aktualisiert: 05.08.2010 20:02 Uhr
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Triathlon
Die kleinste Unwucht lässt den Lenker schlenkern
Rasant wie riskant ist beim Mainfranken-Triathlon manche Passage der 41,5-Kilometer-Radstrecke
Nach etwa zwei Stunden war der erste Mainfranken-Triathlon vor einem Jahr für den Schnellsten zu Ende: Thorsten Grandke überquerte die Ziellinie in Kitzingen nach genau 2:01,17 Stunden. Der Extremsportler des SV Bayreuth hatte dabei 1,5 Kilometer Schwimmen in den Fluten des Mains, 41,5 Kilometer auf dem Fahrradsattel und zehn Kilometer Laufen absolviert.
Nach dem erfrischenden Schwimmen im Main gibt es für die Athleten auch bei der zweiten Auflage des Triathlons am 14. August keine Pause. Im Laufschritt wird es vom Mainufer auf die Wiese hinter der Synagoge gehen, wo die Fahrräder schon in Reih und Glied stehen. Raus aus dem Neoprenanzug, rein in die Radlerschuhe, danach das Rad ein Stück weit durch die Wechselzone bis zum Feuerwehrhaus schieben, und kräftig in die Pedale treten, heißt es für die Ausdauersportler.
Die folgenden 41,5 Kilometer haben es in sich: 381 Höhenmeter sind zu überwinden. Flach geht es vorerst am Main entlang über Sulzfeld und Segnitz bis nach Frickenhausen. Dort wartet der erste Anstieg hinauf nach Erlach. Die folgende Abfahrt bis nach Sommerhausen ist so rasant wie riskant. 80 Kilometer pro Stunde zeigte im vorigen Jahr der Tacho von Stefan Schüppel. Mancher musste bremsen, die kleinste Unwucht bringt den Lenker gefährlich ins Schlingern. Bis Eibelstadt führt die Strecke wieder kurz und flach am Main entlang, um sich gleich darauf in die Steigung hinauf über Lindelbach nach Westheim zu ziehen. Von Kaltensondheim geht es zusammen mit der Volkslaufstrecke, die schon in Sulzfeld die Höhe nach Erlach erklommen hat und 20 Kilometer lang ist, eher gemütlich leicht bergab wieder in den Ausgangsort Kitzingen.
Dass auch beim Triathlon Planung alles ist, hat die Vorjahressiegerin bei den Frauen, „Eisenfrau“ Heidi Jesberger, im Gespräch mit dieser Zeitung deutlich gemacht: Sie war die Strecke zuvor mit dem Auto abgefahren und wusste: Wenn das Material stimmte, würde sie bei der Abfahrt von Erlach nach Sommerhausen nicht bremsen müssen. Sie übernahm dabei die Führung, denn die Verfolgerinnen zogen an den Bremsseilen. Die Radroute ist nicht abgesperrt, die Radfahrer müssen auf den normalen Verkehr Rücksicht nehmen – ein weiteres Hindernis.

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