Leseranwalt
anton.sahlender@mainpost.de

aktualisiert: 08. Januar 2012, 18:56 Uhr
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Biblisches Hindernis für Journalisten: Wer ohne Fehler ist, werfe den ersten Stein
Wenn sich Journalisten in Medien mit menschlichem Fehlverhalten beschäftigen, wird ihnen oft biblisch entgegengehalten, „wer ohne Fehler ist ...“ Man lässt diesen Halbsatz gerne unvollendet wirken. Ist doch das fehlende, „... werfe den ersten Stein“, Allgemeingut. »mehr
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Du_di_ned_oo (2934 Kommentare) am 08.01.2012 23:27
die wahren PharisäerIch kann mir denken an wen dieser Artikel gerichtet ist.Zumindest würde er sehr sehr gut auf derartige Beiträge passen. Im pastoralen Gewand gibt es hier Leute die schreiben: Er hat doch nichts ungesetzmäßiges getan. (die erste Lüge) Er hat nur etwas ungeschickt agiert... Und dann die lächerliche Attake auf alle Kritiker wie: Die Meute selbstgerechter Pharisäer hingegen ist sind alle Steuerhinterzieher, Versicherungsbetrüger, und würden von den Medien gelenkt. Die Kritiker schrien erst "heil" und dann "kreuzige ihn"... Sie wären schlimme Inquisitoren... Solche Leute kommen dann mit: "Wer von euch ohne Sünde ist..." und gleichzeitig beklagen sie den Werteverfall. So gehen Christliche Werte wie Wahrhaftigkeit, und der Glaube vollends den Bach runter wenn man sich mit Betrügern und Blendern gemein macht und diesen bei ihren maschmeyereien von der Kanzel herunter noch Beihilfe leistet. Es ist einfach nur ekelhaft! Danke für diesen Beitrag! |
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mdeeg (778 Kommentare) am 08.01.2012 23:39
Am Anfang war das Wort!Weder die Meinungs- noch die Pressefreiheit ist hier in Gefahr!Was hier passiert erinnert auch nicht an das Johannes-Evangelium (die Quelle übernehm ich jetzt mal ungeprüft) sonder vielmehr an "Das Leben des Brian": mit Empörung, Sensationslust und Pranger-Mentalität aufgegeilte (selbst vor irgendeiner "Vergangenheit" von Frau Wulff gibt es teilweise keine Schamgrenze in der virtuellen Anonymität) Bürger, Kommentatoren und Politiküberdrüssige werden auf den "Marktplatz" gelockt, medial ausgestattet mit Steinen und Wurfgeschossen in allen Formen und Größen....(..."und ein Päckchen Kiesel....") Ob Wulff respektive der Betroffene sich verteidigt oder nicht ist offenbar wurscht - wie bei der "Hexe" steht das Urteil schon fest! Und ich sag es nochmal, auch weil es zum Thema "Meinungsfreiheit" passt, das sie so hochheben: in Franken werden nach wie vor Personen von der Justiz über Monate und Jahre eingesperrt, weil sie aufgrund irgendwelcher Äußerungen und infolge Fehlgutachten in der Psychiatrie weggesperrt werden! Die Öffentlichkeit ist endlich darüber aufzuklären, mit welchen Methoden und aufgrund welcher angeblicher "Straftaten" dies geschieht! Dies sind keine Einzelfälle mehr, erst am Wochenende führte ich wieder ein langes Telefonat mit der Gattin eines aktuell Betroffenen! Diese Machenschaften und die Charaktere der dies veranlassenden Richter und Staatsanwälte geht alle an! Rechtsbeugung und Freiheitsberaubung im Amt stehen im Raum, dies sind auch im von CSU-Selbstverständnis geprägten Bayern erhebliche Straftaten! Mit Redakteuren Ihrer Zeitung werden und wurden offenbar vielfach und von verschiedenen Seiten auch persönliche Gespräche geführt! Was hindert an der Aufdeckung dieses Skandals, bei dem es tatsächlich um Werte und Freiheit geht!!? |
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Du_di_ned_oo (2934 Kommentare) am 09.01.2012 07:13
