Leseranwalt

anton.sahlender@mainpost.de
Leseranwalt
    
aktualisiert: 11. Dezember 2011, 20:12 Uhr » zurück zum Artikel
    
    
 
    
 
    
 


Journalisten dürfen Einfluss auf Rathauspolitik nehmen, ohne gewählt zu sein

"Redakteure der Main-Post vertreten politisch eine bestimmte Richtung und lassen diese auch in die Zeitungsberichte mit einfließen.“ Diesen Eindruck gewinne er häufig, teilt mir ein Leser aus einer unterfränkischen Kleinstadt mit.  »mehr

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evakurt (2618 Kommentare) am 12.12.2011 00:25

Solange Bericht und Meinung

jeweils als solches gekennzeichnet sind, ist das absolut korrekt - und so ist ja auch die Regel. - Regelmäßig Probleme gibt es allerdings damit, dass aus den Konnotationen einer Berichterstattung (Überschrift, rhetorische Fragen, Textaufbau, Schlusswort, etc.) Parteilichkeit des Journalisten (soweit vorhanden) deutlich wird. Objektiv schwer fassbar, aber dessen ungeachtet eindeutig - zumal man ja zudem naturgemäß nicht liest, was NICHT berichtet wird.

Trojanische Pferde in der Berichterstattung gibt es regelmäßig. Offenbleibt, ob das unreflektiert passiert oder absichtlich.
(6)
kranzberg (25 Kommentare) am 12.12.2011 13:01

Präferenz

Ohne auf den aktuellen Fall einzugehen wil ich folgendes zu bedenken geben: Es gibt Untersuchungen aus dem Januar 2011, die in einer großen überregionalen Zeitung veröffentlicht wurden, nach denen rund 33 % der deutschen Journalisten den Grünen zuneigen (na ja, aktuell vielleicht davon schon wieder ein paar der Piraten), 28 % der SPD und 9 % der CD(S)U und gehe mal davon aus, dass es bei der Main Post nicht gravierend anders sein wird. Wenn man nun so ehrlich und auch selbstkritisch ist, dass man im Zweifelsfall wohl eher seiner Präferenz folgt - zugegebenrmaßen sicher oft auch unbewusst und ungewollt, kann man den "Leser aus der Kleinstadt" schon auch verstehen. Im übrigen: Hier menschelt es halt immer auch ein wenig und man sollte den Fall nicht so hoch hängen - es sei denn, solche Klagen sind kein Einzelfall. Ansonsten betrachte ich den Fall, weil er die Kollegen verteidigt, eher als einen für den "Zeitungsanwalt" denn für den "Leseranwalt" und hake ihn ansonsten in der Rubrik Spaltenfüller ab.
(1)
evakurt (2618 Kommentare) am 12.12.2011 13:50

Da wäre es ganz wichtig zu wissen,

welche überregionale Zeitung diese Untersuchung gemacht hat UND was das Motiv zu dieser Untersuchung war. Wenn es FAZ oder Focus war, dann wahrscheinlich, um die "linke" Unterminierung des deutschen Pressewesens zu "beweisen". Wenn es TAZ oder Spiegel waren, dann wahrhscheinlich, um die unverstaubte Fortschrittlichkeit des deutschen Pressewesens zu zeigen. - Und wenn es gebraucht wird, wird man auch "beweisen" können, dass das deutsche Pressewesen braun unterwandert ist.

Will heißen: Man kann alles "beweisen", was man will.
(0)
kranzberg (25 Kommentare) am 12.12.2011 14:41

Habe nicht gesagt,

dass eine Zeitung die Studie "gemacht" hat, sondern nur, dass sie dort "veröffentlicht" wurde. "Gemacht" hat sie ein "Institut" - und da kann "man" natürlich auch wieder ein Fragezeichen setzen, wenn einem das Ergebnis nicht gefällt - und lesen hätte sie jeder können, der sich dafür interessiert hat und widersprochen hat seinerzeit m.W. auch niemand, zumindest nicht sehr laut. Es ist halt wie beim Fußball: Der eine sieht ein böses Foul und der andere nur normale Härte - je nach Vereinszugehörigkeit. Im übrigen war meine "Botschaft" nicht ein "Farbenspiel", sondern ich wollte auf die Gefahr hinweisen, wie mann leicht man ein Gefangener seiner Präfernez werden kann, enn man nicht aufpasst. Ansonsten ist das ganze ein völlig unwichtiger Vorgang. Ich habe fertig!
(0)
evakurt (2618 Kommentare) am 12.12.2011 18:02

War überhaupt nicht kritisch gemeint,

sondern sollte die Brisanz unterstreichen. In der Schlussfolgerung sind wir uns durchaus einig.
(0)
antonsah (378 Kommentare) am 12.12.2011 15:15

Lieber Herr/Frau @kranzberg

... ich empfehle Ihnen meinen Beitrag noch einmal genau zu lesen und danach Ihren Kommentar nochmal zu überdenken. Einige Ihrer Fragen sind beantwortet. Überdies kommentieren Journalisten nicht um ihrer selbst willen, sondern weil sie auch darin einen Auftrag sehen, der zur Meinungsbildung der Menschen beitragen kann. Oder sie unterstützen berechtigte Interessen der Menschen gegenüber Politikern.
Und was soll das für eine Untersuchung sein, die Sie unbenannt und quellenlos in den Raum stellen? Wie will jemand solche Erkenntnisse über politische Einstellungen von Journalisten gewinnen? Vor allem: Was wollen Sie damit eigentlich sagen? Ich halte fest: Ja, Journalisten haben Meinungen, Journalisten gehen wählen. Und ein Zeitungsanwalt ist immer auch Leseranwalt, weil Zeitungen für ihre Leser da sind.
Anton Sahlender, Leseranwalt
(0)
kranzberg (25 Kommentare) am 12.12.2011 15:49

gerne

Muss mich leider für einige Tage ausklinken; Quelle bekommen Sie gel. per Post, können dann ja mit ihr (der Quelle) Kontakt aufnehmen. Ansonsten: Bitte keine "Empfehlungen", sondern "Bitten".
(3)
antonsah (378 Kommentare) am 13.12.2011 14:43

