publiziert: 05.02.2012 18:27 Uhr
aktualisiert: 05.02.2012 19:59 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text Handball: 3. Liga Männer
Ein schönes Wochenende für den HSC Bad Neustadt

Ein Derbysieg und zwei Vertragsverlängerungen
  • Volle Kraft voraus: Engagiert setzt der Bad Neustadter Alejandro Rohaly (am Ball) zum Wurf an.
    Foto: Anand Anders
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Handball (ba)

3. Liga Männer Ost

HC Aschersleben – HSG Gensungen-F. 32:37  
HSG Kleenheim – EHV Aue 25:32  
SG LVB Leipzig – HSG Pohlheim 24:20  
TSG Münster – SV Anhalt Bernburg 23:22  
HSC Bad Neustadt – HSC 2000 Coburg 26:22  
ESV Lok Pirna – GSV Baunatal 28:23  
TG Münden – TV Jahn Duderstadt 27:32  
DJK Rimpar Wölfe – Dessau-R. HV 26:17  

1. (1.) EHV Aue 19 16 1 2 616 : 508 33 : 5  
2. (2.) HSC Bad Neustadt 18 14 2 2 511 : 426 30 : 6  
3. (3.) Dessau-R. HV 19 11 1 7 516 : 489 23 : 15  
4. (4.) GSV Baunatal 19 11 1 7 545 : 534 23 : 15  
5. (7.) ESV Lok Pirna 19 10 2 7 521 : 492 22 : 16  
6. (8.) DJK Rimpar Wölfe 18 10 1 7 492 : 460 21 : 15  
7. (5.) HSC 2000 Coburg 18 10 1 7 514 : 495 21 : 15  
8. (6.) HSG Gensungen-F. 19 9 3 7 570 : 566 21 : 17  
9. (9.) TG Münden 18 8 2 8 540 : 544 18 : 18  
10. (10.) SV Anhalt Bernburg 19 9 0 10 515 : 517 18 : 20  
11. (11.) SG LVB Leipzig 19 7 2 10 516 : 541 16 : 22  
12. (12.) TV Jahn Duderstadt 19 7 0 12 495 : 521 14 : 24  
13. (14.) TSG Münster 19 6 1 12 543 : 590 13 : 25  
14. (13.) HC Aschersleben 19 5 2 12 538 : 559 12 : 26  
15. (15.) HSG Pohlheim 18 3 2 13 443 : 501 8 : 28  
16. (16.) HSG Kleenheim 18 2 1 15 411 : 543 5 : 31  
Die nächsten Spiele, Samstag, 11. Februar, 16.30 Uhr: SV Anhalt Bernburg – HC Aschersleben, 17 Uhr: EHV Aue – DJK Rimpar Wölfe, 18 Uhr: HSC 2000 Coburg – TSG Münster, TV Jahn Duderstadt – ESV Lok Pirna, 19.30 Uhr: HSG Gensungen-F. – HSG Pohlheim; Sonntag, 12. Februar, 17 Uhr: Dessau-R. HV – TG Münden, HSG Kleenheim – SG LVB Leipzig

Die nach der Niederlage in Bernburg von den sportlich Verantwortlichen erhoffte Rehabilitierung gelang dem Handball-Drittligisten HSC Bad Neustadt eindrucksvoll: Im Frankenderby zeigte sich die Mannschaft von Matthias Obinger beim 26:22 (13:10) dem HSC 2000 Coburg letztlich in allen Belangen überlegen. Auch ansonsten war es ein tolles Wochenende für die Bad Neustadter, die nach den Niederlagen einiger Verfolger zumindest von Platz zwei in der Tabelle nicht mehr zu verdrängen sein dürften.

Vor 1006 Zuschauern verlief die Anfangsphase noch recht ausgeglichen, wobei die Oberfranken zwar bis zum 8:8-Zwischenstand immer in Führung lagen, doch auch jeweils den postwendenden Ausgleich hinnehmen mussten. Die Abwehrreihen, die beide offensiv ausgerichtet waren, ließen wenig zu und drückten die potenziellen Rückraumschützen weit vom Kreis weg. Bemerkenswert in der ersten Viertelstunde aus Sicht der Hausherren war der vergebene Strafwurf von Janis Pavlovics, der insgesamt keinen guten Tag erwischte und bis zu seiner Auswechslung mehrere klare Möglichkeiten ausließ, sowie zwei frühe Zeitstrafen gegen Alejandro Rohaly. Sein Trainer ging das Risiko, den Spanier weiter in der Abwehr zu belassen, was dieser ihm mit einer dann disziplinierten Spielweise und drei Treffern dankte.

