Es geht nicht um Vertuschung oder Manipulation, aber wenn ich als Sportreporter die letzten Monate mitverfolgt habe und gesehen habe, wieviel Strafe (über die Unsinnigkeit will ich hier gar nicht diskutieren) der 1. FC Schweinfurt 1905 wegen Becherwürfen bezahlen mußte, dann halte ich mich doch wenigstens so lange zurück, bis offiziell Anklage besteht, denn wenn das nicht der Fall ist, dann war es den Offiziellen wohl auch nicht wichtig oder erwähnenswert.
Direkt nach dem Spiel waren diese Becherwürfe auf Nachfrage (!) weder dem Schiedrichter noch dem Verbandsfunktionär des BFV wichtig und ein Meldung stand nicht im Raum. da aber diese Zeitung besonders schnell sein wollte und hier auf Becherwürfe einging, die nicht mal das Spielfeld erreichten, war der Schiedrichter wohl doch unter Druck das ganze in seine Meldung einzubeziehen.
Manchmal sollte man sich einfach während eines schwebenden Verfahrens ein wenig zurücklehnen und die Dinge abwarten.
Nach Auswertung der Bilder kam nämlich zudem heraus, dass es sich bei dem Werfer um einen neutralen Zuschauer handelte, der so überhaupt nicht im Fanblock bekannt war. langsam weiß nämlich jeder, wie er den Verein einfach schaden kann und der schlechte Ruf der Fans kommt da doch gerade Recht.
Durch solch eine Berichterstattung bekommen solche unwichtigen Dinge immer wieder den Nährboden, den sie gar nicht verdienen. Aber anscheinend ist Ihnen Ihr Bild-Niveau wichtiger als begeisteter Sportjournalismus.
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stullepost (2 Kommentare) am 16.08.2010 13:37

Eigentor der Mainpost!

Es geht doch gar nicht um „Manipulation durch bewusstes Verschweigen von Tatsachen“ sondern um die journalistische Ausgewogenheit in der Berichterstattung. Wenn Ihre Zeitung seit der Flyeralarm/Scientology-Geschichte systematisch nur die Informationen auswählt, die den FC 05 in einem schlechten Licht erscheinen lassen und Positives unerwähnt lässt, dann ist das ebenso journalistische Manipulation und erinnert an die Methoden der von Ihnen zitierten „Staatsmedien“. Wenn dann noch persönliche Motive der Herren Strauss und Bauer hinzu kommen, wird Ihr Anspruch zu objektiver Berichterstattung völlig zur Farce.

Hören Sie endlich auf mit der selektiven Negativberichterstattung über den FC 05. Ihr Kommentar ist ein ziemliches Eigentor!
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