@kranzberg

... danke für den Hinweis. Mache ich da was falsch? Überlege nun lange, warum Sie mich bitten, zu "bitten, statt zu "empfehlen"?
Anton Sahlender, Leseranwalt
(0)
hbraeuer (7 Kommentare) am 12.12.2011 21:27

Bravo Leseranwalt!

Eine Lokalredaktion wird ihrem Auftrag voll gerecht auch mal kritisch zu hinterfragen.
Sie darf auch manchmal, muss sogar provozieren um Bewegung in Prozesse zu bringen.
Ja wo kommen wir denn dahin, wenn jeder unserer Presse Maulkörbe verpassen kann.
Wer sich darüber beklagt, für den trifft wohl das Sprichwort zu "vom betroffenen Hund...."
(0)
riskassessment (762 Kommentare) am 12.12.2011 21:44

Haha...

„Die Redaktion strebt in Sprache und Nachrichtenauswahl nach Objektivität und Neutralität. In der Sache kann Partei ergriffen werden, wenn es mit guten nachvollziehbaren Argumenten und Meinungen geschieht, die sich nicht gegen unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung richten.“ Es geht um die MP, nehme ich an. Leider trifft in ihrem Fall nur der erste Halbsatz des zweiten Satzes zu. Auch mit dem "Streben" im ersten Satz genannt ists nicht sehr weit her. Das ist offensichtlich.
(4)
antonsah (378 Kommentare) am 13.12.2011 14:34

@riskassessment

... Sie dürfen für offensichtlich halten was Sie wollen. Diese Freiheit kann und will Ihnen wirklich niemand nehmen. Und Sie dürfen und sollen sich das auch von der Seele schreiben. Ich lese es und nehme es nachdenklich zur Kenntnis. Trotzdem werden Sie solche argumentationsleeren Kommentare, wie Sie ihn über unsere Redaktion hier hinterlassen haben, bei der Main-Post auch in Zukunft nicht lesen müssen. Auch das meinen unsere Leitlinien.
Anton Sahlender, Leseranwalt
(0)
riskassessment (762 Kommentare) am 13.12.2011 16:13

Wie sagt der...

blutleere, mainfränkische Möchtegern-"Konservative": "Getroffene Hunde..." Es ist in der süddeutschen, vulgo "bayerischen", Presselandschaft kein Geheimnis, dass die MP eine der voreingenommensten und handwerklich fragwürdigsten Zeitungen ist, ihr "Klientelismus" und ihre Voreingenommenheit ist legendär. Und glauben sie mir: es ist nicht in ihrem Interesse, wenn dies jemand konkret aufarbeitet ("argumentiert" , LOL). Evidenz ist das eine (nein, sie haben recht Evidenz ist nicht immer offensichtlich zwinkern ), aber man kann auch sehr konkret aufzeigen, dass die MP Instrument bestimmter politischer "Strömungen" und gesellschaftlicher Gruppen ist. Nun, das sind viele Medien, die Besseren kennzeichnen ihre eigene Meinung (was im Falle der MP 1. selten geschieht und 2. liegt das Problem eher in der selektiven (hier: nicht objektiven) Nachrichten- und Wortwahl). Das Problem ist nur [/b[b]]: die MP hat ein Monopol.
Das heißt wie manche Parteien Stimmviehzucht betreiben, kann diese, sagen wir Zeitung, eben dies mit iher Leserschaft betreiben. Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit ist also hier eine "mainpöstliche" - na danke - erklärt ein wenig über Würzburg.

Also wenn sie wirklich wollen, dann werde ich sammeln und sowas von argumentieren, LOL, und analysieren, aber wos dann wieder rauskommt, tja, das kann dann das Pöstchen vll nicht einfach aus der Welt schaffen (yohehehe). MfG Ein total treuer Fan (ex pluribus unum)

PS: komischerweise wird ihr Salär nicht direkt von ihren "Klienten" bezahlt...hm...muss wohl an der mainpöstlichen konstruktion der Wirklichkeit liegen...alles im Rahmen, LOL

Smile, grinsen , Screenshot und hinterlegt.
(4)
antonsah (378 Kommentare) am 14.12.2011 00:17

@riskassessment

... bemühe mich sehr, aber vergeblich, Sie zu verstehen, bzw. ernst zu nehmen. Will mir nicht gelingen nach dieser konfusen Attacke? Da rettet kein LOL etwas. Haben wir Ihnen etwas angetan? Erwarte kritische, sachlich begründete Diskussionsbeiträge. Beispiel hier evakurt
Anton Sahlender, Leseranwalt
(0)
riskassessment (762 Kommentare) am 14.12.2011 12:21

Nein wirklich Herr Anwalt...

eine "konfuse" Attacke...dann bemühen sie sich mal weiter und lesen ein oder zwei Lehrbücher über PR und Parteiendemkratie...
(3)
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