da ist vieles davon richtigich nehme an es geht dabei um Fälle wie den von mir geposteten FallDr. Wilhelm Schlötterer "Macht und Mißbrauch" Vortrag von Dr. Wilhelm Schlötterer (früherer Ministerialrat und leitender Beamter im Bayerischen Finanzministerium, Autor des Buches "Macht und Missbrauch") vom 5. März 2011 in der Villa Leon, Nürnberg. Ausschnitt zum Fall Gustl Mollath Hintergrund: Gustl Mollath ist seit fast sechs Jahren in der forensischen Psychiatrie inhaftiert - nachdem seine damalige Frau - Anlageberaterin bei der HypoVereinsbank Nürnberg und damals liiert mit einem Direktor der Hypo Real Estate (HRE) - ihn als gewalttätig dargestellt hatte. Dies geschah wiederum, nachdem Herr Mollath die HypoVereinsbankGroup (HVG) wegen umfangreicher Schwarzgeldverschiebungen angezeigt hatte. http://www.youtube.com/watch?v=7pYPu0l22D0 Dr. Wilhelm Schlötterer liest aus "Macht und Mißbrauch" Seit September 2009 begeistert Wilhelm Schlötterer die Zuhörer auf seiner Lese-Vortragsreise, jetzt war er auf Einladung von Bündnis 90/Die Grünen auch im Wasserburger Narrenkeller. Dr. Wilhelm Schlötterer ist seit über 30 Jahren CSU-Mitglied und war langjähriger Leiter des Referat für Steuerfahndung, Steuerstrafrecht, Steuererlass, Abgabenordnung und Außensteuerrecht im bayerischen Finanzministeriums. Er räumt auf mit dem Mythos Strauß. Er rechnet ab mit einigen CSU Spitzenpolitikern und ihrem Amigosystem, nicht aber mit der CSU als Ganzes. Er rüttelt auf, indem er nicht nur die großen Steuerskandale schildert, sondern auch die weniger prominenten, aber systemimmanenten Fälle von Begünstigung, Rechtsbeugung, Strafvereitlung, Beihilfe zur Steuerhinterziehung im Sinne seiner ministerialen Auftraggeber in der Ära Franz Josef Strauß. http://www.youtube.com/watch?v=v6LH65bmz7M Leider habe ich hier in der MP hierzu bisher nichts gelesen Vor allem bei den Angriffen auf Frau Wulff gebe ich Ihnen größtenteils recht - ich habe hier - in Anspielung auf die fragwürdigen Methoden der Bild-Zeitung - auch einen Hinweis gegeben 'Die verlorene Ehre der Bettina Wulff' |
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Du_di_ned_oo (2934 Kommentare) am 09.01.2012 07:35
Die verlorene Ehre der Katharina Blumhttp://de.wikipedia.org/wiki/Die_verlorene_Ehre_der_Katharina_Blumhttp://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Carstens#Verschiedenes Die verlorene Ehre der Katharina Blum http://www.youtube.com/watch?v=3gx_TigdG7g&feature=related |
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Du_di_ned_oo (2934 Kommentare) am 09.01.2012 07:51
Unschuldig in der PsychiatrieDer Fall Gustl Mollath: Unschuldig in der Psychiatrie ? (REPORT-MAINZ am 13.12.2011)Seit fast sechs Jahren sitzt Gustl Mollath aus Nürnberg in der Psychiatrie, weggesperrt von der Justiz. Er sei gemeingefährlich, leide an der Wahnvorstellung, dass seine Frau und andere Schwarzgeld in die Schweiz gebracht hätten. Diese Behauptung hatte Gustl Mollath in einer detaillierten Anzeige gegenüber der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth im Jahr 2003 geäußert. Er lieferte Namen von angeblichen Schwarzgeldkunden, nannte Kontaktpersonen in der Schweiz, legte Dokumente vor. Dennoch sah die Staatsanwaltschaft Nürnberg keine Anhaltspunkte für Ermittlungen. REPORT MAINZ ist seinen Hinweisen nachgegangen und auf erstaunliche Indizien gestoßen. http://www.youtube.com/watch?v=EJO_EpWk6vQ&feature=related Ausgebremste Steuerfahnder Wie aus engagierten Beamten psychisch Kranke wurden aus der Sendung vom Montag, 20.7.2009 http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=4965148/8nywjl/ |
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mdeeg (778 Kommentare) am 09.01.2012 19:22
Gustl Mollath...ist kein Einzelfall. Es ist schlichtweg nicht mehr zu fassen was hier vielfach geschieht!Für fast noch skandalöser als die richterliche Willkür und die als vorsätzliche Fehlgutachten zu unterstellenden Konstrukte von lokalen Psychiatern halte ich mittlerweile die Schwerfälligkeit und mutmaßliche Deckung solcher Vorgänge durch die regionalen Medien! Dass Strafanzeigen und Beschwerden gegen Richter und Staatsanwälte von Untergebenen und Freunden der Beschuldigten "bearbeitet" werden ist hierbei ein kausaler Mißstand und eine Verhöhnung des Rechtsstaates! Auf eine von mir gestellte Anfrage hierzu vom Dezember (sowie eines weiteren Fragestellers) hat Ministerin Merk bislang noch keine Antwort abgegeben. |
