publiziert: 07.02.2012 15:38 Uhr
aktualisiert: 07.02.2012 15:47 Uhr
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Freude bei der Kitzinger Zweiten

  • Hat gut lachen: Leo Eckert und seine Kitzinger gewannen das Kellerduell in Prichsenstadt.
    Foto: SC Kitzingen
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(mba/tst) Einen Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt mussten die Schachspieler des SC Prichsenstadt einstecken. Nur drei Wochen nach dem Sieg gegen den damaligen Tabellenführer Unterdürrbach kassierten die Gastgeber ausgerechnet gegen das bisher noch punktlose Schlusslicht SC Kitzingen II eine 3:5-Niederlage. Zwar musste Kitzingens Mannschaftsführer Martin Kwossek erneut einige Stammspieler ersetzen. Dafür saß erstmals in dieser Saison mit Istok Ferlan die Kitzinger Schachlegende schlechthin am Brett.

Nach kurzem Abtasten und einem schnellen Remis von Armin Seifert zogen die Kitzinger an: Hans Nußbaumer setzte mit seinem ersten Saisonsieg gegen den ehemaligen Kitzinger Dieter Krenz ein erstes Ausrufezeichen nach knapp drei Stunden. Mit einem überzeugenden Matt-Angriff ließ er seinem Gegner keine Chance (0,5:1,5). Tobias Volkamer überzeugte in seinem zweiten Saisoneinsatz erneut und überspielte seinen Gegner strategisch klar (0,5:2,5). Thomas Gebauer unterstrich seine starke Form mit einem weiteren – seinem mittlerweile vierten – Sieg im fünften Spiel, indem er die ungestümen Angriffsversuche eiskalt widerlegte und so für eine beruhigende 3,5:0,5-Führung der Gäste sorgte.

Nur kurz keimten bei den Prichsenstädtern Hoffnungen auf, als Bernd Buchinger gegen Peter-Georg Krieger verlor (1,5:3,5). Ausgerechnet Istok Ferlan war es schließlich vorbehalten, den entscheidenden Siegpunkt einzufahren. Gegen den Ex-Kitzinger Michael Ziegler lieferte er sich am Spitzenbrett einen spannenden Kampf, in dem der Stellungsvorteil Ferlans den Materialvorteil Zieglers kompensierte. In Zeitnot griff der Prichsenstädter aber daneben und musste resignieren (1,5:4,5). Martin Kwossek einigte sich kurz nach der Zeitkontrolle mit dem dritten Ex-Kitzinger in Prichsenstadts Reihen, Richard Hilgert, in Anbetracht des Mannschaftsstandes trotz leichten Vorteils auf Remis (2,0:5,0). Da fiel es dann auch nicht mehr besonders ins Gewicht, dass Leo Eckert gegen Thomas Steinhauser nach zäher Gegenwehr im Läuferendspiel die Waffen strecken musste.

Damit sieht die zweite Kitzinger Mannschaft nach zum Teil desaströsen Auftritten erstmals Licht am Ende des Tunnels. Mit optimaler Aufstellung und etwas Glück ist der Klassenerhalt in der Unterfrankenliga noch in Reichweite. Dazu muss allerdings bereits in der nächsten Runde am 26. Februar gegen den direkten Abstiegskonkurrenten Versbach nachgelegt werden. Für den SC Prichsenstadt besteht noch eine gewisse Resthoffnung, weil Spitzenspieler Johannes Arens in den verbleibenden Runden möglicherweise wieder eingesetzt werden kann.

Unterfrankenliga

SC Schweinheim – Schachfr. Sailauf 3,5 : 4,5  
SC Prichsenstadt – SC Kitzingen II 3,0 : 5,0  
SB Versbach – SC Unterdürrbach 4,0 : 4,0  
TSV Rottendorf – SK Mömbris 5,5 : 2,5  
Schweinfurt 2000 II – Spvgg Stetten 2,5 : 5,5  

1. (1.) Spvgg Stetten 6 5 1 0 33 : 15 11 : 1  
2. (3.) TSV Rottendorf 6 5 0 1 30 : 18 10 : 2  
3. (2.) SC Unterdürrbach 6 4 1 1 31 : 17 9 : 3  
4. (4.) Schweinfurt 2000 II 6 4 0 2 25 : 23 8 : 4  
5. (5.) Schachfr. Sailauf 6 3 1 2 24 : 24 7 : 5  
6. (6.) SK Mömbris 6 2 0 4 23,5 : 24,5 4 : 8  
7. (8.) SB Versbach 6 1 2 3 18,5 : 29,5 4 : 8  
8. (7.) SC Schweinheim 6 1 1 4 23 : 25 3 : 9  
9. (9.) SC Prichsenstadt 6 1 0 5 19,5 : 28,5 2 : 10  
10. (10.) SC Kitzingen II 6 1 0 5 12,5 : 35,5 2 : 10  

Die Statistik zum Spiel

SC Prichsenstadt – SC Kitzingen II 3:5

Michael Ziegler (2149 *) – Istok Ferlan (2210) 0:1

Thomas Steinhauser (2024) – Leo Eckert (1910) 1:0

Dieter Krenz (1878) – Hans Nußbaumer (1925) 0:1

Wolfgang Schmitz (1843) – Thomas Gebauer (1878) 0:1

Werner Klüber (1813) – Armin Seifert (1829) 1/2 : 1/2

Richard Hilgert (1769) – Martin Kwossek (1782) 1/2 : 1/2

Peter-Georg Krieger (1694) – Bernd Buchinger (1756) 1:0

Andreas Szymanski (1443) – Tobias Volkamer (1680) 0:1 * In Klammern stehen die DWZ-Zahlen (deutsche Wertungszahlen), die die Spielstärke im Schach belegen. Die Grundlage für die Berechnung eines Spielers bilden seine bei Schachturnieren erzielten Ergebnisse unter gleichzeitiger Berücksichtigung der Spielstärke seiner Gegner.

    
    

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