aktualisiert: 27.01.2012 13:56 Uhr
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Fußball
Bayern setzt auf Tandem im Traineramt
Schneider und Götzelmann lösen im Sommer Thomas Latteier ab
Mit einer Tandemlösung hat Fußball-Bezirksoberligist Bayern Kitzingen die Nachfolge des zum Saisonende scheidenden Trainers Thomas Latteier (43) geregelt: Zur neuen Saison werden sich den Posten Thorsten Götzelmann (39) und Wolfgang Schneider (50) teilen. Die Personalie gab der Klub am Donnerstagmorgen in einer kurzen Pressemitteilung bekannt.
Während der erste Teil der Depesche durchaus erwartet worden war, darf der zweite Teil als echte Überraschung gelten. Dass Götzelmann einmal Latteiers Amt übernehmen würde, darüber hatte man schon bei dessen Wechsel im vorigen Sommer spekuliert. Dass nun auch Schneider den Weg zu den Bayern nimmt, darf man getrost als Coup werten. Der 50-Jährige trainiert derzeit den SSV Kitzingen, der unter Schneider eine sportliche Renaissance erfahren hat. Im vergangenen Sommer nach drei Jahren in die Kreisliga zurückgekehrt, gehört der Klub schon wieder zu den Besten seiner Klasse. Während die Siedler in Schneider einen Erfolgsgaranten ziehen lassen müssen, gewinnen sie auf der Torwartposition eine Spitzenkraft hinzu: Nach neun Jahren sportlicher Wanderschaft wird Stefan Röser (29) zu seinem Heimatverein zurückkehren. Er ist nach Mitteilung des Vereins nicht erst im Sommer, sondern ab sofort spielberechtigt.
Schneider zu verpflichten aber erscheint aus Sicht der Bayern logisch. Die Mannschaft ist jung, und sie wird sich in nächster Zeit angesichts ihres sprunghaft gestiegenen Potenzials im Nachwuchs noch weiter verjüngen. Schneider, der als Pädagoge arbeitet, hat nicht zuletzt beim SSV Kitzingen gezeigt, dass er ein Händchen für die Jugend hat, dass er eine Horde Jungspunde zu begeistern, zu formen und zu entwickeln vermag. Auch Götzelmann hat sich bei der FSG Wiesentheid jahrelang darauf verstanden, die vielen Talente an die Aktiven heranzuführen.
Mit zwei solch ausgewiesenen Experten an der Seite sollten die Kitzinger weiterhin erfolgreiche sportliche Wege beschreiten. Latteier, der scheidende Trainer, hat mit dem Klub im-mer noch beste Chancen, in die neu strukturierte Landesliga einzuziehen. Anschließend wird der 43 Jahre alte Scheinfelder, dessen Sohn (11) in der Jugend des 1. FC Nürnberg kickt, erst einmal eine längere Pause als Trainer einlegen.

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