aktualisiert: 07.02.2012 18:09 Uhr
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Leichtathletik:
Jessica Schottorf saust zum Sieg
Leichtathleten aus dem Landkreis Bad Kissingen bei nordbayerischer Meisterschaft wieder in Top-Form
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Debora Adam vom TSV Münnerstadt sprintete im Finale über 60 Meter der Schülerinnen W13 auf den sechsten Platz.Foto: Nürnberger -
Mit Abstand am schnellsten: Jessica Schottorf (in blau) vom TSV Bad Kissingen war über 60 Meter Hürden der Schülerinnen W15 eine Klasse für sich und gewann ihren ersten überregionalen Titel.Foto: Reinhold Nürnberger
Mit zahlreichen Top-Platzierungen erfreuten die heimischen Leichtathleten bei den nordbayerischen Hallen-Meisterschaften für Jugend U20 und Schüler. In der Fürther Quelle-Halle siegten Isabell Hergenröther, Christopher Roth, Jessica Schottorf und Maja Betz. Auch ohne die Kissinger Dreispringer, die eine Wettkampfpause einlegten, ist die heimische Leichtathletik salonfähig. Dafür zeichneten neben den etablierten Jugendlichen auch junge Talente aus der Region verantwortlich.
Isabell Hergenröther (LAC Quelle Fürth/Bad Kissingen) gab ihr Saisondebüt über 200 Meter. In 25,83 Sekunden (neue Hallen-Bestleistung) gewann sie ihren Zeitlauf. Hinter Laura Weiß, der bayerischen Meisterin der Aktiven, sowie deren Zwillingsschwester Magdalena, wurde die 17-Jährige in der Gesamtwertung Dritte. Kurze Zeit später startete Hergenröther über 800 Meter. Mit ihr nahm auch Corinne Kohlmann (LG Karlstadt) die vier Runden in Angriff. Die beiden Kaderathletinnen übernahmen wechselweise das Tempo an der Spitze und enteilten so dem restlichen Feld. „Wir wollten das Tempo selbst bestimmen und so eine möglichst schnelle Zeit laufen“, so Hergenröther zu der Zusammenarbeit mit der Karlstädterin. Am Ende hatte die Badestädterin noch einige Körner mehr zur Verfügung und siegte in neuer persönlicher Bestzeit von 2:17,15 Minuten.
Christopher Roth vom FSV Hohenroth war im Weitsprung der U20 einmal mehr eine Bank. Der Auszubildende zum Industrie-Mechatroniker hätte mit all seinen gültigen Versuchen den Wettbewerb gewonnen. Schon im ersten Versuch stellte er mit 6,27 Metern die Weichen auf Sieg. Der 17-Jährige steigerte sich im vierten Durchgang auf 6,34 Metern. Mit 7,49 Sekunden qualifizierte sich Roth zudem für das Sprint-Finale über 60 Meter, wo er in 7,65 Sekunden Siebter wurde.
Für Freude sorgten auch die Sprinterinnen aus der Region, die noch zur Altersklasse U18 zählen, aber in Fürth vordere Plätze in der Altersklasse U20 eroberten. Annika Kirchner (LAC Quelle Fürth/Wollbach), bayerische Vizemeisterin der U18 über 200 Meter, lief über ihre Paradestrecke ein tolles Rennen. In 26,30 Sekunden egalisierte sie ihren Hausrekord und belegte hinter Isabell Hergenröther den vierten Rang. Fünfte über 200 Meter wurde Jessica Reichert vom FSV Hohenroth, die im direkten Duell mit Annika Kirchner 27,13 Sekunden benötigte und damit in der Gesamtwertung der zehn Zeitläufe vor Laura Hofmann vom TSV Münnerstadt lag. Im Sprintfinale über 60 Meter überzeugte Annika Kirchner in 8,20 Sekunden. Martin Beck vom TV Bad Brückenau lief das Rennen über 800 Meter der Jugend U20 zu schnell an. Seine anfängliche Führungsposition musste der Sinnstädter in der zweiten Runde abgeben. In 2:07,82 Minuten rettete er aber zumindest noch Rang vier.
Dominik Abert gewann seinen Zeitlauf über 200 Meter der U20 in 23,79 Sekunden. In der Endabrechnung der mehr als 30 Teilnehmer bedeutete dies für den Sprinter des VfL Spfr. Bad Neustadt den guten sechsten Rang. Über 60 Meter durfte der Neuschter sein Leistungsvermögen nicht zeigen, da er wegen eines Fehlstarts disqualifiziert wurde.
Jessica Schottorf vom TSV Bad Kissingen zeigte in Fürth, dass die Leichtathletik in Bad Kissingen auch nach dem Weggang der Leistungsträger lebt. Die 14-Jährige Gymnasiastin verblüffte im Vorlauf über 60 Meter Hürden der W15 mit 9,33 Sekunden, die schnellste Zeit. Nach einem verhaltenen Start hatte sie im Finale das Feld schnell wieder eingeholt. Der kleine Strauchler kurz vor dem Ziel war lediglich ein kleiner Schönheitsfehler auf dem Weg zum nordbayerischen Titel und zur bayerischen Spitze im Hürdenlauf.
Beeindruckend auch der Auftritt von Maja Betz vom TSV Ostheim über 800 Meter der Schülerinnen W14. Die Gymnasiastin aus Nordheim, die im letzten Jahr in Bayern die Schnellste ihrer Altersklasse über 2000 Meter war, übernahm sofort nach dem Startschuss die Initiative und bestimmte auf den vier Hallenrunden das Geschehen von vorne. Immer wenn ihre Verfolgerinnen etwas näher kamen, erhöhte sie das Tempo ein klein wenig und verschaffte sich so einen komfortablen Vorsprung, den sie bis ins Ziel auch nicht wieder abgab. In 2:32,34 Minuten stand am Ende für die sportlich vielseitige Betz, auch noch eine neue persönliche Bestleistung zu Buche.
Johanna Witschel vom TV/DJK Hammelburg hielt sich über 800 Meter der Schülerinnen W14 anfangs noch zurück. Aber schon in der dritten Runde hatte die junge Läuferin aus Fuchsstadt sich auf den Bronzerang positioniert, den sie in 2:34,17 Minuten auch bis ins Ziel verteidigte. Laura Johannes vom TSV Münnerstadt sorgte über 800 Meter mit ihren 2:39,96 Minuten und dem damit verbundenen dritten Rang dafür, dass auch bei den Schülerinnen W13 eine heimische Läuferin auf einem vorderen Platz zu finden ist.
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