Leseranwalt

aktualisiert: 19.12.2011 07:20 Uhr
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Wahrhaftigkeit bei Bildern und Lieblingsgerichte auf den Festtagstisch
Gewiss erinnern Sie sich an das (hier verkleinerte) eindrucksvolle Foto der Deutschen Presseagentur von einem weihnachtlich illuminierten Haus, erschienen auf der Titelseite vom 13. Dezember. Es illustrierte die Nachricht, dass Lichterketten im Advent arge Stromfresser sind. Haben Sie sich danach nicht gefragt, wo das Haus steht? Aber diese und andere Informationen darüber haben gefehlt. Das ist nicht in Ordnung.
Man konnte also annehmen, es handle sich um ein aktuelles Foto, mit dem diese Nachricht belegt wird. Es ist es aber ein etwa zehn Jahre altes Archivbild. Über das Haus und seinen Zustand derzeit weiß die Redaktion nichts. Veröffentlicht war somit ein Symbolbild. Aber genau das müssen Leser erfahren. Bild und Text ergänzen sich. Bilder sind dabei gleichrangige Nachrichten. Es darf durch sie kein falscher Eindruck entstehen. Das verlangen der Kodex des Presserates und die Leitlinien unserer Redaktion. Es geht um Wahrhaftigkeit im Journalismus.
Auf eine Grenzüberschreitung der letzten Woche gehe ich auch ein: Ebenfalls am 13. Dezember war in der Serie „Mahlzeit“ unter der Überschrift „Fast Food für den schnellen Schwimmer“ ausführlich darüber berichtet worden, wie sehr der Würzburger Rekordweltmeister Thomas Lurz die Mahlzeiten einer namentlich genannten Fast-Food-Kette schätzt. Und das war in der Zeitung zu viel des Guten, überschritt redaktionelle Grenzen hin zur Werbung. Der Sportler darf schwärmen – aber Journalisten dürfen das in Sprache und Darstellung nicht zur Werbung für ein Unternehmen und seine Produkte werden lassen. Die Serie kehrt zwar auch sonst in Küchen der Region ein, zu deren Image das ebenfalls beiträgt. Aber stets überwiegt der angestrebte Nutzwert der Beiträge, durch mitgelieferte Rezepte zum Nachmachen etwa. Übers Fastfood der Kette gibt's stattdessen Lurz'sches Lob auf seine Lieblingsprodukte. Das durfte so nicht sein.
Einigen Lesern, so haben sie geschrieben, hat das den Appetit verdorben. Auch das soll nicht sein. So wünsche ich frohe Weihnachten, das Ihnen allen ihre Lieblingsgerichte auf den Festtagstisch bringt.
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mdeeg (778 Kommentare) am 24.12.2011 11:32
Über Einzelfall hinaus bedeutsam.Begriffe wie "Wahrhaftigkeit" werden tatsächlich zur bloßen Hülle. Wenn allerdings Status, Amt und Netzwerke so völlig ungeniert und zu schwersten Grundrechtseingriffen gegen vermeintlich wehrlose Einzelne mißbraucht werden, ist das Maß voll! Hier kommt sehr viel Ungutes auf, was nicht mehr mit "Konservatismus" zu erklären ist!Berechtigte Kritik und die Nutzung rechtsstaatlicher Instrumente darf nicht dazu mißbraucht werden, den Kritiker mundtot machen zu wollen. Dass schlichte Gemüter - wie hier im Forum in mittlerweile bedenklichem Ausmaß - weitgehend ohne Sachkenntnisse immer wieder "Schwächere" oder Gruppen, seien es nun Angeklagte vor Gericht, irgendwelche polizeilich auffällig Gewordenen, ausländische Jugendliche, Hartz-IV-Empfänger, Disco-Besucher etc., als Projektionsfläche zur eigenen Wertversicherung zu benötigen scheinen, mag ja noch erklärbar sein. Wenn jedoch ganz offen Sätze wie "Grauf kriecht zu Kreuze" (um nur den gröbsten Ausfall diese Woche aufzugreifen), dann sollte man sich bei der Mainpost vielleicht mal überlegen, welche Verantwortung eine für viele meinungsbildende Monopolzeitung hat und welchen Beitrag zum gesellschaftlichen Klima man leistet! |
