Schulen in Raum Kitzingen

aktualisiert: 09.12.2011 19:10 Uhr
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MARKTBREIT/WÜRZBURG
Beeindruckende Vorstellung
Zentrum für Körperbehinderte und Schulzirkus Gymnelli arbeiten zusammen
Einen fulminanten Schlusspunkt unter ein gelungenes Projekt setzten Marktbreiter Gymnasiasten und eine Gruppe Jugendlicher aus dem Würzburger Zentrum für Körperbehinderte (ZKB) mit einer gemeinsamen Aufführung des Schulzirkus Gymnelli.
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Manege frei: Die Gymnelli-Zirkuskinder und die Jugendlichen mit Behinderung lieferten auf dem Würzburger Heuchelhof ein beeindruckende Vorstellung ab.Foto: USCHI MERTEN -
Hartes Zirkustraining: Für die Vorstellung in Würzburg mussten Zirkuskinder und behinderte Jugendliche intensiv üben. Beim Training wurde aber auch viel gelacht.Foto: USCHI MERTEN
Das spannende Projekt hatte sich aus Zufall entwickelt: Eine Zirkuskindmutter ist Lehrerin im ZKB und Zirkusdirektorin Barbara Clobes hatte schon lange die Idee, Menschen mit Behinderung ins Zirkusprojekt einzubeziehen.
Bisher hatte sie sich aber immer vor der Organisation gescheut. Doch Hans-Reiner Eck, Schulleiter des Zentrums für Körperbehinderte sah das Ganze nur positiv: „Probleme kann man lösen, das kriegen wir hin!“
Viele Helfer vom Zirkus und vom ZKB waren notwendig, damit das Projekt umgesetzt werden konnte. Acht Wochen lang wurden 13 Schüler des Zentrums nach Marktbreit zum Training gefahren. Barbara Clobes war überrascht, wie problemlos alles lief.
Die Kinder gingen normal miteinander um, fassten sich an den Händen und arbeiteten miteinander. Bei den Proben herrschte eine lockere Atmosphäre und es wurde viel gelacht.
Die Jugendlichen mit Behinderung wurden gefordert. Sie probten mit Ausdauer und Geduld, immer und immer wieder. Diabolo und Tellerdrehen waren die Favoriten. Der 13-jährige Lukas hatte besonders viel Spaß mit dem Diabolo und übte immer wieder das Zuwerfen, so lange, bis es endlich gelang.
Beim Tauziehen ging es erst einmal um die Aufteilung. Von den behinderten Jugendlichen kam ganz klar die Ansage: Buben gegen Mädchen! Da hieß es nicht „Behinderte“ gegen „Normale. Daran konnte man erkennen, dass sich die Kinder auf Augenhöhe bewegten.
Das Spiel ging dann zur Freude aller Unentschieden aus. Für einen Außenstehenden hatte es den Anschein einer normalen Trainingsstunde der Zirkusgruppe, wenn da nicht die „Rollis“ gewesen wären. Die wurden einfach in die Pyramiden eingebaut.
Die 17-jährige Tamara, die schon seit einigen Jahren ein Zirkuskind ist, meinte: „Ich hatte mir das alles viel schwerer vorgestellt. Man muss einfach sehen, was die Jugendlichen mit Behinderung umsetzen können. Aber es ist schön ihr Lachen zu sehen. Wir bekommen wirklich viel Positives zurück.“
Die Zirkusvorstellung am Zentrum für Körperbehinderte hat alle begeistert. Die Zirkuskinder selbst, alle Lehrer, aber auch die Eltern und die körperbehinderten Kinder und Jugendlichen, die die Leistung ihrer Mitschüler zu würdigen wissen.
Toni Gernert, Schulleiter des Gymnasiums Marktbreit war beeindruckt und meinte, dass das Projekt fortgesetzt werden sollte. „Nicht nur wir geben den behinderten Menschen etwas, sondern wir lernen auch viel von ihnen.“
Hans-Reiner Eck, Schulleiter des Zentrums für Körperbehinderte hofft, dass die Zusammenarbeit weiter gehen kann und dass vielleicht auch einmal die Zirkuskinder ins Zentrum kommen.
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