aktualisiert: 05.02.2012 19:55 Uhr
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Handball: Bayernliga Frauen
Eine rätselhafte zweite Halbzeit
SG Garitz/Nüdlingen vor allem nach der Pause chancenlos gegen den TV Etwashausen
Handball
| HCD Gröbenzell – SG Kissing/Friedberg | 36:30 | |
| TV Etwashausen – SG Garitz/Nüdlingen | 25:18 | |
| TSV Ismaning – HC Sulzbach | 28:28 | |
| HaSpo Bayreuth – TSG Augsburg | 31:23 | |
| TS Herzogenaurach – ESV Neuaubing | 19:20 |
| 1. | (1.) | TSV Ismaning | 16 | 12 | 1 | 3 | 486 | : | 414 | 25 | : | 7 | |
| 2. | (2.) | HSV Bergtheim | 15 | 11 | 2 | 2 | 420 | : | 367 | 24 | : | 6 | |
| 3. | (3.) | 1. FC Nürnberg | 14 | 9 | 1 | 4 | 373 | : | 330 | 19 | : | 9 | |
| 4. | (4.) | HCD Gröbenzell | 16 | 9 | 1 | 6 | 434 | : | 416 | 19 | : | 13 | |
| 5. | (6.) | TV Etwashausen | 16 | 8 | 1 | 7 | 434 | : | 400 | 17 | : | 15 | |
| 6. | (5.) | HSG Fichtelgebirge | 15 | 8 | 0 | 7 | 381 | : | 396 | 16 | : | 14 | |
| 7. | (9.) | HaSpo Bayreuth | 16 | 7 | 2 | 7 | 446 | : | 423 | 16 | : | 16 | |
| 8. | (7.) | SG Garitz/Nüdlingen | 16 | 7 | 1 | 8 | 381 | : | 405 | 15 | : | 17 | |
| 9. | (8.) | TS Herzogenaurach | 15 | 7 | 0 | 8 | 393 | : | 375 | 14 | : | 16 | |
| 10. | (10.) | SG Kissing/Friedberg | 15 | 5 | 3 | 7 | 430 | : | 435 | 13 | : | 17 | |
| 11. | (11.) | ESV Neuaubing | 16 | 6 | 0 | 10 | 383 | : | 451 | 12 | : | 20 | |
| 12. | (12.) | HC Sulzbach | 15 | 3 | 2 | 10 | 404 | : | 433 | 8 | : | 22 | |
| 13. | (13.) | TSG Augsburg | 15 | 1 | 0 | 14 | 307 | : | 427 | 2 | : | 28 |
Eine Partie auf Augenhöhe hatten sie angekündigt, eigenen Kampfgeist ebenfalls. Und sie wollten sich den beim Hinspiel-Remis leichtgertig verschenkten Sieg zurück holen. Herausgekommen ist die die Bayernliga-Handballerinnen der SG Garitz/Nüdlingen im Derby beim TV Etwashausen jedoch nur eine ernüchternde 18:24-(10:13)-Niederlage.
Während die Gäste zu keinem Zeitpunkt eine Siegchance hatten, überzeugte Etwashausen über weite Strecken: In der Mannschaft von Ingo Preun taute im „Kühlschrank“ Sickergrundhalle vor allem eine auf: Anna Renner. Die 21-Jährige hatte der Gegner von Beginn an anscheinend nicht so recht auf dem Zettel, zog sie doch vor allem in der ersten Halbzeit immer wieder im Angriff an. Die 1,70 Meter große Rückraumspielerin traf allein in der ersten Halbzeit vier Mal. Renner: „Ohne meine Alutreffer wären es heute mindestens zehn Tore geworden. Nachdem wir in der Vorrunde gegen Garitz nicht so gut waren, haben wir gesagt, wir reißen uns diesmal zusammen. Das hat super geklappt.“
Garitz/Nüdlingen hatte sich anfangs vielleicht zu sehr auf Etwashausens Top-Torjägerin Melanie Meyer ausgerichtet, worauf sich der TVE prima eingestellt hatte. „Damit müssen wir rechnen, dafür haben wir Varianten“, sagte Preun. Nadine Arlt zeigte als Lenkerin auf der Mitte über die gesamten 60 Minuten eine couragierte Leistung, daneben gefiel Laura Knorz, die sich mehr und mehr auch an eine Rückraum-Position zu gewöhnen scheint. Zudem hatte Julia Hebling im Tor diesmal ebenso einen prima Tag erwischt. „Die Leistung war für mich nicht überraschend. Es zeigt, wenn wir als Team auftreten, sind wir schwer zu schlagen“, meinte Trainer Preun.
Der Gegner schien von Beginn an nicht so recht bei der Sache. Nach einer Viertelstunde glich Sabrina Kleinhenz zum 6:6 aus, vor allem über Manuela Schäfer am Kreis lief manch guter Zug. Jedoch kam aus dem Rückraum zu wenig, um die aufmerksame TVE-Abwehr richtig zu fordern. Mit viel zu vielen leichten technischen Fehler machten sich die Gäste auch selbst das Leben schwer. „Das zog sich wie ein roter Faden durch. Die erste Halbzeit war noch okay, was aber in der zweiten Halbzeit in der Mannschaft vorging, ist mir ein Rätsel. Wir haben keinen Willen in Richtung Sieg gezeigt“, redete SG-Trainer Holger Jordan hinterher Klartext. Auswärts schaffe es seine Mannschaft einfach nicht, an die couragierten Auftritte vor eigener Kulisse anzuknüpfen. Eine Sache der Motivation sei das, so Trainer Jordan, der seine Mannschaft in einem Lernprozess in der neuen Liga sieht.
In Kitzingen kam dazu, dass der sonstige Fixpunkt, Torhüterin Stephanie Piske, sich von den Leistungen ihrer Vorderleute anstecken ließ. Der Gast näherte sich nach dem Konter-Treffer von Kleinhenz zum 14:16 (39.) noch einmal auf zwei Tore an, von da an ging aber vor allem im Angriff nicht mehr viel zusammen. Nur noch viermal traf Garitz/Nüdlingen in den verbleibenden 20 Minuten ins Tor, einmal davon per Siebenmeter durch Lisa Wenzke (17:24, 58.). Vier Zeitstrafen zwischen der 42. und 53. Minute bremsten zudem den Gast. Etwashausen dagegen agierte im zweiten Abschnitt clever, geduldig und bestrafte die Nachlässigkeiten der Gäste.
Die Statistik des Spiels
TV Etwashausen – SG Garitz/Nüdlingen 24:18 (13:10)
Etwashausen: Julia Hebling, Daniela Braun; Rikarda Suciu (4), Julia Meyer, Melanie Meyer (8/2), Laura Knorz (5), Anna Renner (5), Anja Muther (1), Isabella Renner, Nadine Arlt (1), Janina Ruschin.
Garitz/Nüdlingen: Stephanie Piske, Verena Metz, Lisa Wenzke (7/2), Carolin Ammon, Sabrina Kleinhenz (3), Manuela Schäfer (5), Franziska Thomas, Nina Barnickel, Julia Albert, Tanja Sadowski (3), Carmen Mantel, Melanie Dotzer.
Schiedsrichter: Thommy Schmidt/Christian Stauder (TG Würzburg).
Zuschauer: 130.
Zeitstrafen: Anna Renner – Sadowski (2), Kleinhenz, Wenzke, Dotzer.
Spielfilm: 5:1 (8.), 6:6 (19.), 11:7 (24.), 13:10 (30.) – 15:12 (35.), 16:14 (39.), 21:15 (49.), 24:16 (57.), 24:18 (59.).
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