Pavlovics brachte seine Farben fünf Minuten vor der Pause mit einem Strafwurf erstmals in Führung, was zur Wende im Match führen sollte. Durch Treffer von Rohaly und einem Konter des Abwehrstrategen Maxi Schmitt zog die Obinger-Sieben auf drei Tore weg und ging mit diesem Vorsprung auch in die Kabine.

„Das packen wir noch“, war man im Gästeblock zuversichtlich, doch die 200 mitgereisten stimmgewaltigen Coburger Fans wurden in den ersten zehn Minuten immer kleinlauter. Zum einen verzweifelten sie an vielen unnötigen Ballverlusten ihrer Lieblinge, zum anderen nutzten die Hausherren mit konzentriertem Tempospiel die sich immer mehr auftuenden Lücken im Coburger Abwehrverbund. Der Rückstand der Gäste wuchs in kurzer Zeit auf sieben Treffer an, wobei dieser noch höher hätte ausfallen können, hätte der unglückliche Janis Pavlovics nicht drei Konter vergeigt.

Nach vierzig Minuten wurde der Rechtsaußen erlöst und von Florian Bley ersetzt. Der traf gleich mit dem ersten Ballkontakt und bot vor allem in der Deckung eine solide Leistung. Im Tor machte Rostislav Badura wie gewohnt einen guten Job, sein Gegenüber Havard Martinsen konnte ihm nicht das Wasser reichen. Die Einwechslung von Raimonds Steins, der zuletzt hochgelobt wurde, kam bei Coburg viel zu spät. Zudem scheuten die Gäste Rückraumschützen Johan Andersson und Dejan Dobardzjev den Kontakt zur gegnerischen Abwehrreihe und nahmen Anschauungsunterricht bei Gary Hines und Michal Panfil. Lediglich Coburgs Spielmacher Mirza Cehajic agierte mit dem notwendigen Ehrgeiz und zeigte sich torhungrig.

In den Schlussminuten wurde die Partie noch hektisch, für Aufregung sorgte Stefan Linsmeier, der ja in der letzten Saison noch bei den Gastgebern aufgelaufen war. Nach einer Zwei-Minuten-Zeitstrafe ließ er sich zu einer Zuschauerbeleidigung hinreißen, die Rote Karte folgte prompt. Die Rot-Weißen spulten ihr Programm dagegen ohne Gefährdung der zwei Punkte ab und wurden nach dem Abpfiff der wenig geforderten Unparteiischen frenetisch gefeiert. Der Beifall schwoll noch an, als offiziell bekannt gegeben wurde, dass Rostislav Badura und Nils Thomas vorzeitig ihre Verträge um zwei Jahre verlängert haben. Eine Sorge für die Vereinsführung weniger, hatten doch die Gäste-Fans während des Spieles lautstark angedroht: „Wenn wir wollen, kaufen wir euch auf.“

Die Statistik zum Spiel

HSC Bad Neustadt – HSC 2000 Coburg 26:22 (13:10)

HSC Bad Neustadt: Badura, Thomas (ab 55.) – Panfil 5/1, Valkovskis 3, Wagenbrenner (n. e.), Schmitt 1, Pavlovics 2/1, Hines 6, Schröder 5, Rohaly 3, Leskovec, Bley 1, Gerr.

HSC 2000 Coburg: Martinsen, Steins (ab 45.) – Schramm 3, Göhl 2, Dobardzjev 2, Andersson 3/3, Franke, Kelm 2, Karapetjan 2, Wolf, Lakiza 1, Linsmeier 1, F. Kirchner, Cehajic 6/1.

Zeitstrafen: 12:6 Minuten.

Disqualifikation: Schmitt (Bad Neustadt/56./dritte Zeitstrafe), Linsmeier (Coburg/54./grob unsportliches Verhalten).

Siebenmeter: 3/2:4/3.

Schiedsrichter: d'Alessandro (Ditzingen)/Kraaz (Nürtingen).

Zuschauer: 1006.

Spielfilm: 2:2 (6.), 5:5 (13.), 8:8 (25.), 11:8 (27.), 13:10 (30.) – 15:10 (32.), 18:11 (40.), 22:14 (46.), 25:18 (53.), 25:20 (57.), 26:22 (60.).

ONLINE-TIPP

Tolle Bilder vom Derby finden Sie hier: www.mainpost.de/sport/rhoen-grabfeld

    
    

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