aktualisiert: 12.01.2010 21:10 Uhr
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Berlin (dpa)
Schumacher gibt in Formel 1 wieder das Tempo vor
Michael Schumacher gibt der Formel 1 schon wieder das Tempo vor - allerdings hat schlechtes Wetter im spanischen Jerez den ehrgeizigen Rückkehrer ein wenig ausgebremst.
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Michael Schumacher bei der Testfahrt in einem Rennwagen der Nachwuchsklasse GP2 in Jerez.
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Vor der Testfahrt hört sich Michael Schumacher die letzten Hinweise eines Technikers an.
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Michael Schumacher steuert den GP2-Boliden über die Curbs.
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Michael Schumacher auf der Strecke in Jerez de la Frontera.
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Michael Schumacher klettert in den Rennwagen.
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Michael Schumacher posiert vor der Testfahrt in Jerez De La Frontera mit Mercedes-Helm.
«Zwar hat das Wetter nicht ganz so mitgespielt, wie uns allen lieb gewesen wäre, aber trotzdem wurden alle meine Sinne wieder wachgerüttelt das allein war es schon wert», meinte Schumacher, der seinen ersten von drei exklusiven Testtagen nach 51 Runden beendete. Die gute Laune ließ sich der Kerpener durch den Nieselregen nicht trüben: «Der Tag heute war schon allein deshalb gut, weil ich nach langer Zeit mal wieder in einem Auto fahren konnte, das annähernd an die aktuelle Formel 1 herankommt.»
Als erster Fahrer drehte der Rekord-Weltmeister am 12. Januar auf dem Circuito de Jerez seine Proberunden für die neue Saison. Vor allem seine Fitness fürs Comeback steht auf dem Prüfstand. Beim Comebackversuch im vergangenen Sommer machten die Nachwirkungen seines Motorradunfalls im Februar 2009 dem Kerpener noch einen Strich durch die Rechnung.
21 Tage nach der endgültigen Bestätigung seiner Rückkehr wollte Schumacher keine Zeit verschenken. Um 9.07 Uhr rollte er zu einer ersten, sogenannten Installationsrunde auf die Strecke. Aus dem Cockpit blitzte auf dem feuerroten Helm schon der Mercedes-Stern. Kurz darauf absolvierte der Superstar fünf schnelle Runden, dann fuhr er wieder zurück an die Box.
Weil es ständig nieselte, konnte der Kerpener nur auf Regenreifen trainieren. 39 Umläufe schaffte er am Vormittag, dann gönnte sich Schumacher eine längere Mittagspause und wartete auf das Ende des Regens. Noch zwei weitere Tage will er unter Ausschluss der Öffentlichkeit seine Rennhärte prüfen. «Ein gewisses 'Warm-up'» sei der Test, meinte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.
Die entscheidende Frage ist, ob Schumachers Körper den Belastungen standhält. Im vergangenen Jahr war sein Comeback bei Ferrari an einer nicht komplett ausgeheilten Nackenverletzung gescheitert. «Der Nacken ist absolut beschwerdefrei», hatte der siebenmalige Champion im Dezember versichert. Offiziell probiert Schumacher den neuen Boliden des GP2-Teams Super Nova. «Die GP2-Organisation will technische Weiterentwicklungen für die Zukunft testen - und wird bei diesem Test sicher ein breites weltweites Echo finden, eben weil Michael das Auto fährt. Die GP2-Verantwortlichen nutzen clever eine gute Chance», sagte Haug.
Übungsfahrten im Formel-1-Auto sind erst im Februar gestattet. Der Internationale Automobilverband FIA hat Schumachers Einzeltraining genehmigt. Neben der GP2-Testmannschaft wird der Deutsche auch von zwei Mercedes-Ingenieuren sowie von einem Physiotherapeuten betreut.
Mit seinem Feuereifer setzte Platzhirsch Schumacher auch ein deutliches Zeichen in Richtung seines neuen Teamkollegen Nico Rosberg, der noch seine Rolle bei Mercedes finden muss. Weltmeister Jenson Button kämpft nach seinem Wechsel zu McLaren, mit dem er bei BrawnGP-Nachfolger Mercedes Grand Prix erst den Platz für Schumacher freimachte, ebenfalls um seinen Nummer-1-Status. Noch hat Landsmann Lewis Hamilton das Team hinter sich, doch Button startete eine Charme-Offensive. «Ich liebe jede Minute hier und fühle mich schon wie zuhause», schmeichelte Button seiner neuen Crew.
Während der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso nach dem Kennenlern-Termin mit dem Ferrari-Team mit Sponsoren und Medien im tief verschneiten Madonna erstmals bei den Testtagen in Valencia vom 1. bis 3. Februar sitzen dürfte, muss sich der deutsche Vize-Weltmeister Sebastian Vettel gedulden. Er darf erst mehr als eine Woche später im neuen RB6 Vollgas geben. Chefingenieur Adrian Newey solle noch mehr Zeit zur Entwicklung des Autos erhalten.

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