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ungar (6 Kommentare) am 22.12.2011 20:38
"Wahrhaftigkeit des Journalismus"Uiii ... da hat unser Leseranwalt wohl ins Wespennest gestochen! :-0wenn das allerdings wahr ist, dass die Mainpost Anschuldigungen der Staatsanwaltschaft ungeprüft übernommen hat, diese nachher nicht (dem Leser und Betroffenen gegenüber) korrigiert hat wenn dem wirklich ein Zusammenspiel von CSU-Justizmitarbeitern mit den Leitern der Staatsanwaltschaft in Würzburg, der Generalstaatsanwaltschaft in Bamberg und dem Oberlandesgericht Bamberg zugrundeliegt wenn in Unterfranken so wirklich Menschen recht- und folgenlos zwangseingewiesen und -inhaftiert werden können, ohne dass dies der Mainpost, die anfangs verleumdend darüber berichtet haben soll, eine Nachforschung wert ist, ist die Meinung zu dem falschen, weil alten Bild eines weihnachtsgeschmückten Hauses wirklich Potemkinsche Schönmalerei! ...wie haben Sie denn "auch bei Recherchen nichts nach(ge)wiesen"? Die widersprechenden Urteile dazu sind doch öffentlich! |
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antonsah (267 Kommentare) am 26.12.2011 18:31
@ungar... Sie schreiben so richtig: Wenn dem so wäre....Wo ist bitte ein Wespennest, wenn ein einzelner User Vorwürfe los wird ....? Anton Sahlender, Leseranwalt |
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mdeeg (778 Kommentare) am 27.12.2011 13:53
Hören Sie...es nicht schon summen, Herr Sahlender? |
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mdeeg (778 Kommentare) am 22.12.2011 12:03
Die Akte...geht Ihnen zu! Es geht zunächst vor allem um den Verdacht der Freiheitsberaubung gegen die Strafverfolgungsbehörde unter Weisungspflicht des Generalstaatsanwaltes, CSU-Funktionärs und Mitgliedes Lückemann im Zusammenwirken mit der 1. Strafkammer Bamberg unter Vorsitz des CSU-Funktionäres und Mitgliedes Baumann. Weiter um die Tatbeteiligung des ehemaligen Würzburger Zivilrichters Schepping, mittlerweile 1. StrK OLG, des Gutachters der Staatsanwaltschaft Dr. Groß (CSU) mittels eines Fehlgutachtens, es geht um die Direktiven und Verhaltensweisen des (ehemaligen?) seit fast einem Jahr arbeitsunfähigen Chefarztes der Forensik Lohr, Dr. Flesch und im Ergebnis um das erklärte Ziel kompletter Existenzvernichtung durch eine unbegründete und dauerhafte "Unterbringung" im forensischen Maßregelvollzug aus persönlichen Motiven der Verantwortlichen und mittels einer für einen Rechtsstaat überaus klärensürdigen Form von Kriminalisierung und Pathologisierung.Die Mainpost machte sich zu Anfang die Falschaussagen zu eigen, verschwieg ebenso wie die Verantwortlichen erhebliche Details bis hin zur vorsätzlichen Tauschung und distanzierte sich bis heute nicht hiervon! Kritische Berichte über die selbst bei wohlwollendster Betrachtung massiv fragwürdigen, strafrechtlich erheblichen Verdacht begründenden und für den Steuerzahler mit erheblichen Kosten verbundenen Vorgehensweise hochrangigen parteipolitischen Juristenzirkels finden in der Mainpost keinerlei Erwähnung!. Wenn sie nicht wissen, wovon ich rede, machen Sie sich als "Leseranwalt" kundig und fabulieren sie nicht anhand journalistisch irrelevantem Kram von "Wahrheitspflicht" und Pressekodex! |
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