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Du_di_ned_oo (2934 Kommentare) am 09.01.2012 20:59
@antonsah - Hallo Herr Sahlenderwarum schreibt die Mainpost nicht über Fälle wie den von Gustl Mollath.Über die Affairen des Bundespräsidenten wird nun seit drei Wochen pausenlos berichtet. Gefühlt sind es sicher mehr als 1000 Berichte. Es gibt auch viele aus meiner Sicht völlig völlig überflüssiges. Sie schreiben hier öfter - auch in Bezug zum Fall Wulff - von der Verantwortung der Presse. Hier sehe ich die Verantwortung ganz besonders gefordert. Warum findet sich kein Redakteur der über dieses Thema berichtet? Es geht schließlich um Fälle hier aus der Region - auch davon berichtet. Was ich gestern und heute dazu gelesen habe ist wirklich unglaublich! Ist das Thema "zu heiß" für die Mainpost? Streit um Psychiatrie-Einweisung Wahnvorstellung oder Bankenskandal? http://www.taz.de/!83953/ Justizministerin Beate Merk zum Fall Mollath: "Keine Spur von Justiz-Skandal" Im Fall Mollath gebe es keinen Hinweise auf einen Justiz-Skandal. Das sagt die Ministerin vor dem Landtag. Die Unterbringung des Mannes in der Psychiatrie sei notwendig und kein Willkürakt. http://www.frankenpost.de/regional/oberfranken/laenderspiegel/art2388,1842831 http://www.gustl-for-help.de/ die fand ich besonders lesenswert.... http://www.gustl-for-help.de/download/Auszug_Mollath_Rundbrief_W.v.Baeyer-Gesellschaft_1.11.pdf Ich habe eine Petition unterzeichnet weil ich den starken Eindruck habe, daß hier kein Recht gesprochen wurde. Dies kann man hier elektronisch machen: Petition: Freilassung von Gustl Mollath wegen gravierender Verfahrensfehler und Falschgutachten http://openpetition.de/petition/online/freilassung-von-gustl-mollath-wegen-gravierender-verfahrensfehler-und-falschgutachten |
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Du_di_ned_oo (2934 Kommentare) am 13.01.2012 08:45
@antonsah Zur Erinnerung nochmal die Frage....Warum berichtet die Mainpost nicht über Fälle wie die des Gustl Mollath? |
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Du_di_ned_oo (2934 Kommentare) am 28.01.2012 20:33
nun ja Herr Sahlender - keine Antwort ......ist auch eine Antwort so sagt man. |
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Du_di_ned_oo (2934 Kommentare) am 09.01.2012 07:25
Das Leben des Brian - SteinigungDas Leben des Brian - Steinigunghttp://www.youtube.com/watch?v=SohMW2aa9IQ |
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mdeeg (778 Kommentare) am 09.01.2012 19:01
Danke für den Link!...man kann es nicht oft genug sehen!"Niemand hat irgendjemanden zu steinigen, bevor ich nicht diese Pfeife geblasen habe..." |
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closs (1300 Kommentare) am 09.01.2012 01:15
Bedeutet "Steine werfen",dass man Mängel erkennt, benennt und öffentlich angemessen verarbeitet, ist dies uneingeschränkt positiv. - Ist "Steine werfen" dagegen gleichbedeutend mit "Steinigung", dann nicht. Letzteres scheint immer mehr zur Regel zu werden.Die Medienwelt hat sich inzwischen genauso wie Banken- und Börsenwelt zu einem Staat im Staate, wenn nicht sogar über dem Staate ausgebildet - die Medienwelt mit Verweis auf Pressefreiheit, Banken und Börsen mit Hinweis auf die Freie Marktwirtschaft. Übersehen wird oft, dass ungedeckte Leerverkäufe genauso der "Freien Marktwirtschaft" schaden wie ein oligarchisches Mediensystem der Pressefreiheit. Wer soll das richten? Bei Banken und Börsen ist dabei oft von "Selbstheilungskräften" die Rede. Diese wären auch den Medien zu wünschen. Es darf nicht so weit kommen, dass es zu einem Bittgang nach Canossa kommt, wo der Staat anstelle mit der Kirchenmacht nun mit der Medienmacht im Investiturstreit liegt - natürlich NICHT de jure, sehr wohl de facto. Insofern ist Wulffs einzig wirklich schwerwiegendes Versagen, dass er mit seinem Anruf diesen Bittgang getan hat, der eine Beleidigung fürs Volk ist. |
