aktualisiert: 08.02.2012 14:33 Uhr
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Tennis:
Der Traum von der Profikarriere
Tennistalent Katharina Nasner aus Bad Neustadt hofft auf große Fortschritte im Jahr 2012
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Teamarbeit: Neben ihrer Familie versuchen (von rechts) Rudi Lux (Vorsitzender des Tennisclubs Bad Neustadt), Sponsor Johannes Graf von Westphalen und Trainer Andrei Leonte (links) dafür zu sorgen, dass Katharina Nasner beste Voraussetzungen vorfindet, um ihren Traum vom Profitennis zu verwirklichen.Foto: Günter Madrenas
Katharina Nasner, große Nachwuchshoffnung im Tennissport in der Region Rhön-Grabfeld, kann im Jahr 2012 weiter auf Unterstützung von Johannes Graf von Westphalen zählen. „Ich fördere gerne Sportler, vor allem junge. Denn es ist schön zu sehen, wie Jugendliche im Sport Erfolge haben“, begründet von Westphalen, der auch seine eigene Mountainbike-Truppe und den Fußball-Bayernligisten TSV Großbardorf finanziell unterstützt, sein Engagement.
Und Katharina, Kata genannt, verspricht durchaus Erfolg zu haben. Der Kontakt zum Sponsor kam durch ihren Vater Gerd zustande, der 2001 aus Mexiko in von Westphalens Firma kam. Als Kata, die in Mexiko geboren wurde, zehn Jahre alt war, sprach ihr Vater den Grafen an, ob er eine erfolgsversprechende Spielerin fördern würde. „Ich habe sie mir dann angeschaut und gesagt, dass meine Firma Texpa ihre Förderung übernimmt. An Ende eines Jahres sehen wir dann immer wieder, wie es weitergeht, denn wir schließen immer Jahresverträge ab“, erzählt Graf von Westphalen, der erfreut feststellt, dass es mindestens doppelt so gut gelaufen sei wie erwartet. „Das Jahr 2012 verspricht einen großen Fortschritt.“
Aber nicht nur Johannes von Westphalen unterstützt die 13-Jährige. Ihre Familie und der Tennisclub Bad Neustadt stehen voll hinter ihrer großen Nachwuchshoffnung, die als ihr Ziel angibt, Tennisprofi werden zu wollen. „Alle kommen wir aus dem Leistungssport. Deshalb ist es selbstverständlich, dass wir ihre Karriere fördern“, sagt Gerd Nasner, der alle Termine seiner Tochter koordiniert und ihr fast immer bei den Turnieren beisteht. Dass er für diese Aufgabe der Richtige ist, zeigen alleine schon seine beachtlichen Erfolge als Rudertrainer. Diverse Mannschaften holten unter Gerd Nasners Führung Medaillen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen.
Ganz so weit hat es Tochter Kata freilich noch nicht geschafft. Als ihren größten sportlichen Erfolg bezeichnet die Nummer neun der bayerischen und Nummer 46 der deutschen Tennis-Rangliste ihren Sieg in einem Turnier in Ludwigshafen, als sie – noch in keiner Rangliste stehend – die Nummer 42 der deutschen Rangliste schlug. „Meine Stärken sind meiner Meinung nach Vorhand und Aufschlag, meine Schwächen sind noch mein Volleyspiel am Netz und meine Athletik“, sagt Katharina über sich selbst. Und ihr Trainer Andrei Leonte, dem sie nach eigener Aussage alles verdankt und mit dem sie pro Woche sechs Mal trainiert, sieht keine Defizite bei ihren Schlägen: „Alle sind da. Es fehlt ihr nur der Appetit, ans Netz zu stürmen.“
Einen Fluch konnte Kata am vergangenen Wochenende besiegen: Zum ersten Mal gewann sie ein Match bei den bayerischen Meisterschaften, setzte sich in der ersten Runde mit 6:4, 6:4 durch, musste dann allerdings gegen die an Position 1 gesetzte Nummer neun der deutschen Rangliste die Segel streichen. „Sie hat ihre Sache klasse gemacht und konnte erhobenen Hauptes den Platz verlassen“, lobt Katas Vater und hofft nun, dass sich die Karriere seiner Tochter weiter so positiv entwickelt.
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