aktualisiert: 24.01.2012 14:52 Uhr
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Leichtathletik
Doppelte Freude im Hause Kohlmann
Auch die jüngere Corinne holt sich einen Bayerntitel – Staffel gewinnt Silber
Sie traten zwar nicht direkt gegeneinander an, trotzdem lieferten sich Vize-Europameisterin Fabienne Kohlmann und ihre fünf Jahre jüngere Schwester Corinne bei den bayerischen Hallenmeisterschaften in Fürth einen heißen Kampf. Beide wussten zu überzeugen und holten je eine Goldmedaille für die LG Karlstadt-Gambach-Lohr. Gemeinsam führten sie dann auch noch die 4x200 Meter-Staffel zur Silbermedaille.
Das Jahr 2011 würde Fabienne Kohlmann am liebsten aus ihrer Vita streichen, nach zwei Operationen kam die Psychologie-Studentin nicht mehr rechtzeitig in Form. Der erste Comeback-Versuch verlief im Sand, Kohlmann rannte ihren Bestzeiten und den Gegnerinnen hinterher. Doch rechtzeitig zum Olympia-Jahr 2012 scheint die Formkrise überwunden, in Fürth sahen die Zuschauer wieder die „alte“ Kohlmann.
Über 800m stürmte die 22-Jährige im Alleingang in 2:05.22 Minuten zu einer neuen deutschen Jahresbestleistung und persönlicher Hallenbestleistung. Selbst der Bayerische Rundfunk konstatierte ihr, auf dem Weg zu Olympia zu sein. Da fiel ein Fehlstart über 60 Meter kaum ins Gewicht.
Dass Kohlmann aus unterfränkischer Sicht nicht allein im Rampenlicht stand, lag an ihrer jüngeren Schwester Corinne. Die hatte schon im Vorlauf über 400m mit neuer Hallenbestzeit von 57,49 Sekunden überzeugt und war, obwohl sie noch der A-Jugend angehört, als Zweite ins Finale eingezogen. Dort pulverisierte sie die Zeit förmlich und sicherte sich in starken 57,07 Sekunden mit fast drei Zehntel Vorsprung vor ihrer Dauerkonkurrentin Isabell Hergenröther den Sieg. Im Ziel war die 17-Jährige zwar platt, aber überglücklich: „Ich hätte nicht gedacht, dass nach den vielen Rennen so eine Zeit noch möglich gewesen wäre.“
Zuvor konnten sich die beiden Kohlmann-Schwestern schon über gemeinsames Silber freuen. Beim ersten Auftritt miteinander erliefen sie sich – unterstützt von Mareike Bauer und Ines Dirscherl – über 4x200m den zweiten Platz. Auch hier überzeugte Fabienne Kohlmann, die auf der Schlussrunde noch einen Platz gut machte.
Nicht ganz nach Wunsch verliefen die Titelkämpfe für U20-Sprinter Thomas Schnurr. Er war ausgezogen um die Aktiven zu ärgern, das gelang dem Lohrer mit Platz acht über 60m auch einigermaßen, mit seiner Zeit von 7,24 Sekunden war er aber nicht ganz zufrieden.
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