aktualisiert: 06.02.2012 17:54 Uhr
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Handball: 3. Liga Männer
„Es tut mir leid“
Ex-HSC-Spieler Stefan Linsmeier bereut obszöne Geste gegenüber Fans
Es war der Aufreger im fränkischen Handballderby zwischen dem HSC Bad Neustadt und dem HSC Coburg (26:22). Mit einer obszönen Geste beleidigte Coburgs Rückraumspieler Stefan Linsmeier, der bis zum Sommer acht Jahre lang das Trikot des HSC Bad Neustadt getragen hatte, wenige Minuten vor dem Abpfiff das Publikum in der Bad Neustädter Bürgermeister-Goebels-Halle. Schiedsrichter Frank Kraaz hatte es gesehen und disqualifizierte nach kurzer Rücksprache mit seinem Kollegen Michael d'Alessandro den Linkshänder. Linsmeier droht wegen grob unsportlichen Verhaltens ein Sperre.
„Leider ist mir das passiert. Ich bedauere es sehr, da es viele getroffen hat, die mich über Jahre unterstützt haben“, bat Stefan Linsmeier am Tag nach dem Spiel um Entschuldigung. Unmittelbarer Auslöser für seinen Ausraster war eine Szene am Coburger Kreis: Bad Neustadts Rückraumspieler Vilim Leskovec versuchte, zwischen den Coburgern Florian Kirchner und Stefan Linsmeier durchzubrechen. Leskovec und Kirchner purzelten zu Boden, dort soll der Kroate Kirchner getreten haben. Leskovecs Tritt entging den sicher leitenden Schiedsrichtern, nicht übersehen konnten sie jedoch Linsmeiers Schubser gegen den Bad Neustädter.
Linsmeier bekam unter dem Applaus des Publikums eine Zeitstrafe aufgebrummt und verlor beim Gang auf die Bank die Nerven. Er beleidigte die Zuschauer auf der Tribüne mit einer obszönen Geste und wurde disqualifiziert. „Es war ein Fehler und es tut mir leid. Ich sollte ein Vorbild für die Jugendspieler sein, die mich ja noch kennen“, sagte Linsmeier, der nach wie vor mit seiner Familie in Salz lebt, am Sonntag. Wenige Minuten nach dem Spiel entschuldigte sich der 37-Jährige bei den Schiedsrichtern, suchte später das Gespräch mit Bad Neustädter Spielern, Sponsoren und Vorstandsmitglied Christine Köth.
Linsmeier hatte bei seiner Rückkehr auf den Schulberg eine gehörige Portion Wut im Bauch, die auch die von HSC-KG-Geschäftsführer Dieter Schulz als Anerkennung für acht Jahre im HSC-Trikot überreichten Blumen nicht besänftigen konnte. Bei der Trennung im vergangenen Sommer hatte es arge Misstöne zwischen dem 37-Jährigen und der HSC-Führung gegeben (wir berichteten).
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