Leseranwalt

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aktualisiert: 11. November 2011, 00:00 Uhr » zurück zum Artikel
    
    
 
    
 
    
 


Auf der Leiter des Erzählens sinnlich einsteigen, damit alle Leser folgen können

Wenn Sie 'Bibel, Kerze, Kirchturm, Papst oder Weihrauch' lesen, produziert Ihr Hirn Bilder – vielleicht sogar Gerüche und Gefühle. Wörter wie 'Advent, Offenbarung oder Schöpfung' entfalten weniger Wucht, weil sie abstrakter sind. Und Begriffe wie 'Katechese, Zölibat oder Exegese' produzieren im Kopf vieler Leser nur Fragezeichen.  »mehr

Sortierung
blaubi (2806 Kommentare) am 07.11.2011 19:48

teilweise recht

...wenn man seinen schreibstil enorm vereinfachen muss, damit alle folgen können. der nachteil darin liegt aber, dass man viele sachen dadurch umschreiben muss, und dadurch das textvolumen zunimmt. lange rede - kurzer sinn wäre das resultat.
aber fakt ist auch eines, dass viele durch eine angewohnte oberflächlichkeitslesung sich nicht die zeit nehmen, den text gründlich zu studieren. dadurch werden die worte, die zwischen den zeilen liegen absolut nicht wahrgenommen.
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Sternwart (17 Kommentare) am 07.11.2011 21:40

Kleinschreibweise vermindert Überblick

Der Stoff und was besonders hervorgehoben werden soll, kommt besser bei der gelernten Schreibweise zur Geltung. lieber blaubi. Das ausschließlich kleingeschriebene macht für mich aus einem Gericht im Teller z.B. einen Brei. Das geht den meisten Lesern so.
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blaubi (2806 Kommentare) am 08.11.2011 06:56

@ sternwart

...apropos suppenteller...man solle doch beim lesen über den tellerrand schauen, und da wäre die konsequente bzw. weitgehende vermeidung von großbuchstaben meinerseits irrelevant. gebe allerdings recht, denn das was ich schreibe widerspricht den derzeitigen orthografischen richtlinien, vor allem das kleinschreiben der substantive. und ich gebe recht, dass es für das ungeübte auge den lesefluss stören könnte. ...für den schreiber aber eine enorme erleichterung.
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appeldorn (426 Kommentare) am 12.11.2011 09:42

Die Welt mit einfachen Worten erklären?

Manchmal ist es einfach nicht genug, die Welt mit einfachen Worten zu erklären. Dazu ist die Welt zu komplex. Die Vereinfachung in der fundamentalen Erklärung der Welt gleicht manchmal einer sozialistischen Gleichmacherei. Vor allem wenn man den Pragmatismus zukünftiger Entscheidungsträger erklären will, kommt man nicht darum herum einen Exkurs in die Welt der Alltagsphilosophie zu unternehmen. Doch die MP-Redakteure lieben lieber den tierischen Vergleich, der an die Zeiten der Arche Noah anknüpft, als dass sie Beiträge bringen würden, aus denen der Geist der Moderne atmet.
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