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wastl-one (2135 Kommentare) am 09.01.2012 11:31
Das Dumme.....an der Sache ist, dass zugegebenermaßen die BILD den ersten Stein geworfen hat, aber Wulff ständig mit Steinen zurückwirft und @closs sich darüber aufregt, dass die restlichen Medien über die Steinewerferei berichten. "Wer mit BILD im Aufzug nach oben fährt, fährt mit BILD im Aufzug auch wieder nach unten" (der Vorstandsvorzitzende des Springer Verlags) Wer das als Politiker noch nicht kapiert hat, muss fürchterlich blauäugig sein - die Frage ist, ob man mit so viel Blauäugigkeit für das höchste Staatsamt geeignet ist....R. Sebastian, Würzburg |
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closs (1300 Kommentare) am 09.01.2012 12:12
Bei dieser Version wären wir unsganz schnell einig - das ist reales Denken. Aber genau der Text von Ihnen gehört in die Leitartikel der seriösen Presseorgane:"Wer mit BILD im Aufzug nach oben fährt, fährt mit BILD im Aufzug auch wieder nach unten. - Wer das als Politiker noch nicht kapiert hat, muss fürchterlich blauäugig sein - die Frage ist, ob man mit so viel Blauäugigkeit für das höchste Staatsamt geeignet ist." Damit die Leute wissen, dass Redaktionen diesseits der Medien-Oligarchie wissen, was da läuft. |
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blaubi (2806 Kommentare) am 09.01.2012 07:02
wirtschaftlich gesehen...auch der Journalismus unterliegt marktwirtschaftlichen Bedingungen, denn das Hauptziel ist es, eine große Leserschaft zu erreichen,um damit auch die Auflagezahlen mindestens zu stabilisieren. Dazu gehört es halt auch, im Dreck zu wühlen, bis man einen Eckpunkt gefunden hat. Für manche moralisch zwar verwerflich, für den anderen enorm interessant. Wo wären wir denn, wenn die Journalisten im Leichenkeller der VIP's und Politiker nicht wühlen würden. So kämen viel weniger Wahrheiten heraus, und die "Rote-Teppich-Läufer" könnten schalten und walten wie sie wollten. Mag sein, dass oftmals übertrieben wird, aber um eine Story iinteressant zu machen,da bedarf es auch journalistischer Phantasie, der Story die nötige Würze beizubringen. Der Konsument der Medien will doch unterhalten werden, und ob langweilige Storys dazu beitragen...?Wir leben nun mal in einer Zeit, wo auf der einen Seite das Gutmenschentum explodiert, aber auch gestrige Moralbegriffe relativiert werden. Steine werfen,im Dreck der anderen herumzuwühlen, andere zu diskreditieren, das sind heutzutage Eigenschaften, die gerade das graue vom öden Alltag verblassen lassen. Ich glaube, dass sich keiner von uns, weder im Forum noch von der Redaktion sich rühmen kann, moralisch einwandfrei zu agieren und als Vorbild da zu stehen. Und gerade wenn Politiker und VIP's, die uns eine heile Welt suggerieren, darüber echauffieren, dann sind sie selber schuld, sie hätten es ja auch beim biederen 0-8-15 Mob belassen können, wer halt im Interesse der Öffentlichkeit stehen will, der sollte sich auch das Jammern wegen Zerfleischung ersparen. |
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closs (1300 Kommentare) am 09.01.2012 07:58
Sehr zustimmungsfähig, sehr realistisch.Man könnte Ihren Kommentar tatsächlich als Zustandsbeschreibung der real existierenden Gesellschaft unergänzt stehen lassen, wenn es nicht oft gerade die Medien wären, die ihr Handeln moralisch begründen. Würde konkret die BILD in Sachen Wulff gemäß Ihrer Worte sagen: "Wir wollen doch Steine werfen, im Dreck der anderen herumzuwühlen, andere diskreditieren", gäbe es hier keine ellenlange Diskussion. Dann wäre das halt ein gesellschaftlicher Faktor, der so ist wie er ist - und fertig. Das Provokante und Verschlagene jedoch ist, dass genau dieses Eigenverhalten quasi zum Verfassungsauftrag veredelt wird. Um es im Bild zu sagen: Man predigt Jungfräulichkeit und verdient sein Geld im Puff.Es gibt überhaupt keine Probleme, BILD und Konsorten in die Reihe von Mario Barth oder "Bauer sucht Frau" oder "Dschungelcamp" einzureihen - wer's mag. Wer jedoch woanders eingeordnet sein möchte, sollte sich davon erkennbar distanzieren. An ihren Früchten werdet Ihr sie erkennen. |
