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anton.sahlender@mainpost.de
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publiziert: 17.04.2011 19:05 Uhr
aktualisiert: 15.06.2011 11:51 Uhr
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Ein Flugzeugabsturz in der Eifel, der Menschen in Unterfranken nahegeht

Als Manipulationsjournalismus der übelsten Art empfindet ein Leser den Bericht über den Absturz des amerikanischen Kampfjets A-10 Thunderbold bei Laufeld in der Eifel (Ausgabe 4.4.: „Warzenschwein“ stürzte ab). Er wirft der Redaktion vor, sie habe einzig und allein deshalb darüber eine „Riesenstory“ produziert, um „Angst und Verunsicherung in der Bevölkerung zu erzeugen und Stimmung gegen das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld zu machen“. Die Ortsangabe vor dem Beitrag, Grafenrheinfeld/Laufeld verlege den Absturzort nach Grafenrheinfeld.

Sieht man über weitere Unterstellungen in seinem Brief hinweg, spricht der Leser einen Aspekt der Nachrichtenbewertung an, der eine nähere Betrachtung verdient. Solche Ereignisse in entfernten Regionen werden bei uns normalerweise auf Nachrichtenseiten in geringem Umfang gemeldet. Das ändert sich aber immer dann, wenn durch vergleichbare Umstände eine Relevanz für die eigene Umgebung entsteht. So ist es mit dem Absturz jenes Kampfjets in der Eifel. Denn genau dieser Kampfjet-Typ übt auch bei uns und das speziell in der Nähe des Kernkraftwerks Grafenrheinfeld (KKG). So kann die Redaktion hier von hohem öffentlichen Interesse an diesem Absturz ausgehen, zumal ja auch die Sicherheit von Kernkraftwerken nach der Katastrophe von Fukushima/Japan die Diskussionen in unserem Lande bestimmt. Viele Menschen sehen in den Übungsflügen der Jets eine Gefährdung für das KKG und für sich. Was im Unglücksfall, so unwahrscheinlich der eingestuft werden mag, daraus entstehen kann, hören, sehen und lesen wir häufig aus Japan. Es geht uns nahe.

Anrufe in der Redaktion ließen deshalb schon vor dem Absturz erkennen, dass Menschen wegen der Übungsflüge ums Kraftwerk besorgt sind. Aus alledem erwächst eine journalistische Verpflichtung, Umstände des Unglücks in der Eifel, auch wenn es keine Opfer gefordert hat, zu beleuchten. So waren am 4.4. umfangreich und sachlich Eigenschaften des Kampfjet-Typs, der als „Warzenschwein“ bezeichnet wird, erklärt, dazu auch besondere Gefährdungen, die von ihm ausgehen können.

Angesichts der Umstände kann eine gut recherchierte und ausführliche Berichterstattung keine Manipulation, also kein gezielter oder verdeckter und damit unseriöser Versuch einer Einflussnahme auf die Leserschaft sein.

Die Ortsmarke vor dem Beitrag verlegt nicht das Unglück. Sie soll für die Grafenrheinfelder inhaltliche Relevanz zu erkennen geben. Die bleibt, solange es Übungsflüge gibt, die vielen Menschen nahegehen.

    
    

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Die neuesten Kommentare

christel2 (451 Kommentare) am 08.05.2011 22:50

blaubi,

ich finde, die Main-Post hat das sehr gut gemacht, man muss die Leute schon aufrütteln.
(1)
blaubi (2806 Kommentare) am 11.05.2011 08:17

beweis

...damit ist aber bewiesen, dass die MP weitab jeglicher neutralität ist.ob das gut für eine tageszeitung ist, wenn diese parteiisch ist? gerade wo überparteilichkeit normalerweise die gesamte leserschaft anspricht.
(1)
blaubi (2806 Kommentare) am 19.04.2011 21:10

..und trotzdem bleibt ein trend erkennbar

...der trend der panikmacherei, und in dieser richtung ist die mainpost führend. da erblasst mittlerweile schon die BILD.
finde es zwar richtig, dass so etwas erwähnt werden sollte, aber dann bitte net so schreiben, dass die menschen noch mehr verunsichert werden. könnte man schon als ne art gehirnwäsche bezeichnen. in letzter zeit, seit des unglückes in japan, seitdem haben sich solche panikmeldungen immer und immer mehr auf den seiten der mainpost gesammelt.und jeder normale mensch weiß,dass wir deutschen in richtung panikmacherei sehr schnell am rad drehen, und dies hat auch die mainpost gnadenlos ausgenutzt. und dass die panikmacherei ein politisches motiv hat, das weiß jeder, denn nur einee partei hat davon profitiert. es dünkt, als wenn die "neutrale" mainpost absichtlich mit dieser partei hand in hand gearbeitet hat.
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