publiziert: 30.01.2012 15:27 Uhr
aktualisiert: 30.01.2012 15:42 Uhr
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Alexander Heib freut sich besonders

  • Abgang in Sieger-Pose: Alexander Heib darf nach langer Durststrecke wieder das Gefühl erleben, 140 Kilogramm gestoßen zu haben.Foto: Hartmut Hess
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Die Gewichtheber des Kraftsportvereins (KSV) Kitzingen hoben bislang in der Bayernliga-Saison ordentlich, rissen aber keine Bäume aus. Dafür setzten sie am Samstag in der Walter-Schneider-Sporthalle eine Duftmarke mit dem Heimsieg über den KSC Attila Dachau. Der verdiente 369,6:280,4-Erfolg mischt die Karten in der Bayernliga neu, jetzt hat der KSV eine realistische Chance, doch noch in den Titelkampf einzugreifen.

Die Gastgeber gingen höchst motiviert in den Wettkampf, den Thomas Stöhr als „Spitzenbegegnung“ angekündigt hatte. Tatsächlich empfing der Tabellendritte den Tabellenführer aus Dachau, und für die Mannschaft von Trainer Erwin Gilch war der Vergleich eminent wichtig. Denn nur mit einem Sieg war der KSV in der Lage, noch ein Wörtchen im Titelkampf mitzureden. Leichter geschrieben als getan, verbuchte der KSV doch bislang 6:3-Punkte, während die Oberbayern mit der Empfehlung von 10:2-Zählern anreisten. Freilich jagte die Papierform der KSV-Riege keine Furcht ein, sie zeigten im Stoßen kollektiv eine solide Vorstellung. Derweil ging bei den Gästen ohne ihren Besten Ingo Grossmann viel schief. Sie leisteten sich zehn Fehlversuche bei insgesamt 18 Reiß-Versuchen. Robert Dippl und Ludwig Hanseder gelang kein gültiger Versuch, dadurch konnten sie keinerlei Relativpunkte für die Attilas einbringen. Daher lag der KSV nach dem Reißen mit 112:70 Relativpunkten klar vorne. Diesen kommoden Vorsprung verteidigten die Kitzinger mit ihrer einzigen Dame Nicole Aßmann permanent, und Dachaus Trainer Günter Ferg musste vorzeitig mit ansehen, wie seinen Schützlingen die Felle davon schwammen.

Dass der KSV seine derzeit beste Formation aufbieten konnte, war dem Umstand zu verdanken, dass Elijah Watson beruflich etwas mehr Luft und den Spaß am Gewichtheben neu entdeckt hat. Der 26-jährige sammelte am Samstag mit 84,2 Zählern die meisten Relativpunkte des heimischen Sextetts. „Derzeit habe ich 90 Relativpunkte drauf“, urteilte der Deutsch-Amerikaner, der allerdings keine Titelchancen mehr sieht. Er setzt auf den verlustpunktfreien Eichenauer SV. Ihm tut es gut, mit Alexander Heib einen Heber im gleichen Lasten-Segment zu haben, „wir heben in derselben Leistungsklasse und stacheln uns gegenseitig an“, erzählt der 26-Jährige. Wie Watson durfte auch Alexander Heib nach über einem Jahr wieder einmal das Gefühl erleben, 140 Kilogramm zu stoßen. Der 40-Jährige Bundeswehrsoldat findet zu alter Stärke zurück und verließ die Heberhalle mit hoch gereckten Händen in Siegerpose.

Nicole Aßmann, Stefan Aßmann oder Thomas Stöhr bewegten sich um die 60 Relativpunkte, die Gastgeber bestätigten ihre gute Trainingsform. Torsten Zehner hatte im Reißen kleine Aussetzer, kam aber im Stoßen besser zurecht und sammelte noch 40 Relativpunkte. Am Ende wies das Ergebnisprotokoll von Kampfrichter Harald Sauf den 3:0-Sieg für die Hausherren aus, und Dachaus Mannschaftsführer Marcel Konrad gratulierte den Kitzingern zum Sieg und einer „tollen Leistung“.

„Wir sind vollauf zufrieden“, betonte KSV-Trainer Erwin Gilch, der gleichzeitig einschränkte, dass seine Riege derzeit maximal 380 Relativpunkte markieren könne. Daher erscheinen die Eichenauer kaum erreichbar, erzielten sie doch diese Runde zwischen 388 und 429 Relativpunkten. Die Kitzinger schielen mehr auf Platz zwei und arbeiten daran, noch konstanter zu werden, um in der Bayernliga eine gute Rolle spielen zu können.

Von unserem Mitarbeiter Hartmut Hess
    
    

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