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antonsah (267 Kommentare) am 09.01.2012 15:37
@ClossDer Verfassungsauftrag ist real vorhanden. Sie werden ihn mit ihrer in unseren Foren wiederkehrenden Moral-Kritik am Handeln der Medien nicht gefährden. Unklar bleibt daran, welche Kontrollen Sie den Medien eigentlich genau auferlegen möchten. Der schlechten Vorbilder dafür gibt es viele - vielleicht nehmen Sie Ungarn.Wenn es ihnen lieber ist, dass das persönliche Handeln der obersten politischen Riege hinter Kulissen verschwindet, dann müssen Sie die Freiheit der Medien über eine neue Gesetzesauslegung eingrenzen. Wollen Sie das? Sie sind dabei, über mediale Wirkungen die Ursachen zu verschütten. Pressefreiheit ist ein unverzichtbares Grundrecht, dass der Freiheit und den Menschen dienen soll - trotz aller Schwächen, die zweifelsfrei auftreten, hat es diese Aufgabe in unserer Demokratie bislang eigentlich gut erfüllt... Alle schweren Verfehlungen und Korruptionen, gerade in der Politik wurden über Medien aufgedeckt. Wollen Sie Bild und andere Boulevardmedien davon ausgrenzen, dann beginnen sie ebenfalls, neue Gesetze zu schreiben. Die könen Sie dann gleich versuchen. aufs Inernet auszudehnen. Ein Kampf gegen Windmühlen. Ich empfehle, auch an die Mündigkeit anderer Mediennutzer zu glauben. Anton Sahlender, Leseranwalt |
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antonsah (267 Kommentare) am 09.01.2012 16:04
Ein Zwischenruf des Welt-ChefredakteursDiesen Zwischenruf des Welt-Chefredakteurs Peters, entnommen bei facebook, füge ich dieser Diskussion hinzu:Jan-Eric Peters Kurzer Zwischenruf. 1. Der Bundespräsident übt als Staatsoberhaupt eine rechts- und verfassungswahrende Kontrollfunktion aus und soll für 80 Millionen Deutsche die Legalität und Legitimität unseres Staates nach innen wie außen sichtbar machen. 2. Christian Wulff hat im Amt wiederholt Journalisten bedroht, ihre Berichterstattung aus persönlichen Interessen zu verhindern versucht und einem ganzen Verlag mit "Krieg" gedroht. Soweit die Fakten. Und jetzt kann gern wieder über "Demontage", "Kampagne" und die "Arroganz der Presse" diskutiert werden. Zitat ende. Anton Sahlender, Leseranwalt |
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blaubi (2806 Kommentare) am 09.01.2012 16:37
gebe rechtda ich auch Peters auf der FB Liste habe, seine Beiträge/Kommentare verfolge, so muss ich Ihnen recht geben, Denn die Presse sollte genau so zimperlich mit den Politikern umgehen wie diese mit der Presse, mehr als fair."Aug um Aug" - "Zahn um Zahn". Diesbezüglich würde ich dem Springer Verlag auch verstehen, wenn dieser Wulff solange bombardiert, bis Wulff geht, Wulff ist sowohl für unsere Gesellschaft als auch für die Pressefreiheit untragbar |
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antonsah (267 Kommentare) am 09.01.2012 19:01
@clossDie eigentlichen Ursachen der Affäre, die Kredite und Urlaube bei Freunden sind durchaus sehr griffig. Und darauf wurde in den Medien stets stark eingegangen. - Ich bemühe mich stets darum, ihren ernsthaften Kommentierungen mehr abzugewinnen, etwas was uns weiterbringt. Herauslesen kann ich am Ende vor allem aber Zweifel an vielen Dingen, die mit Pressefreiheit einhergehen. Darüber helfen mir auch noch so viele Ausrufezeichen nicht hinweg.Anton Sahlender, Leseranwalt |
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